Forum: Wirtschaft
Urteil in USA: Credit Suisse half Steuersündern und zahlt Milliardenstrafe
REUTERS

Es ist das höchste Bußgeld in der Schweizer Bankengeschichte: Das Finanzinstitut Credit Suisse gibt zu, US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben - und muss nun 2,6 Milliarden Dollar zahlen.

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happy2010 20.05.2014, 19:41
80.

Zitat von DCSUI
Das von Deutschen in der Schweiz angelegte Schwarzgeld wird zum grössten Teil auch wieder in Deutschland ausgegeben oder in Deutschland angelegt. Oder meinen sie, dass es ewig dort liegt oder es nur in der Schweiz ausgegeben/angelegt wird? Deutsche Denkweise...
Auch bar jedwelcher Realität

Schwarzgeld bedeutet auch, das es via weitere Kanäle dazu verwendet wird, Konkurrenten aufzukaufen, wegzudumpen etc etc etc

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happy2010 20.05.2014, 19:48
81.

Zitat von darkfuneral
Leute ihr deutschen seit schon ein lustiges Völkchen, man muss euch einfach Lieb haben. Ihr schimpft in diesem Forum schon seit Monaten über die bösen Schweizer Banken die euer Geld klauen. Dafür ist dies in der Schweiz schon lange nicht mehr möglich deutsches Geld dem Steuerfiskus zu hinter-ziehen. Dagegen, umgekehrt kannst du an der deutschen Grenze problemlos Schweizer Schwarzgeld auf deutschen Banken einzahlen. Du wirst mit offenen Armen empfangen. Was in einigen Zeitungen schon oft berichtet wurde. Deutschland scheint es auch nicht nötig zu haben dagegen etwas zu unternehmen. Jetzt mal Hand aufs Herz, ist das nicht etwas Heuchlerisch?
Das ist so schlicht falsch, und entspricht nur der Überschriftenleserei

Deutschland bietet der Schweiz sofort jedwelche Informationen an, wenn die Schweiz im Gegenzug auch liefert
Will die Schweiz so aber nicht, sondern nur unter x Auflagen
Daher bekommt die Schweiz exakt dasselbe im Gegenzug.


Zur Aussage: Schwarzgeld könne nicht mehr angelegt werden:

Auch totaler quatsch
Solange der Anleger zweifelsfrei nachweisen kann, das das Geld versteuert ist, solange kann es jederzeit angelegt werden.

Der Prüfer der prüft, ob das Geld versteuert ist, das ist nach schweizer Rechtslage ein und dieselbe Person, die bei Annahme des Geldes eine Provision bekommt.

Und welch wunder, natürlich sagen all diese Personen, das die nur versteuertes Geld angenommen haben

Genau so wie Burger King erst behauptet hat, keine Hgienemängel zu haben

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happy2010 20.05.2014, 19:48
82.

Zitat von DCSUI
EU-Kunden bringen ihr Geld auch ohne Bankgeheimnis in die Schweiz. Hier ist es nun mal sicherer, Bankgeheimnis hin oder her. Oder warum haben unsere Banken massive Neugeldzuflüsse aus Europa, obwohl Neukunden seit längerer Zeit den Steuernachweis erbringen müssen?
Der zu erbringende achweis ist ein Witz
Eine weitere steueroase zwischengeschaltet, schon ist es unsichtbar

Hauptgrund ist jedoch sicherlich die Währung
Zitat von
Und wenn sie wollen, dass das in Deutschland erwirtschaftete Geld auch in Deutschland bleibt, widmen sie sich mal der Steuerverschwendungsproblematik ihres Staates. Die Wirtschaft ist nicht blöd, die optimieren wo sie können. Wenn Deutschland das nicht merkt, selbst schuld...
Prinzipiell unsäglicher Unsinn

A: Die Schweiz schafft Gesetze, die Auslandseinnahmen niedriger besteuert wie Innlandseinnahmen
Sprich: Die schweiz buhlt gezielt um Gewinnverschiebung VOR Steuer

Und keine Verschwenung irgendeines Staates hat Einfluss auf Steuerverschiebung um Steuern zu sparen

B: Dazu Gemessen an der Investition hat die Schweiz ein ähnliches Verschwendungsproblem, wenn man der schweizer Presse glauben darf

Grundsätzlich sind Staaten, die Unternehmen zur Gewinnverschiebung anstiften, in dem Verschobenes niedriger besteuert wird wie nicht verschobenes, Schurkenstaaten

Sagt sogar die OECD

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alpechalb 21.05.2014, 13:04
83. Pauschal urteilt es sich am besten...

Zitat von kabian
Komisch das die Schweizer Bürger offenbar nicht steuerehrlicher sind als die Deutschen. Die Schweizer bringen ihr Geld genauso ins Ausland und auch bei den Selbstanzeigen sieht es nicht besser aus.
kabian - ich nehme jetzt ur mal dieses eine kleine Zitätchen und frage: Die Schweizer? Welche? Alle? - Ich z.B. nicht.

Eigentlich mag ich Ihre kritische Sicht, was ich aber weniger mag, sind die unkritischen Pauschalisierungen und die oft etwas fachspezifisch eingeschränkte Sicht. Weiteres Beispiel: Sie mögen Nestlé offenbar nicht so und fragen, was ein Konzern in der Schweiz verloren hat, der da nichts produziert. Nun - erstens produziert er da eine ganze Menge Verwaltung der Produktion, was auch etwas ist. Wo würde Sie denn eine Konzernzentrale aufbauen, was wären Ihre Bedingungen dafür? Zweitens gehört er historisch hierher, war quasi immer da. Wahrscheinlich passt es ihm ganz gut in der Schweiz - gute Infrastruktur, hohe Sicherheit in jedem Sinn, kurze Wege etc. und - wichtig - vorläufig kein Grund, wegzuziehen (so einfach, wie manche meinen, ist sowas ja auch nicht).

Nö - ich mag Nestlé auch nicht besonders. Aber die Erklärung, diese Bude sei bloss in der Schweiz, weil das Steuerrecht jetzt grad passt, lässt etwas zu viel aussen vor.

Tun Sie mir einen Gefallen: Betrachten Sie die Dinge a) holistisch und b) im Detail. Etwa den spürbaren Paradigmenwechsel unseres Bundes, der beabsichtigt, der CS die angefallenen Kosten für «Rechtshilfe» diesmal aufzubürden (das war bei Swiss und UBS noch ganz anders...). Oder den Stimmungswechsel beim Normalo-Durchschnitts-Schweizer, der heute genau wie Sie den Kopf schüttelt über die CS und viele andere.

Wenn wir dann gelegentlich in der Diskussion von pauschalen nationalen Zuschreibungen wegkommen und es schaffen, solche Vorgänge nicht isoliert als «Wirtschaftsfragen» zu sehen, wird es vielleicht ja doch noch was.

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-snowlife- 23.05.2014, 00:22
84.

Zitat von kabian
Unter anderem durch die vielen Lobbybeiträge der Schweizer hier im Forum. ;-)
lobbybeiträge ist immer aus subjektiven sicht des betrachters. nicht wahr?
übrigens die cs ist nicht verurteilt worden, weil ein us bürger in zürich ein konto eröffnet hat und dort schwarzgeld einbezahlt hat, sondern weil die cs auf us-boden gegen us recht verstossen hat.

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