Forum: Wirtschaft
Unternehmensberater: Staat zahlt jährlich drei Milliarden Euro für McKinsey & Co.
DPA

Ohne Unternehmensberater geht fast nichts mehr in Deutschland: Von der Asylpolitik bis zur Straßenmaut bestimmen McKinsey, Roland Berger & Co. mit, wie wir leben. Der Staat wird immer abhängiger.

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aufderuhr 25.01.2019, 18:51
1. Da wunder ich mich dann nicht mehr

Ganz grosses Kino.
Da lassen wir die Gesetze von solchen Unternehmen gestalten.

Mich würde es schon interessieren, was die alles im Detail so vorbereitet haben.

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static_noise 25.01.2019, 18:54
2.

Selber IT Berater, aber selbstständig. Das Problem ist die komplette Inkompetenz der Entscheidender. Die kaufen dann nen Stab Berate über Company X weil die denen das Blaue vom Himmel verspricht.
Da man aber keine eigene Kompetenz hat ist auch keiner da das Versprochene zu hinterfragen. Dann nimmt das Unglück seinen Lauf: Unklare Anforderungen führen zu fehlerhaften Entscheidungen und Designs, die wieder 'korrigiert' werden müssen, was wiedrr mehr Geld kostet. Da keiner zugeben will, dass das Projekt seit Anbeginn "schlingert" wird das ganze blumig umschrieben, je höher der Entscheider in der Hirarchie umso geringer das konkrete Fachwissen. Man muss ja nur 'managen' oder modernen 'alignen' und (wieder) steuern, das klingt lebensnäher.
Blinde führen Lahme...

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ludwig49 25.01.2019, 18:57
3. Im Prinzip...

...könnte man also auf Politiker verzichten und direkt Unternehmensberater wählen. Was läuft schief? Womöglich liegt es daran, daß Ministerämter beliebig austauschbar sind. Vom Familien- ins Verteidigungsministerium. Ahnungslos, planlos, hilflos. Ein ideales Spielfeld für Berater.

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Allezy 25.01.2019, 18:58
4. Es gibt nur 2 Gruende fuer den Einsatz von Unternehmensberatern

1. Sie sollen das aufschreiben was das Management eh schon beschlossen hat.
2. Das Management hat zwar noch nichts beschlossen, will aber die Verantwortung fuer das was kommt auf jeden Fall abwaelzen.

Fehlende/Vorhandene Kompetenz ist jedenfalls nie der Grund. Korruption dann manchmal noch eher/zusaetzlich.

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fvaderno 25.01.2019, 18:59
5. Zu was benötigen wir eigentlich noch Politiker?

Wählen wir denn nicht eine Partei, dass Stellen für politische Entscheidungen mit kompetenten Leute besetzt? Zudem haben für alle Entscheidungsträger einen teils gigantischen Apparat von lebenslänglich angestellten Beamten, die beraten sowie Entscheidungen sollen? Wenn wir nur noch von irgendwelchen kommerziellen Beratern regiert werden, dann hätten wir eigentlich das Recht, diese selbst zu wählen. Aber Letzteres ist überhaupt nicht nötig, denn wir Bürger sind an kompetenten Politikern interessiert, die sich nicht angstvoll um eigene Entscheidungen drücken.

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lift_off 25.01.2019, 19:00
6. Unternehmensberater sind manchmal wie Kraken.

Statt Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, nämlich Lösungen zu finden, wie ein Mangel im Unternehmen entschärft werden kann, versuchen diese gern mal, das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Anders herum glaubt so mancher Unternehmer, dass er einen Mangel dadurch ausgleichen kann, in dem er Lösungen des Beraters kritik- und gedankenlos übernimmt.

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Andreas P. 25.01.2019, 19:00
7. Unglaublich

3 Milliarden für die üblche Horde Barater-Kinder, die gerade frischvon der Uni kommen und sich als Brater verheizen (lassen). Der Scholz sitzt auf den Rest-Milliarden und unser Bildungssystem und Infrastruktur geht unaufhaltsam den Bach runter. Mir fehlem da die weiteren Worte, um micht ausfallend zu werden....Und da wundern wir uns über so Gewächse wie AfD & Co...?

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Skakesbier 25.01.2019, 19:03
8. Wenn die Externen

ohnehin die Pläne machen müssen, weil die Ministerialen zu inkompetent sind, sollten zumindest alle aktuellen Empfänger der lukrativen B-Besoldung vom Ministerialrat bis zum Staatssekretär gefeuert werden!

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Haarfoen 25.01.2019, 19:03
9. Nicht neu ...

Das ist keine Überraschung. Bei McK und RB handelt es sich um autoritäre Strukturen mit hörigen Mitarbeitern, bei McK schon mit Charakter einer Sekte. Die Vorgehensweise ist eindimensional und basiert auf immer gleichen Mechanismen. Im Rahmen autoritärer Inbesitznahme und Einflussnahme auf den politischen Apparat werden Jünger in der Verwaltung installiert, siehe Frau Suder. Ziel von McK und den noch so vorhandenen Derivaten ist die Ökonomisierung eines jeglichen Tuns und Zuführung aller gesellschaftlichen Aktivitäten in die Zuständigkeit der Konzerne, als ebenfalls autoritäre Strukturen. Das Wohl der Gesellschaft wird in der neo- liberalen Theorie gesehen, natürlich unter der Prämisse der eigenen Bereicherung. Und zum Schluss kommt die "invisible hand" von Adam Smith und macht alles wieder gut ... Wir sollten uns von diesem "Gesindel" befreien, mit Verlaub. Und zwar schnell und mit aller Härte. Sollen sie in den USA ihren sozial schädlichen Wanzen- Schabernack aufführen, bis ihnen die Dollar aus den Ohren quellen. Aber bitte nicht in Europa.

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