Forum: Wirtschaft
Unter 1,20 Dollar: Britisches Pfund verliert stark an Wert
Simon Dawson/ REUTERS

Der Brexit-Streit belastet die britische Wirtschaft zunehmend. Das Pfund ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren gesunken - und auch die Verbraucher sind zutiefst verunsichert.

Seite 12 von 23
christiansteiffen 03.09.2019, 13:57
110.

Zitat von truth hits
Guter Herr! Mich würde interessieren, mit was das VK denn nach dem Brexit "prosperieren" soll?!? Alles andere, was Sie schreiben ist purer Populismus und bedarf daher keinerlei Widerlegung. Aber Populismus ist ja modern heutzutage, nicht wahr?
Bitte, und woher wissen sie es? Es sind wohl eher sie, der hier populistisch unterwegs.

Das VK hat weiterhin seine eigenme Währung, kann diese auch entsprechend anpassen. Und hat damit bereits einen gigantischen Vorteil, den nicht einmla Deutschland hat.

Hier werden Sparer still enteignet, weil die EZB angeführt von einem Italiener, das sagen hat. Die EZB-Politik ist seit Jahren garantiert nicht im Interesse der Deutschen, aber sehr im Interesse verschuldeter Länder.

Und was mit einer Wirtschaft passiert, die derart stark vom Export abhängt, wie es die Deutsche Wirtschaft ist, sehen wir aktuell. Warum wohl betteln alle Geschäftsführer der Deutschen Autoindustrie bei Trump, dass er ja nicht Zölle erhebt?

Es ist Deutschland, welches viel mehr von der Weltwirtschaft abhängt, als das VK.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
B.Buchholz 03.09.2019, 14:00
111.

Zitat von herhören
Immer wieder fragt man sich, warum ?, Weil eine korrupte, an der Macht hängende "Elite" vor Jahren unglücklicherweise und unter massiver Fehleinschätzung zum Machterhalt ein schwachsinniges Referendum vom Zaun gebrochen hat und sich die ewig gestrigen, meist alten und zukunftslosen Wähler teils geblendet durch falsche Versprechungen, teils aus jahrzehnte gepflegter Angst vor allem und jedem für ein idiotisches Vorgehen ausgesprochen hat. Ja, so ist das in einer Demokratie, dennoch sind Lernen und Vernunft auch in einer solchen Staatsform nicht verboten. Also, Neuwahlen, Johnson und Konsorten weg und Ende mit Brexit. JETZT !!!!!!!!!!!!!
Hast du es vernommen, britisches Volk? Der Deutsche hat befohlen, was du zu tun hast, sogar mit 13 Ausrufezeichen! Also Ausführung jetzt, zack zack, damit mehr Zeit für die Befehlsausgabe an Italien und Ungarn ist. Dass der Deutsche dem Rest der Welt aber auch immer erklären muss, was man zu wollen hat, tztztz, wann werden endlich alle so klug und gut wie wir?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
truth hits 03.09.2019, 14:00
112.

Zitat von hagebut
In dieser Absolutheit gilt das nicht. Hat eine Volkswirtschaft überhaupt keine Güter die für das Ausland von Interesse wären und kauft trotzdem viel vom Ausland, dann häufen sich dort die Devisen. D.h. der Wechselkurs sinkt beständig und lockt dann Investoren an die das ausnutzen wollen, indem sie Produktionsstätten errichten. GB hat die allerbesten Voraussetzungen, dass dieser Wechselkursmechanismus greift: Sie _müssen_ viel von der EU importieren und die Wirtschaft in England ist nun mal nicht ganz am Boden.
Völlig korrekt, was Sie da ausführen. Nur haben sie den Faktor Zeit übersehen. Diese Zyklen sind mittel- bis langfristig angelegt und die Schaffung neuer Industriegebiete und die Erschließung entsprechender Infrastrukturen bedarf...richtig, ZEIT! Und die hat die bald allein stehende Volkswirtschaft des VK einfach nicht. Und ich erkenne auch keine Warteschlange mächtiger Konzerne, die sich dort zügig entsprechend engagieren wollen oder können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kreuzschnabel 03.09.2019, 14:03
113. Seltsam

Wenn die britische Währung nach unten geht, dann ist es eine
Belastung für die britische Wirtschaft. Wenn der Euro nach unten geht, dann ist es gut für die deutsche Wirtschaft. Der wirtschaftliche Rückgang über zwei Quartale ist keine britische Spezialität, sondern weltweit zu beobachten, hat also nichts mit dem Brexit zu tun. - Unglaublich, mit welch unterschiedlichem Bias hier bewertet wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
christiansteiffen 03.09.2019, 14:06
114.

Zitat von denn76
Ohje Den meisten dämmerte es direkt nach dem Referendum, als rauskam dass eben nicht hunderte Millionen in die Gesundheitsversorgung fliessen. Große Firmen ziehen ab, Fachkräfte wandern aus. Große Teile der Bevölkerung sind nicht der Meinung das GB auf den richtigen Weg ist. Trump hat unterirdische Zustimmungswerte, dümpeln bei 40%. Dow Jones im Sinkflug, Waren verteuern sich aufgrund des unsinnigen Zollstreits etc. Trump wettert gegen die FED um ihnen die drohende Rezession in die Schuhe zu schieben. Sie sollten mal aus der Filterblase raus.
Was reden sie hier für Unwahrheiten?

Die Beschäftigung war nohc nie so hoch wie akltuell in GB. Das Pfund steht besser dar als der Euro. Den Brexit hat Johnson weder angesetzt noch legitimiert.

Der Dow Jones ist seit Trumps Amtsantritt deutlihc gestiegen. Auch wird er immer beliebter.

https://www.tagesspiegel.de/politik/populaerer-us-praesident-donald-trump-wird-immer-beliebter/24334234.html

Hören sie also auf, Unwahrheiten hier zu posten.

Es ist wirklich atemberaubend, wie leicht ideologische Filterblasen zu druchschauen sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
denkdochmalmit 03.09.2019, 14:13
115. Warum?

Zitat von herhören
Immer wieder fragt man sich, warum ?, Weil eine korrupte, an der Macht hängende "Elite" vor Jahren unglücklicherweise und unter massiver Fehleinschätzung zum Machterhalt ein schwachsinniges Referendum vom Zaun gebrochen hat und sich die ewig gestrigen, meist alten und zukunftslosen Wähler teils geblendet durch falsche Versprechungen, teils aus jahrzehnte gepflegter Angst vor allem und jedem für ein idiotisches Vorgehen ausgesprochen hat. Ja, so ist das in einer Demokratie, dennoch sind Lernen und Vernunft auch in einer solchen Staatsform nicht verboten. Also, Neuwahlen, Johnson und Konsorten weg und Ende mit Brexit. JETZT !!!!!!!!!!!!!
Warum nicht einfach einen Brexit ( wie im Referendum beschlossen), diesen geordnet abhalten, und glücklich sein.
Aber nein, das Ganze DARF einfach nicht geschmeidig über die Bühne gehen, denn dann würden die Nachahmer Schlange stehen..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hagebut 03.09.2019, 14:16
116. Oh je

Zitat von christiansteiffen
Hier werden Sparer still enteignet, weil die EZB angeführt von einem Italiener, das sagen hat. Die EZB-Politik ist seit Jahren garantiert nicht im Interesse der Deutschen, aber sehr im Interesse verschuldeter Länder.
Da liegen in zwei Sätzen aber viele Missverständnisse vor:

1. Sparen bedeutet Konsum in die Zukunft zu verschieben, das dämpft die Konjunktur. Damit ist der Gipfel der Chuzpe erreicht, wenn Sparer dafür auch noch in Form von Zinsen belohnt werden wollen. Die klassische widerlegte Volkswirtschaftslehre ging davon aus, dass die Banken das Geld der Sparer als Kredite für Investitionen wieder herauslegen. Tatsächlich brauchen die Banken das Geld der Sparer dazu aber nicht, da sie bei Kreditvergabe immer das nötige Giralgeld aus dem Nichts schöpfen. Auch für die Abwicklung des darauf folgenden Zahlungsverkehrs benötigen die Banken keine Sparanlagen, da sie sich das Geld bei der Zentralbank leihen können. Derzeit zu Null Prozent Zinsen, im Bedarfsfall können die Banken dafür als Sicherheit die Kreditverträge bei der Nationalen Zentralbank einreichen. Außerdem können sich Banken am Interbankenmarkt Geld leihen, derzeit zu einem Negativzinssatz (!) von bis zu 0,375 %.

2. Die Geldpolitik der EZB wird im EZB-Rat gemacht. Dort hat der EZB-Präsident keine Richtlinienkompetenz, dort wird abgestimmt. Es ist überhaupt nur eine Abstimmung bekannt, bei der nicht einstimmig abgestimmt wurde. Die Aussage Mario Draghi wäre der Anführer der EZB ist also so nicht richtig. Ganz im Gegenteil bekommt dieser vom EZB-Rat erheblich einen auf den Deckel, wenn er auch nur ein bissl von den Absprachen abweicht. Beispiel ist dafür sind die Bemerkungen von Mario Draghi zum Helikoptergeld, das er bei der nächsten Pressekonferenz korrigieren musste. Seitdem sagt er auf viele Fragen nur noch: "Das wurde im EZB-Rat nicht besprochen". Einfach mal die letzten Pressekonferenzen ansehen. Ein weiteres Beispiel dafür ist der Brief von Draghi an die zwei italienischen EU-Parlamentsabgeordneten bezüglich den Target-Salden. Da musste er ein paar Tage später auch zurück rudern.

3. Wenn man geistig noch nicht in einem Gemeinschaftswährungsraum angekommen ist, bzw. nicht versteht was er bedeutet, dann muss man bemängeln, dass die EZB-Geldpolitik vor allem den verschuldeten Ländern hilft. Was wären denn die Auswirkungen für Deutschland, wenn diese Länder weitere Probleme bekommen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
truth hits 03.09.2019, 14:17
117.

Zitat von christiansteiffen
Bitte, und woher wissen sie es? Es sind wohl eher sie, der hier populistisch unterwegs. Das VK hat weiterhin seine eigenme Währung, kann diese auch entsprechend anpassen. Und hat damit bereits einen gigantischen Vorteil, den nicht einmla Deutschland hat. Hier werden Sparer still enteignet, weil die EZB angeführt von einem Italiener, das sagen hat. Die EZB-Politik ist seit Jahren garantiert nicht im Interesse der Deutschen, aber sehr im Interesse verschuldeter Länder. Und was mit einer Wirtschaft passiert, die derart stark vom Export abhängt, wie es die Deutsche Wirtschaft ist, sehen wir aktuell. Warum wohl betteln alle Geschäftsführer der Deutschen Autoindustrie bei Trump, dass er ja nicht Zölle erhebt? Es ist Deutschland, welches viel mehr von der Weltwirtschaft abhängt, als das VK.
Sie verstehen leider nichts. Sie wollen es auch nicht verstehen. Sie reden von Dingen, die Sie nicht überblickt haben und klingen wie das Echo einer zweifelhaften Meinungsquelle. Sie verstehen einfach nicht, dass Finanzdienstleistungen ein Produkt sind, mit dem das VK bislang hervorragend gelebt hat. Aber wie alle Produkte, werden auch diese bald nicht mehr frei für sie handelbar sein. Sie verstehen nicht, dass bei einem Industrieanteil von 11% des BIP kein solides Fundament für eine Volkswirtschaft diesen Ausmaßes gebildet werden kann. Sie verstehen ohnehin auch nicht, dass der Brexit ALLE Lebensbereiche umfasst, bei denen es um Normen, Standarts und Gewährleistungen geht. Sie verstehen nicht, dass es keine Genehmigungen mehr für in GB gefertigte Medikamente geben wird, da es ab dem 01.11. keine Zulassungen mehr gibt. Wollen Sie noch mehr Beispiele? Das kann hier so stundenlang weitergeführt werden. Sie haben einen Hass auf die EU, das lasse ich Ihnen ja, aber die Auswirkungen des Brexits auf die Bevölkerung des VK haben Sie nicht ansatzweise verstanden. Wussten Sie eigentlich, dass Ihr sog. Bürokratiemonster Brüssel nur etwa 10% des Personals ausmacht, das die britische Bürokratie an Manpower stellt? Und trotz der Verfügbarkeit all dieser Fakten hier solche Thesen wie Sie aufzustellen ist eben nichts anderes, als reinster Populismus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
burlei 03.09.2019, 14:17
118. @christiansteiffen, #87

Zitat von christiansteiffen
[...] Falls sie es noch nciht mitbekommen haben: Die EU verliert gerade eines ihrer größten Mitglieder - wirtschaftlich, kulturell, militärisch. Danach ist die EU auch nicht mehr größter Binnenmarkt, vom fehlenden Nettozahler mal ganz schweigen. [...]
Haben Sie sich irgendwann einmal auch nur ansatzweise über GB Zahlungen an die EU und die Zahlungen der EU an GB beschäftigt? Nein, natürlich nicht. Wie komme ich auch auf so einen Gedanken?

Extra für Sie:

Zahlung GB in den Haushalt der EU nach Abzug eines Rabatts in Höhe von 4,938 Milliarden Euro = 10,575 Milliarden Euro

Zahlungen der EU an GB:
- Landwirtschaft = 3,676 Mrd. Euro
- Regionalpolitik (Struktur- und Kohäsionsfonds) = 649 Mil. Euro
- Forschung und Entwicklung = 1,642 Mrd Euro
- Unionsbürgerschaft, Freiheit, Sicherheit und Recht = 167 Mil. Euro
- Verwaltung = 132 Mil Euro

Zahlungen der EU an GB insges. = 6,266 Mrd. Euro
Nettozahlung von GB an die EU = 4,309 Mrd Euro.

Diese Summe, etwas über 4 Mrd Euro hat GB tatsächlich zur Verfügung, wenn der Staat für alle ausfallenden Zahlungen der EU einspringt. Für beide, für GB und für die EU ist das einfach nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Bei noch 446,56 Millionen Menschen in der Rest-EU sind das 9,64 Euro pro Kopf im Jahr, die irgendwie verkraftet werden müssen. Für GB bedeutet es, dass im ersten Moment 9,612 Milliarden GBP nicht gezahlt werden, dafür stehen aber die Landwirte, die Forscher, die Kommunalpolitiker auf der Matte von Nr. 10, Downing Street. Und das bestimmt nicht höflich und diplomatisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willibaldus 03.09.2019, 14:18
119.

Zitat von triptychon5zehn
Bei Brexit Meldungen geht es immer um Ökonomie oder Wertverfall. Wieso wird so selten über soziale Aspekte berichtet? Ich selbst habe Freunde in England, die bald nicht mehr "einfach so" in die Eu reisen dürf(t)en. Wie dicht wird die Grenze unter YungTrump? Gibt es dann eine Grey-Card ;) Egal, es geht wie immer nur um's Eine.
Tja, gute Frage. Bei einem No Deal werden sie wohl erst mal warten müssen, bis ein deal über 90 oder 45 Tage Touristen Visum steht. Das sollte schnell gehen. Krankenversicherungen werden wohl nicht mehr grenzübergreifend funktionieren. Also braucht es eine Reisekrankenversicherung. Aber die ist in der Regel auf 6 Wochen beschränkt und was die alles abdeckt ist mir nicht klar.
Arbeitsvisum kann länger dauern und wird vermutlich mit einem Verdienstminimum verbunden sein. Aufenthaltsgenehmigung darüber hinaus wird schwierig.
Hängt auch alles daran, wie die Briten das regeln. Wenn die sich querlegen, wird die EU das Gleiche machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 23