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Urteil in Monsanto-Prozess: Bayer muss krebskrankem Paar zwei Milliarden Dollar zahle
Oliver Berg/ DPA

Der Pharmakonzern Bayer hat in den USA auch den dritten Prozess wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat verloren - und soll nun Schadensersatz von umgerechnet 1,78 Milliarden Euro zahlen.

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aussie12 14.05.2019, 10:11
170. Und wieviel gibt es fuer die Toten

Von Boing Max 737. Was kostet da ein Toter in Amerika?
Man liest nur wie Boing vvetzweifelt versucht die Max wieder in die Luft zu bekommen.
Wo bleibt die Sammelklage, denn es ist ja wohl klar wer schuldig ist. Und von Boing Management
Und der Aufsichtsbehoerde ist noch keiner im Gefaengnis ala VW Dieselaffaere.

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Liudin69 14.05.2019, 10:12
171. Prima Sache – Bayer war längst überfällig

Auch wenn ich amerikanische Urteile nicht nachvollziehen kann, so freut es mich doch ungemein, dass es diesem Insektenkiller-Konzern endlich so richtig an den Kragen geht. Mit den intellektuell unterbemittelten Landwirten im Schlepptau hat sich Bayer mehr und mehr zum echten Naturproblem entwickelt und einen immensen Teil zum Niedergang der Insektenwelt beigetragen. Ca. 80 % alle Insekten sind in den vergangenen drei Jahrzehnten verschwunden – in einer Zeit, als sich Bayer dumm und dämlich verdient hat. Leider haben die meisten Chemiker und Gifthändler ihre Schäfchen im Trockenen. Ganz nach dem Motto "nach uns die Sintflut" sitzen sie in ihren Stadtvillen und zählen ihr Geld. Monsanto zu kaufen war das Dämlichste, was man aus Konzernsicht tun konnte. Familie Baumann hat natürlich prächtig profitiert und schleimt sich jetzt noch bei den Aktonären ein, die mir übrigens ebenfalls total egal sind. Wer in dieses Unternehmen investiert, kann garnicht schlimm genug bestraft werden. In manch asiatischen Ländern würde man von Baumann Selbstmord erwarten. Und das wäre gerade mal das Mindeste, um den Fehler glaubwürdig einzugestehen. Eigentlich müsste seine Familie enteignet und das Vermögen wohltätigen Zwecken zugute kommen. Was für ein Wunschtraum... Bald lann man z.B. in Leverkusen bestimmt feine Immobilien kaufen. Obwohl ja in der Luft niemand freiwillig leben möchte. Ich weiß übrigens wovon ich rede, es ist meine Geburtsstadt, die seit Jahrzehnen in den Fängen des Chemieriesens gefangen ist. Bald ist er zum Glück Geschichte. Und darauf werden wir hier an der Ostsee bestimmt anstoßen. Auf die Bienen, Schmetterlinge und andere lebenswerte Kreaturen. Diese werden zwar weiterhin der Landwirtschaft zum Opfer fallen, aber zumindest feht jetzt endlich einem der teuflischen Unternehmen auch mal die Luft zum Atmen. Prost!

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tadel 14.05.2019, 10:13
172. Monsanto zu kaufen war ein fundamentaler Fehler!

Der Kauf von Monsanto war von Anfang an dumm. Die Probleme waren schon damals absehbar, ich habe die Entscheidung von Bayer nie verstanden und wundere mich über den Verlauf wenig.

Was ich an dem Fall wirklich interessant finde, dass offensichtlich beide an derselben Krebsart erkrankt sind. Das ist schon ein starkes Indiz für eine gemeinsame Ursache.

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bronco60 14.05.2019, 10:14
173. Schadenfreude

Eine gewisse Schadenfreude kann ich mit nicht verhelen.
Seit einigen Jahren steht Monsanto am Pranger. Und?
Der Bayer Konzern zieht es durch. Pech gehabt. Unendliche Gier.
Zur Strafe kann ich sagen das es bei uns immer um hoehrere Summen geht.
In Deutschland wuerden die Menschen nicht mal 10000 Euro bekommen.

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schmuella 14.05.2019, 10:15
174. Es war Bayer bekannt.

Zitat von zauberer2112
War all das (USA, Frankreich) den Verantwortlichen nicht bekannt? Ansonsten können sie Monsanto doch nicht übernommen haben?
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...inter-den-kulissen-agiert-1.3445002

Aus dem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 2.4.2017:

Brisant ist das Verfahren auch aus deutscher Sicht. Monsanto steht kurz vor der Übernahme durch die Bayer AG - mit einem Volumen von 66 Milliarden Euro eine der teuersten weltweit. Ein Prozess bedeutet also auch ein finanzielles Risiko für den deutschen Konzern.

...

Bei Bayer hält man sich bedeckt: "Aussagen zu den finanziellen Risiken aufgrund der Unwägbarkeiten des gerichtlichen Verfahrens wären derzeit rein spekulativ", heißt es in einer Stellungnahme. Der Komplex sei aber bei den Übernahmegesprächen berücksichtigt worden. "Auf die Übernahme von Monsanto wird der Ausgang des Verfahrens keine Auswirkungen haben", betont Bayer.

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hup 14.05.2019, 10:17
175. Voll in die Prozessfalle getappt

Wer hat bei Bayer eigentlich die Rechtseinschätzung zu den Monsanto-Altlastrisiken gemacht? Die ganze Truppe kann man durch ein Rudel Affen ersetzen ohne die Qualität der Abteilung damit zu senken.

Das war doch schon vor der Übernahme öffentliche Folklore, dass Monsanto mit dem Produklt Glyphosat diesbezüglich komplett toxisch ist (pun intended). Eine Wertevernichtung sondergleichen, die Aktionäre sollten den Vorstand und die Führung in Grund und Boden klagen. Aber andererseits: Sie haben der Übernahme zugestimmt, insofern - selber schuld.

Die Monsanto Aktionäre lachen sich dagegen tot, dass sie den Laden noch teuer verscherbeln konnten kurz bevor er den Bach runter geht und nichts mehr wert ist. Mit dem Verkauf haben sich alle bei Monsanto die Hände rein gewaschen, jetzt ist es imagemäßig ein deutscher Konzern, der Mittel hergestellt hat von denen man Krebs bekommt... und ausländische Konzerne verurteilt man doppelt so gerne, trifft es doch nun nicht mehr die eigene Wirtschaft, sondern die ungeliebte Konkurrenz aus Europa.
Wenn schon, dann hätte erst Monsanto die Lasten der Prozesse und Urteile tragen lassen müssen - und dann hätte man sie billig übernehmen können, weil sie dann praktisch pleite gewesen wären. Völlig idiotisch sich vor Monsanto zu werfen due die volle Breitseite der Schdenersatzprozesse abzubekommen, vor allem weil bekannt ist, dass diese in den USA praktisch ungedeckelt sind - die Risikoeinschätzung bei Bayer hat *völlig* versagt.

Das einzige was unbedingt sichergestellt werden muss: Keinen einzigen Cent staatlicher Stützung für diese vergeigte Übernahme. Auf keinen Fall darf der deutsche Steuerzahler dafür Aufkommen, dass Bayer Weltmachtambitionen entwickelt hat und damit abgestürzt ist.

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Ruhrsteiner 14.05.2019, 10:21
176. Don´t invest - in Trump´s "US"

Die Rolle der US-EPA bei diesen Extremregressprozessen gegen ausländische Investoren kommt mir langsam etwas "spanisch" vor. Gut, den Diesel-Skandal von VW haben sie aufgedeckt. Glyphosat haben sie aber wohl zum Thema Krebsrisiken Unbedenklichkeit bei korrekter Anwendung bescheinigt. Trotzdem wird jetzt auch Bayer von der US-Justiz massiv zur Kasse gebeten. Also sollte die Entscheidung von Bayer, Monsanto zu kaufen, nachweislich auch auf Unbedenklichkeitsexpertisen der US-EPA zum Monsanto-Produkt Glyphosat zurück gehen, wären alle Regressforderungen - zuzüglich aller dadurch selber entstandenen Kosten und Verluste - ja wohl an die US-EPA durch zu reichen, und damit an die US-Administration...

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DerVO 14.05.2019, 10:22
177.

Zitat von meresi
[...] Kann mich aber gut an Tri erinnern. Trichloräthylen, ein Solvent in der Industrie in den 60-90er häufig verwendet. Trug man keine Gummihandschuhe war die Wirkung auf der Haut klar ersichtlich. Auch das Einatmen war nicht zu empfehlen, [...]. So ähnlich wird es mit dem Zeug von Monsanto sein. [...]
Ob Glyphosat krebserregend ist, kann ich nicht beurteilen. Stark krebserregend oder überhaupt stak gesundheitsschädlich für Menschen ist aber ganz offensichtlich nicht.

Ein Vergleich mit Trichlorethen ist hier also in keiner Weise angebracht.

Die Karzinogenität von Glyphosat ist weiter zu untersuchen. Und wichtiger: die Auswirkungen auf das Ökosystem sind zu diskutieren. Wobei das Thema hier nicht Glyphosat lautet, sondern unsere Art der Landwirtschaft im Allgemeinen.

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mesteiner 14.05.2019, 10:25
178. Warum gab es vor der Übernahme von Monsanto

durch Bayer nicht auch schon bereits Klagen und Gerichtsurteile in den USA? Eindeutig: Hier ist Bayer in eine Falle getappt, die zum Ruin des ganzen Unternehmes führen kann. Wo bleibt die interne Aufbereitung dieser hirnlosen Übernahme bei Bayer? Zu vermuten ist, dass sich durch die Übernahme von Monsanto Bayer-Manager durch Bonis eine goldene Nase verdient haben. Dabei muss man sich nur das Portfolio von Monsanto anschauen und erkennt schnell, dass hier die Profitgier der Verantwortlichen bei Bayer den gesunden Menschenverstand ersetzte. Traurig und fatal!

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danubius 14.05.2019, 10:31
179. Schlüsselrolle

By the way: einer der Beteiligten ist Black Rock - einmal mit runden 6% Aktionär bei Monsanto und mit ca. 7% bei Bayer (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Black Rock hat also bei der Monsanto-Übernahme doppelt verdient. Was mir bisher auffällt: Bayer hat nun etwa 13.000 Klagen wg. Glyphosatfolgen am Hals. Bei drei Verfahren wurde Bayer bisher zu Zahlungen in mehrstelliger Millionen- bzw. Milliardenhöhe verurteilt. Gehen wir davon aus, dass etwa die Hälfte der künftigen Klagen erfolgreich sein wird. Kann Bayer diese Zahlungen so stemmen (runde 6.500 Klagen mit im Schnitt zu erwartende 40 Mio. USD/Klage ergeben ca. 260 Mrd USD) oder wird Bayer finanziell bis zur Insolvenz ausgeblutet und muss dann seine Zuckerstückchen an amerikanische Investoren verkaufen - z.B. an Black Rock und andere Bayer-Anteilseigner (Ellington Investments, MFS Boston etc.)?

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