Forum: Wirtschaft
Unterstützung für Macron-Vorschlag: Deutsche Ökonomen fordern Konjunkturfonds in der
Laurent Dubrule/ EPA/ DPA

Kurz vor der Europawahl legt das Forschungsinstitut DIW eine Reformagenda vor. Die Experten plädieren für einen gemeinsamen Konjunkturfonds - und geben damit dem französischen Präsidenten Rückendeckung.

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#besserwisser 02.05.2019, 13:00
10. Lobbyisten ...

Zusammenfassung: Die Lobbyisten des DIW wollen nur unser Bestes - unser Geld!! :-\

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Neapolitaner 02.05.2019, 13:05
11. Haben wir jetzt Krise oder Boomzeit?

Wenn es nach der Entwicklung der Zinsen geht dann sind wir in einer Krise und da können wir jetzt keinen neuen Konjunkturfonds auflegen. Wenn es nach den ökonomischen Kennziffern der letzten Jahre geht, dann sind wir nach der Krise 2009- 2012 jetzt in einem Aufschwung. Frage ist nur, wer in einen solchen Fonds jetzt einzahlen möchte. Da fallen mir in der EU nicht eben viele ein. Frage ist auch, warum dann die Zinsen bei null oder sogar negativ sind.

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Beat Adler 02.05.2019, 13:07
12.

Zitat von markniss
1. Gemeinschaftsfonds: Wer sich jemals mal angeguckt hat, wie die EU ihre Fördermittel verteilt, der weiß, dass eine Gruppe Schimpansen eine deutliche bessere Wirtschaftspolitik machen würde als die Brüssler Bürokraten. 2. Mehr Spielraum für staatliche Ausgaben, Zitat: "In der Regel würden sie dann im Abschwung deutlich mehr und in Boom deutlich weniger Geld ausgeben als heute - und so den Konjunkturverlauf glätten. " Genau das macht die BRD doch (!), denn nach der Finanzkrise haben wir hunderte Milliarden neue Schulden gemacht, die wir jetzt gerade wieder mühsam abbauen. WIR arbeiten also genau nach diesem Plan. WIR können also nicht der Adressat dieser Forderung sein. 3. Folgt aus 1. und 2.: Es geht mal wieder nur darum, dass die Länder, die anständig wirtschaften, Geld an den Rest verteilen. Umverteilungs-Sozialismus via unfähiger EU, die sich weitere Macht aneignet -- alles wie immer. Seit Marcel Fratzscher DIW-Chef ist, könnte man denken, dass der Laden aus dem Erbe der SED finanziert wird...
"Gruppe Schimpansen eine deutliche bessere Wirtschaftspolitik machen würde als die Brüssler Bürokraten. "

Wie wird eine gute Wirtschaftspolitik gemessen? Geht es den Einwohnern der EU seit 25 Jahren laufend besser und besser? Ja oder Nein? Ist der Wohlstand in dieser Zeit gestiegen? Ja oder Nein?

Selbst den einkommensschwachen Teilen der Bevoelkerung geht es heute in allen EU Staaten besser wie vor 25 Jahren. Das ist wohl das Resultat der verfehlten Wirtschaftspolitik der klugen Schimpansen in Bruessel.
mfG Beat

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BurgRitter 02.05.2019, 13:11
13. Schwachsinn in Summe,

aber sinnvoll wenn jedes EU-Mitglied aus eigenen Mittel Rücklagen bildet. Solange Herr Macron & Co., den eigenen "Laden" nicht in die Kosten zu bringt, werden Dritte für diese hoffnungslose Überforderung kaum zahlen? Ist Zirkeldenke von "Wissenschaftlern" die nicht in Kette denken können/wollen, nicht unerträglich peinlich??

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brasshead 02.05.2019, 13:15
14.

Zitat von DanielHammer
EMS hier, Fond hier von dort, Rettungspaket, europäisches einheitliches Sozialsystem etc. Es geht nicht wirklich um Einheit, es geht darum wie werden die Zahlungsströme möglichst zum eigenen Zweck umgeleitet. Frage dazu, wie viel Nettozahler gibt es den in der EU, und würde das für diese in Zukunft bedeuten ? Fordern kann man viel, aber man muss auch sagen wer das alles bezahlt bzw. wie das finanziert werden soll.
Wer das finanzieren soll? Die Eurozone als Ganzes. Die hat ja ihr eigenes Geld, auf das sie - im Gegensatz zu den einzelnen Mitgliedsstaaten - das Währungsmonopol hat. Warum sollte sie in Finanzierungsfragen auf das Geld der Mitgliedsstaaten angewiesen sein, die ihr Geld ja ursprünglich von dieser übergeordneten EU-Ebene erhalten haben? Die Eurozone als Ganzes kann ihr Geld jederzeit bedarfsgerecht erzeugen, per Knopfdruck.

Macht es Sinn, zusätzliches Geld für einen Konjunkturfonds zu erzeugen? Ja, solange man nicht die großen Vermögen abgreift und umverteilt. Die breite Masse hat nämlich zuwenig Geld. Woran sieht man das? Die Arbeitslosigkeit liegt bei 8% (Jugendarbeitslosigkeit 17%), in manchen Ländern sogar bis 18% (Jugendarbeitslosigkeit 40%). Das bedeutet nichts anderes, als dass die Gesamtnachfrage zu gering ist, um das gegebene Angebot an Waren und Dienstleistungen abzunehmen. Das bedeutet, es fehlt an breiter Kaufkraft - also an Geld. Inflation entsteht erst dann, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Im Grunde ist der Mangel an Kaufkraft eine logische Folge zunehmender Vermögenskonzentration, sowohl innerhalb der Mitgliedsstaaten, als auch zwischen ihnen.

Ein EZB-finanzierter, zielgerichteter Konjunkturfonds könnte die Arbeitslosigkeit also verringern und die Lebensqualität von Millionen Menschen erhöhen, ohne dass Inflation entsteht. Und ohne dass "jemand" das bezahlen muss. Die Alternativen: Vermögensumverteilung oder steigende Staatsverschuldung.

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wekru 02.05.2019, 14:39
15. Milchmädchenrechnungen

Wenn Politiker "handeln" wollen, brauchen sie erst einmal Geld. Und da sie selber nichts produzieren und verdienen, wird das Geld per Steuern eingesammelt. Genauer: es wird einem funktionierenden Wirtschaftskreislauf entzogen und genau in dem Umfang die Wirtschaftsleistung reduziert, wie sich Politik zur Geldbeschaffung einmischt. Erst danach können die Schlauberger das Geld verteilen für Dinge, von denen sie sich eine "Belebung der Konjunktur" erhoffen. Aber, damit das funktionieren könnte, müssten Politiker bessere Unternehmer sein als all jene, deren Handlungsfreiheit sie zuvor beschnitten haben. Das Erheben von Steuern ist gerechtfertigt, soweit damit allgemein notwendige öffentliche Aufgaben finanziert werden wie etwa Infrastruktur, Bildung und Wohlfahrt, aber es ist bereits unwahrscheinlich, dass Konjunkturpakete auch nur ausgleichen was durch die erhobenen Steuern der Konjunktur an Schaden zugefügt wird, geschweige denn sogar ein positiver Effekt entsteht. Dafür sind die politischen Entscheidungsträger einfach viel zu weit weg vom realen Leben, das von den milliarden optimierenden Entscheidungen der wirtschaftlich handelnden Akteuren geprägt ist. Man kann deswegen diese Allmachtfantasien auf einen simplen ökonomischen Nenner bringen: je mehr Staaten für Konjunkturprogramme ausgeben, desto schlechter steht es um die Wirtschaft dieser Staaten. Genau so könnte man einem Hund erst Muskelfleisch abschneiden um es dann an denselben zu verfüttern mit dem Ziel, dass er durch diese Maßnahme gestärkt würde. Es ist eines Ökonomen nicht würdig Teile einer funktionierenden Wirtschaft erst einmal zu beschädigen, damit dann die Mittel bereit stehen um sie damit zu mästen, mit obendrein ungewissem Ausgang ob von den Mastmitteln überhaupt etwas eine Wirkung entfaltet.

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facade 02.05.2019, 14:58
16.

Zitat von brasshead
Wer das finanzieren soll? Die Eurozone als Ganzes. Die hat ja ihr eigenes Geld, auf das sie - im Gegensatz zu den einzelnen Mitgliedsstaaten - das Währungsmonopol hat. Warum sollte sie in Finanzierungsfragen auf das Geld der Mitgliedsstaaten angewiesen sein, die ihr Geld ja ursprünglich von dieser übergeordneten EU-Ebene erhalten haben? Die Eurozone als Ganzes kann ihr Geld jederzeit bedarfsgerecht erzeugen, per Knopfdruck. Macht es Sinn, zusätzliches Geld für einen Konjunkturfonds zu erzeugen? Ja, solange man nicht die großen Vermögen abgreift und umverteilt. Die breite Masse hat nämlich zuwenig Geld. Woran sieht man das? Die Arbeitslosigkeit liegt bei 8% (Jugendarbeitslosigkeit 17%), in manchen Ländern sogar bis 18% (Jugendarbeitslosigkeit 40%). Das bedeutet nichts anderes, als dass die Gesamtnachfrage zu gering ist, um das gegebene Angebot an Waren und Dienstleistungen abzunehmen. Das bedeutet, es fehlt an breiter Kaufkraft - also an Geld. Inflation entsteht erst dann, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Im Grunde ist der Mangel an Kaufkraft eine logische Folge zunehmender Vermögenskonzentration, sowohl innerhalb der Mitgliedsstaaten, als auch zwischen ihnen. Ein EZB-finanzierter, zielgerichteter Konjunkturfonds könnte die Arbeitslosigkeit also verringern und die Lebensqualität von Millionen Menschen erhöhen, ohne dass Inflation entsteht. Und ohne dass "jemand" das bezahlen muss. Die Alternativen: Vermögensumverteilung oder steigende Staatsverschuldung.
Ja, einfach Geld auf Knopfdruck schöpfen, super Idee. Die Inflation ist tot wie ein rostiger Nagel (so lange nicht kurz danach eine Ölkrise kommt). Das gerade Sie als Buchhalter (Entschuldigung) eine MMT verfechten, verwundert mich dann doch. Sie wissen doch, dass eine Geldschöpfung eine reine Bilanzverlängerung ist und damit nicht erfolgswirksam.

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checkitoutple 02.05.2019, 15:05
17. Wieder mal der zweite Schritt vor dem ersten.

Erst mal eine wirksame brkämpfung der Korruption in der gesamten EU vor allem in Deutschland. da eir mit CDU CSU und FDP. mit die Korruptesten Parteien haben in der EU sollten erst mal das Gesetz zur Korruption bei Abgeordneten geändert werden. Dann noch bessere Kontrollmechanismen eingeführt werden. Dann macht das ganze Sinn.

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vliege 02.05.2019, 15:05
18. Ökonomen?

Das sind mittlerweile nichts anderes als bezahlte Lobbyisten, die den Anschein einer fundierten Analyse vorgaukeln. Ökonomie ist eine, alles kann, nichts muss und hinter hatte ich sowieso recht Pseudowissenschaft.

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brasshead 02.05.2019, 15:25
19.

Zitat von facade
Ja, einfach Geld auf Knopfdruck schöpfen, super Idee. Die Inflation ist tot wie ein rostiger Nagel (so lange nicht kurz danach eine Ölkrise kommt). Das gerade Sie als Buchhalter (Entschuldigung) eine MMT verfechten, verwundert mich dann doch. Sie wissen doch, dass eine Geldschöpfung eine reine Bilanzverlängerung ist und damit nicht erfolgswirksam.
Ich bin kein Buchhalter, aber ich weiß, dass man nicht um die Berücksichtigung von (trivialen) buchhalterischen Gesetzmäßigkeiten herumkommt, wenn man Geldsysteme konsistent analysieren will. Das weiß übrigens auch die MMT, im Gegensatz zur Neoklassik oder so manchen Physikern. Alles Geld wird und wurde per Knopfdruck geschöpft. Wie denn auch sonst?

Ich habe schlüssig begründet, warum Geld fehlt und wie das neue Geld "erfolgswirksam" werden kann. Die Feststellung, dass Geldschöpfung immer eine Bilanzverlängerung ist, ist richtig, aber für den Erfolg der von mir beschriebenen Maßnahme unerheblich. Die Verbindlichkeiten bestehen dann bei der Zentralbank und die Guthaben in der Wirtschaft (wie bei sämtlichem von Zentralbanken herausgegebenen Geld). Wo genau ist jetzt das Problem? Welche Alternative haben Sie?

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