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Unternehmensumbau : Zusteller der Deutschen Post sollen in neuen Betrieb ausgelagert
DPA

Die Deutsche Post legt Briefzusteller mit den Mitarbeitern aus der Billig-Tochterfirma Delivery zu einem Betrieb zusammen. Gewerkschaften befürchten eine "Aushöhlung der Tarifverträge".

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redwed11 12.03.2018, 13:47
70.

Zitat von jot-we
Sagen wir doch wie es ist: die DeutschePostGewerkschaft hat die unteren Ränge schlicht und ergreifend aufgegeben und konzentriert sich in ihren TarifVerhandlungen auf den Mittelbau und den oberen Bereich. Auch der Grund ist schlicht und ergreifend: Gewerkschaftsbeiträge werden im Zustellersegment kaum noch entrichtet (denn die muss man sich schliesslich erstmal leisten können). Tatsächlich hat es diese "Gewerkschaft" bereits vor fast 20 Jahren geschafft, Tariflöhne für Arbeiter nach unten zu verhandeln - eine wahrhaft reife Leistung und in den Annalen des DGB sowohl beispiellos wie (offensichtlich) beispielgebend. Also: wenn die DPG jetzt von 'Befürchtungen' schwadroniert: wen kümmert's? Passieren wird da ganz sicher nichts ...
Warum wird hier nur solch ein Unsinn geschrieben. Die Deutsche Postgewerkschaft gibt es seit 2001 nicht mehr. Sie wurde mit anderen Gewerkschaften zur Gewerkschaft Ver.di zusammengeschlossen. Also kann eine nicht mehr existierende Gewerkschaft auch keine Mitglieder vertreten.

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nielsson 12.03.2018, 13:54
71. Wohlstand für alle

Hier kann die neue Bundesregierung ja gleich mal Flagge zeigen, hat sie doch gerade ausgerufen, Wohlstand bei allen ankommen zu lassen.

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Duggi 12.03.2018, 13:57
72. Ich nenne das nicht Unternehmensumbau,

sondern neoliberale Aushebelung erworbener Arbeitnehmerrechte unter Beihilfe der Politik.

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Rick73 12.03.2018, 14:30
73. Schlimm

Außen hui innen Pfui!
Postangestellte arbeiten eh schon unter ausbeuterischen Bedingungen mit chronischer Unterbezahlung und auf ein Minimum reduzierte Belegschaft. CDU und SPD haben in den 1990igern ganze Arbeit geleistet mit der (Teil)Privatisierung von Staatsbeteieben die den Bürgern gehörten. Ob Autobahnmeistereien, DB, Bundespost, Wasserwerke und und und. Hier wurden Bürger enteignet. Die Profite sind ja zu schade um diese in einen Staatsfonds,wie in Norwegen, anzulegen- die gehören an diejenigen ausgeschüttet, die eh schon zu den 5% gehören. Sogenannte „Volksvertreter“ - man kann nur noch den Kopf schütteln.

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funny-smartie 12.03.2018, 14:30
74. Falsch verstanden!

Zitat von Emma Woodhouse
Eine mögliche Antwort: Montags gibt es kaum normale Briefpost auszutragen, weil am Wochenende die Unternehmen und Behörden nichts rausschicken. Daher wird montags alles ganz früh ausgetragen und wohl auch die von Ihnen erwähnten Prospekte, weil es ja nicht so viel wie an den anderen Wochentagen zu schleppen gibt. Sie schreiben aber auch, dass Sie gar keinen Wert auf die Prospekte legen und diese sofort entsorgen. Bringen Sie doch so einen 'Bitte keine Werbung'-Aufkleber an Ihrem Briefkasten an, dann legt man keine 'bunten Blätter' ein.
Ich schreibe von Hauswurfsendungen ala "an alle Bauinteressierten", "an alle die Stromkosten reduzieren wollen", "an alle die Geld sparen wollen" etc. Noch nie solche Post erhalten? Dann gehören Sie wohl nicht zu denjenigen, die ihren eigenen Briefkasten leeren.

Die "Prospekte" möchte ich schon sehr gerne, insbesondere am Wochenende, wenn diese zugestellt sein sollten. Warum? Weil man dann in Ruhe am Wochenende stöbern kann und entscheidet wo man dann die kommende KW einkaufen geht. Zufälligerweise erledigen meine Lebensgefährtin und ich Einkäufe auf dem Heimweg, da man umweltbewusst umgeht. Da nutzt MIR am Montag Abend, wenn ich wieder nach der Arbeit daheim bin, KEIN Prospekt mehr. Und achja, kommen Sie mir nicht mit Online-Dingern. Ich habe gar kein smartphone und lebe "analog", genauso wie ich analoges Fernsehen schaue und gelegenlich, wenn mir das Programm nicht passt, auch mal in der Mediathek von ARD und ZDF stöbere. Schließlich bezahle ich ja auch Rundfunkgebühren. Und ja, so ein Aufkleber kommt bei mir NICHT auf den Briefkasten.

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xcountzerox 12.03.2018, 14:34
75. Folgerichtrig

Bei mir fährt die Pakete schon länger eine junge Spanierin aus, die kein Wort deutsch spricht. Nettes Mädel, scheint aber keine Zeit zu haben deutsch zu lernen. Bei all dem Arbeitsdruck. Jetzt auch die Zusteller.

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c.PAF 12.03.2018, 14:54
76.

Zitat von touri
Es handelt sich um Arbeit für Geringqualifizierte. Wann ist Ihnen zum letzten mal ein Postbote (egal ob DHL, Hermes, DPD, etc.) begegnet, mit deutsch als Muttersprache? Bei DHL haben sie noch die besten Chancen.
Am Samstag. Bei DHL. Meine Lieblingspostbotin. Da gestatten übrigens auch die Hunde, daß sie schnell mal die Haustüre aufmacht und ein Päckchen in den Gang legt.

Aber die Anderen? Da erwarte ich nicht mal Deutsch als Muttersprache, da hoffe ich, daß die wenigstens ein paar Brocken Deutsch sprechen. Der letzter Hermesfahrer hat nicht ein Wort Deutsch verstanden, DPD war allerdings auch nicht besser.

Bei den Fahrzeugen geht es weiter. Letztens hat ein fremdsprachiger Fahrer ein Paket abgeliefert. Fahrzeug war ein offensichtlich privater alter Ford Kombi mit bulgarischem Kennzeichen, der bis unters Dach vollgepackt war.

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derhey 12.03.2018, 15:34
77.

Zitat von 112211
Das wird vermutlich zu einem Mangel an Arbeitskräften führen. Zumindest hoffe ich das. Bei der momentanen Lage auf dem Arbeitsmarkt wäre die Post gut beraten, sich Gedanken über die Attraktivität des Arbeitsplatzes machen, und nicht .....
Weshalb? Geht ganz einfach, dann können Sie Ihre Briefe und Päckchen eben an einer Poststation abholen - und zwar grundsätzlich.
Dann kann man eh diese lästigen Arbeitnehmer entlassen und ins Harz IV schicken.

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hr.lich-daemlich 12.03.2018, 15:35
78. Wie war das?

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ... upps ... nee ... das gehört zur Feminismusdebatte oder war es doch die Leiharbeitsdebatte? Auf jeden Fall sind wir bei der Marktwirtschaft, also "Minimaler Lohn bei maximaler Arbeitsleistung."

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PatoPatarParapo 12.03.2018, 19:23
79. Die Deutsche Post AG

erwirtschaftet jährlich Millionegewinnen, doch die Mitarbeiter profitieren davon nicht. Da wird dann vom Konzern argumentiert das die Briefmengen Rückläufig wären und die Gewinne zukunftsträchtig in Arbeitplatzgefährdende Technologien investiert werden müssen. Die Tätigkeit eines Brief/Paketzustellers mag geistig nicht sonderlich anspruchsvoll sein aber es ist Steinharte arbeit was die Zusteller tagtäglich zu bewältigen haben, was manch vorheriger Forist wohl nicht zu würdigen weiß. Höhere Löhne sind da mehr als angebracht, mann sollte seine Mitarbeiter am Erfolg auch Teilhaben lassen. Die Post sollte sich hier auch nicht an anderen Anbietern orientieren sondern mit gutem Beispiel vorrangehen. Gut bezahlte Zustelker sind zufriedene Zusteller, ergo ist auch der Kunde zufriedener.

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