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US-Anklage gegen Ex-VW-Chef Winterkorn: "Wer die Vereinigten Staaten zu betrügen vers
DPA

US-Justizminister Sessions begleitet die Anklage gegen Martin Winterkorn mit markigen Worten. Dem Ex-VW-Chef wird wegen des Dieselskandals Verschwörung zum Betrug vorgeworfen - er werde dafür "einen hohen Preis zahlen".

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Mierz 04.05.2018, 08:35
1. “Nicht in den USA” reicht nicht

Sollten die USA einen internationalen Haftbefehl erwirken, so täte er gut daran, überhaupt nicht mehr ins Ausland zu reisen.

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quark2@mailinator.com 04.05.2018, 08:36
2.

Wir erinnern uns, daß die US Autoindustrie damals knapp vor der Pleite oder schon darüber hinaus war und vom Staat gerettet wurde. Dann ging es los mit den endlosen Prozessen gegen Toyota und man setzte Grenzwerte, welche den Dieselmotor aussperren sollten. Das war glaube ich auch die Zeit, als Airbus erst den Auftrag für die neuen US-Tankflugzeuge gewann und dieser dann doch Boeing zugeschoben wurde. Usw. Natürlich war es trotz allem falsch, sich derart angreifbar zu machen und kriminell zu werden. Aber schön ist er nicht, der Kampf um die Sonnenseite ... da nehmen sich beide Seiten nichts, da bin ich sicher.

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isi-dor 04.05.2018, 08:37
3.

Ich dachte immer, in Trumpland wäre die Doktrin, dass es gar keinen Klimawandel gäbe, dass Umweltschutz unnörig sei und die Menschen für sich selbst verantwortlich?
Da fracken sie das letzte Öl und versauen Trillarden Liter Grundwasser, aber hier machen sie einen Bohai? Warum wird Diesel nicht einfach verboten, wenn es ach so schädlich ist?
Fazit: es geht um etwas ganz anderes, nämlich um die Beseitigung der Konkurrez für US-Firmen, deren Autos keinen Deut sauberer sind.

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Raisti 04.05.2018, 08:40
4.

Irgendwie ist es schon lustig das das Land in dem die Wirtschaft vor allem anderen geht (USA) es schafft den Konzern für seinen Machenschaften zu verklagen während man in DE immernoch schützend die Hand darüber hält. Sagt echt viel aus über den Zustand unserer "Demokratie" sofern man das noch so nennen kann.

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moritz1989 04.05.2018, 08:43
5. Wer die Vereinigten Staaten zu betrügen versucht...

Komisch das Donald Trump dann immer noch Präsident ist. Die Amis geben sich so knallhart und moralisch gefestigt aber am Ende ist dieses Land zu einem großen Witz verkommen und eine Anklage gegen Winterkorn gleicht Satire.

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280903 04.05.2018, 08:44
6. So sieht konsequente Durchsetzung des Rechts für Bürger aus

Völlig richtig und konsequent.
Ich wünschte mir in Deutschland ebensolche Rechtskonsequenz zum Wohle betrogener Autofahrer.

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Susi64 04.05.2018, 08:52
7. Zumindest trifft es nicht den Falschen!

Verurteilung (Oliver Schmidt) und auch Auslieferungen (keine deutsche Staatsbürgerschaft) von Managern hat es schon geben. Winterkorn schützt nur seine deutsche Staatsbürgerschaft.

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jojack 04.05.2018, 08:52
8.

Zitat von Raisti
Irgendwie ist es schon lustig das das Land in dem die Wirtschaft vor allem anderen geht (USA) es schafft den Konzern für seinen Machenschaften zu verklagen während man in DE immernoch schützend die Hand darüber hält. Sagt echt viel aus über den Zustand unserer "Demokratie" sofern man das noch so nennen kann.
Eben! Nur weil sich hier einige aus falschem Patriotismus heraus vor Winterkorn stellen, ist der Mann noch lange kein Engel. Volkswagen hat betrogen und ich bin stinksauer, dass die deutsche Politik dem Konzern auch noch dabei hilft, die Machenschaften zu vertuschen.

Ich weiß nicht, ob Winterkorn persönlich davon wusste und ganz und gar entschieden hat, den Betrug geheim zu halten. Das ist aber zu Recht die Sache eine ordentliche juristische Aufarbeitung. Dass die nicht auch hierzulande geschieht, ist doch nicht nicht Schuld der Amerikaner. Eher schon darf man es als einen Tritt in den Hintern der Autoindustrie-hörigen deutschen Politik begreifen.

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akkrt 04.05.2018, 08:55
9. Verbraucherschutz wird in den USA noch ernst genommen...

Wenn man sich mit Kollegen aus der Automobil-Zulieferindustrie unterhält merkt man, dass es zwei "Angstmärkte" gibt wenn es um Rückrufe, Qualität und Vorschriften geht: USA und China. Europa und Deutschland sind hingegen "besser vernetzt" und Konsequenzen im allgemeinen überschaubar. Für einen Topmanager ist es sicher ein Makel nicht mal eben nach USA zu den Enkeln auf der Elite-Uni jetten zu können...

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