Forum: Wirtschaft
Unmut wie in Frankreich: Wann tragen die Deutschen gelbe Westen?
AFP

Revolution machen nur die Franzosen? Mag sein, aber die Abschaffung des Soli für Reiche könnte in Deutschland einen ähnlichen Effekt auf das Gerechtigkeitsempfinden haben.

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Caminare 01.02.2019, 17:59
200. Blödsinn

Gerne lese ich die Kolumnen hier- weil oft zutreffend oder das bestätigend, was ich nicht immer genauso auszudrücken vermag. Aber soviel Blödsinn auf einem Haufen habe ich hier selten gelesen. Ich schließe mich den Vorrednern an: bisher habe die vermögenden ja auch einen hohen Beitrag an Soli bezahlt! Und wer bestimmt denn, wer reich genug ist, um den Soli weiter zu bezahlen, wo ist de Grenze? Es findet dich hier keine ausgleichende Gerechtigkeit statt, sondern der Staat will hier die Kuh, die er nich super melken kann, nicht schlachten!

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sutplo 01.02.2019, 18:03
201. Die Leistungsträger werden auf die Strasse gehen.

Erinnert sich noch jemand daran, dass Helmut Kohl einst die Mineralölsteuer um 22 Pfg. erhöhte um die Strassen zu renovieren? Wurde niemals abgeschafft, stattdessen haben wir 30 Jahre später marode Infrastruktur. Wenn sich ein Facharbeiter anstrengt und von seinem zusätzlichen Euro den Spitzensteuersatz zahlt. Wo ist da der Anreiz. Die Menschen sollten wegen dieser Ungerechtigkeit auf die Strasse gehen. Höhere, leistungsgerechte Löhne, höheres Lohnniveau bei unteren Einkommensschichten, Steuersenkungen und Abschaffung des Soli sollten das Rezept sein. Nicht Umverteilung und Alimentierung. Stattdessen zahlen wir, nur ein Beispiel, lieber Wohngeld, dass direkt in die Einkünfte der Vermieter fliesst.

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trabajador5 01.02.2019, 18:05
202. Ist natürlich wahr

was hier kommentiert wird. Der Artikel ist vollkommener Blödsinn. Natürlich spart nur der bei einer Steuersenkung, der Steuern zahlt. Übrigens sind das nicht die wirklich Reichen, die die meisten Steuern zahlen, sondern diejenigen mit dem höchsten (zu versteuernden) Einkommen. Man darf das nicht verwechseln. Das ist ja der eigentliche Skandal, für den man auf die Straße gehen sollte, dass die wirklich Reichen hierzulande kaum Steuern zahlen.

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johannes87 01.02.2019, 18:07
203. Typisch

Mal wieder Linkspopulistische Hetze gegen Wohlhabende hier beim Spiegel.
Der Soli muss abgeschafft werden. Und das jemand mit hohem Einkommen davon stärker profitiert als jemand der arm ist liegt in der Natur der Sache. Jemand mit hohem Einkommen zahlt aber auch deutlich mehr Steuern als die anderen und trägt so überproportional zum Staatshaushalt bei.

Vielleicht sollte man mal daran denken.

Die die nichts haben sind nicht sauer auf die Reichen. Sondern auf die Politiker die durch Diesel, Klima, Strom etc. immer weiter zur verteuerung der Welt beitragen, durch Abgaben und Steuern den Bürger schröpfen und gleichzeitig keine Leistung bieten. Politiker die eine Rentenreform die überfällig ist nicht in Angriff nehmen, die anstatt sich um die eigene Bevölkerung und deren Probleme zu kümmern (Verrottende Schulen, schlechtes Pflegesystem, Deutsche Bahn und was noch alles) lieber Milliarden ausgibt in der Rolle als Mutter Theresa der westlichen Welt. Die "kleinen" Leute wollen ernst genommen werden weil sie im Gegensatz zu den Großverdienern das Land nicht einfach verlassen können und auch nicht eine Altersvorsorge aufbauen können durch die Rente, Pflege etc. egal sind.

Ich selbst muss mir keine Gedanken um meine Zukunft machen. Meine Altersvorsorge ist sicher, für Pflege habe ich genug Geld für eine Privatpflegekraft (3000€ im Monat). Die meisten Menschen haben das und ich verstehe deren Wut!

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spigalli 01.02.2019, 18:07
204. Durchrechnen der Milchmädchenrechnung

zeigt dass, dass wenn "die obesten 5%" auf ihre durchschnittliche Entlastung - ja: die haben danach tatsächlich mehr Geld im Portemonnaie! - von 1740€ pro Jahr verzichten für jeden "der unteren 95%" etwa 91,58 pro Jahr mehr im Portemonnaie lägen.

Ja, diese zusätzlichen 91€ würden mehr Schmerz lindern als die nicht erlassenen 1740€ erzeugen. Noch lieber würden die "unteren 95%" allerdings in der Lage sein, von einer Senkung den von ihnen selbst gezahlten Steuern zu profitieren.

So lange eine hart erkämpfet 2%-Erhöhung der Gehälter zu einer 5%-Steigerung der Preise führen kann und die restlichen 3% als Prämie für die Produktivitätssteigerung um 5% beim Vorstand hängen bleiben - solange erzeugen wir ständig weiteres Ungleichgewicht. Denn die Preise werden - wie bei den Wohnungen - von dem getrieben, der am meisten zahlen kann. Und es leidet, wer nicht zahlen kann.

Den Teufelskreis der "Umverteilung nach oben" zu durchbrechen, scheint so schwierig, wie etwas wieder aus einem schwarzen Loch herauszuziehen, wo es sich immer weiter beschleunigend in die Katastrophe stürzt. Eine Währungsreform, bei der nur Barvermögen und Sichteinlagen sowie Kreditforderungen getauscht werden können, würde vielleicht unmittelbar dazu führen, dass Buchgelder, bei der Realisierung auf ihren "wahren Wert" zurechtgestutzt würden. Dann wären zumindest die Macht vieler Vermögen gebrochen und wir kämen in einer längeren Phase der Desillusionierung an, in der wir die Fehler der letzten Jahre nochmals wiederholen könnten, um 100 Jahre später wieder da zu stehen, wo wir jetzt sind.

Eine gesteuerte "Umverteilung nach unten" durch den Staat ist auf keinen Fall eine Lösung, sie befeuert den Kessel nur weiter: "Wenn die da unten mehr haben, müssen wir hier oben eben mehr mehr haben!"

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muunoy 01.02.2019, 18:11
205. Nahezu alles falsch

Zitat von Schartin Mulz
Der Soli war eine anders genannte Steuererhöhung zur Finanzierung der Wiedervereinigung. Seitdem ist aber der Spitzensteuersatz bereits massiv gesenkt worde. D.h., die Besserverdiener zahlen heute weitaus weniger Steuern als vor EInführung des Soli. Und ob wir in der aktuellen Situation, wo immer mehr Ausgaben auf den Staat zukommen und die Konjunktur erste Dellen zeigt, nun ausgerechnet eine weitere Steuerentlastung für Reiche brauchen, darf schon diskutiert werden. Aber ein Gelwesten-Ausfstand ist nun wirklich nicht zu erwarten. Wenn es um Steuern geht, haben die Recihen immer die Solidarität der Normalbürger.
Betrachten Sie bitte die durchschnittliche Steuerbelastung aufgetragen gegen die Einkommen. Dann sehen Sie, dass die Besserverdiener keineswegs weniger Steuern zahlen als zu Kohl's Zeiten. Linkspopulisten fabulieren immer über einen Spitzensteuersatz von 42%, der noch nicht einmal der wirkliche Spitzensteuersatz ist. Der liegt bei 45% + Soli, was ungefähr 47,5% entspricht. Dazu käme ggf. noch die Kirche. Da aber die Steuerprogression, anders als übrigens in Frankreich, nicht an den Wertverlust unserer Währung angepasst wird, steigt die durchschnittliche Steuerbelastung jedes Jahr automatisch. Der Vorteil davon ist, dass wir immer mehr "Reiche" bekommen, ohne dass sich die Kaufkraft der Leute erhöht. Inzwischen ist eigentlich jeder Facharbeiter schon ein pöser "Reicher". Und wenn man die stetig gestiegenen indirekten Steuern mit hinzu nimmt, so ist die Steuerbelastung für einen einigermaßen gut verdienenden Single schon heute bei über 50%. Dazu kommen dann noch die Kosten der sozialen Absicherung, die man zugegebener Maßen zumindest zu einem geringen Teil steuerlich geltend machen kann. Naja, dafür wird einem das im Alter wieder genommen. Es kommen auch nicht immer mehr Ausgaben auf den Staat zu. Die Beamten-Kleptokratie zieht sich immer neue Aufgaben heran, was natürlich zu mehr Ausgaben führt, die aber in jedem Fall vermeidbar wären. Die Konjunkturdellen sind übrigens in erster Linie hausgemacht, weil weite Teile der Politik derzeit aus ideologischen Gründen eine Deindustrialisierung Deutschlands betreiben. Auch ist es für die Konjunktur nicht förderlich, dass der Staat immer mehr der durch wertschöpfende Arbeit erwirtschafteten Mittel nimmt, um sie umzuverteilen oder für sehr zweifelhafte oder gar schädliche Zwecke (bspw. Baukindergeld) zu verschwenden. Um dem gegen zu wirken wären gerade jetzt Steuersenkungen für alle, die Steuern zahlen, dringend erforderlich. Nahezu alle westlichen Volkswirtschaften mit demokratischen System machen dies gerade (sogar Griechenland). Aber ein Großteil unserer Politiker und Politaktivisten wünschen sich eine DDR 2.0, weil der Sozialismus leistungslosen Wohlstand verspricht. Dummerweise wurde dieses Versprechen noch nie eingehalten.

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spigalli 01.02.2019, 18:12
206. Ich hätte nich gedacht, mich jemals schreiben zu sehen:

Zitat von kayakclc
Ja: der Bürger macht dem Staat ein Steuergeschenk, weil der Staat einen Soli erhebt, aber den gar nicht für Solidarität Aufbau Ost ausgibt, wie ursprünglich von der Politik versprochen!
Ach wenn doch nur die Schaumweinsteuer in die Finanzierung der Kriegsmarine fließen würde...seufz...

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statistic-man 01.02.2019, 18:13
207.

Zitat von saarkast
... ich darf nicht über den Autor schimpfen? dann anders: Soli leicht gemacht: 1. Man brauche Geld, um marode Bundesländer aufzupäppeln 2. Man erfindet dafür eine neue, zweckgebundene Steuer 3. Sie Steuer wird so gestaltet, dass die Leistungsfähigen mehr zahlen 4. Irgendwann fällt der ursprüngliche Zweck der Steuer weg 5. Man behält die Steuer bei, um anderweitig Löcher zu stopfen 6. Unverschämte Menschen behaupten, dass die Steuer ja zweckgebunden war und abgeschafft werden soll 7. Nochunverschämtere Menschen behaupten, dass die Abschaffung ungerecht sei, weil die die zahlen ja mehr entlastet würden als die die nicht zahlen 8. es wird von noch viel unverschämteren Menschen dazu aufgerufen, im Falle der Abschaffung entrüstet zu sein und auf die Straße zu gehen ... und ja, das ist wirklich so passiert!!!
In der Zeit ist viel passiert.

Die "Löcher", die gestopft wurden, sind hauptsächlich im Sozialsystem zu finden. So trägt der Steuerzahler mittlerweile ein Drittel der Rentenzahlungen, weil da sowas wie ein demographischer Wandel im Gang ist.

Das sind etwa 91 Milliarden im Jahr:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rente-bundeszuschuss-erstmals-ueber-100-milliarden-euro-/14024558.html?ticket=ST-30826-NPxKkPhUPQKClDE0jQAI-ap6

Ungefähr 18 Milliarden im Jahr kommen über den Soli:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/30376/umfrage/steuereinnahmen-des-bundes-durch-den-solidaritaetszuschlag/

Man könnte das entweder so lassen oder die Bundeszuschüsse zur Rente um 20% kürzen und den Soli abschaffen.

Ist das ihrer Auffassung nach gerecht?

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samuel.gruenstein 01.02.2019, 18:14
208. Gelbwesten in D

Ich habe heute gelesen, dass Gelbwesten auch in Stuttgart auf die Straße gegengen sind. Sie haben gegen die Umweltpolitik demonstriert und gerufen: "Grüne weg, grüne weg". Ich fand das schön und Ich hoffe das ist noch von der Meinungsfreiheit gedeckt, ohne jetzt auf die eine oder andere Art gleich verunglimpft zu werden.

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statistic-man 01.02.2019, 18:15
209.

Zitat von hans.mercker
aha, linke automatisch richtig und gut. alles andere doof. das zieht zum Glück nur bei wenigen verblendeten... schauen sie nach Venezuela. Dann wissen wie wie DE mit der Linken als Regierung aussehen würde.
Deutschland hatte schon zweimal seit 1949 eine linke Regierung. 1969 bis 1982 und 1998 bis 2005. Selbst eine Beteiligung der Linkspartei als einer von mehreren Koalitionspartnern würde kaum venezuelanische Verhältnisse bescheren.
Sie machen sich zuviele Sorgen...

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