Forum: Wirtschaft
Unter 1,20 Dollar: Britisches Pfund verliert stark an Wert
Simon Dawson/ REUTERS

Der Brexit-Streit belastet die britische Wirtschaft zunehmend. Das Pfund ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren gesunken - und auch die Verbraucher sind zutiefst verunsichert.

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KayYou 03.09.2019, 13:15
90. Glatt gelogen

Zitat von christiansteiffen
Das Gegenteil ist der Fall, die Tories haben seit Johnson-No-Deal-Strategie regen Zulauf. Die Beliebtheitswerte steigen. Das Pfund entwicklet sich besser als der Euro. Und auch Trump ist beliebter denn je, und hat bei den nächsten Wahlen beste Karten.
Herr Johnson ist seit dem 24.7. PM. Am 25.7. stand das Pfund bei 1.12 Euro, jetzt bei 1.10.
Erinnern Sie sich an die Neuwahlen, die in vergleichbarer Situation Frau May ausgerufen hatte? Die Times prognostizierte damals "May heads for election landslide" - tat sie ja dann auch.
Wir haben gelernt, uns bei einen FPTP-Wahlsystem wie in GB und den USA nicht zu sehr auf generalisierte Zahlen zu verlassen.

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herbert.echzell 03.09.2019, 13:17
91.

Zitat von Galluss
Erhöht die Exportchancen der britischen Betriebe. Besser kann es doch gar nicht laufen. Den Klotz am Bein (Bürokratiemonster aus Brüssel) loswerden und einen Exportaufschwung durch besser Wechselkurse erleben.
Man muss aber auch was haben, was man exportieren KANN.
Auf Platz 1 stehen dabei in GB Automobile.
Da diese aber stark von europäischen Zuliefererketten abhängig sind, wird sich der Kursvorteil für das Endprodukte vorher bei der Produktion und der dafür notwendigen Importe deutlich verteuern. Also bestenfalls ein Nullsummenspiel für GB.

Zudem können Sie davon ausgehen, dass nach dem Brexit Produktionsstätten auf den europäischen Kontinent verlagert werden.
Schließlich gibt es kaum noch rein britische Automobilhersteller.

Auf Platz 2 und 3 der wichtigsten Exportgüter Großbritanniens stehen Rohöl und raffiniertes Öl. Die Bedeutung von Öl wird aber zunehmend geringer. Sowohl bei Antrieb von Fahrzeugen, als auch für Heizungen usw.

Auf Platz 4 stehen pharmazeutische Produkte. Und Sie können davon ausgehen, dass ein Großteil dieser Produkte derzeit in die EU exportiert wird. Nur haben etliche dieser Produkte dann möglicherweise gar keine EU-Zulassung ehr und sind damit in der EU nicht mehr verkäuflich.

Bleibt noch der Platz 5: Gasturbinen.
Die bauen andere europäische Hersteller, wie z.B. Siemens auch.

Auf der anderen Seite ist GB nicht einmal annähernd in der Lage seine eigene Bevölkerung aus heimischer Produktion ausreichend zu ernähren.

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dirkcoe 03.09.2019, 13:18
92. BoJos Erfolge

zeichnen sich ab - seine nicht erkennbare Leistung wird entsprechend honoriert. Und das liebe Briten ist bisher nur die Erwartung des Chaos. Kein Grund zur Aufregung also - der richtige Chrash kommt doch erst am 1. November.

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christiansteiffen 03.09.2019, 13:22
93.

Zitat von sikasuu
... & die verschiedenen Szenarien nicht "VORHER" breit & ausführlich diskutiert worden sind! . Wie soll jemand "ein Volk, der Einzelne" sich entscheiden, wenn ihm die Rahmenbedingungen nicht eindeutig klar sind? . Eine emotionalisierte Masse zu fragen "Wollt ihr den totalen Krieg! Wollt ihr Butter oder Kanonen!" & die rufen "Ja, Kanonen!" ist zwar gut für Propaganda, hat aber mit einer rationalen Entscheidung nicht mehr zu tun! . Genau dafür gibt es das System "parlamentarische Demokratie", in dem die "Vom Volk gewählten Vertreter" möglichst rational & ohne Zeitdruck solche Fragen nach abwägen allen Für&Wider, für & mit dem Volk entscheiden! . Dass Demagogen & Populisten nicht in den Kram, ist aber langfristig mMn der bessere Weg für solch wichtige Entscheidungen! . Auf kommunaler Ebene usw hat "Volk" wohl Kompetenz & auch Stimme um bei Entscheidungen mit zu wirken. . Bei solch Komplexen Themen wie Außenpolik, jetzt in GB "Brexit wie?" ist "das Volk" wohl hoffnungslos überfordert! . Oder werden in einer 5 köpfigen Familie (2 Erw. 3 Kinder) "Ausgaben" mit Mehrheit beschlossen? :-) .
Wovon reden sie? Die Frage war absolut eindeutig!

Selbstverständlich gab es vorher Informationen, auch eine Infobroschüre.

Mehr gibt es auch bei unseren Volksbefragungen nicht an Infos. Auch in der Schweiz nicht. Dort hat die Infobroschüre nur einen offiziellen Charakter.

Also wovon reden sie also?

Sie drüfen uns geren auch mal erläutern, wie die Engländer den Brexit näher erläutern soll, wenn es ein Präzedenzfall ist? Einen geregelten Exit aus der EU gibts ja nicht. Die EU-Verträge sehen sowas überhaupt nciht vor. Daran erkennt man nur, wie arrogant diese EU konzipiert ist.

Die Englänger wollten aber raus, das ist ihr gutes Recht. Punkt. Leere Versprechungen sind nun weiß Gott kein englisches Alleinstellungsmerkmal.

Es war auch nicht Johnson, der die Volksberaagrung aufgesetzt hat, und es war auch nicht Johnson, der daraus einen Volksentscheid gemacht hat.

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herbert.echzell 03.09.2019, 13:29
94.

Zitat von bartsuisse
GB ist immernoch 5. grösste Wirtschaft der Welt....und Deutschland war im.Gegensatz zu GB NIE gross oder ein Imperium. Es reicht zu schauen wo welche Sprachen gesprochen werden....
Das ist historisch gewachsen und hat heutigen Wirtschaftsdaten kaum noch etwas zu tun.
Würde man ihrer Logik folgen, wäre Spanien wirtschaftlich noch stärker als GB und würde Deutschland und die USA geradezu überflügeln.

Nach Chinesisch ist Spanisch nämlich die zweithäufigste Muttersprache weltweit.

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mwroer 03.09.2019, 13:30
95.

Zitat von herhören
Immer wieder fragt man sich, warum ?, Weil eine korrupte, an der Macht hängende "Elite" vor Jahren unglücklicherweise und unter massiver Fehleinschätzung zum Machterhalt ein schwachsinniges Referendum vom Zaun gebrochen hat und sich die ewig gestrigen, meist alten und zukunftslosen Wähler teils geblendet durch falsche Versprechungen, teils aus jahrzehnte gepflegter Angst vor allem und jedem für ein idiotisches Vorgehen ausgesprochen hat. Ja, so ist das in einer Demokratie, dennoch sind Lernen und Vernunft auch in einer solchen Staatsform nicht verboten. Also, Neuwahlen, Johnson und Konsorten weg und Ende mit Brexit. JETZT !!!!!!!!!!!!!
Es ist nicht der Brexit der das Pfund drückt, es ist die Unsicherheit wie es weitergeht. Das ist das Problem - was Sie sehen wenn Sie sich den Kurs den Pfundes angucken.

Dazu kommt das auf diese Unsicherheit von 'den Märkten' gewettet wird.

Das einzige wo Sie Recht haben (der Rest ist Kristallkugel und Wunschdenken) ist das 'Jetzt'. Es muss ein Ende haben. Entweder das UK nimmt den Austritt zurück oder es geht.

'Jetzt Klarheit' - das ist der einzige Weg der funktioniert. Wo lang der geht ist wirtschaftlich, mittelfristig, fast egal.

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j.vantast 03.09.2019, 13:31
96. Die Briten sehen es locker

Am ersten Tag im Parlament diskutiert man momentan noch über andere Dinge als den Brexit. Der kommt später dran, was zeigt wie fahrlässig die Briten mit dem Thema umgehen. Und selbst wenn die Briten jetzt ein Gesetz beschliessen welches BoJo zwingt den Austrittstermin erneut zu verschieben muss die EU dem ja auch noch zustimmen. Weiterhin tun die Briten so als hätten sie noch alle Zeit der Welt. Bisher haben der Eiertanz um den Brexit die Unsicherheit bei allen Beteiligten von Tag zu Tag verschlimmert. Schon bei der letzten Verschiebung fragten viele wozu das gut sein soll. Und richtig: Der 31. Oktober rückt immer näher und obwohl sich Grossbritannien meiner Ansicht nach in einer tiefen Krise befindet macht das Unterhaus Sommerpause.
So wie es sich jetzt darstellt schreckt BoJo vor keinem Trick zurück um sein Ziel zu erreichen. Neuwahlen?
Stimmt, die Briten haben ja offenbar noch sehr viel Zeit. Und dann geht doch nur alles wieder von vorn los, richtet noch weiteren Schaden an usw.

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hagebut 03.09.2019, 13:35
97. Ah ok

Zitat von ssaokar
aktuell gibt es keine Ausfuhrzölle, die gäbe es aber bei einem harten Brexit. mit entsprechenden aufwand an den Grenzen.
Danke für den Hinweis. Ich wusste nicht, dass die EU Ausfuhrzölle erhebt und konnte auch bei zoll.de dazu nichts Konkretes ergooglen.

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mali123 03.09.2019, 13:36
98. Kurzfristig ist das schlecht aber...

langfristig wird ein niedriger Kurs beim Pfund für mehr Export sorgen und damit mehr Beschäftigung. Dass das Ganze Deutschland ein Dorn im Auge ist, dürfte Jedem klar sein. Bitte liebe Mitforisten seien Sie nicht so hochnäsig gegenüber anderen Nationen, denn Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Ich versichere Ihnen, dass man außerhalb von Deutschland auch nicht auf den Kopf gefallen ist und ebenfalls Technologien beherrscht.

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truth hits 03.09.2019, 13:36
99.

Zitat von christiansteiffen
Soll das Ironie sein? Den Wohlstand, den sie Deutschland angeblich gebracht hat, hat sie den anderen Ländern in der EU genommen. Und die Friedenszeit verdanken wir vor allem zwei Weltkriegen innerhalb von 30 Jahren. Dazu braucht es keine EU. Falls sie es noch nciht mitbekommen haben: Die EU verliert gerade eines ihrer größten Mitglieder - wirtschaftlich, kulturell, militärisch. Danach ist die EU auch nicht mehr größter Binnenmarkt, vom fehlenden Nettozahler mal ganz schweigen. Und was machen sie eigentlich, wenn GB nach dem Brexit prosperiert? Dann werden andere Länder folgen. Wie man da in Jubel ausbrechen kann, ist mir schleierhaft. Wenn die EU nicht aufpasst, ist der Brexit der Anfang vom Ende. Die EU ist tief zerstritten, dank Brexit ist dieses Megathema auch nur verschoben. In der Migrationsfrage gibt es ncith einmal ansatzweise einen gemeinsamen Nenner. Dazu noch der Euro der so unterschiedliche Volkswirtschaften in ein Korsett zwingen will. Das funktioniert NIE! Die EU ist völlig falsch konzipiert und schürt Krisen und Konflikte. Es ist Wahnsinn, einen Staatenbund zu gründen, der nicht demokratisch legitmiert ist, noch nicht einmal eine gemeinsame Verfassung hat. Auch das funktioniert nicht.
Guter Herr! Mich würde interessieren, mit was das VK denn nach dem Brexit "prosperieren" soll?!? Alles andere, was Sie schreiben ist purer Populismus und bedarf daher keinerlei Widerlegung. Aber Populismus ist ja modern heutzutage, nicht wahr?

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