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Unternehmensumbau : Zusteller der Deutschen Post sollen in neuen Betrieb ausgelagert
DPA

Die Deutsche Post legt Briefzusteller mit den Mitarbeitern aus der Billig-Tochterfirma Delivery zu einem Betrieb zusammen. Gewerkschaften befürchten eine "Aushöhlung der Tarifverträge".

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hexenbesen.65 12.03.2018, 06:55
1.

Vor allem--SELBST ERLEBT !!! werden da Leute eingestellt, die nicht mal LESEN können !!!!! Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus....(dh, wir müssen die Post nu selber sortieren, weil die nicht in der Lage sind, Müller zu Müller und Schmitt zu Schmitt einzuwerfen....oder gleich ganz falsche Hausnummern --drei Häuser weiter...) Hauptsache billig "Fachkräfte" - wo noch nicht mal die "Uniform" richtig sitzt...Regen sich ganze Viertel bei uns in der Stadt auf.

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keksguru 12.03.2018, 07:02
2. Hat das Lohndumping denn kein Ende?

eins ist schon mal jetzt klar, neu bei dieser Gesellschaft eingestellte Briefzusteller werden nicht zum besseren, sondern zum schlechteren Tarif bezahlt. Möcht ich jedenfalls wetten. Aber wenn die Post ihr Kerngeschäft auslagert, wofür ist dann noch die Post AG da? Aufgeblasener Wasserkopf und nichts dahinter? Leute, wehret den Anfängen, denn das endet letztenendlich in moderne Lohnsklaverei.

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deranaluest 12.03.2018, 07:04
3. Tpyisch

Die, die die meiste Wertschöpfung erbringen werden am schlechtesten bezahlt. Und das zieht sich durch viele Branchen.

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K:F 12.03.2018, 07:06
4. Neokapitalismus nimmt kein Ende

Die Briefzusteller werden nur aus einem Grund ausgelagert. Druck auf die Beschäftigten auszuüben und die Löhne zu senken. Deutschland benötigt aber im Gegenteil höhere Löhne.

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Benjowi 12.03.2018, 07:11
5. Kurzsichtige Lohndrückerei!

Es ist unglaublich, dass dieses System der Lohndrückerei -und nichts Anderes ist diese Maßnahme potentiell-auch in den Zeiten gut laufender Wirtschaft und angeblichem Arbeitskräftemangels weiter geht. Dieses Land ist ohnehin zu einem Dumpinglohnland, das obendrein mit einer unterbewerteten Währung arbeitet, verkommen und erzeugt dadurch Ungleichgewichte im Welthandel, die mittlerweile das ganze System bedrohen. Gleichzeitg bekommen die Arbeitnehmer schon lange nicht mehr den gerechten Anteil am Erwirtschafteten. Eigentlich wäre genau der entgegengesetzte Trend angesagt!

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carcaroba 12.03.2018, 07:12
6. hört auf zu meckern

klar schimpfen jetzt die Gewerkschaften, aber bei objektiver Betrachtung ist es nunmal so, dass die Post WESENTLICH höhere Löhne zahlt als ihre Konkurrenten. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Die Löhne sind auch nach dem Delivery-Tarifvertrag noch ziemlich gut, wenn man bedenkt, was man anderswo für Tätigkeiten erhält, die man im Prinzip nach einem Tag Anlernen ausüben kann.

Bei solchen Artikeln sollte der Spiegel mal dazu schreiben, was die Leute bei DPD oder Hermes verdienen!

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Radio-Gaga 12.03.2018, 07:17
7. Das ist politisch so gewollt

Die Aushebelung von Tarifverträgen mittels Auslagerung der Beschäftigten in Tochterunternehmen wird seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert und wird von den Regierungsparteien Union und SPD sowie den Gerichten massiv unterstützt.
Das Bundesarbeitsgericht hat hierzu im Sommer 2017 ein weitreichendes Urteil gefällt, das praktisch die Unterscheidung zwischwen Werkvertrag und Leiharbeit aufhebt:
https://www.juris.de/jportal/portal/t/1tkj/page/homerl.psml?nid=jpr-NLAR000003818&cmsuri=/juris/de/nachrichten/zeigenachricht.jsp

Solche Urteile geben Unternehmen wie der Deutschen Post einen Freibrief, den Einsatz von Werkvertragsarbeitern unter schlechteren Bedingungen über Tochterunternehmen massiv auszuweiten.

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werlesenkann 12.03.2018, 07:34
8. Enteignen und verstaatlichen

wäre der bessere Ansatz der Regierung. Grundlegende Dienstleistungen wie ÖPNV, Energieversorgung und Post dürfen nicht privatwirtschaftlich betrieben werden, wenn man solche Auswüchse verhindern will. Manager werden immer nur von Gier geleitet, je höher der Rang in der Firmenhackordnung desto gieriger. Mit zahnlosen Appellen ist denen nicht beizukommen, da hilft nur massivster Druck.

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touri 12.03.2018, 07:51
9.

Zitat von Benjowi
Es ist unglaublich, dass dieses System der Lohndrückerei -und nichts Anderes ist diese Maßnahme potentiell-auch in den Zeiten gut laufender Wirtschaft und angeblichem Arbeitskräftemangels weiter geht. Dieses Land ist ohnehin zu einem Dumpinglohnland, das obendrein mit einer unterbewerteten Währung arbeitet, verkommen und erzeugt dadurch Ungleichgewichte im Welthandel, die mittlerweile das ganze System bedrohen. Gleichzeitg bekommen die Arbeitnehmer schon lange nicht mehr den gerechten Anteil am Erwirtschafteten. Eigentlich wäre genau der entgegengesetzte Trend angesagt!
Tja, ich kann Ihnen sagen, warum die Deutsche Post (und nicht nur die) Löhne drücken kann.

Es handelt sich um Arbeit für Geringqualifizierte. Wann ist Ihnen zum letzten mal ein Postbote (egal ob DHL, Hermes, DPD, etc.) begegnet, mit deutsch als Muttersprache? Bei DHL haben sie noch die besten Chancen. Und gerade hier wird durch die Migranten von In- und Außerhalb der EU der Konkurenzdruck immer größer.

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