Forum: Wirtschaft
"Unkalkulierbares Verlustrisiko": BaFin verbietet Finanzprodukte mit Hebelwirkung
DPA

Die deutsche Finanzaufsicht zieht erstmals eine ganze Gruppe riskanter Finanzprodukte aus dem Verkehr: Banken dürfen Privatkunden keine CFDs mehr anbieten.

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NewYork76 08.05.2017, 22:47
30. Ohje...

Am besten nur noch Sparbuecher fuer Alle!!!

Wer sich ueber Finanzprodukte und deren Risiken nicht ordentlich informiert, ist selbst schuld.

Ich sollte schliesslich auch nicht 20k Euro Kredit aufnehmen, auf der Pferde-Rennbahn alles auf den Aussenseiter setzen und mich beim Totalverlust dann ueber Pferdewetten beschweren.

Und vielleicht koennen sich die ganzen "alle Finanzprodukte verbieten" Fraktion einmal ueber den Nutzen von Finanzprodukten fuer die Wirtschaft informieren. (dafuer muesste man allerdings mehr als die BamS lesen)

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kp229 08.05.2017, 22:48
31. @biesi61

Wandern Sie doch in die USA aus - ach nein, da sind CFDs ja schon lange verboten! Insiderwissen mal ausgenommen besteht das Problem der Zukunft im Wesentlichen darin, dass diese in der Gegenwart keiner exakt vorhersagen kann - noch nicht mal dann, wenn man sich "vernünftig informierte und überlegt handelte". Wenn Sie Roulette als "effektive Anlagechance" betrachten, gehen Sie doch ins Spielcasino, das ist nach wie vor erlaubt!

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eckbusch 08.05.2017, 22:56
32. Das ist nicht konsequent

denn dann müssen nicht nur CFD's sondern im Aktienoptionsgeschäft auch ungedeckte Leerverkäufe verboten werden, da die Wiedereindeckungspflicht ebenso unkalkulierbare Risiken birgt; siehe vor Jahren an der Spekulationsblase Porsche/VW, die zu mindestens einem spektakulären suicid geführt hat (Merkle).

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mailo 08.05.2017, 22:59
33.

Solche Finanzprodukte sollten nicht nur für Privatanleger verboten werden. Gleiches gilt für Leerverkäufe. Fas diese negative Anreize setzen hat der Anschlag auf den Teambus von Borussia Dortmund in erschreckender Weise gezeigt.

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hansriedl 08.05.2017, 23:24
34. Hat Juncker ausgehebelt?

Mit einem Grundstock von gut 21 Mrd. Euro sollen über Kreditvergaben private Investitionen freigesetzt werden - diese sollen am Ende das 15-Fache( 315 MRD ) des Grundstocks ausmachen. Eine Million Arbeitsplätze sollen so entstehen. Für Kritik sorgt allerdings, dass am Ende der Steuerzahler haften soll, wenn Investitionen ins Leere gehen.
Es ist die Arroganz dieser Aristokraten, dem dummen Volk nicht mehr zuzutrauen, als daß es sich von hergelaufenen Marktschreiern verführen läßt. Der Populismus-Vorwurf verrät nur, was die modernen Höflinge von uns halten. Wenn es ihr Plan war, den Bürgern – unfähig, die komplexe Realität zu begreifen – den europäischen Superstaat quasi von hinten überzustülpen, dann ist er krachend gescheitert. So schlafmützig ist der deutsche Michel nicht. Auch nicht die Michels in den anderen 27, nach dem Brexit 26 Ländern.

Jetzt stehen die Junckers, Schulzes und Merkels vor den Scherben ihrer schönen neuen Welt.

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mensch-maennlich 08.05.2017, 23:59
35.

Zitat von TS_Alien
Ein Nullsummenspiel ist das sicher nicht. An den Börsen gibt es keine Nullsummenspiele. Das wird nur oft behauptet. Tatsächlich können an den Börsen riesige Papiergewinne oder -verluste "erwirtschaftet" werden. Da gibt es keinen Ausgleich. Beispiel: Der Handel mit wenigen Aktien einer AG erhöht oder verringert den Kurswert aller Aktien dieser AG. Auf dem Papier sind somit Werte geschaffen oder vernichtet worden, die durch nichts ausgeglichen worden sind.
"Auf dem Papier"....hinsichtlich echter staatlich anerkannter Währung ist es natürlich ein Nullsummenspiel. Was jemand gewinnt, muss jemand anders verloren haben. Mehr Geld entsteht nur durch die Geldmengenausweitung der Zentralbank in diesem System.

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elkemeis 09.05.2017, 00:50
36. Wer zocken will

soll ins Kasino gehen, nicht zur Bank oder Börse! Ich denke, dass noch einiges mehr verboten werden sollte. Oder wenn nicht verboten, dann auf eigenständige Institute ausgelagert werden, die nie und unter keinen Umständen mit Steuergeldern "gerettet" werden.

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henry.miller 09.05.2017, 01:24
37.

Ich weiß nicht welche Freiheit des Handelns der eine oder andere meint.

Klaaar...für die Profis hat sich das in jedem Fall gelohnt:)

Meine Bank, hatte mir diese Produkte zig mal angeboten, ohne mit einem einzigen Wort auf die Risiken einzugehen. Ich hab dann mal selber nachgelesen, worum es da eigentlich geht...Zocken halt.

Nichts dagegen, aber diese Information ist nie geteilt worden.

Das ist eigentlich das Problem und nicht die Produkte.

Da man der Ehrlichkeit offenbar nicht nachkommen konnte, mussten die Produkte verboten werden.

Da sind die Banken selber schuld.

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ulmer_optimist 09.05.2017, 01:46
38. Unkalkulierbares Risiko...

...bedeutet dann, dass der Privatmensch auch nicht mit seinen Steuergeldern dafür haftet, wenn "systemrelevante" Banken solche Papiere handeln? Es ist ja dann von mindestens grober Fahrlässigkeit auszugehen, wenn solche Papiere gehandelt werden...

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foxstar 09.05.2017, 02:06
39. CFD Regularien

Hoffe die Regularien werden etwas angepasst (keine offenen Positionen über Nacht + anteilige Sicherheitsleistung bereitstellen z. B.) und ansonsten bleibt das Werkzeug erhalten, waere Schade sonst. Es gibt durchaus Leute die damit in angemessener Weise umgehen können und es ist nicht einzusehen warum diese darunter leiden sollen, das andere Kindsköpfe (die ihr geld andernfalls wahrscheinlich vertrinken würden) es nicht für wichtig erachtet haben sich vorab die notwendigen Detailkenntnisse anzueignen und eine notwendige risikobegrenzungsstrategie zu fahren. Schauen wir mal...

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