Forum: Wirtschaft
US-Arbeitsmarkt: Notenbankchef spricht von "nationaler Krise"

Ben Bernanke redet Klartext: Der Chef der US-Notenbank hält die Lage auf dem heimischen Arbeitsmarkt für so prekär wie nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu viele Menschen sind zu*lange ohne Job - nun müsse*der amerikanische Kongress endlich handeln.

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cottoner 29.09.2011, 08:39
1. Krise hier, Krise dort

Krise wohin man schaut. Ja, wir haben eine Krise und zwar eine gewaltige. Wir erleben eine Krise des Systems und da trifft die USA eine erhebliche Schuld. Ein vollkommen ungezuegeltes Geld und Finanzsystem, laufend neues Geld aus dem Nichts erschaffen und die Welt darin absaufen zu lassen und Massnahmen verweigern, welche die Bankster endlich an die kurze Leine legen sind die Ursachen der jetzigen Situation. Das der Praesident verbal wild um sich haut und sein FED Obergangster laut und deutlich von einer Krise redet, verheisst nichts Gutes fuer die USA. Das Schiff der Weltwirtschaft hat schwere Schlagseite und ein sinken ist in greifbarer Naehe.

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bunterepublik 29.09.2011, 08:41
2. Quadratur des Kreises

Wie soll das gehen?

Aktive Beschäftigungspolitik, Abbau der öffentlichen Verschuldung, stabiles Wachstum und dann noch stabile Preise.

Hierüber machen sich Wirtschaftswissenschaftler seit Jahrzehnten Gedanken und kommen zu dem Ergebnis, dass es sich um Ziele handelt, die im Konflikt zueinander stehen.

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peterhausdoerfer 29.09.2011, 08:42
3. Das kommt davon wenn man Politik für 0,5% der Bevölkerung macht

Zitat von sysop
Ben Bernanke redet Klartext: Der Chef der US-Notenbank hält die Lage auf dem heimischen Arbeitsmarkt für so prekär wie nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu viele Menschen sind zu*lange ohne Job - nun müsse*der amerikanische Kongress endlich handeln.
Und seine Industrieproduktion nach China exportiert. Ohne eine Politik für das Gemeinwohl geht das Land zugrunde, eine Plutokratie ist nicht leistungfähig genug um im Wettbewerb zu bestehen.

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dolcegusto67 29.09.2011, 08:42
4. Auswegslos

Die USA haben insofern das Problem, da Sie durch die ganze Globalisierung einen Grossteil Ihrer Jobs (vorallem Handwerk) ins Ausland verlagert haben; bestes Beispiel sind doch die schönen Apple-Produkte (Made in China but designed in California). Auch werden die 400 Milliarden USD die nun gedruckt werden, keine Million Jobs schaffen...leider. Die USA stehen vor einer sehr sehr schweren Zeit. Ich hoffe blos nicht, dass sich die Polemik gegen Europa ausweitet, denn wir sind für diese Krise garantiert nicht verantwortlich. Der Initiator der Krise (LEHMAN) waren doch die USA mit Ihrem Hyperkapitalismus, oder ? The american dream is unfortunately over.

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marvinw 29.09.2011, 08:44
5. Das Problem ist die ungerechte Geldverteilung in USA

In USA wird Arbeit nicht geschätzt wie auch in Deutschland. Dort arbeitet eine ausgebildete Fachkraft für 6-10§ die Stunde. Das Problem ist die Gier der Eliten die Arbeit nicht angemessen belohnen wollen. Würde die Geldverteilung in USA besser sein, hätten die Menschen mehr Geld und mehr Möglichkeiten sich selbständig zu machen, Firmen zu eröffnen und nicht ständig nur noch Kredite zu nehmen, was eigentlich diese ganzen Krisen ausgelöst hat.

Aber Gier tötet das Hirn wie man sieht.
Die Bängster verstehen das sehr wohl, doch die Gier ist größer und die Regierungen sind korrupt und unterstützen es.

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Progressor 29.09.2011, 08:46
6. Klartext

Unser Wirtschaftssystem basiert darauf, dass man sich ständig neu und höher verschuldet.

In der Theorie und einer günstigen Praxis sieht das so aus:

Ausgabe von Staatsanleihen für 3 %
Inflationsrate wird offiziell mit 2 % angegeben (ist tatsächlich aber etwa 2,5 %)
Kapitalertragsteuer 25 %
Den Rest holt man sich über Vermögens- und/oder Erbschafts-/Schenkungssteuer rein.

So kann ein Staat jedes Jahr für mehr Wachstum- und Beschäftigung zubuttern ohne dass die Verschuldung im Verhältnis zum BIP ansteigt.

Ungemütlich wirds zum Beispiel wie bei uns in D wenn unerwartete Kosten wie Kosten einer Wiedervereinigung dazukommen.

In den USA ist es problematisch, weil der US-Dollar manipuliert wird, damit z.B. China einen unfairen Handelsvorteil erhält. Hier muss über Wechselkurse nachgedacht werden, welche die Leistungsbilanzen zum Ausgleich bringen. Tut man das nicht, dann nutzt auch alle Geldpolitik nichts, was man am Beispiel USA deutlich gesehen hat. Bernanke macht gerade wieder eine neue Kreditblase auf.

Das oben genannte Idealkonzept kommt aber generell in ein nicht mehr in den Griff zu bekommendes Schlingern, wenn die Einkommens- und Vermögensverteilung sich so weiter entwickelt wie derzeit in den westlichen Industrienationen.

Wenn breite Teile der Bevölkerung kein Geld mehr zum Konsumieren haben und andere sich nur noch die Aktienpakete hin- und herschieben ist das Ende der Fahnenstange bald erreicht.

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Marcus_XXL 29.09.2011, 08:48
7. 400 Milliarden kommen woher?

Was bedeutet "Die Fed nimmt bis Mitte kommenden Jahres 400 Milliarden Dollar in die Hand, um lang laufende Anleihen zu erwerben."?

Woher kommt das Geld? Wird es einfach -aus der Luft- erschaffen? Liegt das im Keller der Fed so rum! Sind es neue Schulden?

Wenn die Fed Anleihen der USA kauft, mit welchem Geld? Woher kommt es? Und warum kauft sie nicht einfach alle Schuldscheine der USA und verbrennt sie? Dann wäre die USA doch mit einem Schlag schuldenfrei.

Fragen über Fragen!

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Tungay 29.09.2011, 09:02
8. Mit Dollars...

...von der Klorolle, auf den Weg in den III. Welt Status. Bekommen wir auch bald. Heute wird ein wichtiger Grundstein für die neue Welt Ordnung gelegt, die uns mit Amerika in die Tiefe zieht.

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Jolly65 29.09.2011, 09:09
9. ...

Die Antwort darauf ist doch klar: Harte Reformen für Arbeitslose und Steuererleichterungen für Kapitalanleger. Und für Hotels natürlich auch. Es geht doch immer nur in diese Richtung, egal was passiert.

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