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Urteil in Monsanto-Prozess: Bayer muss krebskrankem Paar zwei Milliarden Dollar zahle
Oliver Berg/ DPA

Der Pharmakonzern Bayer hat in den USA auch den dritten Prozess wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat verloren - und soll nun Schadensersatz von umgerechnet 1,78 Milliarden Euro zahlen.

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charlybird 14.05.2019, 02:05
20. Bayer und der innovative CEO Baumann,

inklusive der Aktionäre, werden mittel-bis langfristig noch sehr viel Freude an dem Planetenvergifter Monsanto haben. Ich bin schon gespannt darauf, wenn irgendeine rege Anwaltschaft demnächst die indischen und afrikanischen Monsanto-Kleinbauern-Kunden als lukrative Mandanten für sich entdecken wird, weil sie sich mit den großartigen Produkten aus dem Hause Monsanto in eine wirtschaftliche und ökologische Sackgasse manövriert haben, weil das unausgereifte Zeugs ihnen letztlich den Boden versaut und anderes Saatgut für lange Zeit ausschliesst.
Marktwirtschaft eben.

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birdie 14.05.2019, 02:13
21. Die ebenso zügellosen wie willkürlichen Urteile ...

der US-"Gerichte" bezüglich Begründung und Schadensersatzhöhe machen deutlich, dass es hierbei eben nicht um Rechtsprechung geht. Offenkundig ist dabei die Sucht von Richtern und Geschworenen nach einem Maximum an publicity. Das wird gefördert durch irrsinnige Schadensersatzbeträge, die in keinem Zusammenhang mit dem konkreten Schaden stehen. Aber es gilt in den USA nun einmal die Regel: there is no business but showbusiness.

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albatross507 14.05.2019, 02:54
22. Risikomanagement

Bei einem Einkauf von 66 Mrd. sollte man erwarten, dass die Risiken entsprechend anlysiert werden. Bei dem absehbaren Risiko der Prozesse und der mitunter erstaunlichen Urteile in den USA hätte das Management hier verantwortungsbewusster agieren müssen.
Nachdem allerdings eine grosse Mehrweit der Studien den Stoff als nicht gefährdend einstuft, müssen die Kläger die Pestizide wohl als Nachtisch verzehrt haben.

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jj2005 14.05.2019, 02:55
23. Wirtschaftskrieg?

Nach der Studienlage ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass den Glyphosathersteller eine Schuld trifft. Aber selbst wenn dem so wäre: Die Schadenersatzforderung ist masslos übertrieben, etwa einen Faktor 100-500 zu hoch. Es mag zynisch klingen, aber der Wert eines Menschenlebens wird durchaus gelegentlich in Dollars oder Euros ausgedrückt, und liegt für Industriestaaten in der Grössenordnung 1..10 Millionen Dollars, je nach Berechnungsansatz. Wie das geht? Z.B. verwendet der Staat (USA, D, ...) Steuergelder, um Tote im Strassenverkehr zu vermeiden - Leitplanken, Ampeln, spezielle Strassenbeläge, etc.; teilt man die Ausgaben für Sicherheit im Strassenverkehr durch die Zahl der dadurch vermiedenen Opfer, dann hat man eine Masszahl für den impliziten Wert eines Menschenlebens. Auch Krankenhäuser und -versicherungen sind mit solchen Methoden bestens vertraut, hängen das aber sicherlich nicht an die grosse Glocke.
Wenn also ein amerikanischer Richter den Wert derart hoch ansetzt, dann kann man schon mal fragen, ob das nicht irgendwo irgendwie politisch zu interpretieren wäre, in einem Land wo VW Milliardenstrafen zahlt (m.E. zu Recht) aber "coal roller" unbehelligt durch die Gegend fahren dürfen... wir leben in interessanten Zeiten, Mr Trump ;-)

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aurichter 14.05.2019, 02:55
24. Selbst Schuld

Da hat der Bayer Konzern mit seinen Überfliegern im Management wohl die A-Karte gezogen, wohlwissend dass diverse Klagen schon zu Monsanto only Zeiten Klagen anhängig waren. Jetzt wird dieser Hochmut von US-Gerichten im Einklang mit den Verkäufern dieser Giftbude ordentlich abgestraft, den Deutschen gehörig in die Suppe spucken. Aber man wollte ja unbedingt im ganz großen Konzert spielen und hat sich nun gehörig verschluckt, weil man den Hals nicht voll genug bekommt. Schon beim Namen Monsanto haben viele Menschen seit Jahren aufgerichtete Nackenhaare, aber die Deutschen wussten scheinbar von Nix. Wenn die potentiellen Bonusjäger im Vorstand sich da Mal nicht vergallopiert haben und da eine gewaltige Firmenpleite wartet. So werden Arbeitsplätze Verzicht, die Vorstände tragen das Risiko und die Arbeitnehmer die Folgen.

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zauberer2112 14.05.2019, 02:58
25. Ich verstehe das nicht

War all das (USA, Frankreich) den Verantwortlichen nicht bekannt? Ansonsten können sie Monsanto doch nicht übernommen haben?

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Miere 14.05.2019, 03:02
26. Das war klar.

Gegen Monsanto als staatstragendes US-Unternehmen hätte es wahrscheinlich kein solches Urteil gegeben. Sobald das ein europäisches, ausländisches Unternehmen ist, ist es Freiwild um das dicke Geld rauszuziehen. Diese Fusion war eine unglaublich dämliche Idee.

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da_pheles 14.05.2019, 03:13
27. 2 Mrd??????

#$%@&?

mal davon abgesehen, dass ein Großteil bei den Anwälten landen... begreift jemand diese Summe??

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Horst Haber 14.05.2019, 03:37
28. Herzlichen Glückwunsch an Bayer

In 5 Jahren ist die Firma pleite. Tausende Arbeitsplätze werden drauf gehen und die Veantwortlichen werden mit keinem einzigen Cent für diese dumme Entsheidung haften ...

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hausmops 14.05.2019, 04:47
29. Fassungslos

Dieses Amerika ist für mich einfach nur noch dekadent und krank. Krieg an allen Fronten. Ein Land voller Gewalt und Exzesse. Und alle Welt lässt sich mehr oder weniger Erpressen. Die ganze Welt müsste sich von diesem verblödetem Land distanzieren und eigene Wege gehen. Nun wird wieder rumgeflogen und erpresst sodass auch Präsidententrottel Trump seinen Krieg bekommt. Wehe wehe ein anderes Land würde sich so aufführen !! Nicht wahr,—- dann würde sich Berlin vor Empörung nicht mehr einkriegen !!
Nur noch zum erbrechen diese Buckelei.

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