Forum: Wirtschaft
US-Immobilienmarkt: Rückkehr der Ramschpapiere
DPA

Amerikas maroder Häusermarkt hat das Weltfinanzsystem in die Krise gestürzt. Jetzt wittern Investoren im US-Immobiliengeschäft wieder satte Renditen. Sie setzen ausgerechnet auf jene Papiere, die den Absturz befeuert haben - ein riskantes Spiel.

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silverhair 20.02.2012, 20:47
20.

Zitat von fullspeed
Sie haben es einmal probiert, und es hat tatsächlich funktioniert: erst mal horrende Gewinne einsacken durch Zocken mit Hebelwirkung. Und wenn die Blase platzt: so what? Der Staat (Steuerzahler) springt doch ein! Also ist das Risiko sehr überschaubar, und die selbst von Superspekulanten wie Soros bemängelte fehlende Regulierung der Finanzmärkte lässt es nun mal zu, dass in gar nicht ferner Zukunft der Steuerzahler wieder gemolken wird.
Oder das einige Leute in der Zelle mit Zyankali landen! Die US-Wirtschaft ist im Moment so instabil - Europa ebenso - das sich weder Regierung noch Kongress /Repräsentantenhaus auf weiter spielchen einlassen können - da schützen dann auch die Republikaner nicht mehr davor!

Es ist da ein mehr als riskantes Spiel mit dem Feuer - es könnte diesmal wirklich den Akteueren den Kopf kosten!

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silverhair 20.02.2012, 20:52
21.

Zitat von querdenker13
Ich wollte dies nur als Beispiel anführen. Sie haben natürlich mit Ihren Ausführungen recht. Denn auch in China wird vor versch. Blasen, wie man hört auch z.B. vor einer Immobilienblase, gewarnt. Dies gilt auch wegen der €- bzw. Griechenlandkrise für Deutschland.
China hat keine konvertible Währung - sprich kein RMB im Ausland , kein Fremdgeld im Inland - deshalb ist alles was in China passiert ein reines Heimspiel - und kann jederzeit auch durch die Regierung abgewürgt/ Angefeuert werden.
China hat aufgrund dieser konstruktion sogar die Möglichkeit einfach mal eine Währungsreform aufzusetzen, also sagen wir mal alles im Wert 8:10 abzuwerten .. dann sind einige Superreiche Zocker eben wieder sehr arm!

China ist deshalb ein schlechter Vergleichsmaßstab für andere Entwicklungen!

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ottohuebner 20.02.2012, 20:59
22. menschlickeit ............

Zitat von bernd_rickert
Die Spekulanten sehen billige Papiere, die nicht mehr viel an Wert verlieren können. Sie sehen nicht, dass hinter diesen gebündelten Hypotheken Menschen stehen, die alles verloren haben.
menschlichkeit kennt der kapitalismus im allemeinen und der us-amerikanische kapitalismus im besonderen NICHT.

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gundi 20.02.2012, 21:09
23. wir huldigen den Schuldigen!

Zitat von sysop
Amerikas maroder Häusermarkt hat das Weltfinanzsystem in die Krise gestürzt. Jetzt wittern Investoren im US-Immobiliengeschäft wieder satte Renditen. Sie setzen ausgerechnet auf jene Papiere, die den Absturz befeuert haben - ein riskantes Spiel.
Nicht der marode Häusermarkt stürzte das Weltfinanzsystem in die Krise - das Weltfinanzsystem stürzte sich "per Verbriefung" auf den maroden Häusermarkt und somit selbst in die Krise. Nur weil Schund auf dem Markt angeboten wird, besteht kein Zwang, diesen auch zu kaufen! Dies gilt auch für diverse südeuropäische Staatsanleihen.
Nun wurde der Schund durch Bankenrettung und billige Kredite "von Staats wegen" extrem verbilligt, sodaß Investitionen offensichtlich wieder attraktiv sind - statt das Geschäftsmodell regulativ zu ächten, wurde es staatlich alimentiert. Dies ist nicht den Märkten und ihren Teilnehmern vorzuwerfen, abgesehen von der Lobbyaktivität der Finanzmärkte - in die Falle sind die staatlichen Finanziers getappt. Und sollte das Geschäftsmodell wieder platzen stehen diese Staaten sicherlich wieder bereit, weil sie der neoliberalen Praxis huldigen, statt darin die Schuldigen zu finden ... ergo: wir huldigen den Schuldigen!

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kein Ideologe 20.02.2012, 22:07
24. 34534535

Zitat von gundi
Nicht der marode Häusermarkt stürzte das Weltfinanzsystem in die Krise - das Weltfinanzsystem stürzte sich "per Verbriefung" auf den maroden Häusermarkt und somit selbst in die Krise. Nur weil Schund auf dem Markt angeboten wird, besteht kein Zwang, diesen auch zu kaufen! Dies gilt auch für diverse südeuropäische Staatsanleihen. Nun wurde der Schund durch Bankenrettung und billige Kredite "von Staats wegen" extrem verbilligt, so daß Investitionen offensichtlich wieder attraktiv sind - statt das Geschäftsmodell regulativ zu ächten, wurde es staatlich alimentiert. Dies ist nicht den Märkten und ihren Teilnehmern vorzuwerfen, abgesehen von der Lobbyaktivität der Finanzmärkte - in die Falle sind die staatlichen Finanziers getappt. Und sollte das Geschäftsmodell wieder platzen stehen diese Staaten sicherlich wieder bereit, weil sie der neoliberalen Praxis huldigen, statt darin die Schuldigen zu finden ... ergo: wir huldigen den Schuldigen!
na ja, die Papiere verbilligen sich nicht durch billige Kredite (die erzeugen Liquidität, exakt entgegengesetzte Wirkung) sondern schlicht weil die keiner kauft. Private Anleger haben einfach Angst, institutionelle noch dazu Angst sich rechtfertigen zu müssen. Also greifen Zocker zu, wenn sie meinen, das ist nun übertrieben. Das kann man nur mit eigenem Geld oder einem Hedgefonds. Tendenziell ist das eigentlich recht erfreulich. Die nächste Blase kommt woanders, der Kram ist dafür verbrannt. Da wird nicht auf Blase spekuliert, sondern auf Erholung. Damit werden die Giftschränke der Banken wieder etwas mehr wert. Eigentlich ersmal nicht schlecht, wenn man nicht gerade glaubt ein Systemkollaps sei ganz wundervoll.

Aber mit dem Begriff "das Geschäftsmodell regulativ zu ächten" liegen Sie IMHO ziemlich richtig. Vielleicht ein wenig weniger Pathos, aber regulierung ist eine gute Idee. Märkte können vieles, mann muß sie aber regulieren. Es ist völlig idiotisch, daß man, wie hier zu sehen, auf die Marktteilnehmer schimpft, solange die sich innerhalb der Legalität bewegen. Dann stimmen die Rahmenbedingungen nicht. Selbst, wenn allen "Bänkstern" der heilige Franziskus erscheint und sie ab morgen nur noch in Armut leben, hilft das nichts. Dann rücken andere an die unbesetzten Positionen. Das Primat hat die Politik, die muß regulieren. Nach meiner Ansicht nicht abwürgen, aber regulieren. Und nicht "haltet den Dieb" schreien, wenn Händler Legales tun.

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weltoffener_realist 20.02.2012, 22:38
25. Erlaubt

Zitat von querdenker13
Die Politik macht die zwar die Gesetze, aber die Gesetze und damit die Regeln müssen auch eingehalten werden. Nur wer hält sich nicht daran die Regeln einzuhalten, richtig die Finanzbubis weil sie aus höchster Geldgeilheit und Profilierungsgeilheit die Gesetze durch angebliche neue, sichere 'Produkte' umgehen.
Kleine Anregung zum Nachdenken: Jemand, der ein Gesetz durch legale Alternativen umgeht, hält es folgerichtig ein. Was nicht verboten ist, ist nun einmal grundsätzlich erlaubt.

Ganz nebenbei wäre es auch unsinnig, Investitionen in derartige Finanzprodukte per se zu untersagen.

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silverhair 21.02.2012, 00:03
26.

Zitat von weltoffener_realist
Kleine Anregung zum Nachdenken: Jemand, der ein Gesetz durch legale Alternativen umgeht, hält es folgerichtig ein. Was nicht verboten ist, ist nun einmal grundsätzlich erlaubt. Ganz nebenbei wäre es auch unsinnig, Investitionen in derartige Finanzprodukte per se zu untersagen.
Warum sollte es "sinnig" sein? Weil damit die Preise steigen, sich Leute kein Dach mehr über den Kopf leisten können, und Staaten dann Abermillarden und Aberbillionen aufbringen müssen um die Schäden die das ganze hinterläßt zu reparieren. Für 1% der Gesellschaft die Gesellschaft ruinieren?
Es sind Parasiten , Metastasen eines Krebsgeschwürs , die muss man weder tolerieren noch irgendwo fördern!

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silverhair 21.02.2012, 00:09
27.

Zitat von DerNachfrager
Wie der Artikel schon sagt: Die Ramschpapiere wurden in der Krise auf ihren realen Wert bereinigt. Warum also soll man nicht wieder damit handeln ? Wenigstens stecken dahinter irgendwo noch handfeste Werte.
Mehr als zweifelhaft ob da noch handfeste Werte stecken. Viele dieser Häuser mußten abgerissen werden, sind inzwischen total demoliert - und die städte in den USA suchen dringend sogar die Besitzer, da auf diese abermillionenkosten noch zukommen durch die Beseitigung dieses Mülls!

Das was dort für genau diesen Zweck gebaut wurde war und ist genauso marode gebaut worden wie das Finanzprodukt - daraus Gewinne kriegen sie nur noch auf der Ebene von Altholz etc.

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heptadekagon 21.02.2012, 01:41
28. Schade das keine darauf eingeht

Zitat von Waldesmeister
Kapitalismus und Freie Marktwirtschaft ist das System, in dem 99% der Bevölkerung arbeiten müssen, damit 1% der Bevölkerung leistungslos im Überluxus schwelgen können. Das ist das Hauptmerkmal unseres Wirtschaftssystems und das worum es eigentlich geht. Und das Finanzsystem ist das Mittel, mit dem dieser Zustand aufrechterhalten wird.
Sind Sie die elendige Phrasendrescherei nicht auch leid?
Wenn Sie mit ihrem Halbwissen fertig sind, dann belesen Sie sich bitte in den Statistiken zur Vermögensverteilung. Diese ist in Deutschland nicht unbedingt optimal, aber doch deutlich besser als in den USA oder China.
Ihre Ansichten zum Kapitalismus sind polemisch, platt und haltlos, einfach nur Worthülsen von Occupy Plakaten. Ich werde es mir sparen Gegenargumente zu bringen, aber bedenken sie: ohne Kapitalismus und Freie Marktwirtschaft wäre unser schönes Leben in Zentraleuropa sehr trist.

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mkill 21.02.2012, 05:54
29. So what...

Nur weil es eine Finanzkrise gegeben hat gehen doch diese Papiere nicht vom Markt. Und wenn die Papiere weiter auf dem Markt sind, werden sie auch gehandelt.

Und wenn jemand vor dem Crash richtig gesehen hat, dass die Papiere ueberbewertet sind, soll er jetzt die Finger davon lassen, wenn die gleiche Analyse jetzt ergibt dass die Papiere unterbewertet sind?

Ich versteh das Problem echt nicht. Der ganze Artikel ist bloss leeres igitt igitt Finanz boese. Das hats umsonst, da braucht man nicht so tun als waere da irgendwie Information oder tiefergreifende Analyse dahinter.

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