Forum: Wirtschaft
Unverpackte Lebensmittel: "Den Konsum entschleunigen"
imago

In Kiel eröffnete vor einem Jahr das bundesweit erste Geschäft für unverpackte Lebensmittel. Die Kunden sind zögerlich aber neugierig, sagt Gründerin Marie Delaperrière.

Seite 5 von 10
twistie-at 04.04.2015, 17:32
40.

Zitat von rosenvater
Ich findes das ein wenig ekelig. Mir ist es lieber, die Sachen werden in Betrieben verpackt, in denen Hygienevorschriften greifen. Da müssen nicht tausend dreckige Hände dran rumgefummelt haben.
Ich kaufe gerne auf Märkten das Gemüse ein. Dort wird natürlich vieles angefasst, klar. Deshalb ist zuhause die Gemüsedusche Standard, wobei ich das Abduschen erst vornehme, wenn ich das Gemüse verarbeite. Das ist aber sowieso Normalzustand, bei uns auch deshalb weil wir Tiere haben. Desinfizieren der Hände ist da ebenso Standard (politisch unkorrekt mit selbstgebranntem Billigschnaps aus der Slowakei) bevor nur ein lebensmittel angefasst wird. Aber ich mag es, dass ich selbst aussuchen kann, etwas anfassen kann. Eingepackte Avocado z.B. kann man oft nicht ansehen, dass sie schon auf der einen Seite zu weich sind usw.

Ich mag aber auch andererseits den Vorteil, dass ich auf die Schnelle etwas in abgepackten Standardmengen einkaufen kann. Best of both worlds sozusagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
a.totok 04.04.2015, 17:37
41.

ware auspacken und dann als unverpackt weiterverkaufen. dann verpacken die kunden das ganze wieder und packen sie nochmals aus.

na dann doch lieber wie beim gemüsemarkt um die ecke

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gwyar 04.04.2015, 17:55
42. @gustavsche,#20 Tante Emma

Sie schreiben " Tante Emma ist deshalb gestorben, weil die Gewerkschaften es so forcierten mit ihren Ladenöffnungszeiten. Plötzlich musste Tante Emma mit Supermärkten und Discountern in der Hauptgeschäftszeit konkurrieren. Hätte Tante Emma nach 20 Uhr noch etwas verkauft, hätte sie verklagt werden können, dabei wäre dies die einzige Chance, wenigstens ein paar Kunden den günstigeren Discountern und Supermärkten abzujagen." Ich denke mich ganz gut zu erinnern, wie damals die Ladenöffnungszeiten gelockert wurden; Menschenmassen strömten Donnerstagabend in die Kaufhäuser! Ich erinnere mich aber nicht an eine nennenswerte Anzahl von Tante-Emma-Läden.... An Kartoffel-Krohn (?) erinnere ich mich auch noch. Aber interessanterweise erleben derzeit gerade die kleinen Läden ein Revival, auch zu höheren Preisen und gerade außerhalb der "normalen" Öffnungszeiten - "Spätkauf" genannt. Ist vielleicht alles eher Zeitgeist, als Konzernlobby? Es ist selbstverständlich wenn Menschen zur Herstellung jeglicher Artikel des täglichen Lebens rund um die Uhr arbeiten; niemand regt sich auf - da fordere ich geradezu, dass es mir auch möglich ist, rund um die Uhr (nach meinen Arbeitszeiten) diese Artikel zu konsumieren. Wenn man sich den Andrang an den wenigen, dauerhaft z. B. sonntags geöffneten Supermärkten in Berlin anschaut, mit Warteschlangen am Einlass, dann besteht offensichtlich ein großer Markt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
competa1 04.04.2015, 18:04
43. Falsch!

Zitat von gustavsche
Was ist schlimm an günstigen Nahrungsmitteln? Tante Emma ist deshalb gestorben, weil die Gewerkschaften es so forcierten mit ihren Ladenöffnungszeiten. Plötzlich musste Tante Emma mit Supermärkten und Discountern in der Hauptgeschäftszeit konkurrieren. Hätte Tante Emma nach 20 Uhr noch etwas verkauft, hätte sie verklagt werden können, dabei wäre dies die einzige Chance, wenigstens ein paar Kunden den günstigeren Discountern und Supermärkten abzujagen.
..Tante Emma ist daran gescheitert,weil Sie bei Ihrem Grosshändler nicht 10 Tonnen Tomaten zu Dumpingpreisen ordern konnte,so wie es die Macht der Discounter zulässt.Gewerkschaften hatten damit überhaupt nichts zu tun!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dreandas 04.04.2015, 18:16
44. Tetrapak's Ökobilanz

Zitat von gustavsche
"Biogurken" und "Biobananen" sind meistens extra verpackt. Glas ist schlecht für Verpackungen, weil Glas schwer ist. Ein Tetrapak hat eine unschlagbar gute Umweltbilanz und ist auch noch ökonomisch. Birnen darf man ruhig besser verpacken, weil Birnen schnell Druckstellen bekommen. Übrigens ist "Bio" für mich kein Gütesiegel, sondern ein Stigma und ich fahre auch nicht mit Auto irgendwelche Biomärkte an, sondern bevorzuge das, was ich zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut erreiche. Die "letzte Meile" wird von den Ökojüngern total unterschätzt. Man wetter gegen Obst aus Neuseeland, rechnet einem vor, wie viel CO2 das Schiff auf den Weg nach Rotterdam emittiert hat, vergisst aber leicht, dass man Millionen von Äpfeln transportiert und nicht nur Äpfel. Das Schiff wäre so oder so unterwegs. "Saisonal" und "regional" sind also auch schwachsinne Etiketten, um etwas als ökologisch zu verkaufen. Wer nicht logisch denken und auch nicht rechnen kann, fällt darauf herein und zahlt locker 40 % drauf. Und ja, auch ich bevorzuge eine bestimmte Apfelsorte aus meinem großelterlichen Garten. Aber nicht, weil es mir eine Ökoreligion gebietet, sondern weil diese Apfelsorte erstklassig schmeckt und leider nirgends zu kaufen gibt.
... beruht doch größtenteils auf geschicktem Marketing bzw. auf direkter Propaganda. Allein die aufwändigen Kampagnen sind Grund genug für Skepsis.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alter Freiheitler 04.04.2015, 18:17
45. Wenn das Schule macht...

koennen ja die Hundertausende von Beschaeftigten in der Farben-, Chemie-, Druck-, Papier-, Transport-, Design und Werbebranche, die dann arbeitslos werden, einen solchen Laden aufmachen. Supi future!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
twistie-at 04.04.2015, 18:18
46.

Zitat von gustavsche
Was ist schlimm an günstigen Nahrungsmitteln? Tante Emma ist deshalb gestorben, weil die Gewerkschaften es so forcierten mit ihren Ladenöffnungszeiten. Plötzlich musste Tante Emma mit Supermärkten und Discountern in der Hauptgeschäftszeit konkurrieren. Hätte Tante Emma nach 20 Uhr noch etwas verkauft, hätte sie verklagt werden können, dabei wäre dies die einzige Chance, wenigstens ein paar Kunden den günstigeren Discountern und Supermärkten abzujagen.
Hm, so weit ich mich erinnere, konnte "Tante Emma" nicht mithalten als die großen Supermärkte kamen. Die Kunden liefen dorthin, wo es die größere Auswahl gab und auch z.T. günstigere Preise, da musste Emma und Co. dann schauen, wo sie blieb, denn die oft auch durch die Gemeinden günstigen Pachtpreise bzw. Kaufpreise für die Läden konnte Emma mit ihrer Pacht nur kontern, wenn sie die Preise stabil hielt und nicht vieles auf Vorrat orderte. Das große Unternehmen konnte es sich leisten, dass im Lager die hundert Marmeladendosen lagen, Tante Emma weniger, die hatte weniger Geld in der Hinterhand um solche Probleme abzudecken. Auch waren die Supermärkte großräumiger zum Einkaufen , was vielen, die die kleinen Läden über hatten, attraktiv erschien.

Der "Tante Emma"-Laden erfährt aber gerade in den letzten Jahren seine Auferstehung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aila123 04.04.2015, 18:20
47.

die Massen an verbrauchten Einweg-Latex-Handschuhen machen das an den Verpackungen gesparte Plastik wieder wett

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mijaps 04.04.2015, 18:22
48. Nicht wundern...

Die Krankenhäuser sind voll mit NORO-Patienten, die Grippewelle will nicht enden - aber an den offenen Lebensmitteln wird überall und ständig mit den ungewaschenen Händen herumgefingert. Da dreht sich mir schon beim Lesen des Artikels der Magen um...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AlexZatelli 04.04.2015, 18:32
49. Wer so kauft und sich ernährt ...

... hat eine gute Chance, sich gesund zu ernähren. Und muss sich auch nicht an den Werbekosten beteiligen, dank denen uns Unmengen von Industrienahrung runtergedrückt werden soll.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 10