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Unlogischer Steuerzuschlag: Schluss mit dem Soli-Prinzip!
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Der Solidaritätszuschlag wird nicht komplett abgeschafft, obwohl sich seine Begründung längst überholt hat. Das Prinzip ist nicht neu, aber dennoch falsch - auch mit Blick auf den Klimaschutz.

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ChristophST 12.08.2019, 19:31
70.

30 Milliarden Cum-Ex Steuerverschwendung für Superreiche, 50 – 80 Milliarden jährliche Kosten für Flüchtlinge, 10 Milliarden Kulturförderung, zig Milliarden für das deutsche Föderalismusmonster, Milliarden für Bundeswehreinsätze in aller Welt, usw. usw.
Über Peanuts wie den Soli brauchte man sich eigentlich gar nicht unterhalten. Eigentlich.

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muunoy 12.08.2019, 19:35
71. Bitte erst informieren, dann posten

Zitat von Freidenker10
Ich finde schon dass der Soli für die mindestens oberen 5% der Einkommen bestehen bleiben sollte! Die haben schon einen niedrigen Spitzenstuersatz den ohnehin kaum einer in voller Höhe zahlt da man Abschreibungsmöglichkeiten ohne Ende hat. Und bevor jetzt das übliche Gejammer von wegen "Arbeit muss sich lohnen" einsetzt sei daran erinnert das sich die Arbeit auch für Krankenschwestern, Polizisten usw. nicht lohnt, also Willkommen im Klub!
Ich gehöre inzwischen als Selbständiger zu denen, bei denen der Staat ordentlich zulangt. Vorher war ich gut verdienender Angestellter. Jetzt verdiene ich erheblich mehr, was sich beim Netto-Gehalt aber kaum bemerkbar macht, weil man mit höherem Einkommen in Deutschland an vielen Stellen drauf zahlen muss. Ich jammere nicht, sehe aber die Probleme der Extrembesteuerung in Deutschland. Ja, es lohnt häufig nicht, sich noch mehr rein zu hängen. Ich beobachte den Effekt bei mir und vielen Kollegen. Wenn genügend Rücklagen vorhanden sind, um Überraschungen des Finanzamtes abzufedern, reduziert man seine Arbeit. In meinem Umfeld haben selbst Angestellte mit exzellentem Gehalt ihre Arbeitslast reduziert. Begründung: Ob ich im Jahr 110.000,-EUR oder 140.000,-EUR verdiene, macht keinen Unterschied. Viele verlassen aber auch einfach das Land. Für die Volkswirtschaft sind beide Verhaltensweisen fatal.
So, jetzt zu Ihren Aussagen: Welchen Spitzensteuersatz meinen Sie denn? Was verstehen Sie unter Spitze? Die Sprachakrobatik unserer Politiker vernebelt den meisten Leuten anscheinend das Gehirn (gem. eines Buches vom Grünen Habeck will man die Leute über den Sprachgebrauch ja auch steuern / manipulieren). Der aktuelle Spitzensteuersatz liegt derzeit bei knapp 50%: 42% plus Neidsteuer plus Soli. Ganz übel wird es für Leute, die noch in der Kirche sind. Da kommt dann noch die Kirchensteuer oben drauf.
Den Spitzensteuersatz, den noch nicht einmal ich so mal eben ausrechnen kann, zahlt jedoch niemand. Auch die Quandts werden in unserem System als Menschen angesehen. Also ist selbst für die das Existenzminimum steuerfrei. Und die nächsten Euros, welche die verdienen, werden auch noch nicht mit dem Spitzensteuersatz belastet. Der Durchschnittssteuersatz, der viel relevanter und daher zumeist verschwiegen wird, nähert sich auch bei Super-Verdiener nur infinitesimal dem Spitzensteuersatz an.
Zum Begriff "Abschreibung": Sie und andere behaupten immer, Abschreibungen seien was Tolles. Sind sie auch. Aber für den Staat, nicht für den Steuerzahler. "Abschreiben" bedeutet lediglich, dass ich eine Betriebsausgabe nicht komplett in dem Jahr steuerlich geltend machen kann, in dem sie getätigt wurde. Ich muss die Buchung der Ausgabe je nach Art des Anlagegutes auf mehrere Jahre in der Zukunft verteilen. Das ist für den Steuerzahler schlecht, für den Staat aber toll.

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K:F 12.08.2019, 19:38
72. Kapital wird nie richtig besteuert

Mit der Union wird es nie eine Steuerstrukturreform geben. Das von AKK vorgeschlagene Energie Steuergesetz wird auch nur ein weitere Melkmaschine werden. Union kann nicht konzeptionell! Union kann nur populistische und inhaltslose Sprüche klopfen.

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5Minute 12.08.2019, 19:44
73.

Zitat von heissSPOrN
Soli komplett abschaffen, dafür den Spitzensteuersatz ab einem zu versteuernden Einkommen über 100.000€ wieder rauf auf 45-48%! Holt Euch das Geld von denen, die es haben - und zwar ganz einfach und legal, ohne Tricks und kompliziertes Zusatzverfahren!
Wer arbeitet hat doch nicht zwangsläufig Vermögen.
Fordern Sie doch lieber höhere Kapitalertragssteuer.

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haarer.15 12.08.2019, 19:47
74.

Zitat von Profdoc1
Interessante Kommentare mit einer speziellen Logik. Deshalb jetzt auch meine noch dazu. Wenn der Solidaritätszuschlag für die (nicht mehr) neuen Bundesländer abgeschafft werden soll, dann ist es steuerpolitisch für alle abzuschaffen, weil der Steuerungsgrund fehlt. Wenn 'Reiche' zur Kasse gebeten werden sollen (warum eigentlich?), dann bitte über eine 'Reichensteuer', die konsequent zur Umverteilung genutzt wird. Den Soli zu erheben (Zweck beachten!) nur für höhere Einkommen, heißt formal. dass nur 'Besserverdiener' für die (nicht mehr) neuen Bundesländer zahlen. Das ist steuerpolitisch irrational. Und wird das BfG auf den Plan rufen, wetten?
Ne, ne ... eine Vermögens- oder Reichensteuer torpedieren doch regelmäßig die christlichen Demokraten. Dabei wurde seit Jahren sichtbar immer nur von unten nach oben verteilt. Wo bleibt da der sozial gerechte Ausgleich ?

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three-horses 12.08.2019, 19:54
75. Das leben ohne Sorgen.

Zitat von AHF84
Wie immer wird hier Grenzsteuersatz mit durchschnittlichem Steuersatz verwechselt. Nach aktuellem Spitzensatz (42%) müssten nach Ihrer Logik 42.000 EUR von 100.000 EUR an den Staat abgeführt werden. Tatsächlich sind es aber "nur" 32.100 EUR Lohnsteuer. Inkl. Soli und Kirchensteuer. Immer noch sehr viel, aber noch mal gut ein Viertel weniger, als das was Sie angeben. Mit Sozialabgaben wären wir übrigens nach aktuellem Stand bei rund 46.000 EUR Abgaben. Also bitte nicht mit falschen Zahlen jonglieren, denn es bleiben von 100.000 EUR netto so 54.000 EUR übrig (also rund 4500 EUR netto im Monat)
Und wenn man so alles verbraten tut, noch die 19% MwSt, das ganze
um den Sprit, Strom, alles Jenseits der MwSt die aber noch drauf kommt. Dann sind wir bei gut 50/60%, die s-Abgaben kommen noch dazu. Und nun noch mal...falsche Zahlen? Die Grundsteuer vergessen und ab Morgen das nach Luft schnappen, der CO2 Irrsinn.

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lupo44 12.08.2019, 19:55
76. 90% sagt der Herr Scholz sollen ab 2021 keinen Soli mehr zahlen.....

die 10% sind die Reichen der Steuerzahler die können weiter zahlen,weil sie es ja haben.Und die zweite Überraschung ist die Tatsache das dieser SOLI erst 2021 nicht mehr als Steuer zu zahlen ist.Also genau im Jahr der Bundestagswahl-Abgang von der GROKO aller Wahrscheinlichkeit nach.Das sind 16 Monate die wir Alle noch zahlen werden.Mit welcher Berechtigung? Und heute wird durch den Sprecher der BK verkündet ,dass es bei der schwarzen NULL bleiben soll trotz der mießen Prognosen der Wirtschaftsentwicklungen.Man wird sich von Seiten der Regierung etwas einfallen lassen müssen. Neben der angekündigten CO2 Steuer kann man sich sicher auch eine MWst Erhöhung vorstellen.Auch wenn man zu hören bekam das es nicht so einfach gehen soll mit den Steuerhöhungen in Deutschland ,weil das nicht von der Verfassung zu gelassen wird.Aber da ist ja auch noch die PKW Maut,auch wenn Auto fahren nicht mehr Inn ist in Deutschland ,sind noch genügend Kraftfahrzeuge vorhanden.Einen KLIMA Soli ist auch vorstellbar oder eine höhere Erbschaftssteuer.Die jetzigen 800 Millionen Steuereinnahmen im Jahr reichen nicht aus mit der großen Finanzierung der migrations von fast 500 000 Flüchtlingen die hier nur geduldet sind.Kostenpunkt ca 20 Milliarden im Jahr. Es wird für uns Alle hoffentlich ein gutes politisches Jahr 2019 geben zum Jahresende-immerhin haben wir drei Landtagswahlen im Osten noch vor uns und ein wichtiges Singnal ob die GROKO weiter machen wird mit dieser geschwächten SPD?

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muunoy 12.08.2019, 19:59
77. Logik?

Zitat von mckberlin
Wo rauf zahlt man den noch soli ? Richtig auf Aktien deswegen sollte sich die SPD schämen ! Es ist dich wieder unglaublich das die reichen entlasset werden und die armen für jeden scheiß arbeiten müssen . Hoffentlich wählt bald niemand mehr spd
Der Solidaritätszuschlag ist ein Zuschlag auf die Einkommenssteuer, die man für alle Arten von Einkommen außer Erbschaften und Schenkungen bezahlt. Natürlich auch auf Kapitalerträge. Auf Aktien selbst zahlt man keine Steuern. Eine Aktie ist eine Unternehmensbeteiligung. Wenn man die zu einem höheren Preis verkauft als man sie eingekauft hat, so ist die Differenz ein Gewinn, der als Einkommen gewertet wird. Und darauf zahlen alle, die einigermaßen verdienen, eben auch den Soli.
Der Zusammenhang zwischen Reichen und Aktien ist mir auch nicht so ganz klar. Meine erste Aktie kaufte ich, als ich noch gar keine Einkommenssteuern zahlte, weil ich da ein armer Hund war. Als ich diese Aktie verkaufte, waren auch keine Steuern fällig, weil meine Einkünfte damals unter dem Existenzminimum lagen. Wenn ich heute eine Aktie kaufe und später mit Gewinn verkaufe, zahle ich bzw. zunächst die Bank selbstverständlich Steuern für diesen Gewinn. Um Aktionär zu sein, muss man also nicht reich sein. Und ob man auf den Gewinn von Aktiengeschäften Steuern zahlt, hängt von den Gesamteinkünften ab. Mich hat schon immer gewundert, dass viele auf angeblich reiche Aktionäre schimpfen, sich aber weigern, selbst einer zu werden. Die meisten Aktien kosten schließlich nicht viel. Es gibt sogar Aktien, die weniger als einen Euro kosten (sog. Penny-Stocks). Ach ja, dummerweise kann man bei Aktiengeschäften auch Geld verdienen. Und die Verluste kann man eben nicht gegen sein Arbeitseinkommen rechnen. Das ist steuersystematisch eigentlich ungerecht. Aber systematisch ist unser Steuersystem schon lange nicht mehr.

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lupo44 12.08.2019, 20:07
78. Holt endlich ein Wirtschaftsfachmann in die Regierung.....

der die ökonomischen und die okologischen Zusammenhänge dieser Zeit richtig bewerten kann und mit den richtigen Entscheidungen die Weichen für eine gute Zukunft Deutschlands die entsprechenden Vorraussetzungen schaffenkann. Frau Merkel hat sich entschieden nicht mehr zur Verfügung zu stehen.Sie hat 13 Jahre viel erreicht und hatte aber wenig Glück und Erfahrung die richtige Manschaft um sich zu scharren.Auch die Wahl ihrer Koalisationspartner war nicht vom Glück für Deutschland gesegnet.
Es sollte ein Mann wie Herr März endlich in die deutsche Politik einkehr halten.Das wäre auch endlich ein Mann auf Augenmaß für die USA und China.Und er wäre ein Garant für bessere Wahlergebnisse für die CDU gegen die AfD.Lamentieren hilft in dieser Zeit Niemanden und das deutsche Volk hätte es verdient endlich etwas mehr Ruhe durch qualifizierte Entscheidungen in ihren Persönlichen Leben zu haben

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matbhmx 12.08.2019, 20:07
79. Die 109.000,- € gelten doch nur ...

... für sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Bei Beamten liegt das Jahresgehalt dann schon deutlich niedriger. Ansatz ist doch die Jahreseinkommenssteuer. Besteuert werden soll doch jenseits von knapp 17.000,- € Jahreseinkommenssteuer und die fällt bei nicht sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen bereits jenseits von brutto 64.100,- € (also rund 5.360,- € monatliches brutto) an.

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