Forum: Wirtschaft
US-Ökonom Stiglitz: "Deutschland muss mehr tun"

Die Industriestaaten geben Billionen aus, um die Krise zu bekämpfen. Zu wenig, kritisiert US-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz: Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht er über Fehler bei der Bankenrettung, zaghafte Politiker - und erklärt, warum wir trotzdem glimpflicher davonkommen als in der Großen Depression.

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Hubert Rudnick 02.04.2009, 15:59
1. Besserwisser

Zitat von sysop
Die Industriestaaten geben Billionen aus, um die Krise zu bekämpfen. Zu wenig, kritisiert US-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz: Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht er über Fehler bei der Bankenrettung, zaghafte Politiker - und erklärt, warum wir trotzdem glimpflicher davonkommen als in der Großen Depression.
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Ehrlich gesagt, ich mag diese Besserwisser absolut nicht, sie waren es doch die die Regierungen immer beraten haben und das mit dem Ziel eine totale neoliberale Politik zu gestalten.
Keiner dieser ach so schlauen Nobellpreisträger sagt auch mal was dazu, dass er eine Mitverantwortung an dieser Finanzkrise trägt.
Mir kommt es vor, als wollte spon hier ständig und Leute präsentieren, die mitverantwortlich sind, aber nun wieder mal alles besser wissen wollen, so wie wenn ein Bankräuber eine von ihm überfallene Bank in Fragen Sicherheit beraten will.
Keiner dieser Leute kommt auch je darauf, dass sein mitgetragenes System nicht stimmen könnte, wer nur weiter so ruft, der macht sich lächerlich und zeigt uns, dass er in Wirklichkeit nicht zu sagen hat.
Hubert Rudnick

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der_wachmann 02.04.2009, 16:23
2. Völlig an den echten Problemen vorbei

Diese tollen Wirtschaftsexperten und Ökonomen mit deutschklingenden Namen aus den USA reden total an den eigentlichen Problemen vorbei. Durch "Outsorucing" und "Kostenoptimierung" im Dienste des "Shareholder Value" wurden nämlich lukrative Arbeitsplätze in den USA und Westeuropa massenhaft gestrichen, und das verlorengegangene Einkommen durch Kredite ersetzt. Und jetzt, wo es keine Kredite mehr gibt, wird auch nicht mehr gekauft.

Wir brauchen keine Banken und Kredite, wir brauchen sichere und gutbezahlte Arbeitsplätze, damit sich die Bürger endlich wieder etwas leisten können, und die Unternehmen verdienen. Jeder als Kosteneinsparung gestrichene Arbeitsplatz und das dadurch fehlende Einkommen der Arbeitnehmer kehrt mittelfristig in die Bilanzen der Unternehmen als Minderumsatz zurück.

Die betriebswirtschaftliche Optimierung der letzten Jahrzehnte hat in der Volkswirtschaft einen enormen Schaden angerichtet.

Das mit dem Wohlstand hat in den 70ern und 80ern geklappt, und würde auch jetzt klappen. Man müsste es einfach nur wollen. Denn Wirtschaft passiert nicht einfach, Wirtschaft wird gestaltet, nämlich von uns Menschen.

Wir sind auf dem besten Weg, zu mittelalterlichen Verhältnissen zurückzukehren ;-)

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Elessar 02.04.2009, 16:23
3. Klugsch...en

Zitat von sysop
Die Industriestaaten geben Billionen aus, um die Krise zu bekämpfen. Zu wenig, kritisiert US-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz: Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht er über Fehler bei der Bankenrettung, zaghafte Politiker - und erklärt, warum wir trotzdem glimpflicher davonkommen als in der Großen Depression.
Na super. Dieselben Leute, die uns diese Krise beschert haben, kommen jetzt her und beglücken uns mit ihren Weisheiten, und erzählen uns, was wir tun müssen. Warum hatte Herr Stiglitz nicht medienwirksam geschrien, als die Blase auf dem US-Immobilienmarkt entstand? Und, ehrlich, welche Rezepte zur Bewältigung der Krise bieten uns die Mächtigen dieser Welt an? Die wollen, daß die Kredite wieder fließen und daß letztendlich die Immobilienpreise rund um den Globus wieder steigen, so daß sogar eine Hütte in Angola irgendwann 150 Millionen $$$$ kostet. Dann sind alle wieder glücklich und können den Konsum auf Pump fortsetzen. Echt widerlich.

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RogerT 02.04.2009, 16:38
4. Tolle Sache

Zitat von
Stattdessen wird das Geld wahllos den Bankern hinterhergeworfen, und die zahlen sich dafür Milliarden an Boni und Dividenden aus. Wir Steuerzahler werden praktisch ausgeraubt, um die Verluste einiger sehr wohlhabender Leute zu verringern.
Damit hat er schon mal voll Recht. Nur kann man das den Bankern nicht anlasten sondern den Politikern, die ohne Kontrolle und Bedingungen unser Steuergeld mit dem Füllhorn ausschütten... ach ja, viele Politiker sitzen ja bei diesen Banken in den Aufsichtsräten...

Ansonsten kann ich den Vorrednern nur zustimmen: wo waren die Mahner, die jetzt publikumswirksam aus ihren Löchern gekrochen kommen und schlaue Sprüche ablassen? Tolle Experten - hinterher ist man immer schlauer.

Das Problem dieser ganzen Krise kommt von der Einkaufs- und Zahlungsmoral hauptsächlich in den USA ind GB: alles auf Pump. Und wenn ein Kredit fällig ist, wird ein neuer aufgenommen und davon der alte bezahlt. Tolle Sache, das kann nur in die Hose gehen. Und die Welt badet es mit aus.

Die ganzen Konjunkturprogramme speziell in diesen Ländern zielen nur darauf ab, diesen Zustand wieder herzustellen bzw. zu stabilisieren. Eine Änderung des Umgangs mit Geld wäre hier angebracht - man kann nur ausgeben, was man hat.

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Schlüssel 02.04.2009, 16:41
5. Es gibt Gemeinden

Es gibt Gemeinden in Deutschland die werfen Gewinne ab. Viele gibts von denen nicht, aber ein paar schon.

Ich frage Herrn Stiglitz mal allen ernstes.
Wem geht es besser?
Einer Gemeinde die Schulden hat oder einer Gemeinde die Überschüsse macht?

Wer überschuldet ist, wird irgendwann platt gemacht.
Das kann in 100 Jahren sein, aber es wird kommen und dann Gnade uns Gott!

Wo hat der Mann den Nobelpreis her?
Vom Wühltisch bei Aldi?

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Urquhart 02.04.2009, 16:42
6. Es kommt noch schlimmer

Zitat von Hubert Rudnick
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Das ist jetzt schon der dritte hochrangige amerikanische "Experte", der meint, dass Deutschland "mehr tun" müsse.

Den Amerikanern als auch den Briten geht es um die Rettung ihrer Finanzplätze: New York, Chicago und London. Daran ist Deutschland nur begrenzt interessiert. Auch geht es bestimmt nicht darum, das alte System wieder herzustellen.

Diese "Experten" sprechen in erster Linie "pro domo". Deutschland soll in ewiger Dankbarkeit nicht nur Zahlmeister der EU sondern der Welt werden.

Was haben wir davon? Wie viel mehr dürfen deutsche Firmen wie z. B. Airbus in die USA und nach UK verkaufen? Bislang war es jedenfalls stehts so, dass der freie Welthandel schnell eine Einbahnstrasse zugunsten der Amerikaner war insbesondere, wenn es um spektakuläre Aufträge ging (Beispiel; Tankflugzeug für die amerikanische Armee).

Im übrigen ist Deutschland gut beraten, nicht gleich das gesamte Pulver zu verschießen wie die Amerikaner. Die Kreditkartenkrise hat noch nicht einmal angefangen. Die ersten Unruhen sind nur ein Vorbote dessen, was noch kommen wird.

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mauskeu 02.04.2009, 16:43
7. Keine weiteren Schulden für die BRD.

Zitat von sysop
Die Industriestaaten geben Billionen aus, um die Krise zu bekämpfen. Zu wenig, kritisiert US-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz: Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht er über Fehler bei der Bankenrettung, zaghafte Politiker - und erklärt, warum wir trotzdem glimpflicher davonkommen als in der Großen Depression.
Bei abnehmender Bevölkerung in der BRD ist der Zeitpunkt
erreicht, wo es sich die BRD nicht mehr leisten kann,
irgendwelche Programme über Schulden zu finanzieren.
Die schon beschlossenen Konjunkturprogramme aber auch die
andauernden Sozialprogramme der BRD sind ein angemessener
Beitrag zur Weltwirtschaftskrise, einer Krise die andere
mit ihrer unverantwortlichen Haltung über uns gebracht
haben. Also z.T. die Leute, die jetzt mehr von uns fordern.
Gerade gestern hat der englische chancellor A.Darling
auf Sky immer noch nicht Probleme bei sich gesehen,
sondern er möchte, dass andere mehr leisten. Ein Witz.

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Desmond 02.04.2009, 16:45
8. Ökonomen??

mir gehen diese ganzen US Volkswirte gehörig auf die Nerven, ob sie nun Stiglitz oder Krugman heißen. Die tun alle so als haben die die Wahrheit für sich gepachtet und könnten in die Zukunft sehen. Dabei klammern sich Volkswirte meist an irgendwelche obskuren Modelle, die in der Realität meist grandios scheitern. Wenn sie so schlau sind, warum haben sie nicht von Anfang an auf die Risiken der deregulierten Finanzmärkte hingewiesen, warum haben sie es soweit kommen lassen. Wahrscheinlich weil sie auch keine Ahnung davon hatten, genauso wenig wie sie jetzt sagen können ob die ganzen Milliarden helfen oder nicht.
Diese Forderungen nach immer neuen Milliarden achwas Billionen sind fast schon lächerlich. Niemand kann sagen ob diese ganzen programme hilfreich sind oder ob sie langfristig mehr Schaden anrichten. Ich halte den Kurs von Fr Merkel für den richtigen, indem man erst mal abwartet wie die bisherigen Gelder wirken. Hoffe Deutschland und Frankreich können sich bei der Regulierung der Märkte durchsetzen, denn sonst fürchte ich waren alle Gelder umsonst.

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Mulharste 02.04.2009, 16:56
9. szmtag Dorfübersicht Dorfzentrum Karte Statistik Berichte Nachrichten Plus Menü Trav

Zitat von sysop
Die Industriestaaten geben Billionen aus, um die Krise zu bekämpfen. Zu wenig, kritisiert US-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz: Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht er über Fehler bei der Bankenrettung, zaghafte Politiker - und erklärt, warum wir trotzdem glimpflicher davonkommen als in der Großen Depression.
der nächste...

mich wundert, wieso immer diejenigen, deren land die krise größtenteils zu verantworten haben, nun nach immer mehr schreien und con allen anderen städnig fordern, die krise zu lösen.

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