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US-Investor: Buffett drängt auf Berliner Immobilienmarkt
DPA

Die Lage auf dem Berliner Immobilienmarkt ist angespannt. Nun steigt Starinvestor Warren Buffett ein. Seine Firma Berkshire Hathaway Home Services kooperiert mit einem Immobilienmakler der Hauptstadt.

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jominlo 05.03.2018, 23:17
30. Es gibt Schlimmere als Bufett

und im uebrigen investiert Warren Buffett mindestens soviel in Stiftungen wie Bill Gates.
Auf jeden Fall waere mir Warren Buffett als Investor lieber als die ganzen Heuschrecken-Fonds die es nur darauf anlegen, billig zu kaufen, zu zerlegen und die Einzelteile moeglichst gewinnbringend wieder zu verscherbeln. Ich haette Mister Buffett auch einiges zu sagen, wo er sein Geld investieren sollte, denn damit koennte er dann viel Gutes bewirken ohne Stiftungen fuer gute Zwecke bedienen zu muessen. Dabei darf er ruhig auch was verdienen.

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sonic.m 05.03.2018, 23:26
31.

Warum eigentlich immer dieser Vergleich mit Städten wie London und Paris und der Verweis, dass Berlin ja ach so günstig wäre. Berlin ist nicht ansatzweise mit diesen Städten zu vergleichen was die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit betrifft. Paris und London tragen wesentlich zur Wirtschaftsleistung der jeweiligen Länder bei. Das Berliner BIP ist selbst nominal nicht mal ansatzweise in der Region von Städten wie Paris, London, New York etc. Mal ganz davon zu schweigen von der prozentualen Anzahl am Gesamt-BIP von Deutschland.

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brooklyner 06.03.2018, 00:02
32.

Zitat von solynieve
Mieten sind so teuer, wie sie sich Menschen leisten können, die darin wohnen. Mieten komplett dem Wettbewerb zu überlassen ist unethisch. Wohnen müssen wir alle und im Gegesatz zu Luxusartikeln, wo wir wählen können, wieviel wir bereit sind zu zahlen, haben wir beim Wohnen nahezu keine Wahl. Die einzige Wahl wäre vielleicht von Berlin Mitte nach Eisenhüttenstadt zu ziehen, nur was will ich da, wovon lebe ich da?
Ethik spielt hier keine Rolle, wer sich nicht vor 10 Jahren eine Wohnung oder einen Dachboden gekauft hat, für den ist der Zug leider sowas von abgefahren.

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genugistgenug 06.03.2018, 00:24
33. Wette: Es ist schon alles in trockenen Tüchern!

Denn sonst wäre dieser öffentliche Auftriitt doch ein Eigentor. Das so eine Meldung die Preise hochtreibt ist Grundwissen.

Sicher bekommen die Politiker dann eine Diäten/Spesenerhöhung um sich Berlin leisten zu können.

Dumme Frage: Wer soll dann die Arbeit machen, wenn die normalen Menschen nicht mehr in der Stadt wohnen können?
Lösung: USA 'working poor' = Zwnagsarbeit für Sozialempfänger die zu ihrer Arbeit mit Extra-Bussen gekarrt werden, während die eigenen Kinder bei Pflegefamilien gebracht wurden (auch auf Staatskosten).

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Tante_Frieda 06.03.2018, 00:25
34. Point Of View

Zitat von brasilpe
Offenbar hat sich nun bis Amerika herumgesprochen, wie billig - entgegen dem Gezeter in der hiesigen Presse - die Immobilien in vielen deutschen Städten und insbesondere in Berlin sind.
Immobilien in Berlin billig?Nun,das kommt auf den Standpunkt an.Wer sich als Immobilienhai,pardon,natürlich als Investor betätigt,für den eine Wohnung eine Ware und nichts anderes als eine Ware ist,der wird natürlich in der deutschen Hauptstadt noch reichlich Potenzial sehen,mehr Geld aus den Mietern herauszupressen.Wer eine ordentliche Wohnung hingegen als ein Menschenrecht betrachtet - ein paar Gutmenschen,die so denken,soll es ja noch geben -,der sieht irgendwo am Horizont große soziale Spannungen kommen.Solle hinterher aber keiner sagen,die seien nicht vorauszusehen gewesen,man habe das alles ja nicht ahnen können.Kurzum:Beschaulicher wird es in Berlin künftig wohl kaum zugehen,ist zu befürchten...

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lynx2 06.03.2018, 00:41
35. Rassismus nicht unbedingt, ...

Zitat von lupenreinerdemokrat
Das sollte die Bundesregierung mehr erschrecken, als der Einstieg eines chinesischen Investors bei Daimler, wo die Meldung lautet: "Der Einstieg des chinesischen Milliardärs Li Shufu beim deutschen Daimler-Konzern beunruhigt Industrie und Bundesregierung. Der Investor will einen führenden Anbieter von Elektromobilen erschaffen - mit Know-how aus Stuttgart. " Investoren auf dem Immobilienmarkt bedeuten immer, dass die Mieten rasant steigen werden und günstiger Wohnraum durch Herausdrängen der bisherigen Mieter vernichtet wird. Da Herr Buffet aber nun mal kein Chinese ist, spricht man lediglich von einem Starinvestor. Rassismus gegenüber Chinesen?
... aber Dummheit. Klar, Daimler ist ein Nationalheiligtum, Berliner Immobilien und ausgebeutete Mieter sind das nicht.
Schon vor 10 Jahren haben Chinesen bei uns Maschinenbaufirmen gekauft (z.B. Putzmeister), da hat das noch niemanden gestört.
Als Söder alas Finanzminister in Bayern 30.000 Wohnungen an
dubiose 'Starinvestoren' verscherbelt hat, hat das auch niemanden gestört. Deutschland, ein Land in dem wir gut (mit 900 Tafeln) und gerne (mit hohen Abgaswerten) leben (O-Ton Merkel) und Bayern nicht nur die Vorstufe zum Paradies, sondern schon das Paradies ist
(O-Ton Seehofer)!

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td007 06.03.2018, 00:52
36. bei dem vermögen ist es keine kunst viel zu spenden

gleichwohl sind leistung und geschick von WB bei seinen investitionen natürlich hoch anzuerkennen, das kann offensichtlich nicht jeder. Bei so viel mehr geld als man zum leben braucht gewinnt geld eine andere qualität - sportlicher wettkampf, andere auszustechen, freude an effizienz ...

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hwmueller 06.03.2018, 01:04
37. Dann gehen wir halt woanders hin!

Entscheidend wird doch wohl sein, wie der kulturelle Nährboden reagiert. Ob er, wie damals nach der Wende in München mit einem Exodus der Sommer-Of-Love-Generation der Stadt jede Identität und Attraktivität beraubte, oder ob das kreative Live-Style-Personal den Trend der sozialen Gentrifizierung mithypt und damit ungewollt die Probleme zwischen arm und reich, Aus- und Inländer en passant erledigt. Fakt ist: die Zeit der mutigen startups auf neue und alternative Lebensentwürfe dürfte vollends vorbei sein.

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alfreddneumann 06.03.2018, 02:26
38. Ekelhaft

Darf man das schreiben. Ekelhaft. Das ist es nämlich. Der Typ ist reicher als Dagobert Duck und hat immer noch nicht genug. Nein es müssen MENSCHEN zahlen damit der Profit stimmt. Sie müssen aus ihren Wohnungen damit andere noch reicher werden. Das ist obszön. Das ist krank. Und wer hat zugelassen dass das jemals möglich sein wird das internationale Spekulanten in Deutschland Fuß fassen, Schröder und seine SPD waren es. Die Partei des kleinen Mannes die sich noch für dessen Belange interessiert hat. Und wer regiert die Stadt Berlin die die Möglichkeiten hätte dem Einhalt zu gebieten, die SPD.

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te36 06.03.2018, 04:25
39. Butter bei die Fische

BRK war bisher kein Heuschreckeninvestor, sondern eine Firma, die langfristige Value investments gemacht hat. Die Haltezeit von Investments unter Warren ist glaube ich deutlich ueber 10 Jahre, und die Firma investiestiert nicht auf die Spekulation dass andere in dieselbe Schiene investieren und den Preis nach oben treiben.

Wer in den USA fuers Alter vorsorgen will muss seine Ersparnisse privat investieren, statt wie in Deutschland darauf zu hoffen, dass wenn man alt ist, Junge Leute einem die Rente zahlen. Da ist so eine Firma wie BRK eine der sinnvollsten Optionen. Gesellschaftlich wichtiger als so ein ueberkandidelter Elon Musk. Buffet selbst hat das meiste seines Privatvermoegen in die Gates Foundation gesteckt. Geldgeil sieht fuer mich anders aus.

BRK sitzt derzeit auf ca. 109 Millarden US$ in cash und sucht gute Investmenmoeglichkeiten. Glaube mal BRK wird da im Vergleich zu anderen amerikanschen Investoren im Immobilienmarkt deutlich weniger negativ auffallen.

Natuerlich ist die eigentliche Verantwortung fuer Preisstabilitaet im Wohnungsmarkt die Politik. Gibt ja schon relativ lange Laufzeiten/Mietbindung in Berlin, aber natuerlich ist das Problem vor allem der fehlende Neubau bei weiterem Zuzug.

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