Forum: Wirtschaft
US-Studie: Deutsche zweifeln am Freihandelsabkommen
REUTERS

Chlor-Hühnchen, NSA-Affäre, Genmais: Die Deutschen sehen das Freihandelsabkommen zwischen EU und USA laut einer neuen Studie kritisch. Groß ist die Sorge vor dem Verlust europäischer Standards.

Seite 12 von 23
taubenvergifter 10.04.2014, 09:45
110.

Natürlich ist es nicht hinnehmbar, den Verbraucherschutz zu opfern, um Profitgier zu fördern. Das wäre nämlich die Folge: Staaten dürften, auch wenn es gute Gründe geben würde, nicht ungestraft Vorschriften erlassen, die den Wettbewerb einschränken, Gewinne mindern. Aus Angst vor entsprechenden Prozessen und Strafzahlungen würde der Verbraucherschutz minimiert.

Das mag man ja in den USA, wo eine gesetzliche Krankenkasse mit mindestversorgung für Jedermann als nicht hinnehmbaren Eingriff in die persönliche Freiheit, sich mit einer chronischen Krankheit wirtschaftlich zu ruinieren, versteht, goutieren. Aber bitte nicht in Europa.

Am Ende bestimmt aber der, der zahlt und da wir unter einer Kanzlerin leiden, die bis zur Schulter im Hintern des großen Bruders mit der Koffeinbrause steckt, werden wir wohl während der WM benebelt auch diese Kröte schlucken.

Als Vegetarier ist es mir übrigens egal, ob die Hühner in Chlor gebadet werden. Aber Monsanto nun den roten Teppich ausrollen, das geht wohl nirgends so geräuschlos, wie in Europa.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rotertraktor 10.04.2014, 09:48
111. Mitdiskutieren

Zitat von sysop
Wegen des wachsenden Widerstands hat die EU-Kommission die Verhandlungen über den Investorenschutz zeitweilig ausgesetzt, damit die Öffentlichkeit mitdiskutieren kann. Allerdings endet das Moratorium Ende Juni.
Damit die Öffentlichkeit mitdiskutieren kann? Wo denn? Etwa bei den Geheimverhandlungen hinter verschlossenen Türen? Oder gilt es schon als öffentliche Mitsprache, wenn sich die Bürger eine Weile hier im SpOn und in anderen Foren ihren Frust von der Seele schreiben dürfen?

Der Satz dürfte wohl eher lauten:
Zitat von
Wegen des wachsenden Widerstands hat die EU-Kommission die Verhandlungen über den Investorenschutz zeitweilig ausgesetzt, damit die Befürworter-Parteien die beiden Wahlen Ende Mai unbeschadet über die Bühne bringen können.
Im Wahlkampf wird dann wieder das Blaue vom Himmel runter versprochen von wegen besserer Verbraucherschutz etc., um sich dann nach den Wahlen wie üblich einen Dreck um das eigene Geschwätz von gestern zu scheren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
af17555 10.04.2014, 09:49
112.

Zitat von Banause_1971
.... Was das nun für Arbeiter heißt, die mit amerikanischen Unternehmen Arbeitsverträge schließen, liegt wohl auf der Hand, oder? ;-) Rente? Krankenversicherung? ....
Schon mal was von Territorialprinzip gehört? Keine US-Firma auf deutschem boden wird sich getrauen, das geltende Recht zu brechen, denn das GEsetz steht über jedem privaten Vertrag und nichts anderes ist ja so ein Freihandelsabkommen. also, ruhig Blut....die Rente ist sicher...lol

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thegambler 10.04.2014, 09:50
113. Nein

wirklich Wir zweifeln? Wäre mir ja gar nicht aufgefallen, bei den ganzen Aktionen von u.a. Campact, Greenpeace, etc. Ich dachte die 0,05%( laut EU eigener Studie) Wachstumschub hier in Deutschland sind alternativlos.
Was mich aber überrascht sind die allgemein niedrige Zustimmung der Amerikaner für ihre eigenen Gesetze und Richtlinien.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
af17555 10.04.2014, 09:53
114.

Zitat von sysop
Chlor-Hühnchen, NSA-Affäre, Genmais: Die Deutschen sehen das Freihandelsabkommen zwischen EU und USA laut einer neuen Studie kritisch. Groß ist die Sorge vor dem Verlust europäischer Standards.
Lusdtig finde ich ja die Ängste wegen Chlorhähnchen, Genmais etc. Manschmal habe ich das Gefühl, deutsche "Verbraucher" sind zu doof zum Eimkaufen. Jeder kann doch selbst bestimmt, was er kauft und was nicht. Und kommt mir nun bloß nicht mit genverändertem Futtermittel im Steak, denn das ist bereits ohne Abkommen möglich, was mich persönlich aber immer noch ruhig schlafen lässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
r-flection 10.04.2014, 09:56
115. Klare Mehrheit ist gegen das Freihandelsabkommen

Da fragt man sich doch echt manchmal in was für einer Welt man lebt, also wenn ich mir die Kommentare im Forum so durchlese habe ich eher den Aindruck das eine klare Mehrheit der Deutschen gegen das Freihandelsabkommen ist und nicht nur "Sorgen äußerst gegenüber dem Abkommen". Was für eine Farce so langsam hier. Der Journalismus hier in Form des spiegels als purer Erfüllungsgehilfe. Und zensiert werden derartige kritische Meinungen auch noch meistens. Ja, ich merke in was für einer Demokratie ich so langsam lebe - es ist erschreckend!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
af17555 10.04.2014, 09:56
116.

Zitat von minando
..."die Deutschen" ? Vielleicht die im SPON- Forum, aber die sind kaum repräsentativ. Bei den meisten ist es wie bei der Geschichte mit dem Gen- Mais: man hat so ein paar dunkle Andeutungen gehört, und überhaupt, "Gen" ist immer böse, da kippt sogar Greenpeace lieber weiter tonnenweise Pestizide auf die Felder statt "Gen" zuzulassen. Dass so ein Abkommen auch für Deutschland seine Vorteile hätte wird dabei (natürlich) total ausgeblendet, Hauptsache man kann auf böse Ammis schimpfen.
Bravo!!!

Leider ein vergeblicher Aufruf, denn Einfältigkeit ist eben grenzenlos und dem Geschfrei irgendwelcher Heilsbringer zu folgen halt sehr leicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
grobian24 10.04.2014, 10:02
117. Egal

was das Volk will, wichtig ist was die Lobbyisten wollen.! Die entscheiden wie(geheim) und was unterschrieben wird. Nachher gibt es dann noch ein paar lukrative Stellen für die Herrn "Volksvertreter"!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vierpunktzwo 10.04.2014, 10:02
118. Organic food für die EU

Zitat von sysop
Chlor-Hühnchen, NSA-Affäre, Genmais: Die Deutschen sehen das Freihandelsabkommen zwischen EU und USA laut einer neuen Studie kritisch. Groß ist die Sorge vor dem Verlust europäischer Standards.
Auch in den USA gibt es Nachfrage nach Bio Lebensmitteln, nennt sich organic food und geht in den Standards über Bio Bestimmungen hinaus, z.B. beim Verbot von Antibiotikagaben an erkranktes Vieh, der in D zugelassen ist.

Also warum nicht organic food auch in der EU? Ist für die EU Bioagrar Lobby der Horror, wenn amerikanische Produzenten in den europäischen Markt drängen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alias Alias 10.04.2014, 10:03
119. Überraschung!

Die Bevölkerung ist also in Sorge bezüglich des Freihandelsabkommen? Ich bin ja zutiefst überrascht. Ich hätte gerne noch eine Studie dazu. Das kann ich ja kaum glauben, ich dachte ich bin der Einzige der strikt dagegen ist.
Um ein paar Komiker hier im Forum mal eben zu korrigieren: Die Politik verhandelt bei diesem Freihandelsabkommen überhaupt nicht. Ich empfehle die entsprechende Monitor-Sendung. Dort wird klar, dass ein gewisser Karel de Gucht der einzige Mann in Brüssel ist, der da mitverhandelt. Die restlichen beteiligten sind Vertreter der Industrie. die Welt hat sich nach meiner Auffassung sowieso vor mindestens 100(!) Jahren von der demokratie verabschiedet, als die "souveräne" Menschheit die Kontrolle über das Geld abgab. Es ist nur die Frage, in wie weit die (mehr oder weniger aufgeklärten) Menschen in Europa (nirgendwo sonst auf der Welt herrschen diese Bildungsstandarts) diese Dinge geschehen lassen bis sie sich dagegen erheben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 23