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US-Strafzölle: Das sind die Positionen in einem möglichen Handelskrieg
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Zwischen den USA und dem Rest der Welt bahnt sich ein Handelsstreit an. Die EU könnte mögliche Strafzölle auf Stahl und Aluminium mit Gegenmaßnahmen beantworten. Ein Überblick über die Situation.

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K:F 07.03.2018, 17:21
90. Weltweite Überproduktion bei Stahl

Wenn der Imobilien-Hai Trump, im Nebenberuf Präse der USA, die Zölle auf Stahtl angebt, dann wird China die Produktion in die EU drücken. Was wird die EU dann wohl machen? Zölle auf Chinastahl. Wo ist das Problem?

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KlausMeucht 07.03.2018, 17:32
91. These begründet

Zitat von Proggy
Nicht mehr als eine linke These. Wer mehr exportiert, der ist auf jeden Fall besser schon mal besser organisiert und arbeitet besser. Zusätzlich vielleicht noch mit höherer Qualität, technisch weiterentwickelt oder (Schock!) sogar nur preiswerter als andere Anbieter?! Der, der mehr exportiert, macht etwas besser und 'richtiger', als der andere!!
Wer dauerhaft Exportüberschüsse hat, handelt wie ein Einzelhändler der dauerhaft anschreiben lässt - und sich dann beschwert wenn viele seiner Kunden nie ihre Schulden zurückzahlen.

Exportüberschüsse sind nichts schlimmes, genauso wenig wie Importüberschüsse etwas schlimmes sind. Nur sollte es sich über Jahre ausgleichen. Eine ausgeglichene Aussenhandelsleistungsbilanz ist nicht ohne Grund ein Ziel im magischen Viereck.
Ich verstehe nicht warum Grundlagen, die wir Anfang der 80er in der Schule gelernt haben, plötzlich nicht mehr gelten sollen.

Wir exportieren dauerhaft mehr als wir importieren. D.h. wir geben anderen Ländern Waren und erhalten Geld dafür. Geld macht individuell einen reicher, aber nicht volkswirtschaftlich. Ansonsten müsste ein Staat nur die Druckerpresse anwerfen
und würde unendlich reich werden.

Ob wir mit dem erhaltenen Geld zu einem gewünschten Zeitpunkt aus den Schuldnerländer die entsprechenden Waren zum gleichen Wert zurückkaufen können steht in den Sternen. Das hängt von der Wirtschaftskraft der Schuldnerländer ab.

Der Wechselkurs ändert sich. Es ist den armen Ländern zu wünschen dass ihre Wirtschaft aufblüht, aber zunächst werden diese Länder ihren Aufschwung in erster Linie dazu nutzen wollen die Menschen in ihrem eigenen Land zu helfen.

Die Politiker in den ärmeren Ländern werden nicht von den deutschen Rentnern gewählt. Die Waren die das arme Land inzwischen herstellt, werden sie deshalb in erster Linie der eigenen Bevölkerung zu Gute kommen lassen.

Ist der Schuldner überschuldet verliert der Gläubiger Vermögen. Auch wenn es kein Insolvenzrecht zwischen Staaten gibt, kann man nicht aus einem Staat der zu schwach ist zu produzieren etwas herauszwingen. Der Gläubiger muss dem Schuldner immer noch genügend Luft zum Atmen überlassen.

Wir müssen Globalisierung endlich neu begreifen. Globalisierung heißt nicht andere Länder nieder zu konkurrieren. Andere Länder sind unser Partner, nicht unsere Gegner.
Es geht um Arbeitsteilung die am Ende hoffentlich beiden nützt.

Es ist kein Vorteil wenn andauernd mehr Waren Deutschland verlasst als eingeführt wird. Es ist Dummheit. Das was ich in der Schule gelernt habe, war richtig. Langfristig ist eine ausgeglichene Aussenhandelsbilanz anzustreben.

Ob eine These links oder rechts, rot oder blau ist ändert nichts an den Argumenten.

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