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Unverpackte Lebensmittel: "Den Konsum entschleunigen"
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In Kiel eröffnete vor einem Jahr das bundesweit erste Geschäft für unverpackte Lebensmittel. Die Kunden sind zögerlich aber neugierig, sagt Gründerin Marie Delaperrière.

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gustavsche 04.04.2015, 14:58
20.

Zitat von kumiori
Nur muss dann jemand die deutlich höheren Preise auch bezahlen (können) ... und da seh ich schwarz. Tante Emma ist gestorben, weil Großeinkäufe beim Discounter gemacht werden und man zu ihr nur noch ging, wenn man mal die Butter vergessen hat. Eine Abkehr von Billignahrungsmitteln (Discounter) dürfte in einem Billiglohnland aber eher eine schöne Utopie sein.
Was ist schlimm an günstigen Nahrungsmitteln?

Tante Emma ist deshalb gestorben, weil die Gewerkschaften es so forcierten mit ihren Ladenöffnungszeiten. Plötzlich musste Tante Emma mit Supermärkten und Discountern in der Hauptgeschäftszeit konkurrieren. Hätte Tante Emma nach 20 Uhr noch etwas verkauft, hätte sie verklagt werden können, dabei wäre dies die einzige Chance, wenigstens ein paar Kunden den günstigeren Discountern und Supermärkten abzujagen.

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Zenzi 04.04.2015, 15:02
21. Gut & Wichtig

Manche Kommentare hier wirken wie von Lobbyisten gekauft!
... zumal diese negativ Kommentatoren das Prinzip nicht verstanden haben.

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steve_burnside 04.04.2015, 15:08
22. Durchsichtig

Sie kennt kein durchsichtiges Material ? Wie wärs mit Glas ?

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gustavsche 04.04.2015, 15:08
23.

Zitat von shooop
Ich bin seit etwa ein, zwei Jahren auf Bio umgestiegen. Neben der Qualität der Lebensmittel mag ich dort insbesondere, dass die Lebensmittel wesentlich weniger verpackt sind. Für Obst Gemüse gibt es Altpapierbeutel, Milchprodukte in Glas, einen Stoffbeutel hab ich eh immer dabei. Das macht sehr viel aus. Ich habe meinen Müll wesentlich reduzieren können. Im Supermarkt dagegen ist jede Birne einzeln verpackt und da fällt UNMENGEN an Müll an. Ich hasse das! Der ganze Müll ist für mich ein Grund dort nur noch wenige Dinge einzukaufen. Wenn man dauerhaft im Supermarkt einkauft, fällt das den Leuten gar nicht auf, wieviel Plastemüll sie völlig sinnlos konsumieren.
"Biogurken" und "Biobananen" sind meistens extra verpackt. Glas ist schlecht für Verpackungen, weil Glas schwer ist. Ein Tetrapak hat eine unschlagbar gute Umweltbilanz und ist auch noch ökonomisch.

Birnen darf man ruhig besser verpacken, weil Birnen schnell Druckstellen bekommen.

Übrigens ist "Bio" für mich kein Gütesiegel, sondern ein Stigma und ich fahre auch nicht mit Auto irgendwelche Biomärkte an, sondern bevorzuge das, was ich zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut erreiche.

Die "letzte Meile" wird von den Ökojüngern total unterschätzt. Man wetter gegen Obst aus Neuseeland, rechnet einem vor, wie viel CO2 das Schiff auf den Weg nach Rotterdam emittiert hat, vergisst aber leicht, dass man Millionen von Äpfeln transportiert und nicht nur Äpfel. Das Schiff wäre so oder so unterwegs.

"Saisonal" und "regional" sind also auch schwachsinne Etiketten, um etwas als ökologisch zu verkaufen. Wer nicht logisch denken und auch nicht rechnen kann, fällt darauf herein und zahlt locker 40 % drauf.

Und ja, auch ich bevorzuge eine bestimmte Apfelsorte aus meinem großelterlichen Garten. Aber nicht, weil es mir eine Ökoreligion gebietet, sondern weil diese Apfelsorte erstklassig schmeckt und leider nirgends zu kaufen gibt.

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twistie-at 04.04.2015, 15:20
24. das erste Geschäft?

war nicht Berlin Vorreiter?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/unverpackt-in-berlin-verkauft-ein-laden-waren-ohne-verpackung-a-991768.html

davon abgesehen halten sich nur wenige dieser Läden auf Dauer, aus diversen Gründen.

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twistie-at 04.04.2015, 15:23
25.

Zitat von Zenzi
Manche Kommentare hier wirken wie von Lobbyisten gekauft! ... zumal diese negativ Kommentatoren das Prinzip nicht verstanden haben.
hm, dann erkläre es doch noch einmal oder sag, lche Kommentare gemeint sind und weshalb du sie kritisierst. Ich finde das (nicht nur bei dir) komisch: es wird einfach eine Behauptung in den Raum geworfen und gut. Begründung, Argumente, Beispiel? Nö. Wie soll da eine Diskussion entstehen?

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twistie-at 04.04.2015, 15:39
26.

Zitat von Gaussen
Da holten sogar noch die Kinder mit einer Milchkanne Frischmilch vom Bauern. Und die Eier auf dem Markt wurden in Zeitungspapier eingerollt. Eine der nützlichsten Verwendungen von Zeitungspapier...
Tja, da war es auch noch möglich, mit einem Gehalt zwei Kinder zu ernähren und dergleichen mehr.

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loeweneule 04.04.2015, 15:41
27.

Zitat von Zenzi
Manche Kommentare hier wirken wie von Lobbyisten gekauft! ... zumal diese negativ Kommentatoren das Prinzip nicht verstanden haben.
Stets dann, wenn einem etwas nicht passt, ist derjenige, der eine andre Meinung als man selbst äußert, gekauft, bezahlt, ein Lobbyist. Vielleicht sollten Leute wie Sie sich mal etwas anderes einfallen lassen, oder sind Sie zum Argumentieren unfähig?

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Spiegelleserin57 04.04.2015, 15:52
28. Handschuhe bereit stellen,

Zitat von hermannheester
Mir erscheint dieser Enthusiasmus eher verfrüht und unangebracht, denn unverpackte Lebensmittel sind oft genug weniger haltbar und leichter angreifbar. Das trifft besonders dann zu, wenn Kunden sich an der Theke "selbst bedienen" und ohne Schutzhandschuhe und ringbewehrt in die Wurst greifen, die dann der Nebenmann gefälligst essen soll. SO wird wenigstens der Proband satt.
bei uns gibt es schon ein Geschäft wo Einmalhandschuhe bereit liegen, also kein Problem. Man kann sich die Ware anschauen ob sie in Ordnung ist und auch nach Bedarf kaufen. Wurst und Fleisch werden anders verkauft wie im Artikel genannt. Ich mag es gar nicht wenn die Discounter Mengen verpacken die man nicht braucht und somit einen höheren Preis bezahlt. Außerdem können sich auch faule Lebensmittel gut in der Verpackung verstecken lassen.
Außerdem ist die verpackungsarme Art auch umweltschonend und der Hausmüll wird deutlich reduziert. Auch werden nicht Mengen durch große Verpackungen vorgetäuscht die nach dem Auspacken wesentlich geringer ausfallen.
Hoffentlich macht dieses Beispiel Schule!

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Spiegelleserin57 04.04.2015, 15:55
29. nachrechnen!

Zitat von kumiori
Nur muss dann jemand die deutlich höheren Preise auch bezahlen (können) ... und da seh ich schwarz. Tante Emma ist gestorben, weil Großeinkäufe beim Discounter gemacht werden und man zu ihr nur noch ging, wenn man mal die Butter vergessen hat. Eine Abkehr von Billignahrungsmitteln (Discounter) dürfte in einem Billiglohnland aber eher eine schöne Utopie sein.
wenn ich 6 Tomaten fertig abgepackt kaufe von denen bereits 3 an der Unterseite angefault sind zahle ich unter dem Strich wesentlich mehr. Ich kann an loser Ware auch erkennen wie frisch sie ist und ob sie wirklich reif ist.
Also den kleinen Aufpreis zahle ich gerne für gute Lebensmittel.

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