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Urteil: Versicherungen dürfen Kursgewinne behalten
DPA

Verbraucherschützer hatten gegen die Ergo-Versicherung auf die Herausgabe von Bewertungsreserven geklagt. Nun hat das Landgericht Düsseldorf die Klage abgewiesen.

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GSYBE 13.07.2017, 13:26
1. Der Verband argumentiert, dass die Kapitalgewinne mit den Geldern der

"Der Verband argumentiert, dass die Kapitalgewinne mit den Geldern der Kunden erwirtschaftet worden seien, demnach müssten sie daran beteiligt werden."
Gibt es ceigentlich irgendjemanden bei klarem Verstand, der diese Logik der Verbraucherschützer nicht nachvollziehen kann?

Die Kundengelder, die diese dem Versicherer zwecks Vermehrung anvertraut haben, hatten doch nicht den Zweck diesem seine Renditen zu sichern; dafür kassieren die Versicherer doch schon Depot- und sonstige Gebühren.

Wirtschaftshörige deutsche `Rechtsprechung´ eben.

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eifelyeti 13.07.2017, 13:40
2. Allgemeinwohl....?

...wusste gar nicht, dass Glaspaläste der Versicherungen, windige Beteiligungen sowie überhöhte Gehälter und Abfindungen im Interesse des Allgemeinwohls sind....

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gman87 13.07.2017, 13:48
3. Gericht hat begründet

@GSYBE
Im Artikel steht doch, dass das Gericht begründet hat, dass eventuell andere Einzahlende Menschen leer ausgehen werden, wenn man jetzt der Versicherung die Kohle nimmt und "einigen Wenigen" deutlich mehr auszahlt.
Es ist sicher im Sinne aller Versicherten, fair gegenüber ihren Mitversicherten behandelt zu werden.

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El-Timba 13.07.2017, 13:57
4. Folgerichtig

... das Urteil setzt der Geldgier des Einzelnen zu Lasten der Versicherten einen Riegel vor. Bewertungsreserven aus festverzinslichen Wertpapieren fallen in einer Niedrigzinsphase nur Zeitweise an. Zum Ablauf des Wertpapiers liegen sie wieder bei 0. Würde man die Lebensversicherer zur Ausschüttung der temporären Bewertungsreserven verpflichten, müssten diese auch sofort gehoben - also das Wertpapier verkauft werden. Dies hätte zur Folge, dass die dann verkauften hochverzinslichen Papiere (nur diese beinhalten Bewertungsreserven) für die künftige Sicherstellung der Garantieverzinsung nicht mehr zur Verfügung stünden - und das wäre fatal. Eine mutwillig provozierte Rettung von vielen Lebensversicherern will in Deutschland sicher niemand sehen.

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GSYBE 13.07.2017, 14:08
5. vorgeschoben

Zitat von gman87
@GSYBE Im Artikel steht doch, dass das Gericht begründet hat, dass eventuell andere Einzahlende Menschen leer ausgehen werden, wenn man jetzt der Versicherung die Kohle nimmt und "einigen Wenigen" deutlich mehr auszahlt. Es ist sicher im Sinne aller Versicherten, fair gegenüber ihren Mitversicherten behandelt zu werden.
Genau diese Begründung ist doch entlarvend, zeigt sie doch das die Versicherung Misswirtschaft betrieben und die Aufsichtsmechanismen versagt haben müssen.
Nochmal: um den laufenden Betrieb gewährleisten zu können, kassieren die Versicherungen ihre Gebühren, und nicht zu knapp.
Wenn darüberhinaus finanzielle Lücken bei dem anvertrauten Geldern auftreten, muss das untersucht werden.

Darüberhinaus ist es schlicht unbegreiflich und eine Frechheit, dass die Versicherung die gewünschten Informationen nicht herausrücken braucht; Ihr Argument des `Nutzens für Alle´ entbehrt also einer beweissbaren Grundlage.

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sotraluz 13.07.2017, 14:10
6.

Zitat von gman87
@GSYBE Im Artikel steht doch, dass das Gericht begründet hat, dass eventuell andere Einzahlende Menschen leer ausgehen werden, wenn man jetzt der Versicherung die Kohle nimmt und "einigen Wenigen" deutlich mehr auszahlt. Es ist sicher im Sinne aller Versicherten, fair gegenüber ihren Mitversicherten behandelt zu werden.
Nach Auszahlung meiner Direktversicherung, in die ich 30 Jahre lang eingezahlt habe, betrug die Rendite knapp 0,4 Prozent. Davon darf ich jetzt noch mehr als 18% Sozialbeiträge über einen Zeitraum von 10 Jahren abstottern.
Ist das die Fairness, auf die Sie sich beziehen?

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GSYBE 13.07.2017, 14:18
7.

Zitat von sotraluz
Nach Auszahlung meiner Direktversicherung, in die ich 30 Jahre lang eingezahlt habe, betrug die Rendite knapp 0,4 Prozent. Davon darf ich jetzt noch mehr als 18% Sozialbeiträge über einen Zeitraum von 10 Jahren abstottern. Ist das die Fairness, auf die Sie sich beziehen?
Ich Fühle mit Ihnen, aber Sie haben mich wohl falsch verstanden; lesen Sie bitte #5.

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ME2017 13.07.2017, 14:30
8. Die Erde ist eine Scheibe

Leider fühlt sich beim Thema Versicherungen jeder berufen, seinem vermeintlichen klaren Menschenverstand zu folgen, ohne jedwede Kenntnis der tatsächlichen Zusammenhänge. Ein Klassiker: "Es ist ok, alle paar Jahre einen Schaden zu fingieren, weil man ja auch vorher eingezahlt hat. Andernfalls steckt sich die Versicherung das Geld ein." Keiner will offenbar verstehen, daß das Geld für eine Versichertengemeinschaft bestimmt ist - jenseits von Gebühren.
Wer auf dem Niveau diskutiert, die Erde sei eine Scheibe, weil man auf einer Kugel ja an der Seite nicht stehen könnte, sollte sich nach Möglichkeit nicht zu Naturwissenschaft, Medizin oder auch Wirtschaft äußern.

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moneysac123 13.07.2017, 14:50
9. Einfache Konsequenz:

Einfach keine Geschäfte mehr mit denen machen. Weder Lebensversicherung noch sonstige unnötige Policen.

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