Forum: Wirtschaft
Urbanes Leben der Zukunft: "Die Stadt beobachtet mich aus Tausenden Augen"
DPA

Computertechnik durchdringt unseren Lebensraum: Werbetafeln messen die Gesichtszüge von Passanten, Turnschuhe erstellen Psychoprofile ihrer Träger. Wie werden wir künftig in den Städten leben? Werden wir auf Schritt und Tritt vermessen? Ein Interview mit IT-Visionär Adam Greenfield.

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Lux-smoker 24.04.2012, 11:48
10.

ich bin zu teuer. Das wäre doch toll, oder?

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Lux-smoker 24.04.2012, 11:48
11.

ich bin zu teuer. Das wäre doch toll, oder?

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PJanik 24.04.2012, 11:56
12.

Zitat von Vorzeichen
Evolution in dem Sektor sieht Herr Greenfield offensichtlich nur bei der HW, nicht aber bei Algorithmen. Warum soll es in einer Welt, in der überall Daten anfallen, nicht auch automatisierte Löschprozesse geben? Außerdem werden keine Taten erfasst, sondern rohe Daten. Taten lassen sich aus den Daten vielleicht rekonstruieren oder auch nur interpretieren, aber dazu wiederum benötigt man mindestens Analyse-, wenn nicht gleich Warehousing-SW.
Weil ein Automatismus nicht zwischen nuetzlichen und unnuetzen Daten unterscheiden kann gibt es das kaum ausser gerichtlich angeordnet und verordnet (Vorratsdatenspeicherung) und keiner hat das Recht auf die Daten die von meiner (Web)cam(corder) stammen, solange ich sie offen im oeffentlichen Raum (Strasse, oeffentlicher Platz, Landschaft, etc, Restaurant) benutze.

Oder kramst Du in den Schubladen deiner Nachbarn nach Fotos die sie entsorgen muessen?

Zitat von Vorzeichen
Ob eine Affäre auffliegt oder nicht, hat eher etwas mit dem Geschick des Ehebrechers zu tun als mit Technik. Künftig muss er vielleicht noch besser aufpassen, aber mehr auch nicht.
Der kann sich ja nicht hinbeamen. Und wenn Bewegungsprofile (Gesichtserkennung bei Google/Facebook was auch immer) anhand von Fotos und Videoaufnahmen gemacht werden koennen, oder von frei zugaengliche Webcams halt, gegen ein kleines Compute-Entgelt, dann wird es schwer das laenger zu verheimlichen.

Zitat von Vorzeichen
Hier wird's gänzlich esoterisch. Nach Greenfieldscher Deutung werden ja, s.o., auch Verbrechen schneller auffliegen. Da würde mich mal interessieren, ob sich da auch Wertesysteme wandeln. Wird es keine Verbrecher mehr geben oder werden wir ihnen gegenüber toleranter? Ich seh's schon kommen. Demnächst stehe ich an der Bushalte neben einem anderen Mann und eine zuckersüße Frauenstimme aus dem Werbeplakat für ein Einkaufszentrum erklärt uns, wo wir beste Dessous kaufen können. Wen von uns meint das Plakat? Habe ich vergessen, meine Cookies zu löschen? Was denkt der Typ neben mir jetzt? Wer verliert zuerst die Nerven?
Das Plakat wird nicht labern. Aber ggf. die Werbefinanzierte Musik-Flatrate.

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SpieFo 24.04.2012, 12:03
13. Die Zukunft hat der Film

Zitat von sysop
Computertechnik durchdringt unseren Lebensraum: Werbetafeln messen die Gesichtszüge von Passanten, Turnschuhe erstellen Psychoprofile ihrer Träger. Wie werden wir künftig in den Städten leben? Werden wir auf Schritt und Tritt vermessen? Ein Interview mit IT-Visionär Adam Greenfield.
"MATRIX" symbolhaft vorweggenommen.

Ich sehe in ihm einen Klassiker, der die Fortsetzung von "1984" ist.

Beängstigend finde ich die Aussicht, daß letztendlich nur noch individuelle "Sonderangebote" zu individuellen Preisen und eine "individuelle" (limitierte) Produktauswahl angeboten wird.
Der Einzelne wird dann kein vollständiges Angebot oder den billigsten Preis mehr erhalten.

Und möglicherweise wird man sich einen wirklichen "VIP-Status" auch erkaufen können, dessen Besitzer die wirklich günstigen Angebote erhält.

Das urbane Leben der Zukunft wird nicht den Bürgern dienen und nutzen.

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loeweneule 24.04.2012, 12:04
14.

Zitat von seine_unermesslichkeit
Warum gibt es bei all dieser Vernetzung und itelligenten Technik immer noch kein Telefon oder Handy, welches dem Anrufer vor beabsichtigter Anwahl mitteilt, dass er gerade stören würde, wenn er anruft? Kein höflicher Mensch kommt auf die Idee, in eine Konversation hineinzuplatzen, aber telefonisch ist das immer noch möglich!
Das mit der Höflichkeit betrifft aber auch den, der angerufen wird. Mitten im Gespräch, das Ding piept, und dann zum Gesprächspartner: "'tschuldigung, könnte wichtig sein", dreht sich um, geht ein paar Schritte weg, sabbelt ins Mikrofon und der andere steht blöd rum. Oder entfernt sich. Ich etwa.

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herr minister 24.04.2012, 12:10
15. i user

Zitat von seine_unermesslichkeit
Warum gibt es bei all dieser Vernetzung und itelligenten Technik immer noch kein Telefon oder Handy, welches dem Anrufer vor beabsichtigter Anwahl mitteilt, dass er gerade stören würde, wenn er anruft? Kein höflicher Mensch kommt auf die Idee, in eine Konversation hineinzuplatzen, aber telefonisch ist das immer noch möglich!
Gibt es doch, die Taste nennt sich "stumm" oder "ausschalten". Zu intelligenter Technologie bedarf es leider immer noch einen halbwegs intelligenten Benutzer.

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32spiegel32 24.04.2012, 12:17
16.

..das was hier geschildert wird, ist die Vorstufe zu einem neuen totalitärem System. Sie sollten alle dem Verein foebud beitreten und Ihren Gesetzes-Politikern zukünfitig kräftig auf die Füße treten, damit sich 1984 und die "schön-blöde" neue Welt möglichst weit nach hinten verschiebt.
Daher bleiben aktuell nur die Piraten wählbar (die parr braunen Dummies,werden schnell verschwunden sein, denn die sitzen in anderen etablierten Parteien).

Nur wer nachdenkt und das zudem visionär, erkennt die wahren Gefahren der Lobbyisten und meisten Politiker schon jetzt!

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moev 24.04.2012, 12:18
17.

Zitat von pförtner
Der Mensch wird frei geboren, trotzdem liegt über die Hälfte der Menschheit gefesselt in Ketten!
Naja, eigentlich wir der Mensch erst mal in eine absolute Abhängigkeit geboren. Aus sich gestellt wars das mit dem frisch geborenen Menschen in kürzester Zeit.

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pacificatore 24.04.2012, 12:29
18. Es wird nichts so heiß gegessen....

Zitat von sysop
Computertechnik durchdringt unseren Lebensraum: Werbetafeln messen die Gesichtszüge von Passanten, Turnschuhe erstellen Psychoprofile ihrer Träger. Wie werden wir künftig in den Städten leben? Werden wir auf Schritt und Tritt vermessen? Ein Interview mit IT-Visionär Adam Greenfield.
wie es gekocht wird. Geht man über Friedhöfe, spaziert man auf Waldwanderwegen oder ist man auf dem Weg zum Bahnhofsviertel, dann erlebt man die Spray- und Vandalismus-Attacken der Agressiven und Frustrierten. Dann wünsche ich mir den Überwachungsstaat, der via Avatar Ohrfeigen verteilen könnte, um diese Gruppe auf den Pfad der Tugend zu bringen. Das sind die Tagträume.

Eines muss man leider zu Kenntnis nehmen: Es gibt immer Attacken gegen die Bürgerschaft, daran werden auch verschiedene Überwachungssysteme nichts ändern können. London ist für die Erfolglosigkeit des Überwachungsstaates ein Beispiel.

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Bhur Yham 24.04.2012, 12:38
19. Noch

Zitat von PJanik
.. bis dato ist Informationsverarbeitung sehr DUMM und einfach gehalten ... Immerhin hat man schon Roboter gebaut die das Verhalten von Kakerlaken imitieren koennen mit recht wenig verwendeter menschgemachter Logik.
Bis dato. Aber nichts entwickelt sich so rasant weiter wie die Computer/IT-Branche. Was heute als völlig unmöglich gilt, kann morgen schon zum täglichen Leben gehören.
Einfach mal die beiden Bücher Daemon und Darknet von Daniel Suarez lesen. Ungemein spannend und noch etwas weit hergeholt. Aber eben nur aus heutiger Sicht...

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