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Unternehmensumbau: EADS will offenbar Rüstungswerk bei München schließen
DPA

Die deutschen Mitarbeiter des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS fürchten angesichts des Unternehmensumbaus um ihre Jobs - offenbar zu Recht. Das Werk der Rüstungstochter Cassidian in München soll geschlossen werden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

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cafe_kehse 25.11.2013, 10:17
10. Die Friedensrendite

Zitat von sysop
Die deutschen Mitarbeiter des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS fürchten angesichts des Unternehmensumbaus um ihre Jobs - offenbar zu Recht. Das Werk der Rüstungstochter Cassidian in München soll geschlossen werden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Die deutschen Arbeiter in diesem Rüstungswerk sollten lieber mal die Frage stellen, warum sie so lange seit Ende des Kalten Krieges bisher immer noch Arbeit in Kriegsfabriken hatten. Daraus wird ein Schuh.

Es war höchste Zeit, dass wir in Deutschland friedfertiger werden und die deutschen Arbeiter in Kriegsschmieden hierzulande entlassen.

Der entlassene deutsche Arbeiter kann sich wenigstens damit trösten, dass er Opfer der Friedensrendite geworden ist. 99% aller Deutschen begrüßen diese Entlassungen. Sie sind friedfertig.

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Quagmyre 25.11.2013, 10:21
11. Airbus

Zitat von LeBreton
Die unendliche Geschichte von der Benachteiligung der Deutschen Unternehmen der EADS gegenüber den Französischen Unternehmen setzt sich nahtlos fort. Franzosen sitzen an den meisten strategischen Schalthebeln, Deutsche, wie Th. Enders sind karrierebewußt und richten sich nach der Strömung. Dazu kommt noch die große Unterstützung von der Französischen Regierung und Bevölkerung. Seit Jahren wird der Deutsche Anteil immer bedeutungsloser.
Sieht man auch daran, wie Airbus im nichteuropäischen Ausland wahrgenommen wird.
Für Nichtspezialisten, aber auch für viele Piloten ist Airbus französisch.

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rromijn 25.11.2013, 10:22
12. wer sein Investment geldgetriebenen Wirtschaftsheiern..

.. überlässt, muss sich nicht Wundern, wenn diese sich irgendwann nicht mehr daran erinnern, dass sie deutschland einiges zu verdanken haben.
Das gilt auch für alle anderen deutschen Firmen, die Jahrzehnte der Entwicklung für den kurzfristigen Profit an Chinesen und andere verschenken.

Wenn man sich nicht entsprechende Kontrolle um seine kostbaren Güter wie Geld und KnowHow sichert, ist es irgendwann weg.
Auf Treue braucht da niemand bauen, aber wie soll man das einem Zombie wie Merkel erklären?

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aurichter 25.11.2013, 10:26
13. @ hubertrudnik1

Vorsicht sag ich nur, Sie können doch nicht das Geberland dermaßen bloßstellen. Man beißt schließlich als armes und unterentwickeltes Nehmervölckchen die Hand, die einen füttert. Mal abwarten, dem Horsti fällt ganz sicher etwas ein. Kann doch nicht angehen, daß in einem hochtechnologieotientiertem Bundesland dermaßen viele Spitzenarbeitsplätze gestrichen werden. Wenn das in NDS an der Küste passiert, dumm gelaufen, aber in Bayern ist das nicht akzeptabel.

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ernstl1704 25.11.2013, 10:28
14. Na ja

gerade im Großraum München dürfte es für die hochqualifizierten Mitarbeiter einer Rüstungsfirma wirklich kein Problem sein eine Job zu finden. Andersrum wird ein Schuh draus, wahrscheinlich ist manche Firma in München froh diese Mitarbeiter übernehmen zu können.

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Bedächtig 25.11.2013, 10:35
15. Warum jetzt?

Im Jahre 2007 ging die Abwicklung des Standorts Ottobrunn in die finale Phase. Damals wurde unter einem erheblichen Aderlass an Personal und Know-how eine Umsiedlung der damaligen Sparten MAS und Defence & Security nach Manching vollzogen. Teile von MAS (Military Air Systems), vornehmlich das A400M-Projektteam, wurden später der PAG zugeschlgen und ein weiteres mal (nach Augsburg) umgezogen. Hierüber schwiegen und Schweigen die Medien. Jetzt, da der "Verwaltungswasserkopf", der sinnentleert noch in Ottobrunn ist, folgerichtig auch einen neuen Standort erhält, da wird aufgeschrien. Möglicherweise lieget es daran, dass die Kommunalpolitiker jetzt erst, bei Ausfall der Gewerbesteuern aufwachen. Tatsächlich ist die Auflösung des Standorts Ottobrunn seit 1990 durch Weggang von Eurocpopter nach Donauwörth und diverse weitere Umzüge und Schließung eine bedauerliche Vernichtung von allokiertem Wissen - zum Nachteil des Luftfahrtstandorts (Süd-)Deutchschland. Glücklicherweise ist die Arbeitssituation in Bayern so gut, dass alle mit bekannten Ex-Kollegen (zumindest in Ingenieursbereich) beruflich auf deie Füße gefallen sind.

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privado 25.11.2013, 10:35
16. Na bravo...

Zitat von sysop
Die deutschen Mitarbeiter des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS fürchten angesichts des Unternehmensumbaus um ihre Jobs - offenbar zu Recht. Das Werk der Rüstungstochter Cassidian in München soll geschlossen werden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Der Tom kriegt sie alle klein. EADS ist halt nur noch in Frankreich stark, die deutschen Mitarbeiter sind nur noch Vasallen. Ein ehemals starker deutscher Industriezweig zerstört sich selbst.

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kosiak 25.11.2013, 10:35
17. Die Wahl

zwischen Arbeitsplätzen und Opfer der Waffen fällt schwer.

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otelago 25.11.2013, 10:43
18. Sorry, aber das ist weltfremd

Zitat von ant-ipod
Airbus/EADS ist zunächst einmal ein Unternehmen und trifft hier eine unternehmerische Entscheidung und keine soziale. .
Rüstungsfirmen haben häufig privatwirtschaftliche Strukturen, unterliegen aber direkt oder über Umwege - die je nach Staat unterschiedlich sind - einem wesentlichen staatlichen Einfluß.
Unter dem Dach von Airbus / Eads werden viele europäische Aktivitäten gebündelt und es ist Usus, daß die politische Ebene bei wichtigen Standortentscheidungen natürlich mit dabei ist. Wie die Dinge dann nach Außen kommuniziert werden ist eine Frage der Diplomatie.

Unterm Strich könnte man natürlich sagen:
Deutschlands Industrie ist so fortgeschritten, man bräuchte gewiss keine EU Partner, um all diese Gerätschaften zu produzieren, wahrscheinlich dann auch mit Eigenschaften, die weit über das hinausgehen, was heute gedacht wird.
Aber das ist ja gerade der Haken an der Sache. Wenn wir die Rüstungsfrage technokratisch angehen, dann landen wir ganz automatisch bei der Technik, die andere in die Defensive bringt, weil sie wissen daß sie es nicht haben.
Wenn es heutzutage strategische Verteidigungsüberlegungen für Europa gibt, dann ist das beruhigend und muß sich unbedingt auch gemeinsam gesamteuropäisch manifestieren, der Maßstab für anstehende Militärprojekte:

- einen gleichen militärtechnischen Wissensstand in Europa halten
- skalierbare Produktionsfähigkeiten in Europa verteilen
- den internationalen Wettbewerb um militärische Produkte nicht anheizen

-> es geht nur darum, am Ball zu bleiben, es geht nicht darum, Gerät zur Eroberung der Welt zu konstruieren, was zweifellos möglich wäre, letzteres muß man den Anderen aber hin und wieder zeigen, damit sie nicht übermütig werden

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derigel3000 25.11.2013, 10:48
19. optional

Bin mal gespannt, ob die ganzen "Frieden schaffen ohne Waffen"-Schreier einen ernstzunehmenden Plan haben, wie man diese sicherlich hochspezialisierten Mitarbeiter des Werks wieder in Lohn und Brot setzen kann. Es ist eben nicht damit getan, gegen Deutschland als Rüstungsexporteur zu hetzen.

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