Forum: Wirtschaft
US-Minister im TV: Suppe für Strafzölle
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Donald Trump und seine Regierung werben in den USA für ihre neue Zollpolitik. Handelsminister Ross zog im TV eine Suppendose hervor - und machte eine unfreiwillig komische Rechnung auf.

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xysvenxy 02.03.2018, 23:36
1. Schon witzig ;)

Demnächst kommen dann US Autos nicht mehr nach Europa weil sie den NCAP nicht mehr überstehen :D

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spassfactor 03.03.2018, 00:12
2. CNBC Interview mit Wilbur Ross

Und wieder mal ein Beitrag im SPON, der nicht die ganze Wahrheit berichtet. In dem Interview, das Wilbur Ross heute morgen CNBC gab, ging er außer auf den Preis der Suppendose und der Dose Cola sehr wohl auf darauf ein, was die angekündigten Zölle auf Stahl und Aluminium für den Preis eines durchschnittlichen US-Mittelklasse Fahrzeugs in der typischen $25.000 bedeutet; nämlich nicht mehr als 1% oder ca $250 bezogen auf den typischen Stahl- und Aluminium-Anteil dieser Fahrzeuge. SPON tut sich mit dieser Art der unvollständigen -und das ist die höfliche Umschreibung- Berichterstattung, die versucht die Argumentation der Trump-Administration ins Lächerliche zu ziehen indem sie nur die Suppen- und Coladosen Argumentation aufzeigt keinen Gefallen. Man kann ohne Zweifel lange darüber streiten, ob Zölle ein angemessener handelspolitischer Schritt sind oder nicht. Aber eines ist klar: Donald Trump hat die Präsidentschaftswahlen deshalb gewonnen, weil er die Sorgen und Nöte der Durchschnittsamerikaner ernst genommen und zu seinen Wahlkampfzielen gemacht. Den Export von Gütern anzukurbeln und den Export von Arbeitsplätzen ins Ausland zu stoppen, war eines seiner herausragenden Wahlkampfziele und dieses Ziel setzt er nun -nach langer Ankündigungszeit- mit den Strafzöllen um. Darüber darf niemand überraschst sein, der dem Mann ganz schlicht zugehört hat.

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foobar99 03.03.2018, 00:30
3. Schlau

Wenn man also Autos in den USA herstellen will, muss man deutlich mehr für den Stahl zahlen.
Wer die Autos in Mexiko herstellt, bekommt billigen Stahl und importiert dann fertige Autos ohne Strafzoll.

So stärkt man die heimische Wirtschaft.

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jj2005 03.03.2018, 00:32
4. Harleys??

Anstatt hier symbolische Scherze mit Harleys und Bourbon zu treiben, sollte die Kommission einfach mal ankündigen, dass in Zukunft die Mehrwertsteuer nicht mehr einheitlich 19% betragen wird, sondern 16% für Ladenverkäufe und 25% für alle Onlineverkäufe - selbstverständlich nicht als Strafe für Donald T., sondern als überfällige Massnahme zum Schutz der Einzelhändler in den Innenstädten. Ach ja: Eine saftige Steuer auf Werbung ist auch schon lange im Gespräch. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr schöne Ideen fallen mir ein ;-)

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Mara Cash 03.03.2018, 00:39
5. Abhaken - nicht zu ändern

Trump wird Stahl und Aluminium zukünftig stärker in den USA direkt produzieren. Fahrzeuge "Made in USA" werden dadurch für Amerikaner kostengünstiger, ebenso Stahlträger für den Bau neuer Infrastruktur. Das schafft neue Jobs und Kaufkraft durch steigende Binnennachfrage. Die Konjunktur in den USA wird dadurch eher positiv beeinflusst - das Nachsehen haben ausländische Großkonzerne und deren Angestellte. Ich sehe darin kein Problem. Des einen Freud ist des anderen Leid - das war schon immer so. Dann müssen die ausländischen Stahl- und Aluminiumhersteller eine Marktbereinigung durchlaufen, die Produktion entsprechend drosseln - einige Angestellte müssen sich beruflich eben umorientieren. Im Wirtschaftsleben ein völlig normaler Vorgang, wenn man nicht mit der Zeit geht. Die Entwicklung von Detroit in den letzten Jahrzehnten kann jeder gerne für sich nachvollziehen - Trump und sein Team wollen entsprechend entgegen wirken. Nichts anderes hatte er den Amerikanern vor der Wahl versprochen und dafür wurde er gewählt.

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ser4t 03.03.2018, 00:59
6. Die Harleys werden teurer?

Das ist jetzt aber eine Lachnummer. Den Zoll auf Stahl und Aluminium mit Zoll auf Luxusmotorräder und Hosen beantworten zu wollen, zeigt deutlich die Kompetenz der EU-Parlamentarier. Womit haben wir diese Leute verdient? Sie reiten die EU zuschanden.

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kydianta 03.03.2018, 01:08
7. Trampeltiere

Wie sollte man ernsthaft darüber diskutieren,
wenn ein US-Handelsminister den Hallervorden macht?!
(Verzeih Didi, Du weißt, wie ich es meine)

Das sind keine Verstöße mehr gegen die Regeln des Internationalen Handelns.
Das ist Ausschießen im Western-Saloon-Manieren:
der Schnellere ist klar im Vorteil
- meint jedenfalls Herr Trump!

Nur aufgepasst, ihr Trump-Trampeltiere:
Manche Schuss kann nach hinten gehen.
Und andere kennen sich auch im Schießen aus!

Nein, ich fasse es nicht:
Eine Komiker-Truppe stellt die US-Regierung
und wirbelt die Welt durcheinander!

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konradhamster 03.03.2018, 03:19
8. Politiker aus der Steinzeit

Die Strafzölle verdeutlichen vor allem eines, nämlich dass es einem Land sehr schlecht bekommt, wenn es von Leuten regiert wird, im im Vorgestern leben. Aluminium und Stahl werden natürlich nicht die alten goldenen Zeiten wiederbeleben, die Trump seinen Wählern in Mittelwesten verspricht. Wer das dankt, lebt noch in den 50-er und 60-er des letzten Jahrhunderts. Trumps Bemerkung zu Handelskriegen zeigt, dass dies bei ihm (und wohl auch Ross) tatsächlich der Fall ist: damals hätten die USA in der Tat jeden Handelskrieg mit Leichtigkeit gewonnen, weil die USA damals die Weltwirtschaft vollkommen dominierten. Das ist heute nicht mehr der Fall, was die US-Administration (und die US-Wirtschaft) noch schmerzlich feststellen werden.

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claudiasy 03.03.2018, 03:56
9. Regionaler Einkauf

Im Prinzip macht es ja schon Sinn, einheimische Produkte dem Export vorzuziehen. Das machen doch ökologisch Denkende schon seit Jahren so, obwohl sie dafür sogar mehr bezahlen. Es sichert einheimische Arbeitsplätze, was wiederum die Staatsausgaben verringert. Aber natürlich sind die Konsumenten eher durch den Preis zu " erziehen" als durch freiwilliges ökologisches Handeln. Wobei mir natürlich völlig klar ist, dass Trump sich überhaupt nicht für die Ökologie interessiert. Importieren sollte man doch das, was man selbst nicht produzieren kann. Exportieren dass, was die anderen nicht herstellen können. Dass gewisse Produkte und Teilprodukte quer durch die ganze Welt hin und her transportiert werden, finde ich völlig idiotisch.

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