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Unternehmensumbau : Zusteller der Deutschen Post sollen in neuen Betrieb ausgelagert
DPA

Die Deutsche Post legt Briefzusteller mit den Mitarbeitern aus der Billig-Tochterfirma Delivery zu einem Betrieb zusammen. Gewerkschaften befürchten eine "Aushöhlung der Tarifverträge".

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neurobi 12.03.2018, 09:28
40.

Es wird Zeit, dass diese Branche eine Tarifpflicht bekommt, damit die Lohndrückerei ein Ende hat.
Dann lasst das Paket doch 2 Euro teuerer werden, das hilft dan sogar dem Einzelhandel und dem Leben in den Städten.

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mostly_harmless 12.03.2018, 09:29
41.

Zitat von touri
[...] Wann ist Ihnen zum letzten mal ein Postbote (egal ob DHL, Hermes, DPD, etc.) begegnet, mit deutsch als Muttersprache? Bei DHL haben sie noch die besten Chancen. Und gerade hier wird durch die Migranten von In- und Außerhalb der EU der Konkurenzdruck immer größer.
Seltsamerweise sind die Zusteller hier zu 100% Deutsche. Oder anders gesagt: Ich gehe davon aus, dass Sie schlicht und ergreifend Nonsens verzapfen.

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vaikl 12.03.2018, 09:29
42. Bei solchen "Whataboutism"-Kommentaren...

Zitat von carcaroba
klar schimpfen jetzt die Gewerkschaften, aber bei objektiver Betrachtung ist es nunmal so, dass die Post WESENTLICH höhere Löhne zahlt als ihre Konkurrenten. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Die Löhne sind auch nach dem Delivery-Tarifvertrag noch ziemlich gut, wenn man bedenkt, was man anderswo für Tätigkeiten erhält, die man im Prinzip nach einem Tag Anlernen ausüben kann. Bei solchen Artikeln sollte der Spiegel mal dazu schreiben, was die Leute bei DPD oder Hermes verdienen!
...sollte SPON dazuschreiben, dass "Meinung" nicht immer auch "Ahnung" bedeutet.

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cougar60 12.03.2018, 09:31
43. selbstverständlich dient das dem Zweck,

die Entlohnung der Mitarbeiter zu verringern. Die Methode ist doch längst im Mode, und wird von anderen Unternehmen so bereits seit geraumer Zeit genutzt. Der Chef bzw. die Aktionäre wollen eine höhere Rendite, ist das dafür erforderliche Geld wegs Konkurrenz bei den Kunden nicht zu holen. Holen sich die Herrschaften das Geld eben durch eine Minderung der Löhne bei den Mitarbeitern.

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Flying Rain 12.03.2018, 09:37
44. @Touri - Nr.9

Ausnahmslos jede/r Zusteller/in bei mir soricht und sprach astrein Deutsch. Ok ich wohne auch 40km von der nächsten Großstadt. Einzig bei Hermes bestelle und UPS bestelle ich ungern da es bei denen ein Glücksspiel ist wann am Liefertag sie kommen. DHL liefert immer zuverlässig in einem Fenster von 1-2h und DPD ist eh super weil man sieht wo das Fahrzeug gerade ist. Habe vielleicht Glück oder die Zusteller in meiner Region (Südosten von München - nicht mehr im LK) taugen allgemein mehr als anderswo.
Ich hoffe mal das ganze führt nicht zu Qualitätsverlusten bei der DHL. Oder ist es anderswo getrennt geregelt zwischen Briefen und Paken?

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discprojekt 12.03.2018, 09:40
45. Also,

Da bleibt ja für die "Stammpost" nicht mehr viel zu tun übrig. Das ist ein geschickter Schachzug, vieles ist ja automatisiert, Computer gesteuert. Übrigens, es gab Zeiten, da wurde die Post 2 x täglich zugestellt, in Berlin auch 4 Treppen hoch in Briefschlitze gesteckt. Das ist in Zeiten von Mails nicht erforderlich, zeigt aber, was Dienstleistungen einst bedeuteten. Die BWL- Experten planen sicher schon die Selbstabholung.

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neurobi 12.03.2018, 09:43
46.

Zitat von Nordstadtbewohner
Das, was Sie fordern, gab es bereits in der ehemaligen DDR. Die ist dann unter dieser Last zusammengebrochen. Aus der heutigen Post wieder eine Beamtenvereinigung zu machen, halte ich für falsch. Zum Artikel: Ich kann die Pläne der deutschen Post nachvollziehen. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein, müssen die Kosten gesenkt werden, um weiterhin konkurrenzfähige Produkte anbieten zu können. Daran ändern auch die sinnlosen Forderungen der Gewerkschaften nichts.
Das gab es nicht nur in der DDR, sondern auch in der alten Bundesrepublick und hat hervorragend funktioniert.
Wir hatten das modernste Kommuniketionsnetz der Welt, eine Postfilale in der Nähe (wo man bis 18:00 Geld holen konnte, während die privaten Banken schon um 16:00 zu gemacht haben) und die Leute haben dort einen fairen Lohn erhalten (wenn auch weniger als bei privaten Unternehmen). Führungskräfte haben maximal das 10fache eines Zustellers erhalten.

Und nein, die Pläne sind nicht nachzuvollziehen. Die Politik sollte lieber für faire Wettbewerbsbedingungen sorgen und die Abwärtsspirale bei den Lohnen und Arbeitsbedingungen stoppen.
Meinetwegen kann dabei die Mehrheit der Unternehmen dieser Branche dabei verschwinden, sind eh zu viele schwarze Schafe darunter.

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micromiller 12.03.2018, 09:52
47. Die Gewerkschaft sollte

ihren Job machen und möglichst bald und gezielt den Kampf aufnehmen und bei der Gelegenheit eine Erhöhung
der Gehälter durchsetzen. Hoffentlich sind die Gewerkschaftsbosse nicht zu eng mit der SPD verbunden und müssen Rücksicht auf die Befindlichkeiten der GROKO nehmen.

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wahrscheinlichwahr3 12.03.2018, 10:08
48. Was tun Unternehmen

heutzutage alles für Rendite und was tun Unternehmen heutzutage alles nicht mehr für ihre Arbeiter und Angestellten? Warum beklagt man sich in Deutschland, dass die Armen immer ärmer werden und die Reichen immer reicher? Die Post ist nur ein Beispiel: Hauptsache Rendite, möglichst wenig für die Arbeitnehmer tun. Geht das so in den nächsten zehn Jahren weiter? Und vor allem: geht es den Arbeitnehmern besser und Arbeitgebern dadurch besser? Oder ist das nicht weiteres Gift für diese Gesellschaft?

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aquarius99 12.03.2018, 10:08
49. Da hilft nur eins: Wehrt Euch!

Die Post ist ja leider nicht das einzige Staatsunternehmen das in Deutschland mit schlechtem Beispiel vorangeht.
Mir tut unsere freundliche, engagierte Zusteillerin so leid. Nicht nur, das sie jeden Tag immer mehr schwere Kartons schleppen muß (bis 30 kg sind erlaubt), nun wollen die Bosse ihr auch noch ans Protemonnaie, das eh schon recht schmal.

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