Forum: Wirtschaft
US-Präsident in Davos: Das Engelchen Trump
AFP

Der Davoser Trump war ein gezähmter Trump - für Trumps Verhältnisse. Die Weltelite, die vorgibt, ihn abzulehnen, scharte sich um den US-Präsidenten. Das könnte zum Problem für Merkel, Macron und Co. werden. Ein Kommentar von Klaus Brinkbäumer.

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WeissAuchAllesBesser 26.01.2018, 23:43
10. Ach gottchen...

Auch in Davos hat sich Trump nicht als geistig-moralischer Überflieger präsentiert. Aber so unangenehm er auch sein mag, er ist auch nicht schlimmer als eine herablassende und verachtenswerte Formulierung wie " die Bewohner des Planeten Davos".
Und wenn Donald Trump seine Witze wiederholt, vermutet man auf CCN zumindest eine beginnende Demenz. Herr Bringkäumer wiederholt die Formulierung "die Bewohner des Planeten Davos" einfach nur weil er es geil findet aus einer pseudo-moralischen Überlegenheit heraus andere Menschen abzuwerten.

Die AFD wird sich fragen was nun lobenswerter ist: Die Rede von Trump, oder "die Bewohner des Planeten Davos" zu diffamieren.

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ex_berliner 26.01.2018, 23:53
11. Isser wieder Praesident geworden?

Trump hat es schon letztes Jahr einige wenige Male vollbracht "on script" zu bleiben und brav die ihm geschriebene Rede vom Teleprompter abzulesen und dadurch den Eindruck zu erwecken, faehig zu sein, sein Amt angemessen auszufuehren. Man erinnere sich etwa and die State of the Union Ansprache von 2017 nach der Trump von einigen Kommentatoren - voreilig, wie sich schnell herausstellte - bescheingt wurde, dass er nun in das Amt des Praesidenten hineingewachsen waere. "He became President of the United States in that moment, period" twitterte etwa CNN's Van Jones. Der Moment hat nichtmal eine Woche angehalten.

Und dieser Moment wird das auch nicht. Trump kann nicht Praesident - er hat einfach nicht in sich, was es dazu braucht: Wuerde, Dekorum, Anstand, Ehre und Demut. Fehlt ihm alles. Die naechste Entgleisung des Herrn Trump wird nicht lange auf sich warten lassen.

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ImZweifel 27.01.2018, 00:04
12. Fehlwahrnehmungen und voreingenommenen Interpretationen

Auch wenn man Trump nicht schätzt, gebietet es die Redlichkeit, Herrn Schwab in dieser Einschätzung Recht zu geben. Als Beleg genügt die Studie von Spiegel Online.
Durch eine voreingenommene Berichterstattung machen sich Medien unglaubwürdig, auch dann, wenn der Kern der Berichterstattung zutreffend ist.

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klardenkendermensch 27.01.2018, 02:30
13.

Auf den notorischen Lügner und nachweislich kriminellen Trickbetrüger Trump hereingefallen zu sein und ihn zu hofieren, werden die Wirtschaftseliten noch bitter bereuen. Für den Kampf um unsere Freiheit, Demokratie, unseren Rechtsstaat und unsere kritischen, freien Medien ist es absolut unerlässlich die permanenten Lügen Trumps immer und immer wieder anzusprechen und anzuprangern. Diese kritische Berichterstattungen sind eben keine Fake News, wie Trump immer wieder behauptet um sie in seinem Sinne abzuwerten, denn er ist ein Fake Präsident und dreht alles populistisch so, dass nur er für das Gute und alle anderen für das Schlechte und Böse verantwortlich sind. Aber es ist tatsächlich genau umgekehrt. Der weltweite Wirtschaftsaufschwung ist nicht wegen Trump sondern trotz Trump im Gange. Seine Steuerreform dient nur ihm und seines Gleichen und wir müssen seine permanenten Lügen und seinen gefährlichen Narzismus und Populismus immer und immer wieder anprangern und dürfen um unsere Freiheit und die Zukunft unserer Kinder nicht zu verspielen willen, nie auf diese Lügen hereinfallen. Die Welt und unsere Kinder und Kindeskinder würden es uns nie verzeihen.

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Tyler85 27.01.2018, 03:32
14.

"...aber von diesen, den wirtschaftlichen Eliten jedenfalls, wird Trump nun hofiert, weil er für sie (und sich selbst) Politik und damit natürlich gegen die Arbeiter Politik macht..."
Natürlich gegen die Arbeiter? Was schreibt hier für ein Autor? Ich glaube, es gibt nicht wenige Arbeiter in den USA und anderswo, die Trump zur Zeit ziemlich dankbar sind...ziemlich einfältige, kommunistische Schwarz-weiß-Sicht des Herrn Brinkäumer.

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Henry Jones Jr. 27.01.2018, 04:10
15. Teleprompter

Hat er bloss vom Teleprompter abgelesen oder unterstellen Sie das böswillig? Ich lese hierzu anderenorts anderes. Als er dezent die Berichterstattung anprangert hört man jedenfalls nicht nur verhaltenes Raunen (Buhrufe) sondern auch etwas Beifall - das lassen Sie aber unerwähnt. Etwas einseitig, nicht? Was kann man bei soviel Voreingenommenheit noch glauben? Schade.

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freeword 27.01.2018, 04:46
16. Wirtschaft, Industrie...

...und das Kapital haben sich schon immer irgendwelchen Despoten, Diktatoren, lupenreinen Demokraten, Psychopathen und Idioten an den Hals geworfen, so lange sie ihre Kassen zum Klingeln gebracht haben. Besonders peinlich war das unterwürfige Anschleimen des Siemensmanagers Joe Kaeser, der Trump vor laufender Kamera versprach, die neue Generation von Kraftwerk-Gasturbinen in den Vereinigten Staaten entwickeln zu lassen. Das hatte schon ein gewisses "Fremdschäm"-Flair.
PS. Dabei will Siemens in dieser Sparte weltweit rund 6900 Arbeitsplätze abbauen, davon etwa die Hälfte in Deutschland.

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Actionscript 27.01.2018, 05:52
17. Amerika first means Amerika dominating over others.

Das meinte Trump mit "...does not mean Amerika alone". Nur wer Deals mit ihm macht wie Saudi Arabien oder Firmen nach USA verlagert, wird von ihm belohnt. Das heisst aber auch, dass woanders Arbeitsplätze verloren gehen. Der Wirtschaft ist es egal, wie man bei deutschen Unternehmen beobachtet. Ich sehe nicht, wie er den Europäern die Schau stiehlt. Wenn die Europäer das so sehen, sind sie blind und auf ihn hereingefallen.

Obama schaffte die solide Wirtschaftsbasis. Daher ist Trump's "Erfolg" nicht überraschend. Wenn Trump das kaputte Amerika von 2008 übernommen hätte, wäre es heute noch kaputt. Natürlich feiert Wall Street Trump. Doch die Frage ist wie lange. Denn Trump wirft Amerika noch mehr in Schulden. Wir sprechen uns wieder, wenn die Arbeitslosigkeit steigt, weil der Absatz sinkt oder die nächste Blase platzt und die Armut, die nicht weg ist, wieder weiter ansteigt. Dann fehlen der Regierung die nötigen Reserven.

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joG 27.01.2018, 06:00
18. Die Reaktionen in den Medien....

...waren vor allem bei den Journalisten interrssant, die regelmäßig Schlechtes über ihn berichten. Denn, er mag unangenehm sein. Aber er hat halt in vielem recht und spricht aus, was andere auch zwar so sehen, aber lieber heucheln. Die deutsche Politik ist seit Jahrzehnten "Deutschland Zuerst!". Man verpackt diese unangenehme Wahrheit aber hinter feinen Geschichten.

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Reinhold Schramm 27.01.2018, 06:24
19. Trump verspricht Profit und Dividende!

Die sog. Weltelite schart sich um die personifizierte Heilslehre Trumps. Es geht nicht um ökonomischen und sozialen Ausgleich, zwischen den Wirtschafts-, Konsum- und Reichtumsmetropolen und den in Unterentwicklung, Abhängigkeit und Armut gehaltenen Weltregionen. Eine Teilhabe an den Früchten der materiellen Wert- und Mehrwertschöpfung ist vor allem nicht für die Lieferanten von Rohstoffen, Ländereien und Bodenschätzen vorgesehen. Hier allenfalls für die korrupten Oligarchen und deren Familienclans. Auch die nordamerikanische Finanz- und Monopolbourgeoisie, ebenso wie die chinesische Administration und europäischen Wirtschafts- und Monopolverbände, haben keine Teilhabe für achtzig Prozent der Menschheit vorgesehen. Keine angemessene Beteiligung, entsprechend der materiellen Wertschöpfung, für rund sechs Milliarden Menschen. Sechs Milliarden Menschen werden weitgehend von jeder auskömmlichen und angemessenen Beteiligung am ökonomischen Wohlstandszuwachs ausgeschlossen. Das bundesdeutsche Prinzip, der Prinzipienlosigkeit, findet hier auch anschaulich seine unmoralische und grenzenlose Fortsetzung. So wie in Deutschland fünfundvierzig Personen und Familienclans, über die Hälfte aller volkswirtschaftlichen Kapital- und Vermögenswerte verfügen, so teilt sich auch die amerikanische Administration der Millionäre und Milliardäre, aus Wirtschaft, Banken und Weltkonzernen, die analoge Zielsetzung mit Deutschland. Immer mehr Wertschöpfung und Umverteilung von unten nach ganz oben. So wie in Europa und Asien, so ist auch in den Vereinigten Staaten von Amerika keine nennenswerte und tragfähige sozial- und gesellschaftspolitische Alternative in Sicht. Das Prinzip der Prinzipienlosigkeit, in Gestalt der spezialdemokratischen Sozialpartnerschaft, zwischen Putzfrau und Milliardär*in, auch nach bundesdeutschen Vorbild, gilt auch für den heutigen Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Der Administrator Trump bedient sich doch auch nur an dem Arsenal der ideologischen und politischen Vorgaben, aus den ökonomischen Wirtschafts-, Lobbyisten und Interessenverbänden, die sich unter der Teilnehmerschaft widerspiegeln.

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