Forum: Wirtschaft
US-Strafzölle: EU wird Monate für Gegenmaßnahmen brauchen
DPA

Die EU lässt sich mit einer Retourkutsche auf die von US-Präsident Trump angekündigten Strafzölle Zeit. Zunächst will die EU-Kommission klären, ob Europa von den Abgaben ausgenommen werden könne.

Seite 1 von 14
Andreas P. 09.03.2018, 12:24
1. Peanutbutter?

Wenn es am Ende des Tages nur um Florida-Orangen (unsere Orangen kommen ohnehin meistens aus Spanien), Peanut-Butter (wer isst die? / um welche Volumen reden wir überhaupt), Harley-Davidson (für eine Handvoll Rentner) und Jack Daniels (echte Whisky-Kenner trinken ohnehin keinen Ami-Fusel) geht, dann wird es den USA nicht wirklich weh tun. Aber das gute daran:_ die meisten der Konsumenten hier auch nicht. Was soll der Lärm um Nichts?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rskarin 09.03.2018, 12:31
2. Dann müssen wir uns eben selber helfen.

Keine US-Produkte mehr kaufen! Die USA boykottieren uns mit Einfuhrzöllen. Wir können und sollten das auch umgekehrt so machen. Aber nicht wieder bei McDonalds und Apple einkaufen, sondern konsequent bleiben. Sonst braucht niemand jammern und ist selbst schuld!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
scratchpatch 09.03.2018, 12:36
3. Britische Rosinen schon wieder?

Die Briten wollen anscheinend nicht warten und für sich eine Ausnahme erreichen. Handelsminister Fox soll nach britischen Berichten (BBC) nächste Woche deswegen in die USA reisen. Außenminister Johnson soll nach eigenen Angaben ohnehin mindestens ein Mal in der Woche mit US-Außenminister Tillerson telefonieren.
Habe ich was verpasst oder ist nicht die EU immer noch für Handelspolitik zuständig und Großbritannien immer noch in der EU?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Flo0911 09.03.2018, 12:38
4. Es wird Zeit...

...die bisherige Weltordnung des Handels aufzugeben. Die USA fallen als verlässlicher Partner offenbar auf Dauer aus. Und damit meine ich gar nicht mal unbedingt die Verhängung der Strafzölle durch "the orange one". Hier ließe sich durchaus argumentieren, dass die EU ihrerseits in der Pflicht steht, die Zölle auf einige US-Importe zu senken. Aber die Aktion von Donnerstagabend ist letztlich nur eine in einer langen Reihe von Andeutungen, Ankündigungen und letztlich auch Handlungen seitens des US-Präsidenten und seiner (verbliebenen, leider nicht zum Flügel der Realpolitiker zählenden) Unterstützer in seiner Regierung. Wir müssen uns in der EU daher nach Alternativen umsehen, und da geht der Blick natürlich schnell nach China. Auch nicht unbedingt ein Musterland für faire Handelsbeziehungen, aber wenn die USA nun in dieselben Praktiken verfallen, macht es allemal Sinn, sich an den stärkeren Partner zu binden. Und dass hier China die USA auf Dauer hinter sich lassen wird, darüber kann es ja nun keine zwei Meinungen geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlsiegfried 09.03.2018, 12:40
5. Na sowas ...

Zitat: 'EU wird Monate für Gegenmaßnahmen brauchen.' Was auch bedeutet, der Trump ist der EU um Längen voraus und die EU trödlt wie immer einer Problemlösung hinterher. Wenn sie überhaupt eine Problemlösung hat. Dabei muss die EU auch bedenken, dass sie selber Einfuhr-Strafzölle erhebt und deshalb selber im Glashaus sitzt. Wie zum Beispiel auf importierte Autos, auf importierte Photovoltaik aus China und so weiter. Das wird bestimmt noch lustig werden, beim Kampf um Arbeitsplätze in den USA und in der Eu, sowie in Deutschland. Dre grosspurig vorgetragene Optimismus zum Beispiel der deutschen Autoindustrie wird dabei auch nicht helfen. Wie bei den Milliarden-Strafen für die VW-Betrügereien mit dem Abgas der Diesel unschwer zu erkennen ist. Fazit: Trump ist, wenn auch unmstritten, ein tatsächlicher Macher. Die EU ist nebst Deutschland, unumstritten ein Schlafmützenverein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thinking_about 09.03.2018, 12:41
6. Trump hatte ja

Im Vorfeld die Unternehmenssteuer drastisch gesenkt um so die im Ausland produzierenden Firmen wieder zurückzuholen.
Nun kommt auch heute hier aus der Wirtschaft der Ruf nach Senkung der Unternehmenssteuer.... (ntv Laufband)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Teile1977 09.03.2018, 12:43
7. Sanktionen

Zitat von equigen
Wenn die USA mit uns nicht mehr Habdel treiben wollen dürfen wir uns von Trump nicht mehr länger vorschreiben lassen mit unseren Nachbarn Waren auszutauschen.
Ach, und wiss3n sie auch welche Güter nicht nach Russland geliefert werden dürfen? Die Sanktionen sind so winzig, die merkt kaum einer, und ich finde es richtig keine Waffen in ein Land zu liefern das Krieg gegen seine Nachbarn führt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Weltbürger-EU 09.03.2018, 12:44
8. Keine Strategie

Manchmal frage ich mich ob Politiker in Europa keine Berater haben. Oder diese Berater Angst haben, wenn diese schnell reagieren, Lösungen in der Schublade parat halten. Egal ob es USA oder Europa mehr Schaden wird. Zermürben, mit jeder Aktion zurück drängen. Jetzt warten wir erstmal bis EU die Meinungen von Mitgliedsstaaten einholt. Irgendwann wird es in Brüssel besprochen, natürlich nachdem Gremien darüber diskutiert haben. Dann vor WHO anklagen und Ergebniss abwarten. Bis dahin betteln das EU von diesen Zölle geschont wird. Und dafür wie zum Beispiel ttip wieder verhandeln, obwohl die Mehrheit der Europäer es nicht wollen. So biegt man Staaten ohne Selbstwertgefühl... Und dazu... Erst die Medien aufkaufen, nicht nur Meinung, sondern auch Kultur einschleichen lassen. (Sogar Nationalisten benutzen mehr und mehr englisch) Dann Banken kontrollieren, somit Schulden und dadurch Entscheidungsmacht über Firmen und Länder...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alt-nassauer 09.03.2018, 12:50
9. Vielleicht...

Vielleicht ist das Rationale Handeln mit Abwarten besser, als das Irrationale mit Getöse. Auch wenn man es sich etwas wünscht, um Trump einen Kontrapunkt zu setzen.
Da er aber so Irrational denkt und handelt. Ist ein kühler Kopf und ein Aufschaukeln ohne sofortige Gegenmaßnahmen doch der bessere Weg. Mit einer Gegenmaßnahme bietet man Trump wieder eine Möglichkeit einer Show.

Letztendlich kann doch der EU-Bürger für sich im stillen für einen Schaden an US-Produkte sorgen. Wobei ich bezweifle das Leute das wollen. Ich kann nichts weiter dazu beitragen, Erdnussbutter und Orangen vertrage ich nicht. Für Harley hab eben keine Schein und den Fusel aus Kentucky mag ich nicht. Somit kann ich da für mich auch nichts erkennen die US Wirtschaft zuschädigen...
Da war ich schon seit Monaten etwas pragmatischer Whatsapp, Facebook wurde seit Monaten nicht mehr verwendet. Bei Produkten aus den USA wie Süßkartoffel oder andere Landwirtschaftliche Produkte verweigere ich mich schon viel länger. Genauso wenig wie ich US Serien bei den Privaten-Sender verfallen bin. So könnte jeder EU-Bürger im Kleinen prüfen, nutze ich weiter alles so aus "Made in USA".
Viel Hoffnung mache ich mir da wirklich nicht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 14