Forum: Wirtschaft
US-Autokrise - was muss geschehen?

Führungswechsel bei GM, großer Druck der US-Regierung, umstrittene Sanierungspläne - die Auto-Giganten von Detroit sind in ihrer schwersten Krise. Was muss passieren, damit sie überleben können?

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heinzelmann200 30.03.2009, 11:25
10. Hoffen auf optimalen Ausgang

Optimal wäre eine Insolvenz beider Unternehmen, daher Chrysler und GMC. Wir können hier alle nur Hoffen, daß dies so eintritt und das möglichst bald. Eigentlich hätte das schon längst passieren müssen, aber die Regierung hat ja interveniert.

Hierzulande kann man ebenfalls nur Hoffen, daß die Regierung die Finger von Opel läßt. Um Opel sollen sich private Investoren nach Insolvenz kümmern.

In der Krise müssen ein paar drauf gehen, damit der Rest gesund weitermachen kann. Ansonsten haben wir bald nur noch Kranke!

Je mehr Nichtdeutsche Autohersteller es erwischt um so besser für die heimische Autoindustrie.

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Andreko 30.03.2009, 11:26
11.

Zitat von kleinrentner
Für De sei noch zu sagen, dass ich es unerträglich finde, wie die asozialen Opelbetriebsräte, denen das Schicksal und vor allem die Arbeitsbedingungen ihrer Leih-und Zeitarbeiter jahrelang nicht im Geringsten interessierte, jetzt die deutsche Politik mitleidsheischend versuchen in eine Staatsbeteiligung zu quatschen. Schlage vor, die Herren Betriebsräte fahren nach Detroit und jammern da, bei ihrem Herrn und Brötchengeber. Opel ist schliesslich seit 80 Jahren kein deutsches Unternehmen mehr, und als Steuerzahler ein Totalverweigerer.
So richtig das ist. Bei einer Opelpleite liegen dann aber noch etliche Tausend Leute mehr auf der Tasche des Beitrags- bzw. Steuerzahlers.

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mavoe 30.03.2009, 11:52
12. Autos

Mittel- bis langfristig bleiben weltweit wohl nur noch 5 +/- 1 Marken übrig. Toyota, Volkswagen, Ford, Daimler werden alles überstehen.

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deefens 30.03.2009, 11:55
13.

Zitat von Andreko
So richtig das ist. Bei einer Opelpleite liegen dann aber noch etliche Tausend Leute mehr auf der Tasche des Beitrags- bzw. Steuerzahlers.
Als ob die kompletten 27.661 auf einen Schlag zu Harz4-Beziehern würden... Und rechnen Sie bitte mal dagegen, was 40 Milliarden Staatshilfen geteilt durch sagen wir 50.000 Mitarbeiter ergeben (Beschäftigte plus Zulieferer usw). Richtig, 800.000 Euro (!) pro Mitarbeiter.

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der_sachse 30.03.2009, 11:57
14.

Zitat von mavoe
Mittel- bis langfristig bleiben weltweit wohl nur noch 5 +/- 1 Marken übrig. Toyota, Volkswagen, Ford, Daimler werden alles überstehen.
Bei Daimler wär ich mir nicht ganz so sicher, die sind meiner Meinung nach nicht breit genug aufgestellt, da sie nur hochpreisige Fahrzeuge im Angebot haben (Ausnahme: Smart)

Denk mir da eher, dass viele kleiner Unternehmen miteinander fusionierenw werden (wie jetzt ja zwischen Chrysler u. Fiat angedacht ist, die alleine überhaupt nicht überlebensfähig sind)

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Hartmut Dresia 30.03.2009, 12:05
15.

Zitat von der_sachse
Denk mir da eher, dass viele kleiner Unternehmen miteinander fusionierenw werden (wie jetzt ja zwischen Chrysler u. Fiat angedacht ist, die alleine überhaupt nicht überlebensfähig sind)
Wenn Regierungen marode Autokonzerne wie Opel retten, dann ist das Geldverschwendung, denn es gibt riesige Überkapazitäten. Von den 94 Millionen Autos Jahreskapazität sind 30 Millionen überflüssig. So oder so wird es Konsolidierungen geben.

Konjunktur und Banken sind nun aber im freien Fall, Regierungen müssen handeln. Die USA werden nicht gänzlich auf eine eigene Automobilindustrie verzichten wollen. Alleine deshalb ist GM-Opel ein Gemeinschaftsthema.

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shine31 30.03.2009, 12:12
16. re: die alleine überhaupt nicht überlebensfähig sind

Zitat von der_sachse
Denk mir da eher, dass viele kleiner Unternehmen miteinander fusionierenw werden (wie jetzt ja zwischen Chrysler u. Fiat angedacht ist, die alleine überhaupt nicht überlebensfähig sind)
Was soll der ganze Quatsch von "alle nicht überlebensfähig". Die ganzen Autofirmen haben Jahrzehnte alleine überlebt. Wieso sollten sie es jetzt nicht mehr? Und eine Fusion bringt nich immer etwas, siehe Daimler & Chrysler. Und richtig "klein" sind ja weder Chrysler noch Fiat!

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shine31 30.03.2009, 12:15
17.

Zitat von Hartmut Dresia
Die USA werden nicht gänzlich auf eine eigene Automobilindustrie verzichten wollen. Alleine deshalb ist GM-Opel ein Gemeinschaftsthema.
Wieso es gibt doch noch Ford! Und Chrysler steht nicht ganz so schlecht da wie GM. Die Amis kommen auch ohne Chrysler aus. Und selbst wenn GM jetzt Insolvenz anmelden müßte, würde die Firma - selbst unter den Namen GM - irgengwie weiterexistieren. Nur eben wird dieses neue GM dann schuldenfrei und gesundgeschrumpft sein...

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mavoe 30.03.2009, 12:29
18. der_sachse

"Bei Daimler wär ich mir nicht ganz so sicher, die sind meiner Meinung nach nicht breit genug aufgestellt, da sie nur hochpreisige Fahrzeuge im Angebot haben (Ausnahme: Smart)"

Hat Daimler denn nicht auch noch ne große Nutzfahrzeugpalette?

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klumpenhund 30.03.2009, 12:43
19.

Zitat von shine31
Was soll der ganze Quatsch von "alle nicht überlebensfähig". Die ganzen Autofirmen haben Jahrzehnte alleine überlebt. Wieso sollten sie es jetzt nicht mehr?
Willkommen in der wunderbaren Welt der Globalisierung. Vor einigen Jahren konnte ein Autokonzern sich alleine mit ein paar hunderttausend verkauften Autos im Jahr finanzieren, heute braucht man schon etliche Millionen und das trotz Zeitarbeit und Produktion in Asien.
Aufgrund von Inflation und Quartalszahlenmentalität der Manager können "kleine" Autobauer heute keine Autos zu akzeptablen Preisen herstellen.

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