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US-Sanktionen: Huawei-Manager warnt vor "gefährlichem Präzedenzfall"
REUTERS

Immer mehr Unternehmen schränken ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Telekomausrüster Huawei ein. Grund sind die US-Sanktionen. China spricht von "wirtschaftlicher Schikane".

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flaffi 23.05.2019, 17:56
10. Jetzt wird es offenbar

Der Handelskrieg ist nur der Anfang. Dieser gestörte Hampel hat keine Hemmungen mehr. Und die Kuscherei diverser Firmen ist auch jämmerlich.

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equigen 23.05.2019, 18:31
11. Alle lassen sich erpressen

... und was lernt Trump daraus: Er kann machen was er will. Die nächsten Unternehmen - nicht nur aus China - werden folgen. Er braucht ja nur als Alleinherrscher der Welt ein Dekret zu erlassen und die Luschen aus den Unternehmen weltweit (!) folgen ihm. Zumindest in meinem Unternehmen ist es so, dass der Umfang der Gewinne aus China die aus den USA längst überstiegen hat. Vielleicht sollte der ein oder andere Konzernlenker ausserhalb der USA nochmal nachdenken bevor er mit dem Schwanz wedelt.

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-su- 23.05.2019, 18:37
12.

Zitat von fhassler
Man sieht in Deutschland Huawei immer als Opfer. Keiner will hier in einem Chinesischem System leben. Huawei ist ein Teil davon. Dank seiner Technologien kann der Machtapparat alle seine Bürger knadenlos überwachen. Die Chinesen haben sich nie an geltenes Recht gehalten und das Eigentum von fremden Unternehmen übernommen. Ich bin froh, dass USA dazwischen geht.
Auch die USA sind durch Microsoft und Co in der Lage alle zu überwachen. Es sind ja Hintertüren in die Programme eingebaut, damit der NSA die entsprechenden Geräte und damit die Nutzer ausspionieren kann.

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iasi 23.05.2019, 19:40
13. Freihandel vs. chinesischem System

Alle reden immer über freien Welthandel - vor allem die, die mit Exportüberschüssen davon profitieren. Fakt ist, dass die USA beständig seit Jahrzehnten übervorteilt werden und enorme Handelbilanzdefizit erzielen. Bestes Beispiel ist die aktuelle Geldpolitik: Die amerikanische FED erhöht die Zinsen, während die EZB weiterhin billiges Geld verteilt. Die Folge: Der Dollar wertet auf und macht Importe aus der EU billiger und US-Exporte teurer. China spielt ja sowieso schon immer das Wechselkursinstrument. Da wird eben der Yuan abgewertet, wenn Trump die Zölle erhöht - schon verpuffen die Zollerhöhungen.
Handelungleichgewichte sind gefährlich, weil destabilisierend. Sie führen letztlich zu Finanzkrisen, wie wir sie schon oft hatten. Nur kann auf die nächste Eruption nicht mehr reagiert werden, weil man alle Möglichkeiten schon längst ausgeschöpft hatte. Besser Trumpsche Erschütterungen statt ein neues großes Beben.

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solitaryway 23.05.2019, 20:00
14.

Zitat von fhassler
Man sieht in Deutschland Huawei immer als Opfer. Keiner will hier in einem Chinesischem System leben. Huawei ist ein Teil davon. Dank seiner Technologien kann der Machtapparat alle seine Bürger knadenlos überwachen. Die Chinesen haben sich nie an geltenes Recht gehalten und das Eigentum von fremden Unternehmen übernommen. Ich bin froh, dass USA dazwischen geht.
Natürlich ist der Oberspion mit seiner NSA so viel besser. Und für Unternehmen wie Google, Amazon usw. ist der europäische Datenschutz auch eher ein Dorn im Auge. Die kuschen auch lieber gehorsam und gewähren der NSA freiwillig Einblick.

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brooklyner 23.05.2019, 20:14
15.

Zitat von Marvin__
Wenn die US-Regierung mit ihrem "gefährlichen Präzedenzfall" durch kommt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis europäische Unternehmen Ziele von US-Attacken werden, um amerikafreundliche Konditionen in Handelsabkommen zu erpressen. Erste Kandidaten dürften Unternehmen sein, die die neue Gaspipeline unterstützen, unter anderem Wintershall und Uniper. Da wüßte man schon gerne, wie unsere zukünftigen Kommissionspräsidenten da reagieren wollen.
Ähm, wieviele Jahre ist es her, dass Siemens als angeblich einziger Konzern Schmiergelder in der 3. Welt zahlte? Glauben Sie, die NSA hat rein gar nichts mit den Aufdeckungen des Machenschaften bei ADAC, VW/Bosch etc. im Dieselskandal oder mit der schweizer UBS zu tun? Die Liste ist noch um Einiges länger. Die Thinktanks dahinter sind Profis. Das läuft schon eine ganze Weile.

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damianschnelle 23.05.2019, 20:15
16. @fhassler

Wie naiv muss man denn sein, um so etwas zu schreiben. Natürlich sind die Chinesen da keine Chorknaben. Aber die USA sind jein Stück besser und auch dort gibt es schon seit den 90ern rechtliche Verpflichtungen für Hard- und Softwarehersteller die Nutzung durch die eigenen Dienste zu ermöglichen. Und das die Überwachung tadellos auch in den und durch die USA machbar ist und auch angewandt wird ist hinlänglich bekannt.

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Fuxx81 23.05.2019, 20:17
17. Erpressung

Was die amerikanische Regierung mit Huawei treibt ist ganz klar und ohne jeden Zweifel Marktbeeinflussung zum Vorteil eigner Mitbewerber. Bei allen Deutschen Unternehmen, die auf US-Software oder Hardware angewiesen sind (hallo Windows!), sollten die Alarmglocken jetzt Dauerklingeln. Man kann nur hoffen, dass sie der Regierung genug Druck machen, endlich eine europäische High-Tech-Industrie aufzubauen.

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damianschnelle 23.05.2019, 20:18
18. @iasi

Wieviele US-Firmen lassen aus den verschiedensten Beweggründen in Asien und Europa produzieren? Und jetzt ist auf einmal ganz böse.

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peterka60 23.05.2019, 20:23
19. Fachwissen gefragt!

Zitat von chiefseattle
..., dass sich China und Russland von den USA abkoppeln und eigene Systeme weltweit patentieren lassen. Europa ist sowieso schon weg vom Fenster. Und ein chinesisches "Windows" dürfte dem gebeutelten Microsoft-System in nichts nachstehen. Notfalls openoffice, ubunto und linux weiterentwickeln, dann würden chinesische Firmen viele Millionen für Lizenzen sparen.
Lieber Chiefseattler
Ihr Beitrag strotzt nur so von Fachwissen! Weiterentwicklung openoffice (wird heute von Apache, einer US Firma) entwickelt dürfte nicht ganz einfach sein. Ubunt(u) ist Linux und der Anteil von Huawei an der Linux-Entwicklung liegt unter einem Prozent! Auch hier geben US-Firmen den Ton an. Alle Infos dazu lesen bei der Linux Foundation. Und um den Sack noch vollzumachen: Microsoft nimmt Milliarden ein mit Lizenzgebühren von Android-Produkten. Und Microsoft ist ja wohl kaum in chinesischen Händen. Wenigstens ein bisschen recherchieren sollten man schon, bevor man einen Kommentar verfasst.

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