Forum: Wirtschaft
Untersuchung: Kartellamt kritisiert Tricks von Vergleichsportalen
DPA

Das Bundeskartellamt hat 36 Vergleichsportale im Internet untersucht - nicht alle arbeiten demnach neutral und transparent.

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ichliebeeuchdochalle 12.04.2019, 09:25
40.

Zitat von hal5000
1. Is ja irre. Da stellen die Vergleichsportale ihre Dienstleistungen doch tatsächlich nicht aus reinem Altruismus zur Verfügung, sondern versuchen, wirtschaftlich erfolgreich zu sein. 2. Erfolgt dies dann zumindest erwiesenermaßen transparent und objektiv (siehe Bericht Kartellamt), 3. ist das auch wieder einigen nicht recht und es wird mit fundiertem Halbwissen über darüber schwadroniert, ob und inwieweit aus Sicht des Halbwissenden gegen Kennzeichnungspflichten als angebliche Makler verstoßen wird. 4. Andere regen sich, wenn schon sonst nichts zu kritisieren ist, darüber auf, dass die sogenannten "Position-0-Angebote", deutlich als solche ausgewiesen und zu erkennen, überhaup existieren.
Ihnen ist in den letzten Jahren entgangen, daß Portale verklagt worden sind? Daß nach erfolgreichen Klagen "bessere", nicht verschleiernde Informationen gemacht werden mußten?

Die Richter haben auf der Grundlage von Halbwissen geurteilt?

Mußten nicht erst Gerichte die Anbieter dazu zwingen?

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ichliebeeuchdochalle 12.04.2019, 09:39
41.

Zitat von tatsache2011
Klar, ich mache bezahlte Werbung für zwei Konkurrenten ;-)) Hier das von Flari genannte alte Beispiel: ...
Ich fasse zusammen: Verbraucherzentralen und Wettbewerbszentralen haben einige Portale abgemahnt bzw. vor Gericht geholt. Holen müssen, weil die Verschleierung, daß es Verkäufer sind, allzu groß erschien. Das jetzige Auftreten mußte also teilweise vor Gericht erstritten werden.
Mir ist die Verkäuferinfo noch zu versteckt. Ich schlage vor, daß oben auf den Verkäuferseiten für Versicherungen steht ... "Vergleichsportal - Ihr VersicherungsMAKLER". Unten kann man dann schreiben: "Wir sind Versucherungsmakler und erhalten für jede Vermittlung eines neuen Vertrages eine Provision."

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yvowald@freenet.de 12.04.2019, 09:52
42. Verzicht auf Vertreterprovisionen

Zitat von vitalik
Klar, DA-Direkt, DEVK, SparkassenVersicherungen, Allianz und dutzenden Andere, alles unseriöse Versicherer. Stattdessen blättert man in einer 1 Jahr alten Zeitschrift, die jeweils 2 Tarife einer Handvoll Versicherer vergleicht. Die dutzende andere Tarife und Versicherer, die jeder Versicherer mit anbietet, fallen dabei einfach runter. Vielleicht liegt es bei der HUK auch daran, dass die Preise bei vergleichbaren Leistungen zu hoch sind und sowieso niemand diese Versicherung wählt.
Glatte Fehleinschätzung. Die HUK-COBURG ist nachweislich die Kfz-Versicherung mit den meisten versicherten Fahrzeugen. Und dies ohne Rahmenverträge mit den Auto-Herstellern, deren Leasingverträge an bestimmte Versicherungsunternehmen gekoppelt sind. Die HUK-COBURG profitiert von der Mundpropaganda, weil sie nachweislich eine der in allen Sparten günstigsten Versicherungsmöglichkeiten bietet. Sie verzichtet auf Provisionsvertreter und verfügt über tausende von Vertrauensleuten (Vertrauensfrauen und Vertrauensmänner). Wenn das kein Service ist?

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ichliebeeuchdochalle 12.04.2019, 10:19
43.

Zitat von yvowald@freenet.de
Die HUK-COBURG profitiert von der Mundpropaganda, weil sie nachweislich eine der in allen Sparten günstigsten Versicherungsmöglichkeiten bietet. Sie verzichtet auf Provisionsvertreter und verfügt über tausende von Vertrauensleuten (Vertrauensfrauen und Vertrauensmänner). Wenn das kein Service ist?
Ja, auch da komplette Ehrlichkeit: Beratung während der Arbeitszeit, die vom Staat, also den Steuerzahlern, bezahlt wird. Nicht immer. Offiziell ist das ja nicht erlaubt, aber wer Familienangehörige oder Freunde als Mitarbeiter von Behörden hat, weiß wie das abläuft.

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rofldub 12.04.2019, 10:19
44.

Zitat von yvowald@freenet.de
Die HUK-COBURG profitiert von der Mundpropaganda
Ach, ich dachte schon die machen Werbung im TV mit Frau Möller o. Ä. Dann gehört diese nervige Werbung wohl einer ähnlich lautenden Firma.

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vitalik 12.04.2019, 10:38
45.

Zitat von yvowald@freenet.de
Glatte Fehleinschätzung. Die HUK-COBURG ist nachweislich die Kfz-Versicherung mit den meisten versicherten Fahrzeugen. Und dies ohne Rahmenverträge mit den Auto-Herstellern, deren Leasingverträge an bestimmte Versicherungsunternehmen gekoppelt sind. Die HUK-COBURG profitiert von der Mundpropaganda, weil sie nachweislich eine der in allen Sparten günstigsten Versicherungsmöglichkeiten bietet. Sie verzichtet auf Provisionsvertreter und verfügt über tausende von Vertrauensleuten (Vertrauensfrauen und Vertrauensmänner). Wenn das kein Service ist?
Ok, dann müssen wohl alle zu HUK gehen und die restlichen Versicherungen haben keine Daseinsberechtigung.
Wobei, wenn ich mir die Zahlen ansehe (habe nur Zahlen von 2017 gefunden), dann hat die HUK nur geringfügig mehr Versicherten als die Allianz. Wenn man sich dabei noch den Marktanteil ansieht, dann lag diese bei ca 12%. Ich weiß ja nicht, ob man bei einem so fragmentierten Markt (wo der Primus 12% hat), etwas auf den Status des Primus geben sollte.
Aber, wie immer bleibt es Ihre Entscheidung, wo Sie Ihre KFZ Versicherung abschließen. Für mich haben sich die jährlichen Versicherungswechsel gelohnt, da man als Neukunde Rabatte bekommt, die man als Bestandskunde (wenn überhaupt) durch hartnäckige Verhandlungen und ewige Diskussionen erhält.

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tatsache2011 12.04.2019, 11:21
46. Lächerlich

Zitat von Flari
@ tatsache2011, bitte machen Sie sich doch nicht lächerlich. Jeder User kann sich ihre 11.000 Kommentare ansehen und mit etwas Mühe auch sehen, WO Sie was geschrieben haben. Verivox hat doch lange VOR Ihnen schon darauf "hingewiesen", wie fair man dort alles einstellen kann, JEDER kritisierte Werber/Influencer hat die neuen Argumente übernommen. Es waren bisher wohl eindeutig mehr als 1000 Links, die SIE zu direkten Vergleichen gesetzt haben, überwiegend in Bezug zum Grundpreis in Duisburg, der einen der höchsten Einsparpotentale für Wechler anbietet, bei denen sich die die Anbieter die solventen Kunden frei aussuchen können. Und wer hat da in IHREN Vergleichen meist ganz oben geglänzt? War es nicht zigfach die inzwischen insolvente BEV, vor denen ich hier schon gerade ggü. Ihnen lange vor den ersten Medienmeldungen gewarnt hatte?
Sie meinen, die Bürger sollen günstige Strom- und Gasanbieter nicht auf den Portalen herausfinden, sondern weiter hohe Preise bezahlen (?).
Außerdem steht die Voreinstellung bei den Portalen auf Boni und automatische Vertragsverlängerung.
Ich werde weiterhin auf diese Falle hinweisen und Einstellung "Stiftung Warentest" empfehlen.

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hal5000 12.04.2019, 17:00
47.

Zitat von Flari
... Nur ist es auch so, dass der dümmste Kunde dabei i.d.R. am höchsten abgezockt werden KANN, was den Provisionziehern aber herzlich wenig (oder besonders?) interessiert und bei Verlust/Abzocke den "Kunden" ggf. völlig.im Regen stehen lässt. Wollen SIE, dass da die Politik/Behörden alles beim alten lassen? ...
Was möchten Sie?
Dass jeder ignorante Dummkopf, unfähig oder unwillig, sich selber zu informieren oder zumindest gewichtige Entscheidungen in kompetente Hände zu geben, um jeden Preis vor sich selbst geschützt werden muss?
So wie es "koelnrio" in Beitrag Nr. 36 wünscht?
Nein, wer abgezockt wird, ohne das dies betrügerisch geschieht, sondern lediglich deshalb, weil die Gier wie so oft das Hirn frisst, verdient nicht den Vollkaskoschutz durch den Gesetzgeber oder die Exekutive, um von jeder Eigenverantwortung und jedem eigenen Aufwand freigestellt zu werden.

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yvowald@freenet.de 12.04.2019, 17:27
48. Griff in die Mottenkiste früherer Jahrzehnte

Zitat von ichliebeeuchdochalle
Ja, auch da komplette Ehrlichkeit: Beratung während der Arbeitszeit, die vom Staat, also den Steuerzahlern, bezahlt wird. Nicht immer. Offiziell ist das ja nicht erlaubt, aber wer Familienangehörige oder Freunde als Mitarbeiter von Behörden hat, weiß wie das abläuft.
Wer diese Argumente auftischt, hat die Mottenkiste früherer Jahrzehnte bemüht.
Der Vertrieb (und auch die Beratung) von Versicherungs- bzw. Bausparkundinnen und -kunden in Behörden und Dienststellen des öffentlichen Dienstes ist seit Jahrzehnten strikt untersagt. Die HUK-COBURG verfügt über ein dichtes Netz an Vertrauensleuten, die ihre Beratungstätigkeit am Abend und an Wochenenden ausüben. Die Wettbewerber lauer geradezu darauf, hier Verfehlungen etwa bei diesen Vertrauensleuten zu finden und den Dienstvorgesetzten zur Kenntnis zu bringen. Wer also wirklichen Wert auf priesgünstige und leistungsstarke Versicherungsverträge legt, weiß inzwischen längst, wo er in dieser Hinsicht fündig wird.

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Flari 13.04.2019, 08:39
49.

Zitat von hal5000
Was möchten Sie? Dass jeder ignorante Dummkopf, unfähig oder unwillig, sich selber zu informieren oder zumindest gewichtige Entscheidungen in kompetente Hände zu geben, um jeden Preis vor sich selbst geschützt werden muss? So wie es "koelnrio" in Beitrag Nr. 36 wünscht? Nein, wer abgezockt wird, ohne das dies betrügerisch geschieht, sondern lediglich deshalb, weil die Gier wie so oft das Hirn frisst, verdient nicht den Vollkaskoschutz durch den Gesetzgeber oder die Exekutive, um von jeder Eigenverantwortung und jedem eigenen Aufwand freigestellt zu werden.
@ hal5000, Sie scheinen mich nicht zu verstehen (zu wollen?)?

Ich selber wechsel seit über 15 Jahren diverse Energielieferverträge jährlich und kenne VOR dem Wechsel grundsätzlich, was die kWh bei mit (bei Verbrauch xy) auf den 10tel Cent genau an FIXEN Kosten beinhalten MUSS.
Aus dem offerierten Endpreis weiss ich dann ebenso genau, was der Anbieter dann noch für die Strombeschaffung, Organisation, etc. zzgl. DARAUF entfallende MwSt zur Verfügung hat, oder auch nicht.
I.d.R. schliesse ich so ab, dass der Anbieter für diesen Posten nicht nur NICHTS übrig hat, sondern mir netterweise auch noch einen Teil der Fremdkosten bezahlt, also richtig Miese macht, dazu kommen noch die Vermittlungskosten für das Vergleichsportal.
Jedenfalls DANN, WENN er es nicht schafft, mich irgendwie hintenrum über den Leisten zu ziehen.
Und DAS macht/versucht dann fast jeder, ggf. auch gleich mehrmals in der 12monatigen Laufzeit, kann dann aber zusätzlich meine Auslagen, RA- und Gerichtskosten löhnen..
Der Betrug/Betrugsversuch ist OFT also von Anfang an fester Bestandteil des Angebots.

Und DAS wissen die Vergleichsportale natürlich auch, die sind ja auch nicht blöd.
Frage ist immer wieder neu, wie so ein WISSEN moralisch und juristisch zu bewerten ist, insb. wenn sich die aggressive Werbung an die "dümmsten mit gierfressendem Hirn" wendet und denen suggeriert, wie einfach und sicher das alles sei.

Es ist in meinen Augen eine besonders wichtige Aufgabe der Gemeinschaft, Staat und Gesetzgeber, gerade seine schwächsten Mitglieder zu unterstützen und zu schützen, hier vor neuen Entwicklungen.
Ob man da den gierigen Unterbemittelten mag oder nicht, spielt keine Rolle.

WIE man da neue gesetzliche Regeln entwickelt, mag ich nicht diskutieren.
Aber man betrachte z.B. nur einmal den Einlagensicherungsfond und Insolvenzversicherungspflicht der Banken, Sparkassen, Versicherungen, Pauschalreisenveranstalter, Notare, etc., was jeder entsprechender Anbieter leisten muss und im Endeffekt natürlich vom jeweiligen Endverbraucher zu bezahlen ist, überwiegend von denen, die sich VORHER schlau machen, überlegt handeln und dadurch selber gar nichts davon haben..

ICH möchte auch nicht jeden Geizhals für seine Dummheit mitfinanzieren oder eine Nanny zur Seite stellen.
Aber darum geht es mir auch nicht, sondern HIER um die erhöhte Einbeziehung von Vermittlern in die Verantwortung für die Vermittlung/Versprechen ihrer tollen Angebote.

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