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US-Gericht: Monsanto soll 290 Millionen Dollar an Krebskranken zahlen
REUTERS

Das Unkrautmittel sei für die Krebserkrankung des Klägers mitverantwortlich: Ein US-Gericht hat den Agrarkonzern Monsanto zu einer hohen Entschädigungszahlung verurteilt. Das könnte Signalwirkung haben.

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kritischergeist 11.08.2018, 12:16
50. Sehr durchsichtig

Man hat mit der Klage gegen Monsanto wohl gewartet bis diese Firma im Besitz von Bayer ist. Nachdem man VW kräftig gemolken hat, kommt nun Bayer dran. Es gab nie einen belastbaren Beweis dass Roundup bei vorschriftsmäßiger Anwendung krebserregend sei. Alles basiert auf Vermutungen. Daraus lassen sich keine Schadensansprüche stellen. Hat eigentlich ein US-Anwalt jemals das US-Militär verklagt? Die haben dieses Mittel tonnenweise über ganz Vietnam abgeworfen und riesige Flächen damit entlaubt. Es wird Zeit für eine Sammelklage der Vietnamesen denn die bekamen das Gift in höchster Konzentration ab.

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spiegelleser987 11.08.2018, 12:18
51.

Zitat von ganzeinfach
braucht kein Mensch noch Tier. Egal ob krebserregend oder nicht. Das "austrocknende" Mittel mit endemischer Funktion hat gerade unter heutigen klimatischen Bedingungen nichts mehr verloren! Weg mit der Chemie! Sog. Unkraut kommt auf Böden, die nicht oder nicht mehr fruchtbar sind. Ein gesunder Boden wird von Nutzpflanzen besiedelt - Unkräuter zurückgedrängt. ganzeinfach
Dann müssten Sie wie zu DDR-Zeiten beim Subbotnik der Deutschen Bahn mitmachen. Alles lohnfreie Arbeit am Samstag. Das mussten wir damals zu DDR-Zeiten tun und die Eisenbahnschienen auch vom Unkraut befreien, also reinigen. Heute wird dafür bei der Bahn Glyphosat eingesetzt. Es wird allerdings nur sehr selten erwähnt.

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alpstein 11.08.2018, 12:19
52.

Zitat von Fuscipes
"Das ist keine Justiz mehr, die sich auf fundierte Beweise gründet, sondern urteilen nach Bauchgefühl, weil der Rot-grüne Zeitgeist, gewürzt mit Kapitalismuskritik, für sich den Anspruch nimmt eine bessere Moral zu haben, vor allen Dingen wenn es gegen die ach so verhasste Großindustrie geht, für die ich jetzt nicht Fürsprecher verstanden werden will, und satte Gewinne für Kläger und die RA's bzw. NGO's winken." Wußte gar nicht, dass die US Justiz Rot-grün links verseucht ist und dass von dort die Kapitalismuskritik ausgeht. Glyphosat hat üble Auswirkungen nicht nur auf Pflanzen, wenn in einem Ökosystem alle Pflanzen erst mal zu Tode gespritzt werden, damit der der genmanipulierte Keim wachsen und gedeihen kann, haben viele Insekten, Mikroorganismen nichts zu fressen, und wenn dieses Zeug das Bodenleben zerstört taugt es nichts, krebsverdächtig oder auch nicht. Symbiosen und Nährstoffzugänglichkeit, Speicherfähigkeit für Wasser, im toten Boden fehlt so einiges. Überfünzig, Glyphosat ist Teufelszeug, da lasse man die Finger von. Bei Bayer hat dann doch die Gier gesiegt.
In Ökosystem Acker wurden unerwünschte Pflanzen schon immer bekämpft, mit Glyphosat ists nur einfacher und besser für den Boden weil das notwendige Pflügen dei Bodenstruktur aufbricht und die Austrocknung fördert.
Auf allen andern Flächen wie Wälder, Weiden, Flussauen und Feuchtgebieten wurde und wird kein Glyphosat oder ein irgendein anderes Herbizid eingesetzt.

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kuddemuddel 11.08.2018, 12:23
53. Selbst schuld

An der Nummer ist Bayer selber schuld. Das war absolut vorherzusehen. Dass Glyphosat in der Diskussion steht, ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Ich denke auch nicht, dass Bayer Monsanto wegen Glyphosat übernommen hat. Die haben sicher andere Begehrlichkeiten.

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spiegelleser987 11.08.2018, 12:27
54.

Zitat von Commentatore 24
Endlich werden diese Giftmischer zur Kasse gebeten!!!
Und wann werden die "Giftmischer" zur Kasse gebeten, die das Pestizid Mepiquat einsetzen. Oder was passiert? Erst kam die Meldung, weil die Grenzwerte überschritten waren, aber dann hat man auf die Proteste verzichtet. Ich benutze das Pestizid Mepiquat täglich. Das verhindert auch Schimmelpilze in den Blumenkästen. Achso, .... ich trinke das auch jeden Tag. Das heißt dann Kaffee. ;-))

https://www.deutschlandfunkkultur.de/umweltdiskussion-pestizide-soweit-die-aengste-reichen.993.de.html?dram:article_id=287916

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hwdtrier 11.08.2018, 12:28
55. Glyphosat ist weniger gefährlich

als Salami.
Aber wenn wissenschaftlich ungebildete entscheiden kommt so ein Urteil raus.
Aber wer hat heute noch Kenntnisse von Chemie und Biologie.

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Beat Adler 11.08.2018, 12:35
56. 97-98% der Bevoelkerung versteht nichts mehr von Landwirtschaft

97-98% der Bevoelkerung eines modernen Industriestaates, eines post-industriellen Dienstleistungsstaates, versteht nichts mehr von Landwirtschaft. Alle Einwohner dieser Staaten essen Produkte aus der Landwirtschaft, waschen sich mit Seife aus Pflanzenoelen, kleiden sich mit Textilien aus Baumwolle und Wolle. Fuer die Personen ist heute die Landwirtschaft entweder in den Kinderbuechern von "Heidi und dem Alpoehi" stecken geblieben oder etwas obskures, etwas ohne Bedeutung, etwas, das abgeschafft werden kann, besser: Sollte.

Dass die heutige Landwirtschaft die gleichen Fortschritte in der gleichen Geschwindigkeit durchmacht, wie jede andere Technologie, kommt bei 97-98% der Bevolekerung nicht an.

Die meisten Beitraege im SPON Blog zu Glyphosat, Gentechnologie, Bienensterben, Neonikotinode, Veganismus, etc. etc. lesen sich entsprechend.

Der Lebensmittelzusatz E 250, Natriumnitrit, vulgo Poekelsalz, ist wissenschaftlich bewiesen, hieb -und stichfest(!), krebserregend. Er ist NICHT verboten! Millionen essen ihn taeglich!

Bei Glyphosat gibt es bis heute keine einzige wissenschaftliche Studie, welche die Krebsbildung in Lebewesen aller Art durch Glyphosat beweist. Ein Anwendungs-Verbot wird diskutiert.
mfG Beat

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taglöhner 11.08.2018, 12:38
57.

Zitat von hwdtrier
als Salami. Aber wenn wissenschaftlich ungebildete entscheiden kommt so ein Urteil raus. Aber wer hat heute noch Kenntnisse von Chemie und Biologie.
Hinzu kommt, dass sie sich bei diesen Größenordnungen durchaus Hoffnungen auf ein Trinkgeld machen können, das manche Sünde wert ist.

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Fuscipes 11.08.2018, 12:42
58.

Zitat von equigen
Noch nie haben soviele Menschen auf der Erde gelebt, noch nie wurden soviele satt, noch NIE haben anteilsmässig so wenige gehungert. Das sind nun mal die Fakten bzw. der „konventionellen“ Landwirtschaft. Sie macht die Milliarden satt. Dazu gehören Maschinen, hochgezüchtete und speziell angepasste Pflanzen und dazu gehört auch eine gewisse Menge Chemie die es braucht, damit der Ertrag möglichst groß ist. Einfach alles zu verbieten was nicht Demeter ist wird ganz sicher nicht dazu führen dass die Menschen weltweit mehr und besseres zu Essen haben. Schon gar nicht die mit etwas weniger Geld als wir. Man muss m.E. den richtigen Mittelweg finden. Ob Roundup dazu gehören muss bezweifele ich auch, aber nachdem die Lebenserwartung in allen Ländern in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist, kann all die Chemie so schlimm nicht gewesen sein!
"aber nachdem die Lebenserwartung in allen Ländern in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist, kann all die Chemie so schlimm nicht gewesen sein!"
Das behaupte ich auch nicht, dennoch langfristige Auswirkungen von chemischen Wundermitteln werden aus Vermarktungszwecken oft falsch eingeschätzt und Risiken und Nebenwirkungen kleingeredet. Die Wachstumsphilosophie kommt so schneller an ihr Ende, die Bevölkerungsexplosion müsste parallel stärker eingedämmt werden, weil wir zerstören in beschleunigtem Tempo unsere Umwelt, und die Methoden in der Landwirtschaft sind daran nicht ganz unschuldig.
Und warum Bayer Monsanto gekauft hat ist mir völlig unverständlich.

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cindy2009 11.08.2018, 12:46
59. @horstenporst

"-----
horstenporst heute, 12:15 Uhr
49.
[Zitat von cindy2009anzeigen...] So ganz falsch ist das nicht. Selbst wenn die Pflanzen neues Saatgut hervorbringen könnten, untersagen Monsanto und andere Saatgutkonzerne das den Landwirten oft aus patentrechtlichen Gründen und zwingen diese so jedes Jahr neues Saatgut zu kaufen. https://www.dw.com/de/nein-zu-monsanto-und-gentechnik/a-16839852 https://www.handelszeitung.ch/politik/guatemala-kassiert-monsanto-gesetz-663386 https://www.taz.de/Saatgut-mit-Open-Source-Lizenz/!5412377/----" Das ist eine ganz andere Geschichte. Den Sorten sind nicht umsonst geschützt. Aber es gibt keine Terminator Gene!

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