Forum: Wirtschaft
US-Autohersteller: Die Zölle nahen, die Angst steigt
DPA

Präsident Trump könnte mit Importzöllen auf deutsche Autos ernst machen. Das schütze die US-Wirtschaft, sagt er. Doch amerikanische Hersteller sehen das anders: Sie fürchten einbrechende Absätze und drastischen Jobabbau.

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jujo 04.07.2018, 16:29
20. ....

Ich hätte nichts dagegen, das die überdimensionierten SUV´s teurer werden. wer zum Teufel braucht im Normalverkehr eine rollende Schrankwand mit über 200 PS und ca 250kmh in der Spitze.

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interessierter Laie 04.07.2018, 16:30
21. @labi

Quark. Es ist unwirtschaftlich, in einem Land alle Modelle (und alle Komponenten dafür) fertigen zum lassen, die dort verkauft werden. Selbst in den USA, die ein großer Markt sind ist das Unfug. Warum haben sie Autokonzerne denn Werke überall und schippern die Ware überall hin? Doch nicht, weil sie Schiffe und Container mögen. Überlegen Sie mal, was es bedeuten würde, wenn das überall so liefe. In den meisten Ländern der Welt würde sich nichtmal ein Werk für ein Modell lohnen. Zu kleine Stückzahl. Es gäbe dort schlicht keine Autos mehr zu kaufen. In anderen gäbe es nur noch eine sehr eingeschränkt Auswahl von Modellen, eine Motorisierung und ein Ausstattungspaket. Und die großen und teuren (aber auch profitabelsten) Serienmodelle gäbe es gar nicht mehr, weil es sich in keinem einzelnen Land lohnt, die zu produzieren. Da war Einzelfertigung billiger. Man könnte jetzt natürlich optimistisch davon ausgehen, das dadurch Arbeitsplätze entstünden. Tun sie aber nicht, denn es werden schlicht viel weniger Leute ein Auto kaufen können.

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marty_gi 04.07.2018, 16:31
22. wer....

Wer zwingt eigentlich die amerikanischen Kunden, sich europaeische Wagen zuzulegen? War da nicht was mit Kapitalismus und Markt? Und koennte es nicht sein, dass eben diese Kunden, aehnliche wie auch die Kunden in Europa, einfach die US-Amerikanischen Produkte merklich schlechter finden und sie deshalb nicht kaufen? So wie sie ja aufgrund von Qualitaet und oftmals Groesse (mal abgesehen von Effizienz) in Europa nahezu unverkaeuflich sind - und nicht, weil hier jemand was dagegen hat, dass die Dinger hier verkauft werden.....

Das ganze ist also keine Massnahme der Nationalen Sicherheit und eine Gegenmassnahme, sondern irgendwie sehr kommunistisch wie zu DDR-Zeiten. Wir haben nun mal das nicht so tolle Produkt, und muessen es eben loswerden, also Schotten dicht.....

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kjartan75 04.07.2018, 16:32
23. Warum gegen die Welt kämpfen?

Es ist schon eigenartig, dass Trump glaubt, je mehr Gegner er hat, desto leichter wäre es, Handel zu betreiben. Die Art, wie er den Handelskrieg führt, dürfte völlig nach hinten losgehen. Während sich die Welt gegen die USA stellt und munter untereinander Handel treibt und gar nicht so stark auf die USA angewiesen sind, wie die USA von der Welt, isoliert Trump die USA derart vom Welthandel, dass es definitiv Jobs kosten wird. Es kommt nicht von ungefähr, dass George W. Bush den letzten Handelskrieg verloren hat und Strafzölle wieder zurückgenommen hat, weil es Jobs kostete.

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henkel_hh 04.07.2018, 16:36
24. Wer solche Freunde hat

Zitat von Peter Friedrichs
machen und sich komplett von den USA abwenden. Heute ist es zwar schwer denkbar, aber am Ende könnte derjenige, der andere Länder so drangsaliert wie Trump, ganz allein da stehen.
bedarf keiner Feinde.
Aber ernsthaft, ein großer Teil der Verluste der heimischen Industrie durch Trumps Importzölle ließe sich durch drastische Einsparungen bei der Bundeswehr kompensieren!
Das hätte auch den Vorteil nicht in nutzlose Dinge zu investieren, die weder schwimmen noch fliegen können.
Der Gedanke ein Land wie die Bundesrepublik gegen einen hochgerüsteten Gegner sinnvoll verteidigen zu können und zu wollen ist abstrus.
Daher, man nehme das Angebot von Herrn Trump an, die USA verlegen ihre Truppen, wohin auch immer und die Bundesrepublik zieht sich aus dem militärischen Teil der NATO zurück, vergleichbares hat uns Frankreich vorgemacht.

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Darwins Affe 04.07.2018, 16:36
25. German Angst geht um

1) Der führende Industriezweig Deutschlands kommt von allen Seiten unter Druck: Zölle aus den USA, Dieselaffäre, E-Autos, nachlassende Konjunktur in China.
2) China zum Beispiel erhebt 25 Prozent Zölle auf importierte Autos. Zudem brauchen ausländische Firmen mit Werken im Land einen chinesischen Mehrheitspartner --- und müssen ihre Patente (zum Nachbau) abliefern. Dagegen scheinen die erwogenen Massnahmen Trumps geradezu milde.

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meinerlei 04.07.2018, 16:37
26. Hintergedanken

Das Trumpsche Handeln ist auf der Ebene, auf welcher es dem Wortlaut nach verhandelt wird, aberwitzig. Und natürlich ist selbst ihm klar, dass er mit der durch Importzölle ins Werk gesetzten Zerstörung von Wertschöpfungsketten den USA unermesslichen wirtschaftlichen Schaden zufügt. Die Neuorganisation dieser Ketten verursacht bei allen Unternehmen vorübergehende Anpassungskosten, den langfristigen Schaden haben jedoch die USA. Daran kann ihm wegen einer von ihm erwünschten Wiederwahl nicht gelegen sein, zumal die von ihm derzeit indirekt eingeleitete Rezession zum Wahltermin spürbar sein wird. Die meßbaren Wirkungen der Importzollankündigungen fokussieren sich auf den Aktienmarkt. Dort ist die Panik inzwischen so in Fahrt, dass jeder Tweet Zigmilliarden Börsenwert entweder generiert oder pulverisiert. Wer vorher weiß, was als Nächstes getweetet wird, hat ausgesorgt. Honni soit qui mal y pense.

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naive is beautiful 04.07.2018, 16:39
27. Am besten Sie schneiden sich...

Zitat von molesman
...Abgesehen davon werte ich viele Schritte Trumps als gekonnt, rein aus wirtschaftlicher Sicht. Hat schon was wenn ein Mensch an der Spitze ist der von der Wirtschaft immerhin soviel versteht dass er Milliarden machte, die Dame bei uns hat keinerlei Ahnung von alledem und das Volk zahlt die Strafe dafür.
...den zitierten Teil Ihres Beitrages aus und legen ihn in den Safe. Wenn Sie ihn in ca. 2 Jahren wieder heraus holen und noch einmal lesen, werden Sie sich vermutlich wundern...
Nur am Rande: Wissen Sie wo all diese Milliarden sind, die Trump Ihrer Einschätzung nach 'gemacht hat'? Ich könnte Ihnen immerhin sagen, wie viele Milliarden er VERNICHTET hat - und damit auch Tausende oder gar zig-Tausende von Jobs. Und bevor Sie auf seine Hotels und Golfclubs verweisen (inkl. seiner Privat-Boeing) - alles geleast oder gehört der Bank...

Einige noch nicht offen genannte Quellen wollen ja sogar wissen, dass Herr Trump überschuldet ist. Lassen wir das mal dahin gestellt - 'echter Reichtum' ist jedenfalls etwas anderes als Protzen mit geliehenem Geld.

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raoul2 04.07.2018, 16:39
28. Es kann eigentlich nicht allzu lange dauern,

bis auch die Wählerschaft des Trumpl merkt, daß dessen Aktionen sehr häufig "nach hinten losgehen". Gut so. Mich stört's nicht, wenn der PotUS sich ins eigene Bein schießt.

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alfredov 04.07.2018, 16:40
29. Stellt man sich vor dass man die deutschen Automobilwerke

in den USA von heute auf morgen schließt, dann steht Herr Trump nicht mehr lange im weißen Haus auf sicheren Beinen. Das hätte katastrophale, wirtschaftliche Folgen für die USA. Mehr für diese als für unsere.

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