Forum: Wirtschaft
Urteil in Monsanto-Prozess: Bayer muss krebskrankem Paar zwei Milliarden Dollar zahle
Oliver Berg/ DPA

Der Pharmakonzern Bayer hat in den USA auch den dritten Prozess wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat verloren - und soll nun Schadensersatz von umgerechnet 1,78 Milliarden Euro zahlen.

Seite 19 von 29
moritz27 14.05.2019, 10:36
180. Warum so wenig,

werden sich die Kläger fragen und vor allem ihr Anwalt. Das reicht doch auf keinen Fall bis zum Tod. Aufgrund dieses Urteils würde ich den betroffenen Vietnamesen empfehlen, die US-Regierung zu verklagen. Die haben damals im Krieg auch ein Mittel mit erheblichen Nebenwirkungen wissentlich eingesetzt. Die Chancen für Entschädigungen in Billionenhöhe stehen derzeit gut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
christianu 14.05.2019, 10:39
181. Boeing handelte fahrlässig, später grob fahrlässig

Dadurch kamen mehr als 340 Menschen nachweislich zu Tode. Die Fehler in der Auslegung und der Software der Boeing 737 MAX 8 waren vorher bekannt, und auch nach dem ersten Absturz hat man den Mangel nicht als mögliche Ursache offenbart. Zwei über 70jährige, an Krebs erkrankte Amerikaner erstreiten durch ihre Anwälte 44 Mio Dollar und etwa 2 Milliarden Dollar Strafzahlungen, weil sie jahrelang Glyphosat verwendet haben. Da kann man wirklich gespannt sein, was auf Boeing zukommt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wiesenflitzer 14.05.2019, 10:40
182. Das ist Wirtschaftskrieg pur!

Es wird Zeit, dass die EU sich entsprechend wehrt.

Nur werden es diese Luschen nicht tun und sich weiter an den vermeintlichen Freund USA hängen.
Wie blind kann man denn bloß sein?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vaikl 14.05.2019, 10:41
183. Natürlich gab es auch vor der Übernahme...

Zitat von mesteiner
durch Bayer nicht auch schon bereits Klagen und Gerichtsurteile in den USA? Eindeutig: Hier ist Bayer in eine Falle getappt, die zum Ruin des ganzen Unternehmes führen kann. Wo bleibt die interne Aufbereitung dieser hirnlosen Übernahme bei Bayer? Zu vermuten ist, dass sich durch die Übernahme von Monsanto Bayer-Manager durch Bonis eine goldene Nase verdient haben. Dabei muss man sich nur das Portfolio von Monsanto anschauen und erkennt schnell, dass hier die Profitgier der Verantwortlichen bei Bayer den gesunden Menschenverstand ersetzte. Traurig und fatal!
..durch Bayer Klagen und Prozesse gegen Monsanto. Der Denkfehler liegt in den Hirnen von Chemiebossen, die ihre Unternehmen grundsätzlich von jeglicher Verantwortung freisprechen wollen, weil Chemie doch immer "was Gutes" sei. Selbst jetzt geht Bayer davon aus, dass Revisionen der bisherigen Urteile diesen unerschütterlichen Irrglauben schon noch bestätigen werden. Unternehmerischer Selbstmord halt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diezweitemeinung 14.05.2019, 10:42
184. Zuviel und zuwenig sind zwei Seiten einer Münze

In Deutschland werden Geschädigte mit Mini-Summen abgespeist, die man als menschenverachtend bezeichnen kann. In den USA schwingt das Pendel in die Gegenrichtung. Dies führt zu Schadensersatz-Zahlungen, die völlig aus dem Ruder laufen und nur der Vernichtung einzelner Unternehmen dienen können. Man mus bedenken, dass Bayer ein legales Produkt verkuft, dass von zahlreichen sog. "Experten" einen Persilschein erhalten hat. Ich finde daher, dass Zahlungen von einer Million eher angemessen wären, als das Tausendfache..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Katzenkönig 14.05.2019, 10:42
185. Das einzige und entscheidende Problem daran ist...

Zitat von Hokuspokus
Das sollte deutlicher ein Warnschuß an all die skrupellosen Unternehmen sein, die auf Teufel komm raus mit Pharma und Co. Milliarden scheffeln, Studien frisieren und sich um die Folgen nicht scheren. In Deutschland sind nicht einmal die Contergan Opfer angemessen entschädigt und Ärzte die im Suff (geschehen!) falsche Organe oder das falsche Bein abnehmen, kommen mit lächerlichen Strafen davon. Das ist ein Urteil für den kleinen Mann. Den Managern und Shareholdern von Bayer muss man keine Träne nachweinen. Es wird Zeit, dasss in deutschland auch endlich mal drakonische Strafen für Verbrecher verhängt werden, die rücksichtslos gegenüber Mensch und Natur ihre Milliarden machen. Ich sage nur Diesel.....
Wie uns die Geschichte lehrt, wird das Urteil für den "kleinen Mann" letzten Endes zum überwiegendem Teil zulasten desselbigen gehen...
Ich würde gerne ihrem Optimismus teilen, bin aber doch recht pessimistisch dahingehend, dass die verantwortlichen Herrschaften in den jeweiligen Vorstandsriegen ernsthaft belangt werden...

Gruß

KK

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mirage122 14.05.2019, 10:47
186. @spiegelleser987

Was stört Sie an meinem Beitrag? Dass ich Christian Schmidt kritisiert habe? Wenn jemand behauptet, dass Glyphosat keine gesundheitlichen Schäden verursacht, dann kann ich ihm auch nicht helfen.Schöner Beitrag am vergangenen Freitag bei der "heute show": ein Pro-Glyphosat-Befürworter hatte behauptet, dass man das Zeug "direkt so saufen kann"! Da er sich in seiner allgemein unverständlichen Mundart ausdrückte, meinte Oliver Welke nur, dass dadurch lediglich das Sprachvermögen aussetzt. Vielleicht trinken Sie auch so eine Brühe - einfach mal versuchen. Ist doch eh' wurscht,oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
christiansteiffen 14.05.2019, 10:50
187. 2 Mrd.! Ich liebe die USA!

Ich liebe die USA! 2 Mrd. ... Wahnsinn. Das ist Basisdemokratie!

Sowas muss man sich bei uns mal vorstellen. Bei uns musste noch dafür kämpfen, dass dein Diesel überhaupt ein Software-Update bekommt!

Und mit Bayer triffts doch genau den richtigen. Selbst Schuld. Wer unbedingt solch einen zweifelhaften Konzern wie Monsanto kaufen will, der muss eben auch die Rechnung übernehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Menschundrecht 14.05.2019, 10:51
188. Chauvinisten und Nazis, wie vor achtzig Jahren

Schon interessant, wie in Westeuropa und besonders in Deutschland der Staat BürgerInnen ruinieren, zersetzen, vergiften, vergasen und vergessen kann, ohne dass an eine Wiedergutmachung, an Schadenersatz und Schmerzensgeld auch nur gedacht wird.

Ausser vielleicht beim wegen seiner Pünktlichkeit berüchtigten Nachfolgeunternehmen der Reichsbahn, das die Kosten für die Zugfahrkarte ins KZ eventuell mit Zinsen erstattet, die die Betreffenden vor achtzig Jahren selbst bezahlen mussten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
D. Brock 14.05.2019, 10:56
189. Das ist wohl der einzige Weg ...

... Monsanto (Bayer) beizukommen.
In Deutschland hätten sie so etwas nie und nimmer zu befürchten, weil das Totschlagsargument "das kostet ja Arbeitsplätze" in unserem wunderwaren Lande nämlich die Rechtsprechung beeinflusst - siehe Diesel-Skandal.
Nicht so in den USA (jedenfalls wohl nicht in diesem Fall).
2 Milliarden ist deshalb angemessen, weil Bayer/Monsanto damit nicht die Möglichkeit hat, das wieder mal aus der Portokasse zu begleichen.
Zudem ist es eine Tatsache, dass Studien, die die "Unschädlichkeit" belegen sollen (bzw. die Schädlichkeit belegen könnten), gekauft sind bzw. so manipuliert werden, dass sie eben keinem Standard entsprechen.
Im Übrigen täuscht sich Bayer mit dem Gedanken:
"Es gebe keine wissenschaftlichen Beweise, dass es ohne den Einsatz von Glyphosat nicht zu der Krebserkrankung gekommen wäre."
Es ist nicht Aufgabe von Wissenschaft die Nicht-Existenz von irgendwas nachzuweisen. Das geht nämlich gar nicht!
Ich hoffe, dass der Einspruch scheitert. ... Vielleicht ist in den USA eben doch nicht alles schlecht? ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 19 von 29