Forum: Wirtschaft
Unternehmen ohne Wachstum: Wenn weniger mehr bringt

Wachstum gehört zur Marktwirtschaft? Nicht bei Susanne Henkel. Die Unternehmerin verzichtet auf den einen oder anderen Kunden. Ihren Leuten zahlt sie anständige Löhne, die Rendite stimmt trotzdem.

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roidesbuveurs 25.12.2013, 20:31
30.

Zitat von dwg
Ausgewiesener Jahresüberschuss 2011: € 784,17. Und selbst in den Verbindlichkeiten (Ausschüttung nach Geschäftsjahresende) kann sich nicht viel Rendite verstecken...
Jahresüberschuß 784,17 Euro. So einfach ist das ja nun nicht. Die Erträge können ja auch auf anderen Wegen zu den Inhabern fließen. So z.B. durch Geschäftsführergehälter oder Mieten für Betriebsimmobilien bzw. -mobilien und sonstige Zahlungen. Die Sachanlagen in Höhe von nur 80.568,-- Euro weisen in diese Richtung. Auf jeden Fall zeigt die Bilanz des Unternehmens eine sehr solide Finanzierung. 33 % Eigenkapital und Verbindlichkeiten in Höhe von 22 % der Bilanzsumme lassen darauf schließen, dass die Finanzen in dem Unternehmen sehr wohl geordnet sind. Und die Inhaberin kann es sich sogar leisten, einen Gewinnvortrag von 80.756,41 Euro im Betrieb zu belassen. Der Artikel scheint von daher sehr glaubwürdig.
Die Zahlen entstammen dem elektronischen Bundesanzeiger.

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bernix 25.12.2013, 20:32
31. Sagen wirs mal so...

Zitat von Join_Me
Die Mitarbeiter reparieren den Drucker mit Ersatzteilen von eBay? Sorry aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das lohnt. Zum einen kosten Office Drucker (große Drucker für 1Mio+ Ausdrucke/Kopien) sehr viel Geld, deswegen kauft man die Wartung/Instandsetzung zum Produkt. Denn nur ausgewiesene Service Techniker des Herstellers haben genug KnowHow zum reparieren. Zum anderen sind kleinere Drucker kaum zu reparieren, zumindeste habe ich noch nie erlebt, dass es nicht günstiger war einen neuen zu kaufen. (Effizienz + Energiekosten)
Die Frage ist: Lohnen sich die grossen Office Drucker überhaupt.

Wozu brauch ich einen Wartungsvertrag? Bildtrommel wird mit dem Toner gewechselt. Fixiereinheit: Die Zeiten wo ein Techniker noch irgendwelche Heizdrähte justiert hat, ist lange vorbei.

Und dann die langen Wege zum Drucker....

Bei meinem privaten FarbLaserdrucker brauch ich keinen Techniker:
Die Tonerpatronen werden von vorne gewechselt, die Bildeinheit und die Fixiereinheit von oben.

Das lohnt sich aber auch nur dann, wenn gerade vorher die teuren Originaltonerpatronen nachgeladen wurden...

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mepahoo 25.12.2013, 20:33
32. @Niederbayer

Zitat von Niederbayer
Die meisten wollen nur arbeitenn um zu leben, aber Kohle bekommen als würden sie leben um zu arbeiten. Der Fischer in dem Beispiel wäre rein rechnerisch bestimmt unter Mindestlohn.
Also ganz bestimmt über Mindestlohn! Ich würde sagen, der Fischer hat schon ziemlich was geleistet - Er hat am Morgen die Arbeit für einen ganzen Tag erledigt. Das ist sicher kein "Low-Performer", sondern er scheint sein Handwerk effizient auszuführen.

Ach ja, wenn alle Unternehmen so arbeiten würden, wie das von Frau Henkel, dann bräuchten wir keinen Mindestlohn einführen. Ein Unternehmen das Werte tatsächlich lebt, statt sie nur im sogenannten Leitbild der Firma zu propagieren - da "perfomen" die Mitarbeiter gerne etwas "higher".

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Niederbayer 25.12.2013, 21:11
33.

Zitat von mepahoo
Also ganz bestimmt über Mindestlohn! Ich würde sagen, der Fischer hat schon ziemlich was geleistet - Er hat am Morgen die Arbeit für einen ganzen Tag erledigt. Das ist sicher kein "Low-Performer", sondern er scheint sein Handwerk effizient auszuführen. Ach ja, wenn alle Unternehmen so arbeiten würden, wie das von Frau Henkel, dann bräuchten wir keinen Mindestlohn einführen. Ein Unternehmen das Werte tatsächlich lebt, statt sie nur im sogenannten Leitbild der Firma zu propagieren - da "perfomen" die Mitarbeiter gerne etwas "higher".
Ich halte die Gute für weltfremd. Wenn ich ein Unternehmen gründe, dann muß ich zuerst mal Geld investieren, und zwar meins. Geht es schief ist mein Geld weg. Machen Mitarbeiter Fehler und der Laden scheitert ist auch mein Geld weg. Daher halte ich es nur für angemessen, das der Unternehmer den Löwenanteil des Gewinns erhält. Wem das nicht passt,
der soll seinen eigenen Laden aufmachen.

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2funky 25.12.2013, 22:45
34. zu Kurz gedacht

Zitat von Niederbayer
Ich halte die Gute für weltfremd. Wenn ich ein Unternehmen gründe, dann muß ich zuerst mal Geld investieren, und zwar meins. Geht es schief ist mein Geld weg. Machen Mitarbeiter Fehler und der Laden scheitert ist auch mein Geld weg. Daher halte ich es nur für angemessen, das der Unternehmer den Löwenanteil des Gewinns erhält. Wem das nicht passt, der soll seinen eigenen Laden aufmachen.
Das ist etwas zu kurzgedacht!
Das Wichtigste Kapital sind die Mitarbeiter wen Die motiviert sind und das geht mit Geld nur begrenzt dann läuft es! Wachstum mit Augenmaß und Falls die Risken zuhoch sind dann lieber Darauf verzichten.

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klausbaerbel 25.12.2013, 23:13
35. wer heute als Mittelstaendler Gewinne ausweist..

...ist ein Depp. Er fuettert nur Buerokraten.

Die Gewinnarmut ist die intelligente Art der Leistungsverweigerung wegen zu hoher Abgaben und im Grunde das Gegenstueck der Selbstaendigen zu Hartz 4.

Alles andere landet im Herzinfarkt.

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#Nachgedacht 25.12.2013, 23:19
36. Klasse! Vernunft, Verstand und sozial!

Klingt vernünftig. Qualitatives Wachstum unter Berücksichtigung von Umwelt und Gesellschaft. Klingt 1000x besser als die realitätsfernen und Thesen eines Thomas Vašek welche heute im Spon zu lesen waren.
Geld allein macht nicht glücklich! Diese Frau hat erkannt das Reichtum weit mehr als eine Frage des Geldes ist.
Damit ist Sie unseren Politikern und vielen Möchtegernmanagern um Längen voraus. Mit solchen Menschen mag man die Zukunft gestalten. Schade, dass es noch zu wenig davon gibt und die Vernetzung noch nicht funktioniert. Es wäre eine spannende Herausforderung und Alternative für die gegenwärtige angeblich so alternativlose Niedriglohnpolitik und die einfachste Art alle am Reichtum ( nicht nur am finanziellen) zu beteiligen und mehr Gerechtigkeit zu schaffen.
Man kann dieser Dame nur lange Gesundheit wünschen.
#Nachgedacht

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Boandlgramer 26.12.2013, 00:35
37. Märchenstunde vom guten Kapitalismus

Putzige Geschichte - die nur ohne ernsthafte Konkurrenz funktioniert. Der Kapitalismus duldet keine Nischen.

Abgesehen davon taucht hier mal wieder die Vorstellung auf, Wachstum müsse Qualität verzehren. Man müsste jetzt ganze Bücher schreiben, um das zu Belegen, aber vielleicht tut's auch der Verweis auf die Größe und den Vernetzungsgrad (mit den Zulieferern) der großen Autohersteller - im Vergleich zu den Manufakturen, die (zugegeben sehr geile, aber teure) Autos von gestern bauen.

Und in gesättigten Märkten müssen Neueinsteiger die Alten verdrängen. Man kann eine stabile Größe möglicherweise auch verteidigen, aber Wachstum dürfte leichter zu kontrollieren sein. Zumal: In fast allen Branchen ist das Ablehnen eines Auftrags schon ein kleiner Tod. Komplizierte Lage für die Wirtschaftsführer - aber für genau diese Quadratur der Kreises wollen sie ja üppig bezahlt werden.

Wie das Wachstum von Unternehmensgewinnen zu Lasten von Nachhaltigkeit und Qualität geht ist eine vollkommen andere Geschichte.

Wie gesagt: Pure Glückssache, wenn's klappt. Da würde ich gerne in 5 Jahren ein Update dazu lesen.. ;)

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wordsofwisdom 26.12.2013, 00:51
38. stimmt

Zitat von ronald1952
des Kaufmanntum erkannt. Wachstum ist immer verbunden mit Quallitätsverlust. Mehr Kunden und Warenumsatz bedeutet noch lange nicht, daß ein Unternehmen expandiert.Dagegen den Erhalt des Erreichten bedeutet Vroausschauend zu Handeln.Nur wenn es die Marktlage zuläßt, kann man auch Expandieren ohne Quallitätsverlust. Das was Heutzutage betrieben wird ist kein Kaufmännisch gut durch- dachtes Konzept, sondern nur die Ware auf den Mark ,koste es was es wolle. Je billiger desto besser, keine Quallität sonder Quantität,die Menge macht es schon, leider oft ein Fataler Irrtum. Aber um das zu erkennen muss man Grips im Kopf haben und keine Grütze wie die meisten Manger in den Firmenetagen,die immer nur Wachstum schreien.Na ja,Hauptsächlich allerdings für ihre Geldtasche.Die Löhne zu drücken und Personal abzubauen ist nur eine der Krankheiten, an dem Heute unser System leidet. schönen Tag noch,
Die Quallen werden sich über das umweltverträgliche Konzept freuen ;-)

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tomymind 26.12.2013, 01:25
39. machen sie doch

Zitat von Niederbayer
Ich halte die Gute für weltfremd. Wenn ich ein Unternehmen gründe, dann muß ich zuerst mal Geld investieren, und zwar meins. Geht es schief ist mein Geld weg. Machen Mitarbeiter Fehler und der Laden scheitert ist auch mein Geld weg. Daher halte ich es nur für angemessen, das der Unternehmer den Löwenanteil des Gewinns erhält. Wem das nicht passt, der soll seinen eigenen Laden aufmachen.
Sie haben den Artikel schon gelesen? Die Dame führt ihr EIGENES Unternehmen, macht also das, was sie hier teilweise propagieren.
Mein Rat an sie, gründen sie doch ihr eigenes Unternehmen.

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