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US-Autokrise - was muss geschehen?

Führungswechsel bei GM, großer Druck der US-Regierung, umstrittene Sanierungspläne - die Auto-Giganten von Detroit sind in ihrer schwersten Krise. Was muss passieren, damit sie überleben können?

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Benjamin1965 30.03.2009, 07:39
1. Grosse Frage

Zitat von sysop
Führungswechsel bei GM, großer Druck der US-Regierung, umstrittene Sanierungspläne - die Auto-Giganten von Detroit sind in ihrer schwersten Krise. Was muss passieren, damit sie überleben können?
Sollen sie ueberleben? Ist das im Interesse des deutschen Volkes? Ist das Interesse der Amerikaner? Eines ist absolut sicher: Obama (und jeder andere US President) werden US Interessen vor jegliche andere Interessen der Welt stellen. Leider kann man das von einer deutschen Regierung nicht behaupten.

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Laotse 30.03.2009, 07:46
2. Verpuppung

Zitat von sysop
Führungswechsel bei GM, großer Druck der US-Regierung, umstrittene Sanierungspläne - die Auto-Giganten von Detroit sind in ihrer schwersten Krise. Was muss passieren, damit sie überleben können?
Da müssen aus den fetten Raupen leichte Schmetterlinge werden und das wird nur im Kokon von US-Insolvenzverfahren möglich sein. Abwehr- oder Verzögerungsstrategien werden - so verständlich sie politisch und menschlich auch sind - nur zusätzliche verpulverte Kosten bedeuten. Dazu gehören auch die jetzt beschlossenen weiteren Nachfristen der US-Regierung.

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Beutz 30.03.2009, 08:16
3. Versager

Zitat von sysop
Führungswechsel bei GM, großer Druck der US-Regierung, umstrittene Sanierungspläne - die Auto-Giganten von Detroit sind in ihrer schwersten Krise. Was muss passieren, damit sie überleben können?
Es passiert -im Gegensatz zu D- endlich das, was passieren muss.

Liebe Grüße.

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Tom_63 30.03.2009, 08:24
4. Neue Produkte

Zitat von sysop
Führungswechsel bei GM, großer Druck der US-Regierung, umstrittene Sanierungspläne - die Auto-Giganten von Detroit sind in ihrer schwersten Krise. Was muss passieren, damit sie überleben können?
Hätten die Taugenichtse von Manager schon früher nach alternativen Antrieben gesucht wäre es nicht soweit gekommen. Bush war da sicher auch ein Bremser und als Präsident ein Versager.
Bei den Deutschen Autobauern gilt das Gleiche. Wenn sie weiter so schlafen dann ist es auch um sie geschehen. Auf keinen Fall dürften die Autobauer durch staatliche Hilfe gestützt werden. Dies gilt auch für die Banken.

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kleinrentner 30.03.2009, 09:13
5. nur wer für den Markt sprich Nachfrage produziert

Zitat von Laotse
Da müssen aus den fetten Raupen leichte Schmetterlinge werden und das wird nur im Kokon von US-Insolvenzverfahren möglich sein. Abwehr- oder Verzögerungsstrategien werden - so verständlich sie politisch und menschlich auch sind - nur zusätzliche verpulverte Kosten bedeuten. Dazu gehören auch die jetzt beschlossenen weiteren Nachfristen der US-Regierung.
hat es verdient gerettet zu werden. So gesehen ist eine Anpassung über ein geordnetes Insolvenzverfahren zu befürworten. Entspricht ja auch den Marktregeln!!!

Für De sei noch zu sagen, dass ich es unerträglich finde, wie die asozialen Opelbetriebsräte, denen das Schicksal und vor allem die Arbeitsbedingungen ihrer Leih-und Zeitarbeiter jahrelang nicht im Geringsten interessierte, jetzt die deutsche Politik mitleidsheischend versuchen in eine Staatsbeteiligung zu quatschen.
Schlage vor, die Herren Betriebsräte fahren nach Detroit und jammern da, bei ihrem Herrn und Brötchengeber.
Opel ist schliesslich seit 80 Jahren kein deutsches Unternehmen mehr, und als Steuerzahler ein Totalverweigerer.

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almabu 30.03.2009, 09:21
6. Wenn Obama den Turnaround der US-Autoindustrie erzwingt,

ich traue ihm das wirklich zu, dann wird mittelfristig das Export-Potential für deutsche Autos in die USA drastisch schrumpfen! Auch wenn GM & Co. erst zum Wettbewerb gezwungen werden müssen, ist das für die Weiterentwicklung des Autos ingesamt eine gute Nachricht, denn auch in Deutschland herrscht teilweise eine Mentalität des "weiter so"!

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der_sachse 30.03.2009, 09:56
7.

Was mich bei der ganzen Diskussion wundert, das GM-Chef Wagoner nicht bereits mit Beginn der Staatshilfen rausgeschmissen hat. Denn seine Bilanz seit 2000 ist einfach nur verherrend. Alleine in den letzten vier Jahren 80 Mrd. $ Verlust und das Zerstören des Mythos GM.

Daher wundert es micht eigentlich, dass die Amerikaner nicht wie bei ihrem Ponzi-Schemes Betrüger Maydoff keine persönliche Haftung fordern, da eine solche Kapitalvernichtung fast kriminell ist. Vielleicht auch deshalb, weil sie ja selbst zu dieser Situation mit ihren riesigen und sinnlosen SUV's dazu beigetragen haben.

Aber ich gehe davon aus, dass nach Ablauf der Frist von 60 Tagen GM Chapter 11 Insolvenz anmeldet und sich daraus saniert, weil wenn sie es jetzt noch nicht geschafft haben, einen ordentlichen Sanierungsplan vorzulegen, dann werden sie auch nicht in 60 Tagen schaffen. Das alleinige Auswechseln des GM-Chefs und des "Aufsichtsrates" genügt dabei nicht.

Daher wird es auch für Opel schwer werden zu überleben, da unsere lieben Politiker keinen Arsch in der Hose haben, endlich mal klartext zu reden, ob sie das Unternehmen retten wollen oder nicht, sondern liebe nach Amerika schauen und auf irgendein Signal zu warten. Is ein Trauerspiel, weil bei einer Insolvenz von Opel mehrere Regionen sterben werden (Eisenach, Rüsselsheim, Bochum - halt: eigentlich alle Standorte). Schließlich werden bei einer Anmeldung der Insolvenz nach Chapter 11 Verträge, die GM mit ihrer Tochter Opel abgeschlossen hat, wirkungslos. Daraus folgt, dass Investitionen von Opel nicht mehr zurückgefordert werden können, so dass in 60 Tagen Opel selbst Insolvenz beantragen muss. Also ist Handeln angesagt, aber wie bereits gesagt, unsere Politiker starren nur ehrfürchtig nach Washington.

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kulturphänomen 30.03.2009, 10:12
8. -

unsere politiker sind nur gut im laut jammern,
verbrennen meist sehr unnütz steuergelder,
lehnen selbst gemäßigten protektionismus ab,
der die wirtschaft anderer länder retten wird
und kriegen vielleicht dann was auf die reihe,
wenn sie es anderen nachmachen können.
hoffentlich haben andere schon begriffen, dass
ein nicht funktionierendes system samt seiner
nicht funktionierenden selbstherrlichen spitzen
nicht gerettet werden darf.
aber hier traut sich natürlich kein politiker, die
notwendigen schritte zu gehen, obwohl diese
weder populär noch angenehm sind, jedoch in
offenkundigiger weise notwendig.

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rkinfo 30.03.2009, 10:17
9.

Zitat von Tom_63
Hätten die Taugenichtse von Manager schon früher nach alternativen Antrieben gesucht wäre es nicht soweit gekommen. Bush war da sicher auch ein Bremser und als Präsident ein Versager. Bei den Deutschen Autobauern gilt das Gleiche. Wenn sie weiter so schlafen dann ist es auch um sie geschehen. Auf keinen Fall dürften die Autobauer durch staatliche Hilfe gestützt werden. Dies gilt auch für die Banken.
http://www.auto-broker-magic.com/2010-ford-fusion.html

In der aktuelle Krise überrascht nur Ford - per 2010 Hybdrid-Fahrzeug mit E85-Bioethanol Unterstützung.

Auch bei uns, egal ob Autofirmen, Medien oder Bürger, wird bzgl. dem Zukunftsantriab Biosprit-Hybdrid seit vielen Monten geschlafen. Die medial gepriesenen vierrädrigen Akkuschrauber (= E-Autos) sind Unfug und GM könnte schon in 60 Tagen hier ultimativ seinen Chevy Volt per Chapter 11 Insolvenz in den Gulli kippen.

Wenn die deutsche Autoindustrie weiterhin Realitätssinn vermissen läßt wird in die Dauerkrise verfallen bis zur eigenen Insolvez.
Und weltweit (s. selbst Tata Nano) interessiert sich keiner für die E-Autos im Mainstreameinsatz.

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