Forum: Wirtschaft
Unregierbares Griechenland: Willkommen in Weimar
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Das Chaos bei der Regierungssuche in Athen zeigt: Griechenland steht heute dort, wo sich die Weimarer Republik 1930 befand. Die Sparpolitik und die Bindung an den Euro verhindern eine wirtschaftliche Erholung. Auf Dauer gefährden sie die Demokratie.

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hartmutthomas 09.05.2012, 13:21
1. willkommen in weimar

der artikel geht leider in die richtige richtung. verzweifelte und arme menschen sind immer empfänglich für faschistische ,bzw. einfache lösungen. wir haben ja unsere historische erfahrung gemacht.(ns-zeit-reperationszahlungen, etc.)
die griechen müssen erkennen, daß sie ihre reichen aus dem land treiben, und daß sie ihre staatsverwaltung auflösen müssen, um zur produktiven wirtschaft des mittelstandes oder bauers zurückfinden.
die militärjunta hat nach meiner ansicht nur noch nicht eingegriffen, weil das desaster zu gross ist, und ihre pfründe auch nicht mehr gesichert wären....

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nopolemik 09.05.2012, 13:21
2. Die Geschichte wiederholt sich

Zitat von sysop
Das Chaos bei der Regierungssuche in Athen zeigt: Griechenland steht heute dort, wo sich die Weimarer Republik 1930 befand. Die Sparpolitik und die Bindung an den Euro verhindern eine wirtschaftliche Erholung. Auf Dauer gefährden sie die Demokratie.
Vielleicht stecken ja dieselben Mächte derselben Banken dahinter.

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dr. phibes 09.05.2012, 13:22
3.

"Schon heute wirkt es so, als ließe sich Merkels Sparpolitik auf den Straßen von Athen allenfalls noch mit Waffengewalt durchsetzen."

Ist das mit Diktatur gemeint?

War da nicht was mit Demokratie? Immerhin einer unserer Exportartikel.

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mopsfidel 09.05.2012, 13:23
4. Die Probleme liegen nicht im Euro oder beim Sparen

Die ganz fundamentalen Gründe liegen in der Bevölkerung selbst.
Die Gesellschaftstrukturen haben sich in Griechenland über Jahrhunderte in die falsche Richtung entwickelt. Unter Griechen gilt schon seit jeher der Leitsatz: Erst ich und meine Familie, dann der Rest. Damit lässt sich natürlich ebenso wenig eine Demokratie aufbauen noch ein Gemeinwohl. Und daran krankt das ganze Land.

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pacificatore 09.05.2012, 13:23
5. Erinnerung an Weimar

Auch Alt-BP Weiszäcker hat gestern bei Frau Maischberger Weimar zitiert, um Hitler und den 2. Weltkrieg zu erklären. Geschichte wiederholt sich nicht.

Die EU wird einen Staatskommisaar schicken, der dann mit einer Technokraten-Regierung Griechenland in den nächstenb 5 Jahren umbaut.

Die Alternative wäre, die Griechen würden wieder selbständig und die EU würde Griechenland wie ein privilegiertes Entwicklungsland behandeln. Dann wäre Dirk Nibel am Zuge.
Unvorstellbar ist die Rückkehr des Nationalismus in Deutschland, der dann mit Bomben und Granaten die Griechen auf den Pfade der Tugend prügelt. Also: Weimar? Uninteressant!

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firlefranz2 09.05.2012, 13:28
6. Ende des Euros

Die logische Schlussfolgerung kann ja dann nur die Auflösung der Euro-Zone und die Rückkehr zu den nationalen Währungen sein.

Angebliche "juristische Schwierigkeiten" sind nun wirklich Kleinkram und jederzeit lösbar. Es kann jedenfalls kein Gegenargument sein, dass ein Austritt in den europäischen Verträgen bisher nicht geregelt ist.

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greekchimera 09.05.2012, 13:28
7. es gibt keine SPARPOLITIK

wann setzt SPON das Verb "sparen" endlich richtig ein....sparen bedeutet, etwas auf die Seite legen...das Geld, welches nach Griechenland uberwiesen wird, wird jedoch nicht angespart, sondern für den Schuldenabbau benutzt...und die Politik die betrieben wird, fasst sich mit Ausgaben-Kürzungen auseinander und nicht mit Geldanhäufung !!!!!!

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firlefranz2 09.05.2012, 13:29
8. Ende des Euros

Die logische Schlussfolgerung kann ja dann nur die Auflösung der Euro-Zone und die Rückkehr zu den nationalen Währungen sein.

Angebliche "juristische Schwierigkeiten" sind nun wirklich Kleinkram und jederzeit lösbar. Es kann jedenfalls kein Gegenargument sein, dass ein Austritt in den europäischen Verträgen bisher nicht geregelt ist.

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tomkey 09.05.2012, 13:29
9. So ist er eben

.. der Kapitalismus. Es liegt doch nicht daran, ob demokratische Verhältnisse herrschen oder nicht. Es ist die Gesellschaftsform, die solche Krisen hervorruft und ermöglicht. Die ganzen Maßnahmen zur Rettung von irgendwas oder irgendwem sind doch bloß Aktionen, um die Gesellschaft (vor allem der darin lebenden Bürger) zu beruhigen und die brutalen Auswüchse des Kapitalismus eben nicht überall so brutal aussehen zu lassen. Arbeitslosengeld, Konjunkturprogramme, Rettungsschirme .. alles Maßnahmen, um die Auswüchse dieser Gesellschaftsform abzufangen oder abzufedern.
Man stelle sich vor, diese Maßnahmen wären nicht so hoch oder gar nicht erst vorhanden. Der Spiegel hätte viel zu schreiben.

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