Forum: Wirtschaft
US-Strafzölle: EU wird Monate für Gegenmaßnahmen brauchen
DPA

Die EU lässt sich mit einer Retourkutsche auf die von US-Präsident Trump angekündigten Strafzölle Zeit. Zunächst will die EU-Kommission klären, ob Europa von den Abgaben ausgenommen werden könne.

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schwaebischehausfrau 09.03.2018, 16:50
100. @Weltbürger-EU: Seit Monaten...

Zitat von Weltbürger-EU
... Ist selber schuld am Ergebnis. Schon seit Tagen weiß man das Strafzölle kommen wird. War es so schwer Produkte zu sortieren die gleichen, wenn sogar nicht höheren Import Volumen aus der USA entsprechen? Ach ja, wir müssen alle abfragen. Denn, EU ist lange noch keine Union, nicht einig, nicht gemeinsam stark nach außen. Und wer das erkennt, nutzt es aus.
Nicht erst seit Tagen. Die EU konnte seit mehreren Monaten damit rechnen und hätte sich so darauf vorbereiten können, dass Trump auf jede seiner Aktionen sofort ein deutliches ECHO bekommt. Stattdessen muß er sich doch bestätigt fühlen: Alle kuschen wieder und werden den USA gegenüber Zugeständnisse machen. Und das wird Trump darin bestätigen, dass er alles richtig macht und ermutigen, genau so weiter zu machen. Trump mag zwar einfach gestrickt, um nicht zu sagen "primitiv" sein, aber in puncto "knallhart verhandeln" ist er den EU-Bürokraten oder Aussitzern wie Merkel, die jeden Konflikt scheuen und stattdessen lieber gleich das Scheckheft zücken und einknicken, um Lichtjahre voraus: Einfach erstmal eine Maximal-Forderung aufbauen und ganz kühl damit kalkulieren, dass ihm konfliktscheue Gegner dann entgegenkommen.
Die USA haben der EU ja schon seit der Finanzkrise vorgemacht, was HANDELN bedeutet: Die US-Staat hat mit seinen Banken-Rettungen Gewinne gemacht, während die EU-Staaten sich von den Banken veräppeln lassen und Milliarden verloren haben mit ihren Rettungspaketen. Im Streit um US-Bürger, die mit Hilfe von Schweizer Banken Steuern hinterziehen, haben die USA den Schweizer Banken ganz einfach klargemacht: Entweder ihr kooperiert oder wir machen euch eure Geschäfte in den USA zu und gigantische Strafen zahlt ihr sowieso on top. In der EU dagegen gibt's zu jedem Thema (Steuer-Oasen, Auto-Abgasbetrügereien, Entsende-Regeln für Arbeitnehmer) bei knapp 30 Mitgliedern immer zig gegensätzliche Interessen und eine Einigung auf irgendwas dauert Jahre, meist Jahrzehnte.

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rurei 09.03.2018, 16:50
101.

Zitat von seppfett
Auch wieder einer der auf die Überschrift hereingefallen ist und den Text nicht gelesen hat. Man lässt sich absichtlich Zeit um bestens abgestimmt zu sein und reicht eine Beschwerde bei der WTO ein. Das gibt Trump Zeit, um seinen Unsinn ohne Gesichtsverlust wieder aufzuheben. Sowas hat man schon mal unter Bush (Vater) gemacht. Der Handelskrieg geht auf alle Fälle nicht von der EU aus. Überschriften werden häufig vom Chef vom Dienst oder Chefredakteur geschrieben. Ich bin mir sicher, dass die Überschrift des Redakteurs anders war. Die Zusammenfassung (der Vorspann) auf der Forumsseite spricht darüber Bände.
@ Der Handelskrieg geht auf alle Fälle nicht von der EU aus ...
Zölle auf Autos Import in die USA 2,5%, Import in die EU 10%, nur ein Beispiel aber ein massives, so what?
Es reicht wenn die USA sagen wir erheben die selben Zölle wie ihr, dann klagen wir vor dem WTO? Da wäre ich gerne dabei ...

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draco2007 09.03.2018, 16:56
102.

Zitat von bernteone
Die EU redet und berät sich bis die Bärte in den Boden wachsen und Trump handelt . Was ist nun besser ?
Die EU macht dies zum einen aus taktischen Überlegungen heraus, aber auch weil man sich an den demokratischen Prozess halten möchte.

Donald Trump agiert grade VOLLKOMMEN am demokratischen Prozess vorbei. Er selbst definiert diese Zölle, ohne irgend eine Kontrollinstanz. Und das ist nur möglich weil er die Ausrede der "nationalen Sicherheit" vorschiebt.

Der demokratische Prozess wäre gewesen, einen Gesetzesvorschlag an den Kongress zu reichen und diesen mit einer MEHRHEIT (demokratisch und so) entscheiden zu lassen. Aber weil Donald weiß, dass er diese Mehrheit niemals zusammenbekommt (als größter Dealmaker aller Zeiten), macht er es eben völlig undemokratisch, man könnte fast sagen diktatorisch.

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Proggy 09.03.2018, 17:05
103. Weniger MS mehr Apple

Zitat von oldman2016
Ich rate den Redakteuren der deutschen Medien verbal gegen Donald Trump abzurüsten. Die amerikanischen Globalplayer des Internets können, wenn sie denn einmal die Heimatliebe zurück gewonnen haben, die Wirtschaft in Internet-Neuland ganz schön piesacken. Die amerikanische Spionagesoftware Namens Microsoft Windows ist ja überall installiert.
Die Redaktionen in Deutschland, setzen - seit zig Jahren - zum allergrößten Teil auf Apple. Aber auch bei dieser Firma, lagern mittlerweile mehr Daten, als man in den Redaktionen gemeinhin vermutet.

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schwaebischehausfrau 09.03.2018, 17:05
104. @Gerhard-s-123: Wieso TTIP?

Zitat von gerhard-s-123
Nun rächt sich im Nachhinein bitter die Arroganz der EU hinsichtlich TTIP. Wenn man sich überlegt, dass die Bevölkerung mit dem Ammenmärchen bezüglich des Chlorhühnchens gegen TTIP mobilisiert wurde , ist das im Nachhinein ein köstlicher Spass jetzt die ebenso heuchlerische Aufregung wegen der US-Schutzzölle zu beobachten.
Trump's Strafzölle sind ganz sicher keine "Bestrafung" dafür, dass TTIP nicht zustande gekommen ist. Falls Sie es nicht mitbekommen haben: Trump selbst ist GEGEN TTIP , genauso wie er erstmal gegen alle anderen Handelsabkommen der USA ist, weil er glaubt, dass die alle zum Nachteil der USA sind. Selbst bestehende Handelsabkommen hat er ja schon mal aufgekündigt und mit Trump's Wahl war TTIP automatisch mausetot.

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Mister Stone 09.03.2018, 17:17
105.

Zitat von Zaunsfeld
Das geht aber nicht. Die Briten sind noch immer Teil der EU. Und so lange das so ist, ist es technisch gar nicht möglich, dass sie separate Verträge mit anderen Staaten abschließen. Erst wenn die Briten ausgetreten sind, geht das.
Was "geht", das entscheiden doch nicht irgendwelche dümmlichen EU-Gesetze. Das entscheidet Trump und May. Was in Deutschland geht bzw. nicht geht oder "gar nicht geht" (etwa Abhören unter Freunden oder PKW-Maut), das entscheidet Frau Merkel. So geht das!

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kuac 09.03.2018, 17:48
106.

Zitat von oldman2016
Ich rate den Redakteuren der deutschen Medien verbal gegen Donald Trump abzurüsten. Die amerikanischen Globalplayer des Internets können, wenn sie denn einmal die Heimatliebe zurück gewonnen haben, die Wirtschaft in Internet-Neuland ganz schön piesacken. Die amerikanische Spionagesoftware Namens Microsoft Windows ist ja überall installiert.
Man erpresst doch seine eigene Freunde nicht.

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Plumbum 09.03.2018, 17:49
107.

Zitat von Mister Stone
Was "geht", das entscheiden doch nicht irgendwelche dümmlichen EU-Gesetze. Das entscheidet Trump und May. Was in Deutschland geht bzw. nicht geht oder "gar nicht geht" (etwa Abhören unter Freunden oder PKW-Maut), das entscheidet Frau Merkel. So geht das!
1. Ob Mr. Trump fragt, ob er Fr. Merkel abhören darf? ich glaube, eher nicht.
2. Fr. Merkel entscheidet nichts, Fr. Merkel macht, was die Industriebosse sagen.

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Hans58 09.03.2018, 17:51
108.

Zitat von Zaunsfeld
Phantasieren Sie doch nicht solche Sachen, die Sie mal irgendwo gehört haben, aber mit denen Sie sich nie selber beschäftigt haben. Nur etwa 5% der Dollarreserven sind in der Hand der Chinesen. Das können Sie alles selber auf Websites offizieller Stellen nachlesen. Natürlich sind 5% nicht nichts, aber damit werden Sie ja wohl kaum eine ganze Volkswirtschaft zum Platzen bringen. Also nächstes Mal bitte besser informieren, bevor man schlau daherschreibt und sich blamiert.
Im Regelfall phantasiere ich nicht und ich informiere mich auch meistens über die Themen, über die ich mich äußere:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/China-ist-der-groesste-Glaeubiger-der-USA-article19985455.html

Fragen, Kienzle?

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gerhard-s-123 09.03.2018, 17:58
109. xxx

Zitat von schwaebischehausfrau
Trump's Strafzölle sind ganz sicher keine "Bestrafung" dafür, dass TTIP nicht zustande gekommen ist. Falls Sie es nicht mitbekommen haben: Trump selbst ist GEGEN TTIP , genauso wie er erstmal gegen alle anderen Handelsabkommen der USA ist, weil er glaubt, dass die alle zum Nachteil der USA sind. Selbst bestehende Handelsabkommen hat er ja schon mal aufgekündigt und mit Trump's Wahl war TTIP automatisch mausetot.
Und warum war TTIP tot.

Schiedsgerichtsbarkeit , Chlorhühnchen usw.

Nun tun Sie doch nicht so , als ob TTIP wegen der Amis gescheitert wäre.

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