Forum: Wirtschaft
Unregierbares Griechenland: Willkommen in Weimar
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Das Chaos bei der Regierungssuche in Athen zeigt: Griechenland steht heute dort, wo sich die Weimarer Republik 1930 befand. Die Sparpolitik und die Bindung an den Euro verhindern eine wirtschaftliche Erholung. Auf Dauer gefährden sie die Demokratie.

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+LY 09.05.2012, 14:31
90. Merkels falsche Politik, von Anfang an

Zitat von sysop
Das Chaos bei der Regierungssuche in Athen zeigt: Griechenland steht heute dort, wo sich die Weimarer Republik 1930 befand. Die Sparpolitik und die Bindung an den Euro verhindern eine wirtschaftliche Erholung. Auf Dauer gefährden sie die Demokratie.
und jetzt scheint sie es einzusehen,
ich erinnere an ihre Pressekonferenz am 7.5.2012 anläßlich Wahlergebnisse Schleswig-Holstein, in der CDU-Zentrale,
ihr Griechenland-Sermon,
vor allem ihre Gesichtsausdrücke...

Der Kommentar beschreibt, wie es kommen kann,
um den Zusammenbruch zu verhindern, ist jetzt
schlagkräftiges, mutiges und internationales
Handeln notwendig, kein Platz mehr für Merkels Fickfackereien,
und physikalischen Denkereien,
und vor allem kein Platz mehr für sie und ihre Regierung.
Sofort.

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hienstorfer 09.05.2012, 14:31
91. Vorsicht!

Zitat von nopolemik
Vielleicht stecken ja dieselben Mächte derselben Banken dahinter.
Die Plattitüden mit den Banken hatten wir tatsächlich schon einmal. Insbesondere das Naziregime schürte Resetiments gegen jüdische Geldhäuser. Dabei hatte sich Hitler massivst verschuldet - steckte selbst in einer Finanzkrise. Doch das Regime suchte nicht bei sich selbst die Schuld - fand einen Sündenbock dafür!

Es ist richtig - die Geschichte wiederholt sich!

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hienstorfer 09.05.2012, 14:33
92. Der Euro funktioniert für Griechenland nicht

Griechenland benötigt eine eigene Währung, die es abwerten kann.

Der Euro ist das falsche Konzept!

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Schwede2 09.05.2012, 14:34
93. Ein paar Unterschiede gibt es schon.

Zitat von sysop
Das Chaos bei der Regierungssuche in Athen zeigt: Griechenland steht heute dort, wo sich die Weimarer Republik 1930 befand. Die Sparpolitik und die Bindung an den Euro verhindern eine wirtschaftliche Erholung. Auf Dauer gefährden sie die Demokratie.
Die hohen Reparationsleistungen nach dem 1.WK, gepaart mit der weltweiten Wirtschaftskrise Mitte der 20-er Jahre hat Deutschland damals über den Rand der Zahlungsfähigkeit gebracht. Weltweit waren die Rahmenbedingungen nicht flexibel genug, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Außerdem gab es mit faschistoiden Regierungen noch lange nicht den gesellschaftlichen Erfahrungshorizont, den wir heute bei den europäischen Gesellschaften voraussetzen sollten und können.

Griechenland ist ein Trickser-Staat. Der Beitritt zur europäischen Währungsunion war blanker Betrug. Das Land hat jahrzehntelang über seine Verhältnisse gelebt und eine soziale Burg der Glückseeligkeit in Europa gebildet. Die Erwartung, dass der Rest Europas diese soziale Hängematte bezahlt, ist mindestens so unverschämt, wie naiv.

Ja, eines muss ich zugestehen: Europa hätte den Betrug erkennen müssen und den Beitritt zum Euro blockieren sollen. Aber hier herrschte wohl die übliche politische Realitätsverweigerung, die wir ja so gut kennen. Den ganzen Schlamassel hat sich Griechenland selbst zuzuschreiben. Nach anderen Schuldigen zu gucken, ist nur billig!

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otto_iii 09.05.2012, 14:36
94. Von der Türkei lernen

Zitat von greeklady
Ehrlich gesagt, sehe ich viel mehr Faschisten im reichen Deutschland, als in armen Griechenland...und Weimar war EURE Geschichte, nicht unsere. Es muss sich nicht immer alles nach euch drehen, liebe Deutsche.
Nein, es muss sich wirklich nicht immer alles um uns Deutsche drehen.
Deutschland und die restlichen prosperierenden Länder der Eurozone machen Griechenland ein Angebot: Wenn die Griechen unsere Empfehlungen umsetzen gibt es Geld. Wenn nicht, dann nicht.

Griechenland hat die Wahl. Griechenland ist souverän und kann aus dem Euro und der EU austreten, wenn es das für besser hält.

Deutschland kann und muss kein Vorbild für Griechenland sein. Aber Polen, Lettland etc... Insbesondere die Türkei hat doch gezeigt, wie ein Land ohne nennenswerte Hilfe von außen ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum hinlegen kann. Daran sollten sich die Griechen ein Beispiel nehmen (und diese unsinngen Faschismusvorwürfe in der Mottenkiste lassen).

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firlefranz2 09.05.2012, 14:36
95.

Zitat von Cassandra105
Dannach müsste es dennoch eine massive Vermögenabwertung geben, um die Vermögensakkumulation weniger katastrophal zu machen, gerade manifeste Kapitalwerte würde das jedoch noch nicht einmal betreffen (raten Sie mal, warum alle so von Privatisierung begeistert sind, weil man reale Kapitalwerte nicht einfach weg"rezensieren" kann). Vor allem aber wäre die deutsche Wirtschaft schlichtweg im Arsch, denn an wen noch verkaufen? Es würden Dutzende Milliarden an Export einfach wegbrechen und dann würde man sehen, wie gut bzw schlecht wir wirklich dastehen.
40 % des Wertes der deutschen Exporte besteht aus importierten Vorleistungen. D.h. das bei einer Aufwertung der DM diese im gleichen Maße günstiger würden. Rohstoffe wie Öl, Kohle, Gas würde man günstiger auf den Weltmärkten bekommen. Frei werdende Mittel den Binnenkonsum stärken.

Die Staatsschulden würden über Nacht massiv sinken (im gleichen Maße wie die DM aufwerten würde), da man diese nun in einer härteren Währung zurückzahlen könnte.
Sie sehen, Vor- und Nachteile halten sich die Waage.

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68bella68 09.05.2012, 14:36
96. Deutschland muß Löhne kräftig erhöhen

Der Artikel geht in die richtige Richtung. Endlich mal einer der erkennt, dass in einem System fester Wechselkurse die Anpassung über Löhne und Preise erfolgen muß. Wenn das so ist, hat das zwei Konsequenzen:
1) Griechenalnd spart sich in den Abgrund und die "überflüssigen" Griechen werden liquidiert.
2) oder: Deutschland - der wegen extremer Exportüberschüsse Schuldige an der Krise - erhöht die Löhne kräftig. Außerdem muß der Niedriglohnsektor - wo die Menschen von Arbeit nicht mehr leben können - verschwinden. Deutschland hat durch Verletzung der Regel das die Löhne propartional mit der Produktivität wachsen müssen, sträflich verletzt und muß nun büßen.
6,5% - wie es die IG Metall fordert - ist viel zu wenig um den deutschen Lohnrückstand aufzuholen.
Diese simplen ökonomischen Wahrheiten will hierzulande aber niemand hören......oder doch????

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Torfkopp 09.05.2012, 14:37
97. Noch Fragen ?

Zitat von Gebetsmühle
die schuldenkrise ist absolut gewollt, denn nur an schulden verdienen banken exorbitant. für die banken gäbs nix schlimmeres als schuldenfreie länder. deshalb setzen die ackermänner die schuldenpolitik rigoros in den lobbis durch. nur schulen bringen viel viel geld, das eigentlich dem steuerzahler gehört. die derzeitige finanzpolitik ist nix andres, als das massenhafte schaufeln von geld aus den staatskassen in den besitz der banken. wärs anders, man könnte es mit einem federstrich ändern.
Zitat Mayer Amschel Rothschild :

“Geben Sie mir die Kontrolle über das Geld und es spielt keine Rolle, wer die Gesetze macht !“

Gebrüder Rothschild :

“Die wenigen, die das System
verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder abhängig von der Gunst des Systems sein, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird.
Die grosse Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne murren tragen, viel. sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.“


Noch Fragen ?

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Sachalin 09.05.2012, 14:37
98. Goldstandart?

Nicht der Goldstandart war das Problem der Weimarer Republik. Es waren die Auswirkungen der Versailler Verträge. Mit diesem wurde Deutschland Vermögen, Ehre und jede Aussicht auf Besserung der Zustande genommen.

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Cyclops2Aug 09.05.2012, 14:37
99. Richtig !!

Zitat von mopsfidel
Die ganz fundamentalen Gründe liegen in der Bevölkerung selbst. Die Gesellschaftstrukturen haben sich in Griechenland über Jahrhunderte in die falsche Richtung entwickelt. Unter Griechen gilt schon seit jeher der Leitsatz: . Damit lässt sich natürlich ebenso wenig eine Demokratie aufbauen noch ein Gemeinwohl. Und daran krankt das ganze Land.
Das ist aber 100% richtig !
Der zentralste Parameter (u.a.) des Anders-sein .. !
Schönen Tag noch,
ein sich nicht sehr wohl fühlender Grieche

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