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Unternehmen ohne Wachstum: Wenn weniger mehr bringt

Wachstum gehört zur Marktwirtschaft? Nicht bei Susanne Henkel. Die Unternehmerin verzichtet auf den einen oder anderen Kunden. Ihren Leuten zahlt sie anständige Löhne, die Rendite stimmt trotzdem.

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dwg 25.12.2013, 14:38
1.

Zitat von sysop
Wachstum gehört zur Marktwirtschaft? Nicht bei Susanne Henkel. Die Unternehmerin verzichtet auf den einen oder anderen Kunden. Ihren Leuten zahlt sie anständige Löhne, die Rendite stimmt trotzdem.
Ausgewiesener Jahresüberschuss 2011: € 784,17. Und selbst in den Verbindlichkeiten (Ausschüttung nach Geschäftsjahresende) kann sich nicht viel Rendite verstecken...

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mesrine79 25.12.2013, 14:48
2. ....

richtig so. qualität verbessern statt auf quantität zu gehen. ich wette, die mitarbeiter sind deutlich zufriedener und motivierter als in einem großkonzern, wo die produkte nur so rausgepresst werden und ein leichter gewinnrückgang schon eine katastrophe ist. es würden die nörgeleien, das ellenbogengehabe und die mails nach feierabend, welche nur dazu dienen die welt noch ein bisschen schneller drehen zu lassen, wegfallen. eine traumwelt...

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tjivi 25.12.2013, 15:10
3. Eine kluge Frau mit Werten

Als ich noch als PR Beraterin für mittelständische Unternehmen arbeitete, bin ich erfreulich vielen Unternehmen begegnet, die die Effizienz und damit das "Überleben" ihres Unternehmens über Qualität der Produkte erreichen wollten. Ihnen war bewußt, dass die Mitarbeiterzufriedenheit und die damit verbundene Motivation, beste Arbeit zu leisten, eine zentrale Voraussetzung für ihr Ziel waren. Adäquater Lohn und Einbeziehung in Entscheidungen waren selbstverständlich. Bis jetzt sind diese Unternehmen erfolgreich. Hoffentlich scheitern die Mittelständler nicht an zu hohen Energieabgaben usw. Sie tragen jede Gesellschaft.

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ronald1952 25.12.2013, 15:16
4. Frau Henkel hat einen der Grundwerte

Zitat von sysop
Wachstum gehört zur Marktwirtschaft? Nicht bei Susanne Henkel. Die Unternehmerin verzichtet auf den einen oder anderen Kunden. Ihren Leuten zahlt sie anständige Löhne, die Rendite stimmt trotzdem.
des Kaufmanntum erkannt. Wachstum ist immer verbunden mit
Quallitätsverlust. Mehr Kunden und Warenumsatz bedeutet noch lange
nicht, daß ein Unternehmen expandiert.Dagegen den Erhalt des
Erreichten bedeutet Vroausschauend zu Handeln.Nur wenn es die
Marktlage zuläßt, kann man auch Expandieren ohne Quallitätsverlust.
Das was Heutzutage betrieben wird ist kein Kaufmännisch gut durch-
dachtes Konzept, sondern nur die Ware auf den Mark ,koste es was
es wolle. Je billiger desto besser, keine Quallität sonder Quantität,die Menge macht es schon, leider oft ein Fataler Irrtum. Aber um das zu erkennen muss man Grips im Kopf haben und keine Grütze wie die meisten Manger in den Firmenetagen,die immer nur Wachstum
schreien.Na ja,Hauptsächlich allerdings für ihre Geldtasche.Die Löhne zu drücken und Personal abzubauen ist nur eine der Krankheiten, an dem Heute unser System leidet.
schönen Tag noch,

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interessierter Laie 25.12.2013, 15:33
5. das ist es!

Kein Wachstum mehr? sehr gute Idee. nur gut das die anderen Lieferanten nicht so denken sonst würden die abgewiesenen Kunden keine Liegen bekommen. die glücklichen die beliefert werden erhöhen die Preise und das Bad mit Liege ist ein Luxus den nur noch eine kleine Elite genießen kann. Klingt irgendwie wie Sozialismus oder nicht?

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elmond 25.12.2013, 15:53
6. Danke! Aber mit Herz :=)

Viele Rennen nur den Zahlen hinterher. So werden die Konzerne immer größer, fressen andere auf und werden dick und fett und doch scheint es nie genug zu sein. Bis sie halt platzen.

Der Schaden, den so ein Unternehmen bis dahin angerichtet hat (Familienunternehmen gekillt, Kreativität abgewürgt, "Konkurrenz" aufgekauft oder geputtgeklagt....) ist immenz. Gier kennt keine Grenzen, aber was bringt uns dieser Dauerwettkampf der Konzerne?

Sind wir zufriedener? Sind wir glücklicher? Wohl kaum. Und obwohl viele immer schneller rasen und immer mehr arbeiten und immer mehr Technik haben, die uns Zeit sparen soll, haben wir weder mehr Geld noch mehr Zeit.

Daher kann ich den Weg von Frau Henkel nur begrüßen. Denn es kommt nicht auf die Größe und den Provit alleine an, sondern auf die Zufriedenheit der Menschen und Zeit für sich selbst und Kreativität.

Daher danke für diesen schönen Artikel, der wieder Mut macht andere Wege zu beschreiten :)

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nemesis_01 25.12.2013, 15:53
7. Hier sollte man einmal

einen Mitarbeiter zu Wort kommen lassen. Ich kann mir vorstellen, das hier nicht viel Kritik aufkommt und sicher auch nicht viele mit Burn- Out ihre Arbeit verrichten. Leider ein Einzelfall von kluger Unternehmensführung, von denen es viel zu wenige gibt. Hier in der Region ist eine Textilschmiede, von der ähnliches berichtet wird. Die Angestellten sind super zufrieden und gehen gerne Arbeiten. Wo hört man das sonst schon.

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RudiLeuchtenbrink 25.12.2013, 15:55
8. das ist die Zukunft,

Richard Henkel GmbH verzichtet auf Kunden und Umsatz - SPIEGEL ONLINE[/QUOTE]

die Frau wirtschaftet nachhaltig und kann trotzdem mit ihren Mitarbeitern leben.
Wieviele Bockwürste kann ein Georg Soros, oder eine Frau Quandt denn essen ?
Jeder Jubel über das 2000 000 000 Auto mehr in China rückt uns dem Endzeitalter ein Stück näher.

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auslaender101 25.12.2013, 16:09
9. optional

Eine kluge Frau. Die Lebensqualität und die Vernunft sind wichtiger als abstrakte Idiotismen. Reichtum passiert im Kopf, oder hat jemand jemals Spass daran gehabt, seine ganzen Scheine in der Hand zu halten und dabei Glück empfunden? Diese Frau hat beschlossen dem Laufradrennen der Geschlechtsteilmesser zu entrinnen und sie ist smart genug, um in ihrem Projekt "Leben" erfolgreicher zu sein als all die sog. "Performer".

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