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Uno-Studie: Ein Siebtel der Lebensmittel verderben zwischen Ernte und Handel
Bodo Marks / DPA

Mehr als 820 Millionen Menschen leiden weltweit Hunger - und gleichzeitig gehen riesige Mengen Lebensmittel bereits auf dem Weg zum Verbraucher verloren. Eine Studie zeigt nun das Ausmaß der Misere.

Mikrohirn 15.10.2019, 07:10
1. Definiere "verdirbt"?

Die Empfindlichkeit in Frage "verdorbene Lebensmittel" ist zumindest in der 1. Welt enorm gestiegen. Was wir in den fünfziger/sechziger Jahren bedenkenlos und ohne negative gesundheitliche Konsequenzen verzehrt haben, verlässt heute nicht einmal den Acker, weil es der verwöhnte Kunde*in im Laden naserümpfend liegenlassen würde. Ich denke nicht, dass die 3. Welt mit dieser Sorte "verdorbener" Lebensmittel ein Problem hat. Am Transport liegt es also nicht, sondern daran dass die westlichen Augen mitessen und dass das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Verfallsdatum verwechselt wird (siehe %Werte).

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fatherted98 15.10.2019, 07:36
2. unabwendbar....

...solche Dinge sind nicht steuerbar und bei der benötigten Massenproduktion unabwendbar. Der Hinweis auf hungernde Menschen ist natürlich rein polemisch....denn auch wenn die verdorbene Ware nicht verderben würde, hätte der Hungernde vor Ort keinen Bissen mehr im Mund.
Vielmehr sollte die Frage gestellt werden, warum gerade aus Hungerstaaten dort erzeugte Lebensmittel exportiert werden und die eigene Bevölkerung trotz ausreichend vorhandener selbst produzierter Lebensmittel, hungern muss. Das hat rein gar nichts mit dem Verbraucher hier zu tun, sondern mit korrupten Machthabern vor Ort die ihre eigene Bevölkerung darben lassen um sich an den Gewinnen der Exporte zu bereichern.

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Hans-Dampf 15.10.2019, 09:07
3.

Wenn's um Nahrungsmittel geht, hört man einen Aufschrei, wenn ca. 15% zwischen Ernte und Handel unbrauchbar werden. Wenn jedweder Transport so erfolgreich ablaufen würde, würden viele Händler die Hände klatschen. Frei nach dem Motto: Schwund ist immer.

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