Forum: Wirtschaft
Unsichere Kundendaten: Justizministerin empört sich über Schlecker

Name, Geschlecht, E-Mailadresse - die Profile von 150.000 Schlecker-Kunden waren kurzzeitig im Netz frei zugänglich. Die peinliche Panne empört Datenschützer und Politiker: Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger geißelt den "laxen Umgang mit Kundendaten" der Drogeriekette.

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JorgeX1202 28.08.2010, 04:58
10. Ausgerechnet an Schlecker!

Zitat von Fackus
Total unverständlich, wie man überhaupt darauf kommt, diese Daten an eine Firma zu geben... Letztlich pure Faulheit nehm ich an. Oder das 'schöne' Gefühl, noch eine Kundenkarte zu haben... Jedenfalls ist Mitleid fehl am Platze, dafür vollfette Schadenfreude ob so viel Dummheit.
Vor allem ist es unverständlich, wenn man diese Daten ausgerechnet an so was wie Schlecker gibt - das ist schon nicht mehr Dummheit.

Jorge

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Lochblech.19 28.08.2010, 08:08
11. jepp

Zitat von MadMad
Schon wieder Schlecker ... es darf doch nicht wahr sein. Was erlauben die sich ? Aber Moral gibt es in der Führungsetage von Schlecker wohl schon lange nicht mehr.
Moral in der Wirtschaft? Das ist doch nur eine Thema fürs Kabarett und nicht fürs Kabinett. Warum wohl Hr. Westerwelle&Co.?

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ostsachse 28.08.2010, 10:43
12. Warum heiß machen,

solange man mit Daten so viel Geld verdienen kann, werden sie gesammelt, geramscht, veröffentlicht, verkauft, je nachdem. Heute ist es Schlecker, morgen ein anderer.
Und solange ich auf billige Preise, Bonus-Punkte und Meilen gierig aus bin und mich zu "newslettern" (es sind Werbe-Letter!) anmelde, muss ich dafür teuer bezahlen. Der Staat schützt mich nicht, kann er gar nicht und ich kanns nur tun, indem ich mich so wenig wie möglich wo anmelde. Aber so lange ich glaube, gerade ich könnte den Audi gewinnen, hab ich eben schlechte Karten. Übrigens, wenn es mir zu viel ist, was ich angeben muß, um z.B. was zu kaufen, rufe ich das Unternehmen an und sage denen, dass ich kaufen würde....Auf einmal gehts sogar ohne mein Geburtsdatum und statt mit Bankeinzug sogar auf Rechnung. Nicht mal die Telefonnummer für den Rückruf, "falls wir Fragen haben" ist nötig. Klappt nicht immer, aber dann lasse ichs auch.

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titurel 28.08.2010, 11:19
13. Zustimmung

Zitat von ostsachse
solange man mit Daten so viel Geld verdienen kann, werden sie gesammelt, geramscht, veröffentlicht, verkauft, je nachdem. Heute ist es Schlecker, morgen ein anderer. Und solange ich auf billige Preise, Bonus-Punkte und Meilen gierig aus bin und mich zu "newslettern" (es sind Werbe-Letter!) anmelde, muss ich dafür teuer bezahlen. Der Staat schützt mich nicht, kann er gar nicht und ich kanns nur tun, indem ich mich so wenig wie möglich wo anmelde. Aber so lange ich glaube, gerade ich könnte den Audi gewinnen, hab ich eben schlechte Karten. Übrigens, wenn es mir zu viel ist, was ich angeben muß, um z.B. was zu kaufen, rufe ich das Unternehmen an und sage denen, dass ich kaufen würde....Auf einmal gehts sogar ohne mein Geburtsdatum und statt mit Bankeinzug sogar auf Rechnung. Nicht mal die Telefonnummer für den Rückruf, "falls wir Fragen haben" ist nötig. Klappt nicht immer, aber dann lasse ichs auch.
meinerseits. Für grundsätzlich besser erachte ich es allerdings, weder mit derartigen Unternehmen zu kommunizieren noch bei ihnen irgendetwas zu kaufen, und sei es noch so billig.

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henderson2 28.08.2010, 11:46
14. Schlecker

...und Frau Schnarrenberger empört sich.
Cool, liebe Bundestagssitzungsschwänzer und teuer bezahlte Abgeordnete.

Empört euch mal ...

henderson

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Fackus 28.08.2010, 13:32
15. Titel

Zitat von spiegel-ecom
... sagt jemand, der noch nie bei ebay oder amazon was gekauft hat, der lieber zusätzliches Geld für seine Telefon/Handy-Papier-Rechnung statt Online-Rechnung ausgibt, der keinen Online-Zugang zu seinem DSL-Provider oder einem Versicherungsunternehmen hat, der keine ELSTER-Steuererklärung und auch kein Online-Banking macht usw. usf.
Schlauerle! Stimmt (bis auf den DSL-Zugang natürlich - sonst könnt ich ja hier nix schreiben)! Vor allem der Gedanke an die blauäugigen Onlinebanker verschafft mir immer grosses Vergnügen, wenn wieder mal Phishing-Attacken durchs Land gehen.

Zitat von spiegel-ecom
Wenn jemand, z.B. als Schlecker-Online-Kunde, seine Daten via SSL nur für eCommerce-Zwecke unter Zusicherung des Datenschutzes ohne die Einwilligung zur Weiterverabeitung für Werbezwecke weitergibt, hat er auch rechtlich gesehen ein Anrecht auf die zugesicherte Datensicherheit!
Glauben Sie tatsächlich an solche 'Rechte' ? Doch kein Schlauerle ..

Zitat von spiegel-ecom
BTW: Bei Ihrer Mitteilungsfreude hier im Forum ....
Man braucht ja nur zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs zu sein um überall Spuren zu hinterlassen. Selbst totstellen würde heute nix mehr nützen um nicht doch irgendwie aufgepürt werden zu können. Und das will man ja auch nicht.
Aber ich bleibe dabei: Wer sich bei Schlecker oder irgendeiner anderen Firma mit seinen Daten geradezu aufdrängt ist schon ausgesucht dämlich. Nur weil es sich einbildet irgendeinen Vorteil davon zu haben.

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frankarouet 28.08.2010, 17:29
16. Wie können Sie Schleckers Missbrauch voraussehen?

Zitat von Fackus
(...) Vor allem der Gedanke an die blauäugigen Onlinebanker verschafft mir immer grosses Vergnügen, wenn wieder mal Phishing-Attacken durchs Land gehen.
Schauen Sie sich doch einmal "Bankix" des Computermagazins c't an. Ich halte das Konzept für durchdacht. Bei sachgemäßer Anwendung fühle ich mich damit vor Attacken sicher.


Zitat von Fackus
Glauben Sie tatsächlich an solche 'Rechte' ? Doch kein Schlauerle .. (...) Aber ich bleibe dabei: Wer sich bei Schlecker oder irgendeiner anderen Firma mit seinen Daten geradezu aufdrängt ist schon ausgesucht dämlich. Nur weil es sich einbildet irgendeinen Vorteil davon zu haben.
Meiner Meinung nach darf man schon darauf vertrauen, nicht von Jedem hintergangen zu werden. Das Gesetz kennt so etwas als Vertrauensschutz. Gäbe es ihn nicht, wäre ein Zusammenleben kaum erträglich, oder sogar unmöglich. Man muss darauf vertrauen dürfen, dass Schlecker und Andere sorgsam mit Daten umgehen, und man nicht ausgelacht wird, wenn man unvorhersehbar Opfer wird. Freilich müssen sich Menschen mehr Gedanken ums Thema machen.
Wenn Sie so sicher sind, wie es scheint, dass Schlecker die Daten verschludern wird, und bei den Opfern das selbe Wissen voraussetzen, verraten Sie uns doch: Welche beweisbaren Fakten haben Sie über Schlecker, so dass Sie die Opfer ob derer Unwissenheit auslachen?

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WHO23 28.08.2010, 17:46
17. 111

Zitat von Fackus
Schlauerle! Stimmt (bis auf den DSL-Zugang natürlich - sonst könnt ich ja hier nix schreiben)!
Ohne DSL-Zugang gehts auch.

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frankarouet 28.08.2010, 17:56
18. Man muss auf Gesetzlichkeit vertrauen dürfen

Zitat von ostsachse
(...)Der Staat schützt mich nicht, kann er gar nicht und ich kanns nur tun, indem ich mich so wenig wie möglich wo anmelde.
Leichtsinnig sollte man nicht sein. Fall Sie das sagen wollten, gehe ich d'accord.
Aber es gibt tatsächlich das grundesetzliche Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Das klappt in der Praxis zu oft nicht. Aber wir sollten darauf vertrauen dürfen, dass unsere Mitmenschen, persönliche wie juristische Personen, sich an die Gesetze halten. Wenn ich darauf nicht vertrauen kann und darf, ist ein Zusammenleben unmöglich.
Ich halte deshalb Vorsicht für nötig, aber nicht, mich von weiten Teilen des Lebens zurück zu halten.

Ich vertraue zwar Schlecker nicht, aber man sollte nicht die Kunden dafür kritisieren, dass Schlecker ihr Vertrauen gebrochen hat.

Übrigens: Haben Sie mal versucht, Alias-Informationen anzugeben? Sie können sich Wegwerf-E-Mail-Adressen zulegen, aber auch außerhalb des Internets Fantasienamen angeben.

Zitat von ostsachse
Übrigens, wenn es mir zu viel ist, was ich angeben muß, um z.B. was zu kaufen, rufe ich das Unternehmen an und sage denen, dass ich kaufen würde....Auf einmal gehts sogar ohne mein Geburtsdatum und statt mit Bankeinzug sogar auf Rechnung. Nicht mal die Telefonnummer für den Rückruf, "falls wir Fragen haben" ist nötig. Klappt nicht immer, aber dann lasse ichs auch.
Finde ich gut, dass Sie das schreiben! Weil es zeigt, dass auch der Kunder etwas zu seinem Schutz tun kann.
Ihre Erfahrung mache ich auch. Die Angestellten haben, wie in der Bevölkerung verbreitet, kein Sensorium für Daten- und Persönlichkeitsschutz und fragen den Kunden maschinenhaft entlang einer Fragenliste ab, die der Chef ihnen vorlegt (Der wird schon wissen, was richtig ist. Alles Gute kommt von oben.). Oft werden die kleinlaut, wenn ich frage, inwiefern eine Information zur Abwicklung unseres Geschäfts nötig ist.

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frankarouet 28.08.2010, 18:10
19. Was ist schon schlimm am Datenverrat?

Zitat von heathcliff
Im Artikel heißt es: "Dazu gehörten der Vor- und Nachname, die Adresse, das Geschlecht, die E-Mail-Adresse und das Kundenprofil." Abgesehen vom "Kundenprofil", das leider nicht näher definiert wird: Wo ist der Unterschied zum Eintrag ins Telefonbuch? (...) Was also ist da jetzt Schlimmes "an die Öffentlichkeit" geraten???
Das Schlimme ist daran, dass man die Schlecker-Kunden nicht gefragt hat, ob sie das öffentlich machen wollen. Es ist unser aller Recht, selbst darüber zu befinden. Es ist unser Recht, niemanden zu fragen, ob er die Veröffentlichung unseres Namens oder anderer Informationen für belanglos hält.

Ein Beispiel: Viele allein lebende Frauen unterbinden die Veröffentlichung ihres Vornamens im Telefonbuch, um sich vor Stöhnanrufen zu schützen. Solch eine Abwägung ist unser aller Recht.

Wenn Ihnen jemand diese Entscheidung entzieht, greift er Ihre Souveränität an; es ist ein Übergriff auf Ihre Person.

Wenn Sie nicht erkennen, dass etwas ein Übergriff auf Ihre Person ist, kann das Ihre Existenz bedrohen. Es gibt meiner Einschätzung nach zu viele Menschen, die persönliche Übergriffe nicht wahrnehmen.

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