Forum: Wirtschaft
US-chinesischer Handelsstreit: Wie Trump sich verkalkulierte
Brendan Smialowski/ AFP

Im Zollstreit zwischen den USA und China ist keine Einigung in Sicht. Die Angst vor einem Handelskrieg drückt jetzt die US-Börsen tief ins Minus.

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s.l.bln 14.05.2019, 08:54
90. Achso?

Zitat von 123rumpel123
Sie tun leider auch so, als ob es ausser China keine anderen Lieferanten mehr gibt. Sollte das der Fall sein, was natürlich nicht stimmt, hätte man diesen Konflikt schon verloren. Durch die Zölle werden andere Produzentenländer wieder wettbewerbsfähiger, die u.U. zur US-Sicherheitsallianz gehören, wie Korea, Japan usw. Und es gibt keine einzige US-Aussage dahingehend, dass man die Chinaproduktion komplett wieder in die USA holen will. Das ist Legendenbildung.
Sofern wir das Zeug, das Trump auf seinen Rallys absondert, als US Aussage werten, geht es darum, daß in den USA Arbeitsplätze entstehen, weil die Produktion von Konsumgütern in die USA zurückkehrt.
Das ist ganz exakt, was Trump mantraartig ständig vorbetet.
Der redet ja auch seit den 80ern davon, daß es auf US Straßen keine deutschen Autos geben sollte und meint das auch so.
Diese Legenden bildet er selbst. Nachzulesen auch auf Twitter.

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menefregista 14.05.2019, 08:55
91. Aussenhandelsexperten im Forum

Zitat von Poli Tische
Peitsche und Zuckerbrot, kein Asiate würde sich von einem Amerikaner die Peitsche zeigen, bzw. geben lassen. Die haben traditionell noch einen Ehrenkodex der besagt, das Gesicht zu verlieren ist schlimmer als der Tod.
Von den viele Außendelsexperten hier ist mir bei Ihnen sofort aufgefallen, dass Sie den Kern der Frage mit einer einfachen Formel beantrorten; " kein Asiate läßt sich von einem Ami die Peitsche zeigen. "
Frage; sind die Japaner keine " Asiaten " in Ihrem Weltbild ?
Japan hat nach mehreren Jahren des Aussenhandelsdefizites im vergangen Jahr trotz Donald Trump einen kleinen Überschuss verzeichnen können ( 32 Milliarden US Dollar . quelle Statista ) und Japanische Firmen betreiben eine Vielzahl von Produktionsstätten in den USA (da kann China nur neidisch sein, weil sie dazu gar nicht in der Lage wären die Managementkapazitäten innerhalb von einer Generation aufzubauen). Daüber hinaus ist Ihr Kommentar hoch emtionalisierter Troll-Quatsch gefärbt von US - Antipathie

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kajoter 14.05.2019, 08:56
92. @ #73

Zitat von 123rumpel123
Sie tun leider auch so, als ob es ausser China keine anderen Lieferanten mehr gibt. Sollte das der Fall sein, was natürlich nicht stimmt, hätte man diesen Konflikt schon verloren. Durch die Zölle werden andere Produzentenländer wieder wettbewerbsfähiger, die u.U. zur US-Sicherheitsallianz gehören, wie Korea, Japan usw. Und es gibt keine einzige US-Aussage dahingehend, dass man die Chinaproduktion komplett wieder in die USA holen will. Das ist Legendenbildung.
Es geht nicht darum, ob irgendetwas in anderen Ländern ebenfalls hergestellt wird, sondern darum, zu welchen Preisen es hergestellt wird. Und in diesem Punkt ist China bei vielen Produkten eben unschlagbar.

Selbst der Aspekt, dass andere Länder wettbewerbsfähiger werden, sticht nicht, denn in vielen Fällen wurden die dortigen Produktionsstätten mangels Wettbewerbsfähigkeit geschlossen. Und selbst wenn sie noch arbeiten, werden ihre Produkte eben teurer sein und die Amerikaner mehr Geld kosten.

Ihr "Legendenildung" wurde von Trump diverse Male auf seinen Wahlkampfreden geäußert. Er möchte erreichen, dass die meisten Waren wieder in den USA hergestellt werden - von Autos bis Babyschnuller.

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adrian.ruest 14.05.2019, 08:57
93. Trump liegt richtig

Trump macht hier ausnahmsweise alles richtig. Man muss den Chinesen ihre zutiefst unfairen und protektionistischen, auf Diebstahl und Übernahme ausgelegten Handelspraktiken um die Ohren hauen, statt wie einzelne Europäer wie Italien, Österreich oder die Schweiz zu versuchen, noch einige Rosinen rauszuholen. Es gilt China politisch, wirtschaftlich und schlussendlich auch militärisch in die Schranken zu weisen. Am besten wäre eine Isolation à la Nordkorea oder Iran bis das Land halbwegs demokratische Strukturen aufweist. Hunderttausende, wenn nicht Millionen sind in Lagern und Gefängnissen. Tausende werden jährlich wegen Nichtigkeiten hingerichtet. Das Volk ist völlig gleichgeschaltet und wird komplettüberwacht. Ein Horrorstaat analog zu "1984". Und China strebt nach Welthegemonie. Wenn wir dem nicht entschlossen entgegentreten, lernen unsere Kinder chinesisch, und es ist aus mit der Freiheit, die wir in den letzten 70 Jahren geniessen durften.

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hohnstein2016 14.05.2019, 08:57
94. Nach 7 Jahren überwiegend in China sage ich:

Ca. 700mio Chinesen die jetzt in der Mittelschicht angekommen sind, Tendenz wachsend, stehen nur 330mio us Bevölkerung gegenüber. Die jungen Chinesen sind extrem erfolgsorientiert und fleissig und haben nur ein Ziel besser und gut zu leben. Auch fangen die Chinesen gerade erst an zu Leben und zu genießen, das lassen sie sich auch von niemandem mehr nehmen. Auch denke ich ist das eine Mentalitätsfrage die Chinesen sind sehr hungrig, der Westen zu satt. China wird eh systematisch auf Binnenkonsum umgestellt. Auch wäre China Jahrzehnte ausgelastet im Land Bau und Infrastruktur voran zu treiben. Die größten Metropolen in China , und Flughäfen sind schon moderner als im Westen. Siehe der neue Flughafen Beijing Daxing... Bei IT hat China schon Europa abgehängt. Jede Art von High tech wird heute in China hergestellt.... Auch sind die Chinesen viel offener für die neuen Zukunftstechnologien als die ängstlichen Deutschen/Westen. Ich brauche heute schon faktisch kein Bargeld mehr in China. In den großen Wohnhochhäusern sind sogar schon die Briefkästen digital... scannen Packet abholen... Es gibt auch sehr viele moderne chin. Elektroautos. Wenn ich könnte wuerde ich hier Fotos posten. Auch sind die Chin. Internet Konzerne genauso so groß wie die amerikanischen, aber die kennt im Westen kaum einer, noch... Aber Google und WhatsApp wissen bei uns auch jedes Wort. Langfristig sehe ich... die Chinesen werden erfolgreicher sein.....

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burlei 14.05.2019, 08:59
95. @coyote38, #79

Zitat von coyote38
Es ist mittlerweile -10- Tage her, dass Trump die Twitter-"Handgranate" in die Handelsgespräche zwischen den USA und China geworfen hat. Seitdem kennen die Börsen WELTWEIT nur EINE Richtung: Und zwar nach unten ... im mehr oder minder freien Fall. In den letzten anderthalb Wochen wurden BILLIONEN von Dollar Anlagevermögen vernichtet. Nun mag das bei den linken Kapitalismus-Kritikern im SPON-Forum für Erheiterung sorgen ... schließlich kommt das Geld ja - wie wir alle wissen - entweder vom "Amt" oder aus dem Automaten. Für DIE Leute allerdings, die auf der wertSCHAFFENDEN Seite einer Volkswirtschaft unterwegs sind, ist diese Situation nur "sehr bedingt lustig".
Wieso wurden "BILLIONEN von Dollar Anlagevermögen vernichtet"? Hat es irgendwo gebrannt? Es sind fiktive "Werte" vernichtet worden. Irgendein Suchtkranker (Spielsucht!) hat Geld in die Hand genommen und Fantasiepreise für einen Copmputereintrag gezahlt, Aktien als echtes Papier gibt es ja schließlich kaum mehr. Wenn die Firma, die nun einen fiktiven "Wert" hat (die Firma selbst merkt von diesem Geld ja nichts), von den Zöllen stark getroffen wird und wackelt, bricht der fiktive Wert ein und der Suchtkranke verliert sein Geld. Es wird nicht vernichtet, es ist eben nur bei anderen Suchtkranken. Am wenigsten merken es die "wertSCHAFFENDEN", denn der Arbeitnehmer, der die Werte schafft, auf die die Kranken spekulieren, ist auf die paar Cent angewiesen, die ihm die Kranken lassen.

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Watschn 14.05.2019, 09:01
96. Sie haben völlig recht...

Zitat von kuac
Durchschnittlicher Haushalt in USA besteht aus 3,14 Personen (Statista.com, 2018) und Millionen Familien müssen 2-3 Jobs haben, damit sie überleben können. Krank werden dürfen sie sowieso nicht, sonst sind sie tot. Bei solchen Leuten zählt jeder Cent.
...es befremdet ausserdem immer mehr, das solcher unflätiger Journalismus zunehmend Verbreitung findet. (Trumps Vasallen/Handlanger..usw.). Die Reaktionen sind absolut astronomisch überzogen u. lächerlich, da schimmert mehr die pers. journ. Meinungsmache durch, als Seriosität. Die US-Börse steht nach wie vor auf einem überdrehten Hoch, trotz der US-stark robusten Binnennachfrage; aber infolge der weltweiten Abkühlung sollte sie eher in der Range von 22'000-24'000 (Dow) stehen. Also ein Abwärtspotential von gegen 20%. Eindeutig wird es auf absehbare Zeit (mind. bis zum Treffen mit XI im Juni) an der Börse rumpeln. Die heutigen desaströsen Nachrichten über Bayer/Monsanto sprechen diese Sprache.


Zudem nach einem Tag eines Einbruchs von rund 2,5% der US-Börsen nach Höchständen gleich den Untergang herbeizuposten, u. die US-Regierung als erledigte Wirts.-Verlierer festzumachen, ist doch mehr als Lachhaft. Trump u. die US-Delegation haben noch viele Instrumente um mit China ins Reine zu kommen, u. das werden sie auch tun bzw. zu Potte kommen.

Auf längere Sicht ist ein Wirtschaftskrieg einfach schlecht für die Weltwirtschaft, so dumm ist nun Trump u. seine Delegation bestimmt nicht dies zu wissen, auch wenn manche tats. glauben mit Trump ein geistiges Kleinkind mit einem Wortschatz von 20-30 Wörtern vor sich zu haben...(Mehr als lachhaft, auch wenn man vieles zurecht - vor allem seine teils unterirdischen Attitüden - kritisieren kann/muss, hat er hat die rennomierteste Wirtschaftsuniversität die Wharton Business School of University of Pennsylvania absolviert - als einer der Besten seines Jahrgangs..) Und als Person mit einem limitierten Wortschatz von vielleicht 50-100 Wörtern wäre er wohl auch nie US-Präsident geworden... :D

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tucson58 14.05.2019, 09:03
97. Ich stelle mir nur die Frage ....

Entspricht diese Darstellung der Situation auch der absoluten Realität oder muss man sich wie schon so oft seit Trump Präsident ist , am Ende wieder mit einer etwas weniger dramatischen realen Lage abfinden und Trump sitz weiter fest im Sattel wie die letzten zwei Jahre auch schon nach solchen Berichten aus den USA !

Ich bin da mittlerweile vorsichtiger geworden , den nach all den Berichten und Artikel über ihn hatte ich immer gehofft er werden als Präsident abgesetzt oder er verliert massiv an Zuspruch im eigenen Land . Nichts ist eingetroffen und ob er doch noch eine zweite Amtszeit bekommt ist auch noch längst nicht unmöglich.

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Oberleerer 14.05.2019, 09:11
98.

Zitat von p-touch
Trump klar zumachen das, wenn US-Firmen in China fertigen lassen und anschließend für die importierte Produkte Strafzölle zahlen müssen, eben nicht Peking draufzahl sondern die US-Firma, bzw. deren Kunden.
Es soll ja teurer werden, damit lokale, inländische Firmen konkurrenzfähiger werden. Dann gibt es mehr Arbeitsplätze und die Leute haben mehr Geld um die Zölle zu zahlen.

Je nachdem, an welcher Stelle im Wirtschaftskreislauf man aufhört zu erzählen, wird es für die Leute teurer oder besser.

Das Einzige, wofür der Handel gut ist, ist seine friedensstiftende Wirkung. Wenn der Handel einbricht, droht Krieg.

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123rumpel123 14.05.2019, 09:11
99. xxxx

Zitat von markus_wienken
/einmisch Korea, Japan... Die haben ziemlich hohe Lohnkosten, so oder so werden sich Produkte für US-Bürger erheblich verteuern, sofern diese Länder überhaupt und auch in den benötigten Stückzahlen liefern können.
Bestreitet ja niemand. Trotzdem ist die USA-These derzeit, dass "Sicherheitsallianzen und faire Handelsbeziehungen " untrennbar sind.


Und es ist auch unerheblich, wie China zu so günstigen Preisen kommt.

Fakt ist aber , dass man den "Beschäftigungsverlust" in den USA nicht unkontrolliert und kampflos hinnehmen will.
Nicht mehr und nicht weniger steckt hinter der Thematik.
Daher sind 90 % der Beiträge unverständlich, da diese letztendlich gegenüber China freiwillig und in vorauseilendem Gehörsam mit der "weißen Fahne" schwenken.

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