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Unsichere Arbeit und Lebensverhältnisse: Vier Millionen Erwerbstätige gehören dauerha
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Sie sind nicht langzeitarbeitslos und abgehängt, haben aber weder einen sicheren Job noch stabile Lebensumstände - und das auf Dauer: Zum ersten Mal belegt eine Studie, wie groß das Prekariat in Deutschland ist.

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Emderfriese 24.09.2018, 11:47
1. Verwantwortungslos

Zahlen, die den Regierenden Angst machen sollten. Denn zu diesen "Prekären" kommen neben den "echten" Arbeitslosen noch die verarmten Rentner. Und dazu könnte man noch diejenigen zählen, die nur ein Kriterium erfüllen, also entweder zu wenig verdienen oder deren "guter" Verdienst nicht ausreicht. Nimmt man das alles zusammen, so müsste eigentlich jedem klar werden, dass in weiten Teilen Deutschlands tatsächlich Armut herrscht. Und all die Beschwichtiger, "es ginge uns doch gut" sollten endlich die Klappe halten und sich die wirklichen Lebensumstände einer wachsenden Zahl der Bundesbürger ansehen. Denn das Problem ist das Wachsen, ein Wachsen der Armut, obwohl Rekorde an Exporterlösen eingefahren werden - schon seit Jahren.
Doch die Verantwortlichen für diese Misere tun nichts! Und verantwortlich sind in erster Linie CDU, CSU und SPD!

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realist4 24.09.2018, 11:53
2. Das wird es immer geben

Man kann den Staat nicht für alles verantwortlich machen. Es wird immer Menschen geben, welche Alkohol oder Drogen verfallen sind, ihre Bildungschancen nicht nutzen, trotz fehlender Beschäftigungsmöglichkeit an ihrem Wohnort verharren, sich nicht anstrengen, niedrigen IQ vorweisen und so weiter und so weiter. Wie soll man das lösen? Ihnen das Selbe zu gewähren wie dem Rest der Bevölkerung kann auch nicht die Lösung sein. Es gehört schon ein bisschen Eigenverantwortung und Anstrengung dazu sich aus schwierigen Situationen zu befreien, aber das schaffen eben nicht alle.

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Pixopax 24.09.2018, 11:54
3. Bildung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch mehr Bildung

Diese armen Menschen sind in den meisten Fällen ungelernt, viele ohne Abschluss. Da wird man hinten durchgereicht. Sie arbeiten hart, bekommen aber am wenigsten Geld. Das ist hart und unfair, aber sie hatten es selbst in der Hand. Auch heute verlassen viele noch die Schule ohne Ausbildung, ihnen erwartet das selbe Schicksal.

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GungaDin 24.09.2018, 11:54
4. Konsequenzen?

Da wird man lange drauf warten können. Die "Liberalisierung" des Arbeitsmarktes führt zu Arbeitnehmern, die so frei verfügbar sind das sie, gemäß dem alten Lied, nichts zu verlieren haben, weil sie nichts mehr besitzen. Die notwendigen Schritte wie Eindämmung der Zeitarbeit auf das ursprünglich Maß und automatische Festanstellung, konsequente Überwachung befristeter Verträge und Verbot der Verlängerung, sind allen Beteiligten bekannt. Hier wäre doch mal eine schöne Möglichkeit zur Profilierung, liebe SPD. Könnte euren Untergang vielleicht verhindern. Aber mal ganz ehrlich: Erwarten tue ich von euch das was kommen wird: nichts.

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larsmach 24.09.2018, 11:54
5. Automatisierung ("Mutter aller Probleme"): Der Weg ins Schlaraffenland

Seit der Aas suchende Mensch mit Steinwerkzeugen zu eigener Beute und damit freier Zeit für Höhlenmalereien gelangte, arbeitet er an der Schaffung seines Schlaraffenlands - freilich ohne Aspekte wie ein Steuer- und Einkommenskonzept zu diskutieren, das einem Bruttosozialprodukt Rechnung tragen würde, welches zunehmend ohne menschliche Arbeit und deren Beiträge in Sozial- und Gesundheitssysteme generiert werden kann – stattdessen durch immer mehr steuerbefreite Spekulationsgewinne zustande kommt. Universelle Sprachschnittstellen machen erste Gehversuche - sie erlauben Maschinen, Expertendatenbanken und Fahrzeugen Anweisungen in unpräziser menschlicher Sprache zu empfangen; Qualifikation wird überflüssig, Bediener austauschbar. Das Prekariat wächst - und der Mittelstand kompensiert stagnierende oder fallende Realeinkommen (noch) durch Kredite. Heute würde ein Leasing-freier Sonntag Autobahnen fast so aussehen lassen wie zu Zeiten der Ölkrise! - Und alle treten nach unten, denn dort ist immer der nächste Sündenbock. Wenn derweil wir Unternehmer symmetrische Besteuerung aller Umsätze anmahnen (vor allem jener, die ohne Wertschöpfung und Produktivität entstehen) und über die Zusammenlegung aller Sozialeinkommen für ein Grundeinkommen diskutieren, sind es die Betroffenen selbst, die gegen ihre eigenen Interessen in die Bresche springen - freilich ohne Antworten zu geben, wie eine solche Gesellschaft funktionieren soll, die ihr Bemühung um das Schlaraffenland erreichen will: Befreiung von zwangsweiser Arbeit - Zeit für all die Vereine, Hobbies, Geschäftsideen... Am Ende ist das Schlaraffenland ein Ort für Reiche - für die Eigentümer des Bruttosozialprodukts. - Vielleicht haben Menschen ihr Leben verdient. Sie nennen eher Kriegsflüchtlinge als Problem für ihre Unbill statt sich um Probleme und Ursachen zu scheren und Lösungen offen zu diskutieren. So wird der Krieg der Reichen gegen die Armen (gem. Zitaten von Warren Buffet) sicher gewonnen werden.

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zeisig 24.09.2018, 11:58
6. Etwas lernen, heißt die Antwort.

Das Problem ist nicht neu. Mein Vater hat schon vor fünfzig Jahren versucht mich davon zu überzeugen, "etwas anständiges zu lernen". Sein Appell hat leidlich gefruchtet, so daß ich heutztage nicht darben muß. Jobs mit geringem Einkommen sind per se prekär. Ein Mindestlohn ist sicherlich eine gute Sache, macht aber natürlich aus einem Geringverdiener noch lange keinen Durschschnittsverdiener.

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yaakov 24.09.2018, 12:04
7. Wie sehen die Betroffenen sich

Relevant für die Stimmung im Land ist nicht die abstrakte soziologische Zuordnung. Viel bedeutsamer ist die Selbsteinschätzung der Betroffenen. Indie tendieren dazu, sich der Mittelschicht zu zu rechnen. Das ist politisch eine dedeutsame Differenz.

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scsimodo 24.09.2018, 12:04
8. Und genau diese Menschen sind es...

...die immer mehr in politischen Extremismus abdriften. "Die anderen bekommen alles, ohne zu arbeiten, ich nix" dürfte da eine beliebte Denkweise sein. Und dann wundert sich unsere "Politelite", wenn die AfD 17+ % bekommt. Kein Wunder! Und wenn ein Hr. Maaßen wegen Unfähigkeit auch noch hochgelobt wird (und sich hochbezahlte Politiker auch noch 2 Wochen damit beschäftigen), dann wird dieses Gefühl nur noch verstärkt.

Tarnen, täuschen und betrügen, dann kommt man gut durch's Leben siehe Autoindustrie, Banken, etc.

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Wolfski 24.09.2018, 12:04
9. Achtung!

Hierzu zählen m.E. nach auch die Heerscharen an Kleinselstständigen, Freelancern etc..... Die weit verbreitete Meinung daß Sebstständige so viel verdienen daß sie auch für das Alter vorsorgen können ist vollkommen falsch! Wenn man bedenkt, dass es in vielen Branchen üblich ist nach Taggessätzen zu zahlen ( zu.B. Eventbranche ) und die Leute dort mit Tagessätzen zwischen 180 und 250 € leben müssen bei einem 8-10 Stunden Tag -VOR STEUER - dann wird schnell klar dass für Altersvorsorge oder KV nichts übrig bleibt. Bei privater KV ist man schnell bei 1000€ pro Monat an Beiträgen. Wie diese Leute das im Alter aufbringen sollen ist und bleibt mir ein Rätsel. Ich kenne genügend Leute welche TROTZ massivem Arbeitspensum und auf den ersten Blick anständigen Umsätzen nichts zurück legen können. Ob und wie diese Personengruppe hier berücksichtigt wird bleibt der Artikel m.E. nach schuldig. Und diese Gruppe stellt eine große Bevölkerungsgruppe dar!!!!! Hier schläft die Politik schon seit Jahren bzw. hat das Thema erst gar nicht auf dem Radar-und ich glaube daß das auch so gewollt totgeschwiegen wird.

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