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US-Handelspolitik: Zypries warnt Trump vor Protektionismus
DPA

Die Bundesregierung zeigt sich beunruhigt über die Handelspolitik des US-Präsidenten. Wirtschaftsministerin Zypries kritisierte den jüngsten Erlass, mit dem Trump "unfaire Handelspraktiken" überprüfen lässt.

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rainerwäscher 01.04.2017, 14:26
1.

Warum haben jetzt alle Angst vor Strafzöllen? Die werden doch einfach auf den Endpreis aufgeschlagen und vom Kunden bezahlt. Wenn man gute Qualität liefert, braucht man die amerikanische Konkurrenz, sofern überhaupt vorhanden, nicht zu fürchten

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sting111 01.04.2017, 14:26
2. Warum hat die EU als fruehes Zeichen

nicht angeboten, die Einfuhrzolle fuer US-Produkte auf das niedrigere US-Niveau zu senken ?
Gabriel, ehemals Wirtschaftsminister, verkuendet als Aussenminister, dass ihn Absprachen nicht intersssieren und er fuer die Verteidigungsausgaben seine eigene Rechnung aufmachen will.
Die USA sollten ihre Zolllsaetze fuer die EU und China sofort auf das jeweilige Niveau der Taxierung heben, das ihren Exporten in die jeweiligen Regionen entspricht. Die WTO kann da nicht wirklich einschreiten. Auf dem Papier kann es eskalieren, aber die USA werden sich durchsetzen.
Der US Dollar ist so stark, dass die Gewinne der EU-Firmen, in EURO berechnet, massiv gestiegen sind. Ein Preisdruck ist damit am US-Markt auesserst gering, wenn die Einfuhrzoelle moderat um einige Prozentpunkte steigen. Da muessen dann halt die Gewinne Federn lassen.
Schlussendlich sollte die EZB als Waehrungsmanipulator angeprangert werden.

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gabrielle.buchholz 01.04.2017, 14:33
3. Handelsbilanzüberschuß mit den USA ?.................

Dieser betrug 2015 tatsächlich rd. 74 Mrd Dollar zugunsten Deutschlands. Aber das ist ja nur die halbe Wahrheit, in der gleichen Zeit hat die Deutsche Industrie in den USA 255 Mrd.Dollar investiert gegen nur 108 Mrd. der USA in Deutschland , macht also einen Überschuß von 147 Mrd. zugunsten den USA. Die Zahlen stammen aus dem US bureau of census und werden im neuen 2017 World Almanach veröffentlicht.
Das heißt also zur Verdeutlichung daß etwa der ganze Aussenhandelsüberschuß den Deutschland weltweit erwirtschaftet als Investition in den USA landet. Ich denke unsere Wirtschaftsministerin weiß dies und wird es der US Administration vortragen. Und darauf hinweisen daß Deutschland für die US ein 1A Geschäftspartner ist den man sich warm halten sollte denn die Investitionen bleiben ja in Ihrem Lande.

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bristolbay 01.04.2017, 14:41
4. Wenn Knalltüten an die Macht kommen

Die heutigen "Machthaber" in den USA sind doch größtenteils Bankster. Haben diese etwas mit der realen Wirtschaft gemeinsam?
M.E. nichts.
Nun wird das nächste populistische Faß aufgemacht. Da viele der Trumpschen Wähler keine Ahnung haben, egal ob Politik, Weltgeschehen, Geschichte oder Wirtschaft, ist es für die Twitter- und Dekret-Könige ein leichtes, dem gemeinen Volk Sand in die Augen zu streuen.
Trump, der sicherlich auch zu den Gewinnern der Globalisierung gehört, sollte erst einmal den Abschnitt zwischen seinen Haaren und dem Hals einschalten und sich fragen, WARUM haben wir dieses Defizit?
Grundübel sind die quartalsgierigen Kapitaleigner.

1. Welche US-Firmen haben die eigene Produktion aufgegeben, um im Ausland auf gleichem alten Produktionsstandard billiger zu produzieren und damit mehr Profit zu machen als bei einer Produktion in den USA.
2. Warum können US-amerikanische Firmen in den USA nicht zu konkurrenzfähigen Weltmarktpreise produzieren und warum sind die US-Qualitäten so mies? Ist es nicht so, dass fortdauernde Anpassungsprozeße an betriebliche Produktionsabläufe auch zu Lasten eines kurzfristigen Gewinns geht. Bessere Qualität hat auch ihren Preis und ist schlecht für den Profit.
3. Ist die US-Wirtschaft überhaupt technisch in der Lage den heutigen Ansprüchen zu genügen. Investitionen heute und morgen in Produktion werden komplett einhergehen mit weniger Arbeitskraft, vor allem in den "Handlangerbereichen" und benötigt auch ausgebildete Spezialisten. Ist dieses Potential vorhanden.

Sicherlich hat die US-Wirtschaft mit der IT-Branche ein noch heißes Eisen im Markt, aber welche sind das noch? Hier werden auch in schon absehbarer Zeit die Asiaten den USA das Wasser abgraben und dann? Es ist doch klar ersichtlich, dass die USA bei bestimmten Produktentwicklungen die Nase vor haben, sie sind aber nicht in der Lage diesen Vorsprung zu halten oder auszubauen. Boing ist doch hier ein warnendes Beispiel. Im Kampf um Weltmarkt anteile hat man doch gegen Airbus verloren und gäbe es keine Militäraufträge, es sähe nicht gut um dieses Unternehmen aus.

Per Dekret kann Trump seine Anhänger noch ruhig halten, aber es werden keine Erfolge kommen und ein Kampf der Wirtschaften wird m.E. für die USA böse ausgehen.

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dschmi87 01.04.2017, 14:42
5. Ja die Deutschen Neoliberale bekommen blanke Panik

Ein Teil der Familie meine Frau lebt und Arbeitet in Ingolstadt. Wir alle wissen wer dort der größte Arbeitgeber ist. In den Chefetagen herrscht dort blankes Entsetzen und Panik, hauptsächlich wegen den Dieseluntersuchungen, aber auch wegen der geplanten Begrenzung des Freihandels seitens der USA. Aber ich muss zugeben, es ist eine gewisse Genugtuung, die Überheblichkeit der deutschen Autobauer war kaum noch zu ertragen. Ich hätte schon längst einer der europäischen Aufobauer Pleitegehen lassen. Einfach um ein Exempel zu statuieren um zu zeigen das auch sie sich an Gesetze zu halten haben, das auch sie Steuern zahlen müssen (jeder Mittelständische Betrieb zahlt mehr Steuern als ein Daxkonzern, das ist kein Witz hab ich bei KPMG etc. gelernt). Aber so wie in der Kirche Wasser predigen und selber Wein saufen, ist es bei den Neoliberalen , vom einfachen Mann verlangt man Eigenverantwortung, aber sobald man selbst Mist gebaut hat und der Spielkamerad sogar noch auf die PÖSE Idee kommt die Spielregeln zu ändern schreit man nach Mama und schon war es das mit der Eigenverantwortung. Viele denken nun das passt nicht zusammen, nun wer mal in den USA als Ausländer gelebt hat weiß genau wovon ich rede.

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tata-susi 01.04.2017, 14:46
6. Trump hat

Durch die Währungsmanipulation der EZB (auch der BoJ and PBC) die allesamt Ihre Währungen "zum Abschuss frei gegeben haben" entsteht natürlich ein unfairer Wettbewerbsvorteil. Die Unternehmensgewinne der deutschen Exportunternehmen resultieren hauptsächlich aus dem künstlich schwach gehaltenen Euro.
Strafzölle sind nur eine logische Konsequenz.

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Chagga buh 01.04.2017, 14:46
7. Der macht nichts, der will nur spielen

Bisher ist so gut wie nichts passiert.

1. Einwanderungsquatsch abgesagt
2. Obamacare - abgesagt
3. Mauer verkündet
4. China plattmachen - nö doch nicht
5. Taiwan gespräche - no doch nicht
6. Geld für Millitar sammeln - geht nicht

Und jetzt will er auf unerlaubten Handel prüfen. Ja, ist doch super. Ich hoffe das alle die Einhaltung von Verträge regelmäßig prüfen.

Und sobald er echt was macht, sollte es doch wohl Regeln geben die das Regeln.

Bis jetzt ist das ein Schätzer, der meint die 70/80er Jahre bekommt man als Präsi zurück

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dbar 01.04.2017, 14:50
8. Für richtig gute Produkte

spielt doch die Höhe der Einfuhrzölle keine Rolle. Denn der Kunde bezahlt den Zollaufschlag oder er nimmt ein schlechteres Inlandprodukt.

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w.diverso 01.04.2017, 15:00
9. Mir ist immer noch nicht klar,

ob der Umsatz den amerikanische Konzerne im Ausland machen (z.B. Apple, Google, Facebook, Monsanto) bei so einem Vergleich auch berücksichtig und dem jeweiligen Land zugeschlagen werden. Vor allem, wenn die Produkte in einem dritten Land produziert oder erstellt worden sind.

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