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Ungleichheit: So kann Vermögen gerechter verteilt werden
DPA

Was muss man tun, um in Deutschland zu Vermögen zu kommen? Vier Tipps könnten vielen schon helfen.

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pförtner 20.04.2019, 10:07
70. Ist das gerecht ?

Der Eine lebt im Sonnenlicht, der Andere im Schatten,
dass, obwohl sie bei der Geburt Beide nichts hatten.
Einer ,isst den Kuchen, der Andere die Kreide,
gearbeitet haben sie Beide.

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tim_thaler 20.04.2019, 10:09
71. nicht nur reden, sodern machen

Seit Jahren wird nur drüber geredet - aber es passiert nichts!
Der Spitzensteuersatz war ja mal für die wirklichen Spitzenverdiener gedacht, aber wer diesen heute schon zahlt ist nicht mehr reich - sofort korrigieren!
Die kalte Progression frisst auch oft mühsam Erschuftetes sofort wieder auf - sofort abschaffen!
Jahrelang wurde von den Firmen eine Reduktion der Lohnnebenkosten verlangt - dies wurde Schritt für Schritt auf die Arbeiter und Angestellten um gelastet. Uns wurde immer erzählt sie müssen runter - sonst müssen wir verlagern ins Ausland - nur sie sind runter und trotzdem wurde verlagert! Nun sind die Lohnnebenkosten für die Firmen gesenkt-Jobs im Ausland und "D" Exportweltmeister, aber im eigenen Land keine Kaufkraft mehr da! Autos kaufen leider keine Autos!
-> Steuern und Abgaben müssen runter für die kleinen Leute!
Und die mehr, oder zu viel haben sollen endlich einen angemessenen Beitrag leisten,
es kann nicht sein das Leistungsloses Einkommen der wohlhabenden Arbeitslosen
geringer besteuert ist wie die harte Arbeit der wirklichen Leistungserbringer in diesem Land!
Nicht nur "Wer hat dem wird gegeben", sondern auch "Wer schwer schafft der hat es sich verdient"!
Seit der Einführung des Euro ist das Verhältnis dessen was man verdient zu dem was man überall bezahlt extrem aus dem Gleichgewicht geraten!
Trotz harter Arbeit aufstocken , wie viele aus den Containern und Mülleimern die Flaschen fischen, Immer mehr können sich nur noch die Angebote leisten, kaufen nur noch gebraucht oder im Sozialkaufhaus...
Immer mehr Gebrauch Waren, e-bay,Rebuy,Momox,Zoxs... früher es hieß doch immer Wegwerfgesellschaft? Früher war der VW Passat mal das Familienauto - gibt's heute nicht mehr? Immer mehr fahren kleinere Autos, mehr auf Pump, und es fährt eine kleine Zahl fährt immer fettere Autos - das ist ein krasser Gegensatz! Warum fahren den heute so viele einen Diesel,weil der billiger ist! Warum kaufen so viele im Discounter Billigfleisch und Gemüse und kein BIO-weil sie sich was Anderes nicht mehr leisten können!
Früher war es möglich das nur der Mann arbeiten war und die Frau die Kinder zu Hause betreut hat und trotzdem ging es jedes Jahr in den Urlaub, heute müssen schon beide Arbeiten und trotzdem reicht das Geld hinten und vorne nicht mehr.
Was dringend fehlt ist fairpay in Deutschland nicht nur fairtrade für andere Länder - die massive Umverteilung muss dringend korrigiert werden!
Warum trauen sich nur die Franzosen hier Ihrem Unmut Kund zu tun? Bei uns hat doch auch jeder eine Orange Weste im Auto?
Geht es vielen doch so gut oder?
Was ist eigentlich aus der "Wir sind die 99%" Bewegung geworden? wurden die weg eliminiert - haben sie den Grosskopferten zu sehr auf den Füssen gestanden?
Meine Nachbarn haben grad letzte Woche Deutschland den Rücken gekehrt und sind weg für immer. Ich mache mir ernsthafte Sorgen um meine Kinder in diesem Land.
Wo soll das noch hinführen? Ein Land in dem ich gerne lebe ist das schon lange nicht mehr. Eines der einst reichsten Länder der Erde. Und es gibt unter der Bevölkerung immer mehr "Abgehängte", Obdachlose, prekär Beschäftgte! Zukunft wüscht man sich anders.

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gerollheimer2 20.04.2019, 10:13
72. Differenzierter waere gut...

Zitat von Sibylle1969
Ich befürworte eine deutlich höhere Erbschaftssteuer. Das häufig vorgebrachte Argument, das würde Arbeitsplätze kosten, kann man dadurch entkräften, dass im Fall von vererbten Unternehmen die Erbschaftsteuer über etliche Jahre gestundet werden kann. Eine Besteuerung von Kapitalerträgen in Höhe des persönlichen Steuersatzes ist auch ok, aber nur mit deutlich höheren Freibeträgen. Sprich die Erträge eines Vermögens im Gegenwert eines Einfamilienhauses, sagen wir 250.000 Euro, sollten steuerfrei bleiben, um unterschiedliche Formen der Altersvorsorge gleich zu behandeln. Ein höherer Spitzensteuersatz ist auch sinnvoll, aber selbstverständlich darf der erst bei echten Spitzeneinkommen erhoben werden. Bei Singles wären zurzeit 100.000 Euro eine angemessene Größe.
Was machen Sie in Gegenden in welchen das Eigenheim plötzlich durch die Immoblase nicht 250 TE sondern ueber eine Mio wert ist, wenn der Erbe nicht verkauft, abbeissen kann er/sie nicht davon. In Grossstaedten sind es gerade auch auf dem Wohnungssektor, die alteinesessenen Hausbesitzer, welche die Mietpreise ertraeglich halten, da dort langfristige, persönliche Mietbindungen bestehen. So ein Haus ist dann gerne mal in den letzten 20 Jahren um den Faktor 4-5 im Wert gestiegen. Schön wenn der Erbe verkaufen muss. Dann is er reich und die Mieter werden rauspekuliert. Wenn er nicht verkaufen möchte trifft die Erbschaftssteuer so hart, dass die Nackommen verkaufen müssen (szenario für die Mieter siehe oben), oder er geht auf Pump beim Finanzamt und lässt das Haus (energetisch? oder sonstwie) verrotten. Die 400 TE Freibetrag pro Kind sind da nicht viel, denn hier werden schnell mal auf dem Papie 15-20 Mio vererbt.
Erbschaft ist nun nicht gleich Erbschaft. So wie Sie es vorschlagen werden mehr und mehr Haeuser den Spekulanten zum Opfer fallen. Und wer auch 20 Mio Immobilie besitzt, ist letzlich nur bei Verkauf reich, nicht aber nach Erbschaft ohne Verkauf. Über schnell kapitalisiertes Eigentum kann man sicher reden, wenngleich in diesem Fall dann sicher wieder ein Ungleichgewicht zwischen Konzernen und Mittelstand zu Ungunsten der Mittelstaendler besteht.
Sz Artikel: "Gentrifizierung durchs Finanzamt" lesenswert.

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Affenhirn 20.04.2019, 10:14
73. Teil 4

Heute kommt natürlich der Markendruck dazu, gerade auch bei den Unterprivilegierten. Das richtige Outfit, geht los beim Apple-Produkt, das mit gleicher Leistung von anderen Herstellern viel günstiger erhältlich wäre - und es darf auch nicht zu alt sein. Der wirtschaftliche Erfolg von Apple spiegelt diesen Konsumterror gut wider.
Das gleiche gilt natürlich für die Beanis, die Brille , bis hinunter zu den Schuhen. Wer sich davon frei machen kann, gerät nicht so schnell in die inzwischen weit verbreitete Schuldenfalle

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tim_thaler 20.04.2019, 10:24
74.

Zitat von pracz
Hat man es auch untersucht wie der Fleiß in der Gesellschaft verteilt ist?
das wäre mal eine Interessante Statistik!
Die reichen Arbeitslosen würden da aber schlecht bei weg kommen,
die am meisten schuften bekommen nur sehr wenig und die wenig tun sehr viel.

Die wirklichen Leistungsträger in unserer Gesellschaft werden um den gerechten Lohn Ihrer Arbeit geprellt!

FairPay fehlt in diesem Land !

Man hat mit leistungslosen Einkommen - bei dem man nur das Geld arbeiten lässt weniger Steuern als bei richtiger Arbeit?
Irgendwas ist hier falsch?

Leistung ist Arbeit mal Zeit und nicht Geld mal Zeit!

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tim_thaler 20.04.2019, 10:34
75. Mit ehrlicher Arbeit ist noch keiner reich geworden

Zitat von n8f4ll
Und den wichtigsten Tipp für die unteren 50% vergessen: Investieren Sie in Ihre Ausbildung (und wenn es für Sie zu spät ist, in die Ihrer Kinder). Man muss ja nicht gleich Einkommensmillionär werden, auch mit einem 6stelligen Einkommen lässt es sich ganz gut leben...
Leider zieht eine gute Ausbildung heute auch nicht mehr - da muss man schon genau hinsehen was man sich aussucht - das galt vor 30 Jahren noch - heut nicht mehr! Es gibt so viele schlecht bezahlte Stellen für studierte und ewige Praktikantenstellen, wenn ich nur an die so dringend gebrauchten Lehrer denke - wie viele in Springer Positionen arbeiten oder viele auch nur befristet.
Das ist mittlerweile schwer einem Kind etwas zu empfehlen!

1) der Job muss Spass machen!
2) der Job muss Zukunftssicher sein (Digitalisierung)!
3) der Job muss genügend Geld bringen!

die beste Empfehlung ist momentan weg aus Deutschland!
Leider - in einem einst reichsten Land der Erde.

Mit ehrlicher Arbeit ist noch keiner reich geworden trifft es immer mehr - der meiste Reichtum wird in diesem Land nur noch vererbt.
Somit trifft die beste Empfehlung eher noch reich zu heiraten.

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liberaleroekonom 20.04.2019, 10:36
76. Leider sind die Zeiten (der Neidsteuer) noch nicht vorbei

Zitat von Titanus
Die vier Tipps für jeden Einzelnen sind durchaus sinnvoll und richtig (Erhöhung der persönlichen Einkünfte, Reduzierung von Ausgaben und effektives Investieren). Jedoch wären eine Vermögenssteuer und die Erhöhung der Erbschaftssteuer nichts anderes als Enteignung von bereits versteuertem Vermögen. Diese Zeiten haben wir hoffentlich hinter uns gelassen.
Freuen Sie sich bitte nicht zu früh. Herr Scholz besteht doch bei der Reform der Grundsteuer nur deshalb auf ein wertbasiertes Modell, damit er sich die Möglichkeit offen hält, die Vermögenssteuer wieder zu erheben.
Einen anderen Sinn kann ich zumindest nicht erkennen sich an diesem Bürokratiemonster der Wertermittlung (aus Alter, Nettomiete etc.) festzubeißen. Es ging selbstverständlich auch wesentlich einfacher (z.B. Flächenmodell), aber dann kann die SPD nicht die (fiktiven) Vermögen der Wohnungseigentümer mit einer Vermögenssteuer besteuern. Ich ahne nichts Gutes bei diesem Finanzminister.

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exHotelmanager 20.04.2019, 10:37
77. Es ist nicht grundsätzlich ein Problem

vermögenslos zu sein. Es kommt nur auf die eigenen Ansprüche ans Leben an. Gibt es da ein Mißverhältnis zwischen Anspruch und Möglichkeiten, so ist nicht die Gesellschaft dafür verantwortlich.
Wohlgemerkt, ich schreibe hier nicht über objektive Armut.

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Revisor 20.04.2019, 10:39
78. Die von Ihnen beschriebene Gesetzmäßigkeit kann

Zitat von quark2@mailinator.com
Ein Witz ist das. Der Autor schlägt vor, eine bessere Verteilung dadurch zu erreichen, daß sich die einzelnen Menschen im Wettbewerb cleverer verhalten. Ja sorry, aber der Wettbewerb Mann gegen Mann ist ja nun genau die Ursache für die Fehlverteilung. So wie die einzelne Schraube billiger ist, wenn man 20x mehr Schrauben kauft, so ergibt sich einfach in sehr vielen Lebenslagen eine Hebelwirkung, wenn man schon etwas bevorzugt ist. D.h. wenn zwei Personen unter ansonsten gleichen Bedingungen einen Wettstreit eingehen, die eine Person aber mit 5x mehr Mitteln startet, dann wird diese Person statistisch gesehen nach einiger Zeit nahezu den gesamten Besitz beider Personen haben. Da kann sich die ärmere Person noch so sehr abstrampeln, solange die reichere Person sich ein bischen Mühe gibt, ist das einfach unvermeidlich. Und so stimmt das dann auch für Firmen und für Kommunen und für Bundesländer und für Länder der EU. Der Volksmund sagt dann, der Teufel sche*ße immer auf den größten Haufen. Wenn man also nicht will, daß ein immer kleinerer Teil der Leute immer mehr vom Ganzen besitzt, dann muß die Politik aktiv zurück nach unten umverteilen. Das was der Autor hier vorschlägt, nämlich das die armen Hamster einfach schneller im Rad rennen sollen, ist ziemlich zynisch und genau das, was eben nicht hilft.
jeder ohne Risiko überprüfen, indem er mit seinen Kindern „Monopoly“ spielt.

Im übrigen gilt, was ein Superreicher sinngemäß gesagt hat: „Es reicht, wenn man hat, was man braucht. Zwischen diesem Zustand und dem von jemanden, der unendlich viel mehr hat, gibt es für das Lebensglück keinen wesentlichen Unterschied.“ - Ob man auf Malle am Strand liegt oder auf Tahiti, ist objektiv ziemlich egal.

Weiter trifft eine alte deutsche Redensart zu, die allzu vielen dem Wortlaut wie auch dem Geist nach fremd geworden ist: „Spare, lerne, leiste was, dann haste, kannste, biste was.“

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rudi_ralala 20.04.2019, 10:42
79.

Zitat von hakem2
Eine gerechte Steuerpolitik ist ganz entscheidend bei der Frage ob der kleine Mann zu Vermögen kommt ! Hier ein Beispiel aus einem skandinavischen Land. Ein junger Mann macht sich selbständig. 1.Für die soziale Absicherung zahlt er 7,8 % vom Einkommen. 2.Er kauft sich eine Eigentumswohnung die er selbst bewohnt und kann die Zinsen komplett von der Einkommensteuer abziehen....
Das hört sich so an, als wären Sie einer von denen die selbst in Hochzinsphasen den Leuten Immobilien andrehen.
Mir sind die meisten Beiträge zu banal.
Jeder kann sehen, dass die Umverteilung von unten nach oben seit der Einführung der Nullzinspolitik erst so richtig Fahrt aufgenommen hat. Das ist das Grundübel, ist die jetzige Finanzpolitik der Zentralbanken, sie hilft nur den Wohlhabenden, denn nur die sind in der Lage auch in Minuszinszeiten ihr Vermögen zu vermehren. Und je mehr die Zinsen ins Minus abdriften desto größer wird der Unterschied zwischen arm und reich. Der Kapitalismus hat noch nie seit es ich gibt eine derartige schizophrene Phase erlebt wie derzeit, leider auf Kosten der Unvermögenden
Ein verständliches Beispiel:
Ich investiere mein Geld in eine Immobilie, die kostet 500.000 Euro. Das Investment entwickelt sich prächtig, nun ist jemand anderes interessiert, und ich verkaufe für 550.000 Euro.
Meine Bilanz 10 % Gewinn. Bilanz des Käufers. eine Immobilie für 550.000 Euro, also alles in Butter. Für beide alles in Butter, doch ich möchte gerne meine Immobile zurückkaufen und zahle dafür
600.000 Euro. Die Bank sagt kein Problem und leiht mir 50.000 Euro zu meinen erhaltenen 550.000 Euro.
Meine Bilanz, eine Immobilie für 600.000 Euro, davon 50.000 Euro als Kredit. Die Bilanz des Verkäufers 600.000 Euro bar,
macht 50.000 Euro Gewinn.
So toll laufen Immobilieninvestments derzeit.
Der gleiche Käufer bietet mir nun 650.000 Euro an für die Immobilie, davon 50.000 Euro fremdfinanziert und ich verkaufe.
Damit besitze ich jetzt 650.000 Euro bar und begleiche sofort meine 50.000 Euro Schulden bei der Bank und habe dank den übrig bleibenden 600.000 Euro in kurzer Zeit 100.000 Euro Rendite erwirtschaftet. Der Käufer hat eine Immobilie für 650.000 Euro mit einem Startkapital von 600.000 Euro und Schulden von 50.000 Euro. Ebenfalls kein schlechtes Geschäft.
Mit diesem Spiel können sich Vermögende derzeit gegenseitig unendlich reich machen.
Achtung!
Bis entweder die Bank uns Beiden den kleinen Kredit für das Delta nicht mehr genehmigt oder einer von uns aus dem Spiel aussteigt. Wer dann die Immobilie in der Hand hat und keinen noch Dümmeren findet, hat verloren.

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