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US-Strafzölle: Peking droht mit Eskalation im Handelsstreit
DPA

US-Präsident Donald Trump plant offenbar weitere Strafzölle für Importe aus China. Seine Drohungen scheinen Peking allerdings kalt zu lassen - die chinesische Regierung kündigt Gegenwehr an.

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zoon.politicon 15.03.2018, 08:22
1. Trump sollte China nicht unterschätzen

Mit ca. 1,3 Milliarden Einwohner (?) leben in China ca. 4 x so viel Menschen, wie in den USA.
Und China ist die Werkbank der Welt, verleiht Geld, hält grosse Anteile an ausländischen Unternehmen.
Von daher kann Trump es sich nicht leisten, die - geduldigen - Chinesen durch Handelskriege unbegrenzt zu ärgern.

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mistermoe 15.03.2018, 08:37
2. Wo er recht hat...

hat er Recht, der Herr aus China. Das Handelsdefizit ist ja nicht dadurch entstanden, das China einfach wahllos Waren in die USA schickt, sondern hauptsächlich dadurch das US Firmen aus Profitgründen lieber in China produzieren lassen als in den USA selber. Ein zweiter Aspekt ist, das die US Wirtschaft in vielen Bereichen einfach nicht konkurrenzfähig ist, bestes Beispiel sind Autos - wann ist den das letzte Mal ein wirklich innovativer Wagen in den USA entwickelt worden (Kleinserien wie Tesla mal ausgenommen). Von Ford, GM, Chrysler und Co. kam da in den letzten Jahrzehnten eigentlich nix. Was zum großen Teil auch an der nicht vorhandenen Bildungspolitik liegt, ein kleiner Teil der Bevölkerung die es sich leisten kann, bekommt eine Spitzenausbildung und der große Rest, der auf staatliche Schulen gehen muss verdummt zusehens, siehe letzte Wahl. Wenn man nur Jack Daniel und Erdnüsse exportiert, dafür aber High-Tech Produkte importiert, braucht man sich nicht wundern wenn man ein Defizit hat. Da sollte der Herr Trump ansetzen und nicht hoffen das es mit Zöllen über Nacht alles super-duper wird.

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horst01 15.03.2018, 08:40
3. Freier Welthandel?

Freien Welthandel hat es nie gegeben. Die Warenströme hängen von den Wechselkursen zueinder ab. Daneben gibt es Terms of Trades, die ebenfalls harmonisierend wirken sollen. Tun sie das? Nach Auffassung der USA eben nicht. Derzeit bluten die USA einfach aus. Was bleibt den USA übrig? Do?larabwertung!

Wir kennen das aus DM-zeiten. Damals musste die BRD ihre DM aufwerten, um die Exportüberschüsse zu reduzieren. Die Klagen des BDI habe ich noch im Ohr: "Gegen Wechselkursänderung kann man nicht anrationalisieren!".

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s.l.bln 15.03.2018, 08:44
4. Was die Cinesen...

Zitat von zoon.politicon
Mit ca. 1,3 Milliarden Einwohner (?) leben in China ca. 4 x so viel Menschen, wie in den USA. Und China ist die Werkbank der Welt, verleiht Geld, hält grosse Anteile an ausländischen Unternehmen. Von daher kann Trump es sich nicht leisten, die - geduldigen - Chinesen durch Handelskriege unbegrenzt zu ärgern.
...tatsächlich können, ist schwer vorherzusagen. China und die USA würden sich womöglich gegenseitig sehr weh tun.
Die chinesischen Firmen sind hoch verschuldet und Umsatzeinbußen würden ihnen ziemlich zusetzen. Andererseits ist viel amerikanisches Geld in chinesischer Hand. Sie hätten die Möglichkeit, Druck auf den Dollarkurs zu machen, was aber wieder Ihre Gewinne schmälert.
Vielleicht liefern sie einfach bestimmte Waren nicht mehr, die auf dem Weltmarkt stärker nachgefrat werden, als vorhanden.

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manchmal_dafür 15.03.2018, 08:45
5. China hat Recht

Die USA haben ihre Produktion über Jahre hinweg abgebaut und ins Ausland verlagert um Kosten und Steuern zu sparen. Da ist es nur logisch, dass Handelsdefizite entstehen. Ich frage mich auch, wie China und andere Länder nach Ansicht von Trump ihren Überschuss reduzieren sollen?! Man kann ja niemanden zwingen, amerikanische Produkte zu kaufen und vor allem dann nicht, wenn der größte Teil der Produkte sowieso nicht mehr in den USA produziert werden.
Ich wage auch zu bezweifeln, dass die USA aus diesem Handelskrieg als Sieger hervorgehen wird. Aber dann haben sie ja noch eine starke Armee um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen...

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Liberalitärer 15.03.2018, 08:49
6. Aus dem Spiel

Zitat von zoon.politicon
Mit ca. 1,3 Milliarden Einwohner (?) leben in China ca. 4 x so viel Menschen, wie in den USA. Und China ist die Werkbank der Welt, verleiht Geld, hält grosse Anteile an ausländischen Unternehmen. Von daher kann Trump es sich nicht leisten, die - geduldigen - Chinesen durch Handelskriege unbegrenzt zu ärgern.
Doch kann er. Wer die Marktanteile nach der Preiserhöhung durch die Zölle halten will. der muss eben billiger werden, was"nur" ein wenig härtere Arbeit erfordert - allerdings chinesischerseits.
Ansonsten ist er eben raus aus dem Spiel.
Die Chinesen sind keine US Wähler, die interessieren da kaum.

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demokratiescheinheiligkei 15.03.2018, 08:56
7. Unüberlegt

Trump hat ein Denken wie jeder Großunternehmer. Geld Geld Geld. Solange es Sprudelt ist alles in Ordnung, bleibt es aus oder verdient ein anderer mehr wird alles getan um die Kassen zu füllen ohne Rücksicht auf die Zukunft. Nur das hier und jetzt zählt. Von weitsicht keine Spur. Den Schaden den dieser Kranke Greiß anrichtet mit seiner Geldgier und seinem Kriegs und Rüstungswahn anrichtet muss er ja dann nicht mehr ausbaden.

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Pixopax 15.03.2018, 09:04
8. Wie stellt sich Trump das vor?

Viele amerikanische Produkte sind zu sehr auf die USA zugeschnitten, und daher im Ausland nur schwer verkäuflich. Ein Defizit abzubauen würde daher nur gehen, indem China seine Exporte wie auch immer reduziert. Die entsprechenden Waren müssen dann woanders herkommen, da sie in den USA nicht produziert werden können. Woher also soll das dann kommen? Die Verbraucher wollen ja weiterhin Handys, Fernseher und Spielzeug kaufen.

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Denker-99 15.03.2018, 09:17
9. Deutsche Firmen Produzieren in den USA

Deutsche Firmen Produzieren in den USA u. a. BMW und Mercedes die Mitarbeiter müssen erst mal auf EU Niveau geschult werden. Warum ist die USA Arbeitslos ? Weil die "Investoren" die US Milliardäre in China Produzieren lassen. Das gleiche in Europa wir unterstützen unsere Konkurrenz China mit Joint Venture und Fördergeldern wir lassen es zu das alles kopiert wird.

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