Forum: Wirtschaft
US-Autohersteller: Die Zölle nahen, die Angst steigt
DPA

Präsident Trump könnte mit Importzöllen auf deutsche Autos ernst machen. Das schütze die US-Wirtschaft, sagt er. Doch amerikanische Hersteller sehen das anders: Sie fürchten einbrechende Absätze und drastischen Jobabbau.

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bristolbay 04.07.2018, 16:58
40. Haben Sie denn nicht Breitbart gelesen?

Zitat von marty_gi
Wer zwingt eigentlich die amerikanischen Kunden, sich europaeische Wagen zuzulegen? War da nicht was mit Kapitalismus und Markt? Und koennte es nicht sein, dass eben diese Kunden, aehnliche wie auch die Kunden in Europa, einfach die US-Amerikanischen Produkte merklich schlechter finden und sie deshalb nicht kaufen? So wie sie ja aufgrund von Qualitaet und oftmals Groesse (mal abgesehen von Effizienz) in Europa nahezu unverkaeuflich sind - und nicht, weil hier jemand was dagegen hat, dass die Dinger hier verkauft werden..... Das ganze ist also keine Massnahme der Nationalen Sicherheit und eine Gegenmassnahme, sondern irgendwie sehr kommunistisch wie zu DDR-Zeiten. Wir haben nun mal das nicht so tolle Produkt, und muessen es eben loswerden, also Schotten dicht.....
Ironie: Heute steht bei Breitbart und kam als Breaking News bei Fox:

der Waffenbesitz in den USA wird verboten. Es gibt nur einen einzigen Grund. Die Verkäufer europäischer Wagen, vor allem Mercedes, zwingen jeden Interessenten mit einer Pumpgun in der Hand zur Unterschrift und das muss jetzt aufhören, es gefährdet die Sicherheit der USA.
Ironie aus.

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bristolbay 04.07.2018, 17:01
41. Sie haben etwas vergessen

Zitat von Darwins Affe
1) Der führende Industriezweig Deutschlands kommt von allen Seiten unter Druck: Zölle aus den USA, Dieselaffäre, E-Autos, nachlassende Konjunktur in China. 2) China zum Beispiel erhebt 25 Prozent Zölle auf importierte Autos. Zudem brauchen ausländische Firmen mit Werken im Land einen chinesischen Mehrheitspartner --- und müssen ihre Patente (zum Nachbau) abliefern. Dagegen scheinen die erwogenen Massnahmen Trumps geradezu milde.
Ganz gefährlich für Marktteilnehmer in China ist die Justiz. Wer während der Fahrt trinkt und dabei einen Unfall verursacht, der kann den Hersteller auf Millionen wegen eigener Dummheit verklagen.

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derjonny 04.07.2018, 17:01
42.

Zitat von labi
Die Zöle wirken nur so lange negativ, bis entsprechende Produktionskapazitäten in die USA verlegt wurden. Die Gewinne der Konzerne in den USA würden sicherlich sinken, daher auch Proteste. Langfristig dürfte die Zahl der Arbeitsplätze in der US-Automobilindustrie steigen. Ob die Anzahl der Gesamtarbeitsplätze steigen wird, ist eine andere Frage.
Das Problem mit der Verlagerung ist, dass man damit trotzdem nicht verhindern kann, dass das Produkt, also das Auto in den USA teurer wird, selbst wenn es zu 100% (von der kleinsten Schraube bis zur fertigen Karosse) in den USA produziert wird. Wären die Produktionskosten genauso hoch oder niedriger dann würden die Unternehmen das schon lange machen um die globalen Lieferketten zu vermeiden.

D.h. der amerikanische Markt kann viel weniger Autos umsetzen als das derzeit der Fall ist. Ob sich dabei Marktanteile von "Deutschen" Marken auf "Amerikaische" verschieben oder die Unternehmen um Importkosten zu sparen Werke in den USA hochziehen spielt eine untergeordnete Rolle. Weniger verkaufte Autos hat Folgen auf so ziemlich alle Wirtschaftszweige, vom Handel über die Werkstätten bis hin zu den Ölkonzernen. Außerdem werden weniger Produktionskapazitäten insgesamt benötigt, was Folgen auch für sämtliche Zulieferer hat.

Als "neutraler" Beobachter aber sicher ein hochspannendes Experiment, was der Herr Trump da versucht. Bin vor allem mal gespannt, wie sich die Inflation in und außerhalb der USA in den kommenden Jahren entwickelt. Auch für die Umwelt dürften die aktuellen Entwicklungen im Zollstreit "good news" bedeuten.

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cobaea 04.07.2018, 17:02
43.

Zitat von bloodyhell
Der Dumme ist am Ende der Kunde, wenn nämlich alle Autos teurer werden :-( Die Zölle wandern dann in den Staatshaushalt! - TOLL !
Das ist das Wesen der Zölle - dafür werden sie erhoben. Weshalb die Zollbehörden ja auch dem Finanzministerium unterstellt sind. Und mit irgendetwas muss Trump ja schliesslich die Steuerausfälle finanzieren, die er durch seine Steuerreform verursacht hat. Das Gute dabei ist, er kann die höheren Kosten, die die Verbraucher zahlen müssen, dem "bösen" Ausland in die Schuhe schieben und ist selber fein raus.

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sanchopansa 04.07.2018, 17:02
44.

Zitat von meinerlei
Das Trumpsche Handeln ist auf der Ebene, auf welcher es dem Wortlaut nach verhandelt wird, aberwitzig. Und natürlich ist selbst ihm klar, dass er mit der durch Importzölle ins Werk gesetzten Zerstörung von Wertschöpfungsketten den USA unermesslichen wirtschaftlichen Schaden zufügt. Die Neuorganisation dieser Ketten verursacht bei allen Unternehmen vorübergehende Anpassungskosten, den langfristigen Schaden haben jedoch die USA. Daran kann ihm wegen einer von ihm erwünschten Wiederwahl nicht gelegen sein, zumal die von ihm derzeit indirekt eingeleitete Rezession zum Wahltermin spürbar sein wird. Die meßbaren Wirkungen der Importzollankündigungen fokussieren sich auf den Aktienmarkt. Dort ist die Panik inzwischen so in Fahrt, dass jeder Tweet Zigmilliarden Börsenwert entweder generiert oder pulverisiert. Wer vorher weiß, was als Nächstes getweetet wird, hat ausgesorgt. Honni soit qui mal y pense.
Ist doch egal. Wenn sich jemand Hoffnungen darauf macht, dass die Trumpians ihren Vorturner wegen irgendwelcher negativen Entwicklungen kritisieren oder sogar nicht wiederwählen, dann hat der sich was vorgemacht.
Je dicker es kommen mag, umso lauter wird er rumbrüllen, dass Europa und China Amerika plattmachen wollen und man sich das nicht länger gefallen lassen kann.
Gegen Dummheit kämpfen selbst die Götter vergebens.

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cobaea 04.07.2018, 17:06
45.

Zitat von Darwins Affe
1) Der führende Industriezweig Deutschlands kommt von allen Seiten unter Druck: Zölle aus den USA, Dieselaffäre, E-Autos, nachlassende Konjunktur in China. 2) China zum Beispiel erhebt 25 Prozent Zölle auf importierte Autos. Zudem brauchen ausländische Firmen mit Werken im Land einen chinesischen Mehrheitspartner --- und müssen ihre Patente (zum Nachbau) abliefern. Dagegen scheinen die erwogenen Massnahmen Trumps geradezu milde.
1. Der Auto-Import ist überall bereits heute mit Zöllen (und meisten auch mit Steuern) belegt. Trump will diese nun aber drastisch erhöhen. 2. Die Nummer mit dem chinesischen Mehrheitspartner ist neuerdings vom Tisch.

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adrianfg 04.07.2018, 17:07
46.

Zitat von labi
Die Zöle wirken nur so lange negativ, bis entsprechende Produktionskapazitäten in die USA verlegt wurden. Die Gewinne der Konzerne in den USA würden sicherlich sinken, daher auch Proteste. Langfristig dürfte die Zahl der Arbeitsplätze in der US-Automobilindustrie steigen. Ob die Anzahl der Gesamtarbeitsplätze steigen wird, ist eine andere Frage.
Auch ein Anstieg der Jobs in der Automobilindustrie in den USA erscheinen mir fraglich. Zu verlagern wären Jobs die derzeit günstiger im Ausland ausgeführt werden. Folglich müsste der Preis der Autos steigen und die nationale sowie die internationale Nachfrage nach US Autos sinken. Dies schadet nicht nur den Gewinnen der Unternehmen, sondern erfordert auch weniger Arbeit, die weniger Autos produzieren.

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Markus_210 04.07.2018, 17:07
47. Wenn alle Staaten Zölle nehmen, zahlen die Unternehmen endlich Steuern

Ist zwar dann eine Art Über-Kreuz-Besteuerung, also jeweils für die ausländischen Firmen statt für die inländischen, aber das macht global gesehen ja insgesamt keinen Unterschied und für die inländischen Firmen bekommt man das Steuern zahlen ja seit der Globalisierung offensichtlich auch gar nicht mehr vernünftig hin, weil denen ständig einfällt, das sie ihre Gewinne ja in der Südsee oder Luxemburg erwirtschaftet haben. Dann ist doch dieser Umweg über Zölle gar nicht so dumm. OK, am Ende zahlt die Steuern natürlich der Verbraucher, aber das würde er ja auch so, wenn die Unternehmen auf normalem Weg gezwungen wären in ihren eigenen Ländern Steuern zu zahlen. Auch dann müßten sie die Preise erhöhen.

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hareck 04.07.2018, 17:09
48. Es wird immer nur

berichtet, wie schlimm die Zölle für alle seien.
Da allerdings Zölle mit Steuereinnahmen gleichzusetzen sind, würde mich mal interessieren, wie viele Einnahmen die Staaten damit generieren und wie nützlich diese für sie sein können.
Aber nein, überall wird in das marktliberale Horn geblasen, und der Spiegel macht eifrig mit.

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don_spon 04.07.2018, 17:10
49.

Zitat von raoul2
bis auch die Wählerschaft des Trumpl merkt, daß dessen Aktionen sehr häufig "nach hinten losgehen". Gut so. Mich stört's nicht, wenn der PotUS sich ins eigene Bein schießt.
Leider fürchte ich das das doch recht lange dauern kann. Die Harley Davidson Arbeiter die jetzt wohl rausfliegen, würden ja Trump auch wieder wählen. Weil er ja ein cleverer Geschäftsman ist und durch die Steuersenkungen brummt ja aktuell auch die US Wirtschaft.Tatsächlich hat er bei seinen Immobiliengeschäften von Papa's Geld profitiert und ansonsten immer mit Druck und Erpressung gearbeitet.Dazu hat er mit der Mafia kooperiert und sein Anwalt war ja auch ein völlig skrupelloser Mafia Amwalt.Jetzt meint er eben den Rest der Welt unter Druck setzten zu können.Wie vermessen! Und er wird sicher keine Ruhe geben bis die US Wirtschaft vor die Wand gefahren ist. Hoffentlich mit wenig Schaden für den Rest der Welt. Es war unfassbar, das ein solcher Blender Rassist Narzisst und world famoust Pussygrabber gewählt wurde. Aber er wurde gewählt. Warum sollte er nicht wiedergewählt werden? Es sein denn seine Wähler haben bis 2020 schon nichst mehr auf dem Teller. Das kann er natürlich mit seiner erstaunlichen narzissmussbefeuerten Tatkraft schon schaffen.

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