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Untreue-Ermittlungen bei VW: Deutschlands mächtigster Arbeiterführer in Bedrängnis
DPA

Bernd Osterloh ist Betriebsratschef bei VW - und so mächtig wie kaum ein anderer Arbeitnehmervertreter. Doch nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen seiner hohen Vergütungen. Ein Thema, das gefährlich werden könnte.

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kurosawa 12.05.2017, 21:59
70. mein lieber Himmel...

...was für ein Laden. Abgasskandal, Nutten, Betrug.

Was macht denn eigentlich Peter Hartz? Hab gelesen der hat wieder ein paar Ideen ausgearbeitet wie man den Arbeitsmarkt weiter 'reformieren' kann.

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general_0815 12.05.2017, 22:03
71. laut Betriebsverfassungsgesetz sollen Arbeitnehmervertreter eine Bezahlung gemäß ihrer Aufstiegschancen erhalten.

Manche Betriebsräte kommen aus der Fertigung (Band) haben Hauptschule, evtl. eine Berufsausbildung und das war es. Ohne Weiterbildung, Studium o.ä. sind die Aufstiegschancen gleich null.
Gehälter bei VW liegen bei ca. 6.000,-€ brutto, plus Dienstwagen und Zulagen für Ausschußarbeit, davon träumt der "Normalo" in Schicht am Band.

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kumi-ori 12.05.2017, 22:13
72.

wie schon im Artikel angesprochen, ist das bei VW nichts ungewöhnliches. Der berühmte VW-Manager Peter Hartz (genau, der Erfinder von Hartz iV) beliebte seinerzeit sich zusammen mit dem Betriebsrat im Puff zu entspannen, und ihm ein kleines (wenn auch nicht GANZ kleines) Taschengeld zuzustecken, bevor man sich über Personalfragen einigte.

Was soll's? Jeder muss schließlich sehen, wo er bleibt, und so ein Betriebsrat ist ja auch unkündbar.

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Bertha H. 12.05.2017, 22:24
73. Tun Sie doch nicht so, als ob diese Korruption der Gewerkschaftsfunktionäre was Neues wäre.

Korruption ist in der sog. Mitbestimmung angelegt und deshalb wurde die Mitbestimmung so reibungslos eingeführt. Die Arbeitgeber wussten genau, dass sie nun die Gewerkschafter in der Tasche haben.

Wer 70.000 Euro im Jahr als Aufsichtsratsvergütung extra bekommt und noch einen weiteren schönen Job im "Management" wird alles tun, diese Einkünfte zu behalten und seine ehemaligen Kollegen anzuscheissen. Weil er nun dafür bezahlt wird.

War immer so, war immer so. Ich bin schon vor 30 Jahren aus der Gewerkschaft ausgetreten, als es deren Ehrgeiz wurde, noch mehr Lohndrücker ins Land zu holen und die gesamte Gewerkschaftsorganisation mit "Mach meinen Kumpel nicht an" die Politik der Arbeitgeber umsetzte. Das war dann doch zu offenkundig.

Ergebnis: seit 1980 (Mitbestimmung begann 1976) sind die Löhne in der Kaufkraft nicht mehr gestiegen, sondern gesunken.

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tundmsiebert 12.05.2017, 22:26
74.

So jemand ist (und kann) kein Arbeitnehmerverteter sein.

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frysoto 12.05.2017, 22:27
75. Aber hallo!!!

Zitat von Freidenker10
Die Gewerkschaften klüngeln doch schon seit jahren mit den Bossen ind der Politik. Da zählt wie überall das sich jeder selbst der nächste ist. Auch ein Bsirske von Verdi kommt locker auf über 150.000 / Jahr ohne die geringste Gegenleistung für seine Mitglieder (ich kann ein Lied davon singen! ).
B.v.D. kommt locker auf einen vielfachen Betrag davon. Die Gewerkschaftsführer klüngeln nicht nur mit der Politik, sondern auch mit den Unternehmensbossen. Sie sitzen dort ja in den Aufsichtsräten. Bei den DAX-Unternehmen fließen da Millionenbeträge als Tantiemen.

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kunibertus 12.05.2017, 22:28
76. Bei einer solchen Praxis,

die in anderen Unternehmen sicherlich nicht wesentlich anders sein dürftge, sollte endlich auch einmal die Frage gestellt werden, ob zum jetzigen Zeitpunkt der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung Gewerkschaften und Betriebsräte nicht vollständig abgeschafft werden können. Immerhin kann so ein Betriebsrat, wenn es ihm gerade so gefällt, den Betriebsfrieden erheblich stören und das Betriebsergebnis in Größenordnungen schmälern. Er behauptet einfach, dass etwas nicht nach seinem Gusto läuft und reicht Klage ein. Sie kostet ihn ja nichts, das muss ja alles der AG zahlen. Er kann dann bei einem gutwilligen Richter zwar den Prozess gewinnen, aber das Unternehmen ist pleite. So nach dem Motto: Operation geglückt, Patient tot. Leider habe ich so etwas auch schon einmal erleben müssen. Der Betriebsrat hatte allerdings hinterher keinen leichten Stand bei der arbeitslos gewordenen Belegschaft. Dabei habe ich den Unternehmer vorher gewarnt, einen Betriebsrat wählen zu lassen. Er ist dazu schließlich rechtlich nicht verpflichtet. Die deutschen Unternehmen stehen im Wettbewerb mit internationalen Unternehmen und müssen sich darauf konzentrieren. Da können sie sich nicht auch noch mit irgendwelchen profilierungssüchtigen und karrieregeilen Gewerkschaftsfunktionären beschäftigen.

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Rino 12.05.2017, 22:43
77. Eigene Tasche

Es sollte doch jedem ehrlichen Arbeitnehmer klar sein. Fast alle Betriebsräte, egal in welcher Firma denken nur an Ihre eigene Tasche. Werden vom Arbeitgeber mit Gehaltserhöhungen für sich dazu angehalten. den anderen Mitarbeitern etwas vor zuspielen. Da brauchen sie nur einem richtig Geld zu zahlen. Das fängt schon ganz unten an.

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Dr. Murks 12.05.2017, 22:44
78. Dafür nickt der dann

Zitat von nolabel
Ein Mensch, der Arbeitnehmerinteressen vertreten soll, wird vom Arbeitgeber mit Hunderttausenden im Jahr gestopft. Das ist schlicht und ergreifend Bestechung.
bestimmt auch die Auslagerung von Aufgaben an nicht tarifgebundene Subuntermehmer ab.
In der IT Branche werden zwar (angeblich) händeringengend Fachkräfte gesucht (aber nicht zu alte), aber in den Genuss der Haustarife lassen sie die wenigsten Firmen kommen.

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omop 12.05.2017, 22:44
79. Na wem soll das ganze denn nutzen?

Möchte man die starke Arbeitnehmervertreter bei VW diskreditieren, sieht ganz so aus. VW hat schon immer verhältnismäßig gut bezahlt, warum also nicht auch Osterloh. Für mich ein Sturm im Wasserglas..

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