Forum: Wirtschaft
Urteil: Promi-Experten können für Finanzwerbung haftbar gemacht werden

Ein Ex-Minister und Professor für Finanzrecht warb für einen*Fonds, der ein Jahr später pleiteging. Ein Ehepaar verklagte den bekannten Experten auf Schadensersatz - nun gab ihm der Bundesgerichtshof grundsätzlich recht: Der Prominente habe eine Garantenstellung eingenommen.

Seite 1 von 2
Cotti 08.12.2011, 18:58
1. Präzedenzurteil

Zitat von sysop
...Der Prominente habe eine Garantenstellung eingenommen...
Dann müsste das ja wohl auch für Riester, Raffelhüschen und Konsorten gelten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mont_ventoux 08.12.2011, 19:13
2. Haftung

Zitat von Cotti
Dann müsste das ja wohl auch für Riester, Raffelhüschen und Konsorten gelten.
... und für Hans Eichel, der sich so vehement für die Aufnahme Griechenlands in die Euro-Zone eingestzt hatte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Cotti 08.12.2011, 19:22
3.

Zitat von mont_ventoux
... und für Hans Eichel, der sich so vehement für die Aufnahme Griechenlands in die Euro-Zone eingestzt hatte.
Wieso? Wer deren Staatsanleihen kaufte, wird doch durch den "Rettungsschirm" mehr als entschädigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Luscinia007 08.12.2011, 19:27
4.

Zitat von sysop
Ein Ex-Minister und Professor für Finanzrecht warb für einen*Fonds, der ein Jahr später pleiteging. Ein Ehepaar verklagte den bekannten Experten auf Schadensersatz - nun gab ihm der Bundesgerichtshof grundsätzlich recht: Der Prominente habe eine Garantenstellung eingenommen.
Dann kann man ja auch alle Promis, die Werbung für die Riester-Rente gemacht haben, für Verluste mit dieser Anlage haftbar machen.
Bekanntlich ist die Riester-Rente genauso gewinnbringend wie die Ablage des Geldes in einem Sparstrumpf.
Da wird sich dann auch niemand mehr trauen, für den Pflege-Bahr zu werben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hannowald 08.12.2011, 19:30
5. Manfred Krug

Ich ärgere mich heute noch über Manfred Krug!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
syracusa 08.12.2011, 20:09
6.

Zitat von Luscinia007
Dann kann man ja auch alle Promis, die Werbung für die Riester-Rente gemacht haben, für Verluste mit dieser Anlage haftbar machen.
Leider nicht.

Nur wenn der Promi mit seiner angeblichen finanztechnischen Kompetenz wirbt, muss er sich gegebenenfalls darauf festnageln lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Inuk 08.12.2011, 20:28
7. Göttinger Gruppe

Zitat von Cotti
Dann müsste das ja wohl auch für Riester, Raffelhüschen und Konsorten gelten.
Die 3 Musketiere Lambsdorff, Genscher und Biedenkopf, welche die Werbetrommel für die Rentenfonds der Göttiger Gruppe geschlagen haben, müssten auch vor den Kadi geschleppt werden. Ich glaube zwar nicht, dass die 3 Jungs milliardenschwer sind, sie sollten trotzdem für Entschädigungen herangezogen werden und mit all ihrem Vermögen büßen, runter, bis zum Hartz IV Bestandsschutz.
Von einer Milliarde Euro ist nach dem Anlagenbetrug kein Cent mehr übrig geblieben.
Jedenfalls wünsche ich dem Ehepaar für die Klage viel Erfolg.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainer_daeschler 08.12.2011, 21:52
8. Bahnbrechendes Urteil

Zitat von Hannowald
Ich ärgere mich heute noch über Manfred Krug!
Manfred Krug ist ein Schauspieler, der für eine Rolle bezahlt wird, kein Finanzexperte. Rupert Scholz wurde hier eingespannt (bzw. hat sich einspannen lassen), um Finanzprodukte seriöser erscheinen zu lassen, als sie wirklich waren. In gleicher Weise wirkten Roman Herzog bei Aafortuna, Brigitte Baumeister bei Schwabenpool, Helmut Kohl bei der DVAG, Gerhard Schröder und Christian Wulff bei der AWD.

Das Urteil ist in sofern bahnbrechend, dass prominente Politiker sich ab jetzt erstmals Gedanken machen müssen, wem sie ihren Namen zur Verfügung stellen. Bisher mussten sie keinerlei Verantwortung zeigen für die Schäden, die in ihren Namen dabei angerichtet wurden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 08.12.2011, 22:41
9.

Zitat von Hannowald
Ich ärgere mich heute noch über Manfred Krug!
Ärgern Sie sich lieber über sich selbst. IMHO ist die T-Aktie nach der Emission erst einmal kräftig gestiegen. Wer zu spät verkauft hat, ist selbst schuld. Wälzen Sie Ihr eigenes Versagen nicht auf andere ab.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2